neuer Schulze Balancer

Hallo Steffen,
ich habe den Balancer schon aber so richtig habe ich ihn noch nicht getestet. Wollte ihn halt erstmal haben :D .
Interessant finde ich z.B auch, das man "normale" Zellen (bis 14) beim Entladen vermessen kann.
Sobald ich mehr mit dem Teil "herumgespielt" habe, kann ich mich nochmal melden.

Gruß
Oliver
 
@ alle,

also, dann mal los; mein erster Bericht zum Lipobal 14 von der Fa. Schulze.
Aufgrund von akutem Zeitmangel konnte ich bisher nur folgendes testen:
Die Anfertigung des Verbindungskabels zw. Lipobal und meinem Akku ( 6S1P Kokam 3200 ) mit Einzellabgriffen ähnlich BEC geht Dank der sehr guten und reich bebilderten Anleitung des optionalen Kabelsatzes sehr flott voran. Nach ca. 25 min war das Kabel fertig.
Währenddessen habe ich meinen Pack mit dem Isl 636 entladen auf ca. 3,6 V / Zelle entladen, damit mir beim Testen nicht gleich die ganze Bude abfackelt:-))).
Dann wars soweit: Akku mit Lipobal verbinden, und dann????
Die beschriebene Startsequenz läuft sauber durch, und dann brennt nur noch die grüne LED, sonst tut sich nichts. Ahja.
Nachlesen und grübeln ist angesagt.
Ich bringe dann gezielt eine Zelle auf höhere Spannung, Effekt siehe oben.
Dann schließe ich zusätzlich das Ladegerät an und lade ca. 10 min.
Nur die LED der Zelle 5 blinkt kurz, sonst nichts.
Heute Anruf bei der Fa. Schulze: ist das so richtig ????
Antwort; Ja, da der Lipobal erst mit höherer Zellenspannung die Toleranzschwelle zw. den einzelnen Zellen immer enger einstellt.
Also, heute Abend, Akku ans Ladegerät gehängt; Lipobal dran und Laden mit 3.5 A.
Anfangsspannung ca. 22.3 Volt. Bis ca. 24,4 Volt keine Reaktion des Balancer, dann aber fangen die LED für die einzelnen Zellen das Blinken an, und man sieht sehr schön, wie der Lipobal arbeitet.
Das ISL 636 lädt sauber weiter, und ab 25.2 V reduziert sich dann der Strom bis auf 0.2 A, danach schaltet das ISL ab.
Ber Balancer arbeitet so noch eine Weile vor sich hin, bis nach ca. 1- 2 min alle LED aus sind. Nach einer weiteren Ruhepause von ca. 10 min messe ich mit einem nicht extrem präzisen Multimeter die Spannungen der Zellen: 4.17;4.16;4.17;4.17;4.16;4.17 V. Damit bin ich doch sehr zufrieden.

Die Sicherheitsabschaltvorrichtung des Balancers habe ich noch nicht getestet. Grund: s. o.

Fazit: Mein erster Test mit dem Lipobal ist sehr positiv verlaufen. Allerdings muss man die Praxis noch abwarten. Mein einziger bisheriger Kritikpunkt ist das Schrumpfschlauchgehäuse des Balancers. Ich bin der Meinung, ein solch durchdachtes Gerät hätte ein solides Kunststoffgehäuse verdient.

Gruß Dirk
 
Hallo,

ich interessiere mich auch für das Teil- scheint ja ein ganz neuer Ansatz des Zellenausgleichs zu sein.

@Dirk: Danke erstmal für deinen Bericht, klingt ja sehr positiv! Vor allem dass der Schulze-Lader nun auch abschaltet, freut mich. Bis jetzt musste ich immer die "Lade-Menge" begrenzen, dass der Lader mit den Orbit-Balancern überhaupt abgeschaltet hat.
Die Folienverpackung gefällt mir auch nicht sonderlich- ich hätte es viel mehr begrüßt, wenn das Teil direkt in den Lader eingebaut werden hätte können. Wäre darin auch viel besser geschützt und vor allem automatisch immer mit dabei gewesen.

Eine Frage: Hast du den Lipobal direkt bei Schulze bestellt oder gibts den auch schon (günstiger) bei einem Händler?

David
 
Hallo David,
habe meinen bei Mamo Models bestellt. Preis war recht attraktiv finde ich.
Ansonsten kann ich Dirk nur recht geben. Das Schrumpfschlauch-Gehäuse ist nicht so gut gelungen.
Wenigstens ist ein recht dicker, wiederstandsfähiger Schrumpelschlauch. ;)
Aber das was drin ist zählt!

