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Neuer Katamaran

Noch ein paar Fotos vom letzten Segeln am Samstag.
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Copyright Jonas
Gesegelt habe ich auf dem großen Teich im Kleinen Kiel. Ist wohl gegenüber z.B. Gosport größer, hat aber wie zu sehen ist, rundum Bäume und da hinter sehr hohe Häuser. Ist dann wie auf der Alster, wenn da im Atlantic ein Fenster geöffnet wird, hat man einen Winddreher.

Nach weiterem Segeln diese Woche ist immer wieder ein Problem mit den Foils aufgetreten, entweder Raumschots eine Bö bei der der Steven, obwohl vorher auf Foils, danach im Wasser aufschlug oder wie beim 4. Foto der Luvfoil aus dem Wasser kam- und das soll er nicht. Abends nach verschiedener Rumspielerei mit einem Foil stellte sich heraus, dass bei großer Belastung die Führungskugellager im Kielbereich zu stark belastet werden und nicht mehr drehen wollen. Das Problem liegt wohl darin, dass die Kugellager einen Innendurchmesser mit 2mm keine große Belastung nicht mehr drehen wollen; und größere sind für das System nicht zu groß sind und dadurch der Winkel kleiner wird. Und der ist schon zu klein.
 
Beim Rumspielen mit den Foils fiel mir auf, dass bei hoher Belastung der Foils das Drehen mehr oder weniger nicht möglich ist. Das Problem liegt wohl an den Kugellagern, die im oberen Bereich das Drehen des Foils ermöglichen, es sind Kugellager mit Außen 5mm und Innen 2mm Durchmesser. Wenn die zu stark belastet werden, merkt man, dass die Kugellager verformbar sind. Deshalb müssen da jetzt Kugellager mit Außendurchmesser 9mm und Innen 4mm rein. Die Führung ist etwas länger und dadurch ist der Drehwinkel fast genau so groß, wie vorher. Um die Kugellager aufnehmen zu können, ist die Führung jetzt 12mm dick, da ist das Problem, das der Schacht nur 8mm Breite hat.
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Die Führung für die Kugellager liegt jetzt außerhalb des Rumpfes und ist etwas länger als die Kugellagerführung vorher. Das bedeutet, dass wenn der Kat mit dem Rumpf im Wasser ist, wird der Glotz durchs Wasser gezogen.​

Zudem habe ich noch ein größeres Ruder für die 45°-Foils gebaut.
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Unten das für die L-Foils, oben das Neue, wesentlich länger und breiter.

Gestern war der Wind (und das Wetter) endlich so, dass ich am Kleinen Kiel segeln konnte. Am Anfang guter Wind mit etwa 2-3 Bft., aber, da es sich um den Kleinen Kiel handelt, ist der Wind böig und sehr am Drehen. Großes Rigg drauf, Kat ins Wasser und es ging los. Und die Foiles funktionierten. Auch als der Wind etwas zunahm und ich auf Rigg 2 wechselte, hatte ich mit den Foils kein Problem, sie drehten und haben sich nicht verhakt. Das was wieder auffällt, ist, das die Luvfoils bei mehr Wind in unglücklichem Zustand aus dem Wasser kommen, siehe viertes Foto bei Beitrag vorher. Und das sollen sie nicht. Ob da das Problem an den unsymmetrischen Foilproblemen liegt, der Drehwinkel zu klein ist oder der Drehpunkt nicht stimmt; keine Ahnung. Muss ich mal weiterdenken und weiterprobieren. Was aber überhaupt nicht funktioniert ist, ist mit einem zu dichten Großsegelachterliek zu wenden, wenn die Wende misslingt, war es fast nicht möglich, den Kat aus dem Wind zu bekommen, doof.:mad:

Zum Schluss habe ich dann noch das große Ruder probiert und war begeistert. Wenden war wesentlich einfacher, hatte aber den Nachteil, dass der Kat jetzt wieder gnadenlos leegierig ist. Zeigt wieder, dass die die Flosse nicht lang genug sind, denn dieses Problem besteht immer noch. Zum Probieren der 45°-Foils bin ich gar nicht mehr gekommen, habe bis halb Fünf gesegelt und da der Wind zu Ende ging, habe ich aufgehört. Weil das Segeln mit den L-Foils (glaube ich) irgendwann dazu kommt, dass man an der Kreuz auf Foils kommen kann, kam ich gar nicht darauf mit den 45°-Foils anzufangen. Vielleicht ist man mit den L-Foils Raumschots nicht so schnell, wie die 45°-Foils, aber man ist wesentlich schneller an der Kreuz. Ich habe bis Gosport ja noch ein halbes Jahr Zeit.
 
