Neueinsteiger stellt sich mit Tamiya 2CV vor

Hallo zusammen,

ich bin der Neue und heiße Manuel. Modellbau betreibe ich nun seit ca. 46 Jahren.
Vor ca. 20 Jahren baute ich auch schon mal RC-Cars ( habe aus der Zeit noch zwei TT-01 und einen TL-01, welche demnächst wieder restauriert werden sollen ) , RC- Trucks ( mein bekanntestes Modell war neben meiner Titan 8x4 Schwerlastzugmaschine auch mein Mercedes Rundhauber mit 301 Fuchsbagger Aufbau, sowie einige RC-Panzer. Ansonsten befasse ich mich in der Regel mit Modelleisenbahn ( habe auch ein eigenes Forum dazu ), in den Spurweitern H0, H0e und N.

Schon seit längerer Zeit liebäugele ich schon mit einer Citroen 2 CV ( AZU, oder AK ) und bin auch auf der Suche nach einem solchen Oldtimer Maßstab 1zu1. Um die Wartezeit dazu zu verkürzen, konstruierte ich mir schon einige 3D Modelle im Maßstab 1/87 und nun kam noch die Tamiya 2CV ( Charleston Version zum Tamiya Bausatz) dazu.

Zum Technischen
Verbaut habe ich eine 2,4 Ghz, 3 Kanal Anlage, eventuell wird sie gegen eine noch vorhandene 7 Kanal, Anlage ausgetauscht. Fahrtenregler ist Serie, Lenkservo 6kg Metall.
Der schöne Bausatz bietet noch einiges an Verbesserungspotential. Nachdem ich den Bausatz soweit gebaut hatte, rüstete ich erst einmal Kugellager nach. Im Gegensatz zu den meisten hier, war mir aber die Ente zu schnell, daher kam nun neu ein T2M Truck Motor dazu. Ein 16er Ritzel war derzeit leider nicht verfügbar, daher werde ich das noch nachrüsten. Meine Ente soll gemütlich fahren können und dabei einen kleinen Anhänger ( selbst Konstruiert ) ziehen können. In der Ausstattung kann sie das zwar schon schön, aber es fehlt mir noch ein wenig an der Feinfühligkeit. Mit dem 16 Ritzel jedoch kann ich die Gesamtübersetzung noch ein wenig vergrößern, so das mehr Drehmoment und weniger Geschwindigkeit zu Verfügung steht. Der etwas zu geringe Lenkausschlag stört mich zwar noch ein wenig, aber dafür werde ich auch noch eine Lösung finden. Die Antriebswellen dürften noch ein paar Grad mehr Lenkeinschlag verkraften.

Zum Optischen
Die Karosserie habe ich in Tamiya PS 32 Corsa Grau lackiert. Da es keine Charleston Ente werden soll habe ich auch nicht alle Decals übernommen.
Die VW Käfer Felgen störten mich, weshalb ich mir mittels Tinkercad Entenmäßige Felgen vom Design, aber passend zu den Original Tamiya Reifen konstruiert und in 3D PLA+ ausgedruckt habe. Es folgte eine Anhängerkupplung, sowie Inneneinrichtung. Besonderheit der Inneneinrichtung sind die Figuren. Aus Bildern ( leider habe ich noch keinen 3D Scanner ) erstellte ich meine Lebensgefährtin und mich selbst. Die Inneneinrichtung passt ebenfalls Plug and Play, ohne weiteren Modifikationen.

Hier mal ein paar Bilder, z. T noch während der Modifikationsphase

Eigene Anbauteile:
-Felgen ( Plug and Play )
-Inneneinrichtung mit eigenen Figuren ( Plug and Play )
-Anhängerkupplung ( Plug and Play )

Plug and Play bedeutet, kann man ohne weitere Löcher, oder Abänderungen verbauen und wieder zurückbauen

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hier noch ohne Anhängerkupplung

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Meine Inneneinrichtung lässt sich einfach über die Karosseriehalter mit 8 kleinen Splinten einclipsen.
Die Unterseite ist in Carbon Optik, gedruckt mit Anycubic Kobra Pro und 0,4er Düse

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Hier mal ein Screenshot meiner Lebensgefährtin und meiner Wenigkeit. Bereits fertig modelliert und für 3D Druck vorbereitet

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Hier bereits in PLA gedruckt und Handlackiert. In Resindruck ( könnte ich auch, zwei Anycubic M5 Resindrucker stehen mir zur Verfügung ) wäre es natürlich noch Detailierter, aber ich wollte mal wissen, was mein 3D Drucker ( in dem Fall Bambu Lab a1Mini, mit 0,4er Düse kann ) . Dafür sieht das doch schon ganz ok aus, oder was meint Ihr ?