Viele Grüsse
Oliver

........der jetzt mal K1-Magazin anschauen geht.
 
Hier nun meine ersten Lipo- und Lipobal 8-Erfahrungen: Sorry, wird etwas länger, aber ich habe auch 2 Tage gebraucht, um am Ende das zu wissen, was ich jetzt weiß. Wer’s schnell mag, liest die Zusammenfassung.

In der Silvesternacht entschloss ich mich unter dem Motto „man lebt nur einmal“ nun doch für Lipos und kurz darauf schenkte ich einem nahen Händler mein Vertrauen und viel Geld für 3200er Kokams. Vorher hatte ich herausgefunden, dass ich alle meine 8, 10, 16, und 20- zelligen Modelle umrüsten/tunen kann auf 3S oder 2x3S=6S. Da ich auch 6S balancieren wollte und mir das Konzept von Schulze gut gefiel, wurde der Lipobal 8 erworben. Da die notwendigen Stecker/ Flachbandkabel Cent-Ware sind, kaufte ich sie beim Elektronikhandel. Wollte mir ja auch ein „spezielles“ Kabel bauen für den 20-poligen Anschluß, der dann aber auf 2 getrennte aber in Reihe geschaltete 3S-Packs geht. Da mir Balancerkabel an den Akkus nicht gefallen, übernahm ich das Schulze-Konzept und lötete mir eine entsprechende 10-polige Buchse an die 3S-Akkus mit entsprechender Akku- und Stromkodierung. Aber wozu muß ich dem Lipobal sagen das mit max. 3A geladen werden darf, wenn der Lipobal doch nur mit max. 1A balanciert?

Dann kam die Stunde der Wahrheit: Balancerkabel an Akku und an Lipobal anstecken. Es begann Lichtorgel- und planmäßig zu leuchten, kurz darauf Funkstille. Hm? Aber dank L39 wissen wir, dass zu Beginn bei entladenen Akkus die Toleranzschwelle zum Balancieren noch nicht so eng ist. Da ich nun die genauen Spannungen wissen wollte, schaltete ich schnell mal das Laptop an. Aber alles Suchen half nicht, das Laptop hat gar keine serielle Schnittstelle mehr. Herrje!! Warum bauen unsere Hersteller keine USB-Schnittstellen in ihre Geräte?
Aber irgendwo fand ich noch ein Adapterkabel auf USB und schon sah ich in WinSoft die einzelnen Spannungen: Z1=3,875V; Z2=3,815V und Z3=3,818V. Das war dem Lipobal balanciert genug, er verblieb in Ruhe. Also dann rann an 3A laden und nach kurzer Zeit wurde die Blinkerei an Zelle 2 und 3 recht hektisch. Der Lipobal versuchte Z2 und Z3 an Z1 anzugleichen. Das gelang ihm aber zunächst nicht, Z1 eilte immer um 60-70mV den anderen Zellen voraus. Erst als sie in den Bereich 4,2V gelangten, erfolgte ein Angleichen auf 5mV! Dann wurde es wieder spannend: wann schaltet mein isl 6-430 ab? Ich hatte immer schon das Gefühl, das das isl einen Tick zu spät abschaltet. Schulze sagt ja von sich aus, man wolle die Zellen „schön“ voll bekommen. Als die Einzelspannung in Richtung 4,26V driftete, traten die ersten Schweißperlen auf die Stirn. Parallel versuchte ich mit einem DVM an der freien einreihigen Lipobal-Buchse die Spannungen zu kontrollieren. Das ist insofern nicht ganz einfach bzw. nicht korrekt, weil durch das Balancieren die Spannungen nicht stabil stehen. Das DVM zeigte dennoch komischerweise an Z1 immer ca. 60mV geringer an als WinSoft, also beruhigende 4,20V. Aber wer misst, misst Mist - das wissen wir, wem soll man glauben? Auf dem isl standen 12,6V, das DVM zeigte als Gesamtspannung 12,635V und der Lipobal sagte 12,720V. Und immer noch 3A Ladestrom! Die höchste Zelle war inzwischen bei 4,285V lt. Lipobal. Hektisches überlegen. Auf der einen Seite wollte ich ja auch mal die Schutzschaltung probieren (Standardwert ab 4,3V), auf der anderen Seite die teuren Zellen nicht gleich beim ersten Laden himmeln. Also schnell per Hand den Strom am isl reduzieren. Aber was war das: manuelle Stromwahl nicht möglich!!! Doch kurz darauf begann das isl den Strom ganz langsam aber kontinuierlich abzusenken. Die Zellen-Spannung blieb bei 4,285V; 4,281 und 4,280V stehen. Bei 0,17A schaltete dann das isl ab und der Lipobal blitzte nur noch kurz ab und zu auf.