Für mich ist die Segelsaison beendet. Wir haben jetzt zwar Sonnenschein, 3Bft., aber nur 10°C, Brrrr. Ist mir zu kalt, mit dem Fahrrad hin, Aufbauen, Segeln, Abbauen, mit dem Fahrrad wieder nach Hause fahren. Früher als ich noch jung und dynamisch war und IOM gesegelt hatte, wurde auch bei 0°C gesegelt.

Das was ich im Moment noch für diesen Kat noch mache, sind Negativformen für neue Foils, bei dem die Gesamttiefe 28cm werden wird. Und da die Formen in 3-D-Bauen erstellt werden, dauert das noch. Ich hoffe, dass wir im Frühjahr brauchbares Wetter haben, dass ich die Foils vor Gosport noch testen kann.
 
Für nächste Woche sind endlich hier oben im Norden die Temperaturen bis zu 20° prognostiziert und ich darf nicht raus, um die neuen Foils am Kat zu probieren.:mad::confused::cry:
 
Das was ich schon gesagt habe, was ich probieren will, sind neuen Flossen.
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Ganz links das Foil, das ich letztes Jahr gefahren habe. Das nächste ist das gleiche Foils mit einer etwa 8 cm längeren Flossen. Das rechte ist mit der gleichen neuen Flosse und etwa 3 cm kürzeren Foils.

Was ich letztens schon gesagt hatte, war bei den älteren Foils die Flosse zu kurz, der Kat war leegierig und hat den Nachteil, dass das Foil Raumschots auf der Luvseite aus dem Wasser kommt (siehe Foto von Jonas). Deswegen jetzt mit einer längeren Flossen und relativ hoch angesetztem Drehpunkt. Zudem ist der Drehwinkel etwa 3° größer.

Bei mehr Wind hatte ich das Problem, dass der Kat Raumschots über die Foils gestolpert ist, liegt wohl auch an den zu kleinen Kugellagern. Aber auf jeden Fall hatte ich da genügend Wind, um auf die Foils zu kommen. Deswegen zusätzlich neue, kürzere Foils mit, entsprechend den GP-Sails, mit einem größeren Radius zwischen der Flosse und dem Foils. Was ich nicht verstehe, ist, dass bei denen die Foils aufgekantet sind und deswegen habe ich das nicht ausgeführt.

Ich hoffe, dass wir auch irgendwann wieder rauskommen, damit ich das mal ausprobieren. Nächster Montage, 18° und etwa 3-4Bft. und Südwind, also auf dem anderen Becken, wäre also ideal. Und dann kamen die Chinesen.
 

Urbi

User
Hallo Michael

Schöne Arbeit.
Auf dem Foto macht es den Anschein, dass das Foil ganz rechts einen grösseren Radios im Knick aufweist als die andern. Ist das nur eine optisch Täuschung? Ich nehme an du hast eine Negativform um die Foil's zu bauen, oder wie machst du sie?
 
Für die Formen habe ich 3D-handgemachte Negativformen, sprich alles aus dem Bauch.
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Die Formen für die langen Flossen und die langen Foils. Hat den Vorteil, dass die aus Holz gebauten Negativformen im Vergleich zu den 3D-Druckfomen wesentlich billiger zu bauen sind, aber leider zur Fertigung mehr Zeit benötigen. Die Foils für mehr Wind sind mit einem größeren Radius gebaut worden, siehe die Katamarane der GP-Sailing. Ob das was bringt, werde ich sehen.
 