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Die Anhängerkupplung druckte ich ebenfalls in PLA+ Unterseite mit Carbon Optik, Sie wird an die X Förmige Verstrebung am Heck eingeclipst, an der Dämpferbrücke ( Original Verschraubungspunkt ) befestigt und von Unten mit einer Halteplatte und zwei weiteren Schrauben fixiert.

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Die Anhängerkupplung habe ich speziell auf das Modell abgestimmt, ob sie mit anderen Karosserien auf M05 Chassie passt, kann ich nicht sagen. Allerding ist es kein Hexenwerk das umzuändern bzw. anzupassen.

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Demnächst geht es weiter

MFG Manu
 
Zuletzt bearbeitet:
Echt schönes Modell, auch wenn ich mit einer Ente nix anfangen kann.
Wäre eine schicke und unsichtbare Karo-Halterung mit Magneten oder so nicht schönes für das Auto?

War bei meinem G500 Crawler die erste Aktion das zu entfernen.

Wie hast du die 3D Modelle erstellt?
 
Gefällt👍
Finde auch die Felgen klasse, aber mit 125er Reifen wär’s noch besser, würde auch den Lenkeinschlag/Wendekreis verbessern.
Tolle Arbeit!
 
Hallo Manuel,
erstmal ein herzliches Willkommen.

Du hast eine sehr schöne Ente mit klasse Ideen Gebaut.
Die Farbe gefällt mir auch sehr.

Ich hatte auch mal eine Ente, müsste ca. 1988 gewesen sein.

Sobald mein Leo verkauft wird, baue ich auch eine Tamiya Ente.
 
Echt schönes Modell, auch wenn ich mit einer Ente nix anfangen kann.
Wäre eine schicke und unsichtbare Karo-Halterung mit Magneten oder so nicht schönes für das Auto?

War bei meinem G500 Crawler die erste Aktion das zu entfernen.

Wie hast du die 3D Modelle erstellt?
Hallo,
vielen Dank. Der Tipp kam leider etwas spät, nun sind Löcher im Käse, eh Karo. Beim nächsten Modell werde ich aber auf jeden Fall dran denken.
Ich erstelle meine 3D Dateien nach wie vor mit dem kostenlosen Tinkercad. Bis dato konnte ich damit alles benötigte Zeichnen. So lange man nicht so viele Freiformen benötigt geht das damit sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gefällt👍
Finde auch die Felgen klasse, aber mit 125er Reifen wär’s noch besser, würde auch den Lenkeinschlag/Wendekreis verbessern.
Tolle Arbeit!
Vielen Dank auch Dir. Ja, das stimmt. Schmale Felgen wären ja nicht das Problem. Aber die Reifen. Es gibt aber Gummiähnliches PLA, nennt sich TPU, damit soll man angeblich Reifen machen können. Bei Gelegenheit werde ich mir das Zeugs mal bestellen und testen.
 
Hallo Manuel,
erstmal ein herzliches Willkommen.

Du hast eine sehr schöne Ente mit klasse Ideen Gebaut.
Die Farbe gefällt mir auch sehr.

Ich hatte auch mal eine Ente, müsste ca. 1988 gewesen sein.

Sobald mein Leo verkauft wird, baue ich auch eine Tamiya Ente.
Hallo Michael,

danke für die Begrüßung. Einen Leo hatte ich auch mal, das war ein tolles Modell.
Seit letztem Jahr bin ich öfter in der Ente und Youngtimer Szene unterwegs. Ich mag die Ente, besonders weil sie so einfach aufgebaut und herrlich entschleunigend ist. Irgendwann so hoffe ich bekomme ich meine Kasten Ente 1:1, das wäre mein Traum
 
Hallo zusammen,

auf zum nächsten Teil und damit kommt Ihr nun auch auf den aktuellen Stand der Dinge. Zuerst möchte ich mich aber für Eure reges Interessen und freundlich Begrüßung bedanken.