Experiment gelungen - Patient tot? Erst beim Entladen zeigt sich die Gesundheit der Akkus - also vorsichtig mit 1C =3A unter Beobachtung des Lipobals und WinSoft. Zunächst verlief alles normal, bis nach 2800mAh Zelle Z1 plötzlich in der Spannung zusammenbricht, Z2 und Z3 aber noch auf hohem Niveau bei ca.3,55V verblieben. Der Lipobal tat was er kann, er versuchte hektisch Z1 auszubalancieren, was aber nicht gelang, die Spannung brach weiter ein. Bei 2,9V breche ich ab, weil ich nicht den Abschalt-Schwellwert von 2,5V des Lipobals abwarten will. Beim anschließenden weiteren Entladen der Z2 und Z3 zeigte sich, das diese noch 300mAh intus hatten. Hm? Das hatte ich mir anders vorgestellt. Hat Z1 ein Problem? Schnell wurde mein Händler verdächtigt, mir doch keine so guten Zellen verkauft zu haben. Frust. Nachdenken…. Noch mal nachdenken. Dann beschlich mich ein Verdacht:
Nach dem Kauf der Zellen lagen alle Spannungen sehr dicht beieinander zwischen 3,80 und 3,82V, also 20mV Differenz. Nach dem Anschluß des Lipobals zeigte dieser sofort bei Z1 etwa 60mV mehr an als Z2 und Z3. Eigenartigerweise war auch die Gesamtspannung 60mV höher als mit dem DVM gemessen. In der Hektik beim Erreichen des Vollzustandes hatte ich zwar registriert, das die Abweichung zwischen Lipobal und DVM bei Z2 und Z3 nur 5mV betrug, doch ich dachte darüber nicht weiter nach. Aber dieser Verdacht bestätigte sich: An Z1 mißt der Lipobal 60-70mV zuviel, d.h. Z1 wurde in Wirklichkeit zu tief angeglichen, hatte also nicht den vollen Ladezustand wie Z2 /Z3. Das diese 60mV weniger Spannung am Ende für etwa 300mAh weniger Kapazität verantwortlich sind, hätte ich nicht gedacht und zeigt, wie wichtig es ist, den genauen Abschaltpunkt unserer Ladegeräte zu kennen.
Ein kurzer Anruf bei Fa. Schulze Hr. Herder bestätigte, dass die Lipobal-Eingänge einzeln kalibriert werden. Daraus folgt auch die technische Möglichkeit der Abweichung. Der Lipobal ist also gerade auf dem Postweg zur Nachkalibrierung, mal sehen, was da raus kommt, ich werde berichten.

Zusammenfassend kann man sagen, die Balancer-Wirkung auf 5mV ist hervorragend, die Kontrollmöglichkeit am Rechner über WinSoft zeigt sehr schön die Wirkungsweise und ermöglicht auch die Kontrolle (siehe oben). Die „brennende“ Frage die Sicherheitsabschaltung nach oben (oder unten) habe ich nicht getestet, weil das isl vorher abschaltete (bzw. ich selbst das Entladen vorher abbrach). Das Zusammenspiel mit dem isl funktioniert soweit sehr gut. Das Ändern der programmierten Grenzwerte habe ich nicht hinbekommen, kenne mich mit dem Programm HyperTerminal nicht aus. Vielleicht versucht das mal jemand?
Das ein Eingang wahrscheinlich falsch kalibriert war, verunsichert mich, ist aber vielleicht ein Einzelfehler. Obwohl der Lipobal deshalb unnötigerweise viel balanciert hat, wurde er nur leicht handwarm, was für die Effizienz spricht.
Der Schrumpfschlauch ist sehr dick aber durch großvolumige Komponenten wie Steckverbinder/ RS232-Schnittstelle ist die Platine relativ offen, inwieweit das für ein Präzisionsgerät auf dem Flugfeld praxistauglich ist (Staub, Feuchtigkeit), wird sich zeigen. Mir wäre ein Gehäuse auch lieber. Die Entladerate durch den Lipobal selbst ist gering aber doch signifikant, man sollte ihn nach getaner Arbeit abziehen.
Inwieweit 1A Balancierstrom über gecrimpte Flachbandstecker auf Dauer funktionieren, wird sicher Schulze geprüft haben.
Die umfassende Fehlerdiagnose zusammen mit der sehr ausführlichen Verdrahtungsbeschreibung reduziert die Fehlerwahrscheinlichkeit bei Eigenkonfektionierung der Lipos und Kabel auf ein Minimum.
In jedem Fall ist man mit einem abgeglichenen Lipobal beim Laden von Lipos auf der sicheren Seite und ich kann mir gut vorstellen, ihn beim Laden immer angeschlossen zu haben.