Urbi

User
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Deswegen zusätzlich neue, kürzere Foils mit, entsprechend den GP-Sails, mit einem größeren Radius zwischen der Flosse und dem Foils. Was ich nicht verstehe, ist, dass bei denen die Foils aufgekantet sind und deswegen habe ich das nicht ausgeführt.
Hallo Michael

Jetzt hab ich's verstanden, hab zu schnell gelesen, du hast den Radius an deinen Foil's vergrössert, aber das Aufkanten hast du sein lassen. ;)

Schönen Abend
 

Urbi

User
Hallo nochmal

Auch aktualisieren sollte ich zwischendurch. :D:D

Saubere Arbeit, so ähnlich werde ich das wohl auch machen. Da kann man mit nicht allzu grossem Aufwand kleine Veränderungen vornehmen und dann wieder Testen.
 

Urbi

User
Hallo Michael

Hast du schon eine Testfahrt machen können mit den neuen Foil's?

Viele Grüsse
 
Daniel sagt, wir dürfen wieder raus und jetzt warte ich auf entsprechende Bedingungen. Problem war, dass es auch im Mai bisher noch nicht mehr als 15° Lufttemperatur waren und jetzt sind es endlich fast 20°, aber viel zu wenig Wind, maximal 2Bft.:eek: Vielleicht morgen. Schaun wir mal.
 
Ich warte und warte und der für die Hörn oder den Kleinen Kiel brauchbare Windbedingungen kam nicht. Laut den aktuellen Wetterbedingungen heute ist der Wind um etwa 30° nach rechts gedreht gegenüber der brauchbaren Windrichtung und recht böig. Trotzdem habe ich mich heute doch aufgerafft und bin zum Kleinen Kiel gefahren. Und der Wind war schlecht, kam tatsächlich etwas von der anderen Seite und war sehr böig, manchmal auch gar kein Wind.

Zuerst hatte ich die Foils vom letzten Jahr gefahren. Etwa 30 Minuten habe ich dann damit gesegelt und habean der Ruder- und an der Foileinstellung gedreht. Und ich war (wenn der Wind brauchbar war) wieder sehr zufrieden. Und dann kam eine Bö, und schwupp, ist der Kat gekentert. Wegen der Styroporkugel am Kopf vom Mast ist er nicht durchgekentert und ist nach etwa 10 Minuten angelandet. Nach der Kenterung habe ich dann auf Rigg 3 gewechselt. Zudem habe ich auch die neuen Foils angebaut.

Von der Sache her, waren die neuen Foils in Ordnung. Die Leegierigkeit, wie bei den Kürzeren, war nicht vorhanden. Wobei aber beim Segeln ein sauberes Segeln nicht vorhanden war. Ich hatte die Länge der Flosse unter dem Drehpunkt verlängert, um die Leegierigkeit zu mindern und damit das Foil auf der Luvseite im Wasser zu haben.
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Und das fand nicht statt, eher das die Luvseite des Kats bei höherer Geschwindigkeit noch höher gedrückt wurde, der Fühler auf der Luvseite war weit über der Wasseroberfläche. Was am Wind aber passierte (keine Ahnung wieso), war dass die Leeseite des Kats bei höherer Geschwindigkeit über der der Luvseite. Und dann ist auf einer Seite auch noch der Kohlestab in einer Flosse abgebrochen.:( Also wieder abbauen und wieder nach Hause und überlegen, wie es weiter gehen soll.
 
Die Kohlestäbe habe ich jetzt aus den Flossen ausgebaut. Diese Teile sind im Rumpf fixiert und am unteren Teil ist der Drehpunkt für das Foil und oben ist die Mechanik, mit der der Anstellwinkel über den Fühler kontrolliert wird.
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Oben die noch vorhandene und unten die angebrochene Halterung. Deutlich der Anbruch unten zu sehen. Das Teil ist 15mm breit, 5mm dick und massiv aus Kohle-UD laminiert.
 