Wie schon angekündigt werde ich meinen Anhänger, da es sowas in der Art sowieso nicht gibt selbst konstruieren.
Die Idee war schon da, die Umsetzung erfolgte, zuerst am PC per Tinkercad. Hier mal eine Konstruktion wie ich anfing, natürlich diente mir das nur erst einmal als Muster

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Der erste Probeversuch, hier ging es erstmal darum erforderliche Höhenmaße zur Zugmaschine heraus zu finden und vor allem wie ich meine Achse gestalte ( vorab, das ist nur eine Testachse )

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Nachdem das Testfahrwerk auf den Rädern stand bemühte ich mich den Aufbau zu konstruieren. Da ich das selbe Fahrzeug schon einmal im Maßstab 1/87 als Resin Standmodell konstruiert hatte, nahm ich das als Basis und skalierte das passen zur Tamiya Ente hoch. Übrigens die Tamiya Ente ist alles andere als Maßstab 1:10. Hier wurde vielmehr die Karosse an das bestehende Fahrwerk angepasst. Naja stört ja auch nicht, so lange man kein Maßstabsfetischist ist und der Gesamteindruck stimmig bleibt.

Hier wird gerade der Aufbau meines Anhängers gedruckt. Die Druckzeit für den riesigen Kasten lag bei über 9 Stunden.

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Während der Mittelteil des Aufbaus noch im Druck war, die Front und Heckteile soweit auch schon in Ordnung war, zerlegte ich die Frontwand wieder in Einzelteile um mehr Details und vor allem funktionsfähige Türen einzuarbeiten. Natürlich könnte man Scharniere auch kaufen, aber warum, wenn ich sie mir doch selbst erstellen kann.

Hier wieder eine Zeichnung

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Am nächsten Tag ging es am Aufbau weiter. Leider druckte mein Anycubic nicht so sauber wie gewohnt, aber mit ein wenig Nacharbeit wird das schon gehen.

Erster Gesamteindruck meines Wohnanhängers. Kenner dürften wissen, um was es sich genau handelt. Ja, richtig, da hat jemand das Oberteil einer Kastenente ( Citroen 2CV AZU, niedriger Aufbau ) genommen, oder übrig gehabt und das einfach auf ein Anhänger Fahrgestell aufgebaut. Fertig war der Wohnanhänger. Komfortabel ist das bestimmt nicht, aber man hat zumindest ein Dach übern Kopf und kann darin übernachten.
Minimalistisch eben, Konzept passend zur Zugmaschine. Genau der Gedanke des Franzosen, der ihn tatsächlich so gebaut hat, gefällt mir so gut, das ich den nun schon zum zweiten Mal im Modell umsetzte.

Nebenbei erwähnt, wäre es mein Traum mit einer eigenen Kastenente ( innen minimalistisch ausgebaut, in Gedern 2024 Ententreffen sah ich eine Kastenente, die genau so umgebaut wurde. ) nach Südfrankreich in Urlaub zu fahren. Irgendwann, ich arbeite noch daran, werde ich mir den Traum auf jeden Fall noch erfüllen.

Hier mal alle selbst entwickelten Bauteile auf einen Überblick. Im Prinzip soweit fertig, einige Details werden aber noch geändert ( Achse, Federung ) oder verbessert ( Beleuchtungselemente, ich möchte das gesamte Gespann auch noch beleuchten )

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Der Aufbau an sich ist soweit fertig gestaltet und kann eigentlich auch schon gespachtelt, gefillert und lackiert werden. Die zweite Türe die hier noch nicht montiert war, verfügt über einen funktionsfähigen Türknauf und diese Türe hier erhielt noch einen entsprechenden Mechanismus, um sie ebenfalls verriegeln zu können.

Die 4 Abstützungen sind Funktionsfähig, aktuell über Inbusschlüssel. Einen Optisch passenderen Steckschlüssel werde ich mir die Tage noch anfertigen. Hinzu kam auch noch die Optik der Auflaufbremse. Die Achse selbst wird noch komplett überarbeitet und bekommt dann auch noch eine richtige funktionierende Blattfederung ( muss mir nur noch Federstahl besorgen ).