Jan
 
Hi Jan,
danke für den ausführlichen Bericht. ... und im Ernst: darüber würde ich mir Gedanken machen:
... Die Zellen-Spannung blieb bei 4,285V; 4,281 und 4,280V stehen...
-> dreistellige Spannungsangaben, klasse - was suggerieren die?
-> unterstellen wir mal Genauigkeit!:rolleyes:
Fakt ist, diese Zellenspannung ist viel zu hoch! Sämtliche Equalizer oder Balancer die ich kenne - und ich habe viele getestet - würden schon bei 4,23V/Z Alarm schreien und reagieren! ... das hätte ich vom schulze (Sicherheitsabschaltung) jetzt auch erwartet (wann reagiert der - jemand schon getestet!?).
-> Sämtliche originalen Datenblätter der Hersteller weisen als maximal Spannungen um die 4,2V/Z (Limit: +0,03V, teilw. auch nur bis +0,02V) aus!

-> ... oder ist einfach nur die Messgenauigkeit zu schlecht (abgeglichen) um konkrete Aussagen zu treffen?

Äh - warum wird dann dreistellig hinterm Komma angezeigt???
Nur eines ist sicher: Jan hat wirklich volle & angeglichene Akkus ... ;)
 
Hallo,

Jan schreibt ein wenig weiter oben....

Die höchste Zelle war inzwischen bei 4,285V lt. Lipobal. Hektisches überlegen.

Die ähm -Spannungs angaben- kommen also vom Lipobal bzw werden von WinSoft angezeigt....

Jan hat das einzig richtige gemacht, er hat den lipobal eingeschickt. Ich werde verfolgen, was ein Nachtest zeigen wird. Ich hoffe, Jan wird uns auf dem Laufenden halten.

Die Zellen sind, wenn bezüglich der Spannungsmessung ein systematischer Fehler/Offset vorliegt, echt gut balanciert! Respekt!

Grüße
Eckehard
 
@ alle,

mein Lipobalbericht 2. Teil.

vor 3 Wochen ( an einem schönen Sonntag morgen ) habe ich mir die Zeit genommen, um die Sicherheitsabschaltung des Lipobal zu testen.
Also noch mal genau die Bedienungsanleitung studiert, dann das ISL 636 eingestellt ( 6 Zellen; Lipo; Lademenge 3200 mA; Strom 3 A ; verwendeter Akku Kokam 3200 6S1P ).
Zuerst den Lipobal in das Ladekabel zw. ISL und Akku gemäß der Anleitung und Bilder eingeschleift. Wie beschrieben passiert noch nichts. Dann den Balancerstecker mit Akku und Lipobal verbunden. Die Startsequenz läuft sauber durch, und nach dem Aufleuchten der grünen LED schaltet der Lipobal durch und das ISL beginnt mit 0.2 A zu laden. Soweit so gut.
In den nächsten Sekunden beobachte ich den Aufbau genau, und freue mich langsam das alles funktioniert. Plötzlich gibt das Isl einen Piepton von sich und es schaltet vom Laden in den Bereit Modus. Bis ich das richtig begriffen habe, schaltet es wieder auf Laden um. ???

Was war das jetzt.???? Vorsichtig checke ich alles, und plötzlich beginnt das Hin und Herschalten von Neuem. Mir wird schlagartig klar, da stimmt was nicht, und ich will den Ladevorgang beenden, da sehe nur noch aus dem Augenwinkel wie sich im Lipobal ein elektronisches Bauteil in einer gelben Stichflamme und einer Rauchwolke verabschiedet.

Nach dem ich alles wieder abgebaut habe, checke ich erst mal mein Ladegerät und den Akku, augenscheinlich haben die nichts abbekommen.
Den Lipobal verpacke ich und schicke ihn am darauffolgenden Montag zur Fa. Schulze.
Schon am folgenden Samstag erhalte ich den Lipobal auf Garantie repariert zurück.

Soweit so gut, aber warum ist er kaputt gegangen? Ich frage mich, ob ich irgendeinen Fehler gemacht habe. Der Lieferschein und die pro Forma Rechnung geben darüber keinen Aufschluss.