Urbi

User
Die Kohlestäbe habe ich jetzt aus den Flossen ausgebaut. Diese Teile sind im Rumpf fixiert und am unteren Teil ist der Drehpunkt für das Foil und oben ist die Mechanik, mit der der Anstellwinkel über den Fühler kontrolliert wird.
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Oben die noch vorhandene und unten die angebrochene Halterung. Deutlich der Anbruch unten zu sehen. Das Teil ist 15mm breit, 5mm dick und massiv aus Kohle-UD laminiert.
Hallo Michael

Jetzt verstehe ich deine recht aufwändige Konstruktion, muss schon sagen das ist eine clevere Lösung den Drehpunkt da unten anzusetzen. Einziger Wermutstropfen ist vielleicht, dass Wasser in den Hohlraum im Foil fliesst, das wird aber kaum eine grosse Menge sein.

Ich staune auch ein bisschen dass dir dieses Carbonteil auf dem Wasser gebrochen ist. Ist es möglich dass du mit etwas kollidiert bist im Wasser, dicker Ast, Stein oder sowas? Oder vielleicht wurde es beim Transport an Land irgendwie angeknaxt und hat dann im Wasser von der Windböe den Rest gekriegt? Irgendwie braucht es dazu schon ordentlich Kraft.

Frage zum richtigen Verständnis, ist die Bruchstelle die weissliche Stelle direkt oberhalb der Foilführung? Oder wenn du dir ein Schwert vorstellst (sieht ja ein bisschen danach aus) am Griff direkt bei der Parierstange?

Wenn das so wäre, ist die Stelle ja im Rumpf, somit könntest du diese Stelle verstärken ohne einen Einfluss auf das Fahrverhalten zu riskieren bevor du ein komplett neues Teil baust.

Zu deiner Beobachtung dass einmal der Leerumpf höher aus dem Wasser kam als der Luvrumpf, :confused: könnte da nicht schon der angebrochene Carbonstab der Übeltäter gewesen sein?

Ich hoffe du findest es noch heraus.

Toi Toi Toi
 
@Urbi,

es war deutlich zu erkennen, als das Teil gebrochen ist, ist der Kat stark zu der Seite gezogen wurde. Zudem hatte ich den Kat zu verschiedenen Einstellungen vorher an Land und da war alles noch okay, das Hochkommen des Leerumpfes war aber schon vorhanden. Der Bruch ist tatsächlich über der Längsführung der Kugellager. Um den Stab noch mehr zu verstärken, müsste er länger werden (geht nicht, weil dadurch der Drehwinkel verkleinert wird) oder Dicker werden (müsste die Flosse noch dicker werden), denn der Stab ist massiv aus UD-Kohlesträngen gebaut, mehr geht nicht.

Vielleicht ist doch das T-Foil-Modell besser- waren meine ersten Versuche, da dort das Foil-Moment mit Sicherheit kleiner ist, als das Biegemoment durch die Querkraft. Zudem übernimmt hier das Moment die Flosse und das hat ein wesentlich größeres Biegemoment am Rumpfansatz. Dieses Systemhat den Nachteil, das die Gesamtbreite durch die Foil kommen, dass heißt, bei wenig Wind, wenn ich ohne Foils segel, ist das aufrichtende Moment stark verkleinert, denn da haben die Foils einen großen Nachteil und bremsen. Foils kann ich eigentlich erst beim Rigg 2 fahren.
 

Urbi

User
Hallo Michael

Unsere Gedanken gehen alle etwa in die gleiche Richtung.

Ich spiele immer noch mit der Idee meine Foil's einziehbar zu machen. Dann könnte man erst bei genügend Wind die Foil's absenken, solche Spielereien schlagen sich aber immer negativ auf der Gewichtsseite nieder. Dann ist womöglich ein System zum schnellen Ein- und Ausbau der Foil's sinnvoller. Oder man stellt die Foil's bei wenig Wind so ein, dass sie keinen Auftrieb generieren (ohne Anstellwinkel) geht aber nicht mehr nur mit einem Fühler.
So kommen wir vielleicht am Ende doch zu den um 45° abgewinkelten Foil's à la Hydroptere. Das scheint im Moment bei verschiedenen Cat's und Tri's gut zu funktionieren.
Ich werde aber auch noch ein paar "unkonventionelle" Systeme ausprobieren.

Viel Gück
 
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