Wenn ich dann irgendwann mal das TPU Zeugs habe und es schaffe entsprechend schmale Reifen zu erstellen, wird auch der Anhänger, wie im Original die schmalen Reifen erhalten. Vorerst aber müssen die Tamiya Reifen ihren Dienst tun.

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Abstützung im Detail

Die Stützen werden mit einer M3 Inbusschraube verriegelt. Entweder werde ich mir einen passenden Steckschlüssel dazu basteln, oder aber auf eine Messing M3 Schraube einen Griff auflöten.

Die Achse, wie schon geschrieben, wird komplett überarbeitet, meine Anforderung, die Räder müssen sich unabhängig drehen können, Kugellager sollen eingebaut werden und die Federung soll auch funktionieren. Die jetzig eingebaute Achse ist mehr oder weniger ein einigermaßen funktionierender Platzhalter, ohne Kugellager, einfach nur M4 Schraube, Karosserieunterlegscheiben reibend in einer Messing Hülse.

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So sieht aktuell die Rückseite aus. Die Lampen werde ich nochmal aus Klarsichtmaterial entsprechend eingefärbt konstruieren und erstellen.

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Hier mal ein kleines Video


Eigentlich sollte an der Stelle ein video sein, aber scheinbar bin ich zu doof dazu ein YT hier einzubinden :rolleyes:

Hier mal eine Reihe meiner selbst konstruierten und gefertigten 3 D Modelle im Maßstab 1/87. Das blaue Modell in der unteren Reihe ( siehe Pfeil ) erstellte ich damals ebenfalls auf Tinkercad und diente mir nun als Vorlage für mein 1/10er Modell.

Einzig der rechte orangefarbene Mehari und die blau/weiße Kastenente sind Kaufmodelle.

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Glückwunsch,
der Anhänger sieht Top aus.

Das Video ist auch sehr gut, und zeigt die Funktion des Anhängers.

Nur,
eine Fahrt mit Anhänger wäre auch schön zu Sehen.

Weiter so.
 
Hallo zusammen,

Wer glaubt, das es mit 3D Modellbau einfacher und schneller geht, der irrt ganz gewaltig. Das Problem an der Geschichte ist, man sieht die Arbeit, die dahinter steckt nicht. Viele Dinge sind zu beachten, das fängt mit dem Material ( PLA, PLA+, PETG uvm. ) und deren Eigenschaften ( Material selbst, aber auch Druckbett Haftung ) an, geht über die Toleranzen bei Passungen ( z.B. für ein 3mm Dübel, benötige ich ein 3,4mm Loch, damit es passt ), jeder Drucker hat dazu auch noch eigene Eigenschaften. All das und vieles mehr sind dabei zu beachten. Die Konstruktion und Fertigung ist auf Jeden Fall nicht so einfach, wie sich die meisten das so vorstellen. Früher hatte ich diese Bauart verpönt, inzwischen weiß ich aber, aus eigener Erfahrung, es ist ebenfalls eine Form des Modellbaus. Genau genommen, ist es die moderne Form des Modellbaus. Ähnlich wie bei der Moba Digitalbetrieb.
Der Unterschied zum herkömmlichen Modellbau ist aber, wenn man es richtig anstellt, hat man jederzeit produzierbare Ersatzteile, bzw. auch ganze Bausätze und, und das ist der größte Vorteil, man ist unabhängig von den Hersteller. Der größte Vorteil jedoch ist, vieles ist von Hand so gar nicht machbar, man hat damit eine ungeahnte modellbauerische Freiheit!

Nachdem ich im kleinen Maßstab schon einige Modelle erfolgreich konstruiert und produziert habe, so dient mir der Anhänger im Maßstab 1:10 als test, um mich auch mal an größere Projekte / Modelle zu wagen. Begrenzt wird das eigentlich nur durch die Bauräume meiner 3D-Drucker.

Aber nun zum Update

Hier mal ein kleiner Einblick in meine Konstruktionszeichnungen. Wie man unschwer erkennen kann werden es, obwohl es sich um einen einfachen Anhänger handelt, mehr und mehr Teile. Neu hinzugekommen, oder überarbeitet sind die Teile die ich hier farbig dargestellt habe.

In der Regel, so mache ich das für mich, graue Teile sind fertig konstruiert, rote Teile sind Fehlerhaft und müssen überarbeitet werden.
Unabhängig davon setzte ich das Modell auch immer schon in der Zeichnung Teil für Teil zusammen, um zu sehen, wie es passt und später einmal aussehen könnte. Ein weiterer Tipp beim Zusammensetzen der Teile ist es auch hilfreich, die Teile Bauabschnittsweise zu gruppieren. In dem Fall Fahrwerk und Aufbau, als je eine Gruppierung. Oder auch das Vorderteil mit Scharniere, Türmechanik, Türanschläge, sowie den Türen.

Aktuelle Einzelteile des Anhängers.

Neu dazu gekommene Teile sind:
- Links um Bild, Rückleuchten Blinker und Rückstrahler ( dazu kommen wir später noch einmal )
- Mitte oben, Türmechanik für die beide Türen
- Mitte unten, überarbeitete Achse, detaillierte Blattfederung und Achsenrohr

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Theoretisch zusammen gebaut, könnte es später dann wie folgt aussehen

Detail Blattfederung. Die einzelnen Lagen sind nun mit 0,25mm Abstand konstruiert, damit ist das Federpaket für das Modell immer noch mehr als ausreichend stabil, kann aber trotzdem ein wenig Federn. Was ich hier allerdings noch vergessen habe, ist das hintere Auge offen zu gestalten, damit die Feder auch einen gewissen Längenausgleich erhalten kann. Das werde ich noch mal überarbeiten. Die Kleinigkeit ist allerdings in wenigen Minuten abgeändert und in nicht mal 30 Min schmeißt mir der Drucker das neue Paar Federpakete raus. Mit der Optik wäre ich damit zufrieden, rein technisch läuft die Achse auch erstaunlich gut, obwohl immer noch keine Kugellager verbaut sind. Aus dem Grund lasse ich die Achse erstmal weiter so, ohne Kugellager. Das Modell ist nicht so extrem schwer und es hat auch nicht so viel Reibung, das es unbedingt notwendig wäre.

Wer sich fragt warum da Löcher sind. Da kommen in der Regel M3 Schrauben rein. Warum soll ich Löcher von Hand bohren, wenn ich sie doch gleich exakt einplanen kann? Genauer geht es doch gar nicht. Auch ein Vorteil gegenüber der alten Modellbautechnik. Gerade das spart beim Zusammenbau des Modells sehr viel Arbeit.

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Wie schon im Post zuvor erwähnt, plane ich ja, beim dem Gespann Beleuchtung einzubauen. Beim Anhänger ist das ja noch kein Problem, aber bei der Ente wird das noch ein größeres Thema, denn da ist von Tamiya nichts vorgesehen, außer Aufkleber *grummel

Ob das nun aber wirklich funktionsfähig umgesetzt wird, weiß ich bis dato noch nicht. Problem bei der Ente ist, das ich die Rückleuchten und die vorderen Scheinwerfer erst einmal konstruieren muss. Blöderweise ist bei der Linse vorne genau mittig die Verschraubung zum Gehäuse, die Rückleuchten im Lexan angedeutet und nur mit einem Aufkleber versehen. Verschneide ich mich bei den Rückleuchten, ist die gesamte Karosserie für die Tonne.

Zumindest beim Anhänger habe ich es nun aber schon mal vorbereitet.
Um nicht nochmal die Rückwand drucken zu müssen, habe ich meine Lampenimitate entfernt und die Löcher von Hand gebohrt. Hier war ich etwas zu schnell, denn ich hatte die Rückwand schon fest mit dem Mittelteil der Karosserie verklebt. In der Zeichnung habe ich das nun, wie alle Änderungen an entsprechenden Bauteilen eingepflegt ( siehe Bild 1 ) . Sollte ich nochmal einen drucken, dann brauche ich natürlich nicht noch mal Hand anlegen.

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Die Rückleuchten haben in der Mitte eine Aussparung passend für 3mm Leds. Ansonsten werden die Glasteile ( PETG ) einfach nur in das Heckblech eingedrückt. Sie müssen nicht verklebt werden.
Sind die Leds eingebaut und verkabelt wird eine Abdeckkappe dazu kommen. Die muss ich aber noch konstruieren.

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An beiden Türen ist wie bereits im Video zu sehen war die Türmechanik eingebaut. So sieht es in meiner Konstruktionszeichnung aus. An den Türen bedingt durch die schmalen Fensterholme in der Mitte war es etwas kniffelig, Platztechnisch gesehen, denn die Mechanik soll ja auch ausreichend stabil sein.
An der Innenausstattung erfolgt dann nachträglich noch eine Aussparung für die Türmechanik. Da ich diese Aussparung zuvor nicht hatte, wurde auch diese in dem entsprechenden Bauteil eingepflegt ( siehe Bild 1 ).

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Nach der Theorie nun wieder zur Praxis,

Hier die 4 Lampenkörper und 2 Rückstrahler in Klarsicht PETG ( ich hatte das Material da, deswegen PETG ) gedruckt.
In den Lampenkörper zur Probe bereits eingesteckt die 3mm Leds

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Die Lampengläser selbst färbte ich mit Tamiya X-26 orange, sowie X-27 rot. Leider ist das Orange etwas zu rötlich, besser wäre X-24 gelb gewesen. Wobei mir Orange eigentlich besser als Gelb gefällt. Der Rest des Lampenkörpers und die Fassung wurde als das getrocknet war Teerschwarz gestrichen. Die beiden Reflektoren auf der Rückseite mit Chromsilber.

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Gestern war dann noch Großkampftag angesagt. Das Gehäuse schliff ich komplett, verspachtelte es, schliff es wieder fein, fillerte es, schliff es nochmals und dann folgten die ersten Lackschichten aus der Airbrush. Hierzu nahm ich Tamiya XF-23 Light Grey. Im Vergleich Gläschen XF-32, zum Dosen Deckel Tamiya PS-32 Corsa Grey kam es dem am nächsten. Leider hat Tamiya diese Farbe Corsa Grey nur in der PS Variante speziell für Lexan im Programm. Nun ja, eigentlich wollte ich die beiden Fahrzeuge in der selben Farbe haben, aber so sieht es auch gar nicht mal so schlecht aus. Das Light Grey hat einen leichten Grünstich. Insgesamt passt es aber trotzdem gut zusammen, finde ich. Als der Lack getrocknet war, folgten mehrere Schichten Glanz Klarlack aus der Dose.

Weiterhin, hob ich die Abdeckung der Kennzeichenleuchte in Teerschwarz ab, lackierte die Lampen und Reflektoren fertig und verbaute diese.

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Farblich hob ich gestern auch noch ( hier auf den Bildern noch nicht zu sehen ) die Fenstergummis in Teerschwarz, Türgestängeführungen in schwarz, Türgestänge und Griff in Silber ab. Weiterhin alle Schrauben des Fahrgestells in Seidenmatt Schwarz, passend zum schwarzen Fahrgestell

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Hallo zusammen,

endlich war mal halbwegs schönes Wetter draußen, so das ich auch mal Bilder und ein Video machen konnte.

Aber zuvor noch ein kleines Update...

Aus 1mm starken Makrolon fertigte ich mir 2 Scheiben für die Türen des Anhängers ( ja, von Hand! ) an. Diese klebte ich dann mit Microsol Kristal Clear ( Mi-09 ) ein. Nachdem dieses Zeugs ausgehärtet ist, sieht man nichts mehr, denn es wirklich Kristallklar.

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Für den Anhänger konstruierte ich noch einen Dachträger

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Und hier schon zu sehen, die Serien Silberbüchse flog raus, stattdessen werkelt nun ein T2M Truck Motor in meiner Ente. Nur noch halb so viel Drehzahl, dafür aber wesentlich mehr Drehmoment.

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Dann gings endlich nach draußen und die erste Probefahrt stand an


Irgendwo, in Frankreich ( zumindest im Gedanken )..., wir suchen ein gemütliches Plätzchen zum Übernachten.

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Der neue Dachträger, wartet noch auf etwas Ladegut. Mal sehen was mir da noch so einfällt

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Ja ja die breiten Reifen, das wird noch ein weiteres Thema werden

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Auch ein schöner Rücken kann entzücken

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Den Anhänger mal eben etwas rangiert.

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Na da unter dem Baum ist doch ein schönes Plätzchen

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Hier schön zu sehen, die simple, aber funktionierende Türverriegelung

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Es ist zwar eng, aber dennoch gemütlich

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Zum Schluss noch das gewünschte Video der ersten Probefahrt in freier Natur. sorry, wenn die Kameraführung etwas wackelig ist, aber Fahren und Filmen alleine geht halt schlecht. Video in HD


zum Film
 
Hallo zsuammen,

Vielen Dank für Euer Feedback.

Weiter geht es...

Immer mal wieder, so wie ich Lust habe bastele ich an der Ente weiter.

Bisher, modifizierte ich:
- Felgen
- Inneneinrichtung mit 2 Figuren
- kompletter Anhänger

Alle Teile wurden selbst konstruiert und gedruckt

Neu dazu kommen jetzt:

- Front- und Heckbeleuchtung ( Datei von Jake-RC )
die Dateien änderte ich jedoch für meine Bedürfnisse ab. Die Lampenhalter rekonstruierte ich nach Tamiya Original, um deren Befestigungspunkte an der Karosserie weiterhin bei zu behalten. Die vorderen Lampengläser verwendete ich unverändert. Lampengläser hinten verändert und als ein Teil in Klar Resin gedruckt, das Gehäuse dazu verändert und aus PLA+ gedruckt.
- Türgriffe und Tankdeckel ( Datei von Jake-RC )
unverändert in Resin gedruckt
- Kühlergrill ( Datei von Jake-RC )
die Datei verwendete ich unverändert und druckte diese in Resin

Insgesamt haben mich die dazu gekauften Dateien 20 € gekostet und habe mir damit jede Menge Konstruktionsarbeit gespart. Insbesondere der Kühlergrill und die Lampengläser vorne waren mir das wert. Die von mir geänderten Dateien waren somit auch nur mit wenigen Klicks in kürzester Zeit für meine Bedürfnisse angepasst.

Selbst konstruierte und gedruckte Teile sind:

- Innenspiegel und Sonnenblenden ( Pla )
- Scheibenwischer ( Pla )
- Verdeck strukturiert und halb geöffnet ( Pla ), mehrteilig, sowie Karosseriestreben vorne und Mitte oben am Dach ( Pla+ )
- vordere Blinker

Hier zu sehen sind die Teile die ich von Jake-RC als Datei gekauft und selbst gedruckt habe. Die Lampentöpfe vorne selbst habe ich hierbei nicht verwendet, sondern selber entsprechend der Tamiya Teile, jedoch ohne hinteres Loch für die Befestigung der Lampendeckel konstruiert. Die Lampenftöpfe entspricht der hier gezeigten, jedoch auf meinen Lampenhalter adaptiert, als ein Bauteil. In meiner Version, werden die Lampen an den Original Löchern in der Karo befestigt und die Gläser eingeklebt. Gedruckte habe ich diese Teile in schwarzem Resin.

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Die Linse sieht wirklich hervorragend aus, da hat sich Jake, sofern er sie selbst entworfen hat, wirklich sehr viel Mühe gegeben.

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Hier zu sehen die Teile aus Jake 3Ds Datei. Ursprünglich waren die hinteren Lampengläser 2 Teilig, da er die Teile gleich in farbigen Klarsichtmaterial gedruckt hat. Leider hatte ich aber das Material nicht da, daher druckte ich die Gläser einteilig und lackierte sie innen, wie außen mit Tamiya Klarsicht rot bzw. gelb.
Die vorderen Blinker ( Set Lampen ) und die Scheibenwischer ( zum Kühlergrill ), die in seinem Video zu sehen sind, werden auch nicht als Datei angeboten. Eigentlich hätte er die zu dem Preis auch gerne dazu packen können. Naja, egal, die Teile habe ich in wenigen Minuten selbst erstellt.

Den Probedruck fertigte ich in Klarsicht Resin. Die finale Version der hinteren Lampengehäuse jedoch in Pla+

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Die vorderen Blinker gibt es bei dem Set leider nicht. Macht aber nichts, da ich die hinteren Lampen meines Anhängers ohne große Änderung verwenden kann. Die Optik entspricht ja dem Original

Hier sind bereits meine fertigen Lampen, Kühlergrill und Scheibenwischer verbaut. Auf dem Bild zu sehen, das ich die Led´s nur zum Testen angeschlossen hatte. Ein entsprechendes Beleuchtungsmodul fehlt mir derzeit noch. Derzeit bin ich noch am Überlegen, welches Modul für mich in Frage kommt.

Mein Wunsch ist:

per Funke bedienbar

- Beleuchtung ( eventuell Standlicht Abblendlicht und Fernlicht über je eine Led, zur Not kann ich auf Standlicht und Fernlicht verzichten )
- Blinker links und rechts ( nicht über Lenkung, sondern separat auf Funke ) & Warnblinker

über Fahrtenregler automatisch

- Bremslicht
- Rückfahrscheinwerfer

Die Beleuchtung des Anhängers soll hierbei auch automatisch ( Kabelgebunden, muss kein Infrarot sein ) mit geschaltet werden!

Im RC-Truckbereich erledigte ich das früher mit den entsprechenden Schaltbausteinen von CTI. Gibt es CTI überhaupt noch ?
Aktuell weiß ich aber noch nicht, was noch so alles preisgünstig auf dem Markt angeboten und verfügbar ist.
Alle Beleuchtungen sollen später über die Fernbedienung separat schaltbar sein. Brems- und Rückfahrlicht, wie üblich automatisch über den Fahrtenregler.

Meine Blinkergläser wirken leider recht dunkel. Mein Fehler, denn ich lackierte den dahinter liegenden Teil nicht zuerst silber und dann schwarz, sondern direkt und nur schwarz, deswegen wirken diese so dunkel. Irgendwie war ich da wohl nicht so ganz bei der Sache. Also, nochmal drucken und austauschen.

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Hier habe ich die Karosserie einfach mal gegen das Licht gehalten. Die Lampenkammern trennen, wie gewünscht sauber ab. Led´s müssen hier noch nachgerüstet werden.

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Etwas aufwendiger war dann ein halboffenes Verdeck darzustellen. Halboffen deswegen, weil ich ja die Original Tamiya Karosseriehalterung weiter verwende.
Wie schon mal erwähnt ist das das erste RC Modell, das ich seit Jahren wieder gebaut hatte. Leider kam mir die Magnethalter, als ich anfing nicht in den Sinn.
Hätte ich daran bei Baubeginn gedacht, hätte ich keinerlei Löcher zur Befestigung in der Karosserie und hätte hinten den Halter anders Konstruiert, so das ich das Verdeck hätte ganz geöffnet darstellen können. Nun ja. So ist es auch nicht so schlecht.

Das Verdeck selbst entwarf ich direkt mit einer Struktur, damit es dem Original ähnlicher sieht. Die Struktur hätte zwar etwas feiner ausfallen können, allerdings sticht sie so besser ab.

Zuerst schnitt ich das Dach so auf, wie ich es auf einem Originalbild sah. Jetzt konnte ich mein gedrucktes Verdeck anpassen und aufkleben. Das Teil " aufgerolltes Verdeck" klebte ich dann auf das eigentliche Verdeck. Zwar hätte man das in einem bereits drucken können, aber so war es einfacher anzupassen und man könnte es so auch beliebig verbauen. Das "aufgerollte Verdeck" Teil und die beiden oberen Streben ( wie im Original ) tragen dazu bei, das die Karosserie wieder ausreichend stabil wird.

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Die Scheibenwischer, Griffe und Tankdeckel sind nun auch 3D Teile und keine einfachen Decals mehr

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Detailbilder

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Ich finde das Modell wird durch die ganzen Teile nochmal erheblich aufgewertet. Gut, das mit den Karohalter ist nun zwar etwas ärgerlich, aber nicht zu ändern.

weiter geplant sind nun:

- Beleuchtungsmodul ( muss ich erst bestellen, wenn ich dann mal weiß, welches ich denn nun nehmen werde, es gibt verschiedene Möglichkeiten )
- schmale Felgen und Reifen ( TPU für die Reifen muss ich erst bestellen und dann testen )
 
Derzeit bin ich noch am Überlegen, welches Modul für mich in Frage kommt.
Im RC-Truckbereich erledigte ich das früher mit den entsprechenden Schaltbausteinen von CTI. Gibt es CTI überhaupt noch ?
Ziemlich obere Liga,was du da zauberst.......


Hier.....


.....solltest du hinreichend Antwort bezüglich angemessener
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