Also setze ich mich hin und schreibe eine E mail an die Fa. Schulze. Am Donnerstag habe ich dann die Antwort erhalten.
Wenn ich mich irgendwann wieder beruhigt habe, schreibe ich vielleicht hier im Forum noch wie die Antwort genau ausgesehen hat.
Zu meiner Ehrenrettung vorab nur eins, selbst Herr Schulze hat persönlich bestätigt, dass ich keinen Fehler gemacht habe, er macht einen Bauteilefrühausfall für den Defekt verantwortlich.

Und daher jetzt meine Frage an alle. Wer hat den Lipobal 14 auch im Einsatz, und welche Erfahrung hat er gemacht?

Also bis bald,

Gruß Dirk
 
@Alle

Diese Frage würde mich auch sehr interessieren, wer hat schon die Sicherheitsabschaltung getestet??

Da ja die Messe Sinsheim immer näher rückt werde ich mich jetzt zwischen dem Schulze Balancer und dem Orbit LiPo-Checker Pro entscheiden!!

Als letzte alternative für bis zu 10S währe dann noch der JE-tech Balancer, der aber wieder ein größeres Loch in die Geldbörse reist!

Gruß Steffen

„Auf die Dauer hilft nur Power!!“ :p
 
Hab jetzt auch einen Lipoba14. In Zusammenarbeit mit dem ISL8-636g keine Probleme.

Nach dem Abschalten des Ladevorganges
4,220;4,220;4,218;4,217;4,219 (ausgelesen mit WinSoft).

Werde in den nächsten Tagen mal die Kalibrierung mit meinem Messgerät genauer kontrollieren, jedoch sehe ich derzeit keinen Anhaltspunkte für eine Ungenauigkeit!

Wenn es so weiter geht, bin ich sehr zu frieden und kann es nur empfehlen!
 
Hi,

SW-Version: 6V

Was meinst Du mit getestet? Hab den Lipo-Akku darüber geladen, aber bisher hat mein Ladegerät den Ladevorgang abgeschaltet und nicht der Lipoba14. Oder wie meinst Du das genau?

Hab aber bisher nur den Standard-Balancer-Anschluss genutzt. Muss mir erst noch die Kabel für den "Schulze"-Anschluss konfektionieren.
 
Wie versprochen, hier nun mein 2. Bericht:
Nach nunmehr 3,5 Wochen des Wartens und einem nachfragenden Anruf beim Service von Schulze wurde nun der Lipobal 8 wieder zurückgesendet. Schulze bestätigte den Meßfehler und hat das fehlerhafte Gerät zur weiteren Analyse einbehalten. Habe nun ein neues, nach telefonischer Auskunft sogar mit geupdateter Software, was aber in der Softwareversionsnummer und dem Datum der Software (wird beim Anschluß an die serielle Schnittstelle mit ausgelesen) nicht nachvollzogen werden kann, beides entspricht dem vorherigen Stand V6 vom 3.1.2006.
Da ich ja beim vorherigen Gerät einen Meßfehler von 70mV zwischen den einzelnen Eingängen gemessen hatte, kontrollierte ich nun die Abweichungen der ersten 3 Eingänge (habe z.Z. nur 3S Packs) und kann bestätigen, daß die Abweichung nur noch ca. 5mV, gemessen von einem zum anderen Eingang, beträgt. Sorry Gerd, daß ich schon wieder über die 3. Nachkommastelle rede, aber für qualitative und vergleichende Betrachtungen finde ich das schon interessant. Aber du hast natürlich vollkommen recht, der Absolutwert sagt garnichts, nochzumal mein DVM nicht kalibriert ist.
Nun kann ich also davon ausgehen, daß die Zellen wirklich auf das gleiche Spannungsniveau balanciert werden. Wie schon beschrieben, sieht man das schön, wenn man einen Rechner mitlaufen läßt. Der Lipobal zieht die Toleranzschwelle bei steigender Spannung immer enger, bis zum Schluß bei 4,2V auf 5mV.
Nun muß ich mich nur noch um mein isl6 kümmern, das erst bei 4,3V abschaltet, was ja zu spät ist. Eine Notlösung habe ich probiert, indem ich dem Lipobal den Standardgrenzwert=Abschaltwert (SetLipoUmaxnnnn) von 4,3V auf 4,23V abgesenkt habe. Geht mit dem Windows Hyperterminal-Programm doch sehr einfach, wenn man vorher die richtige Schnittstelle definiert hat und innerhalb von 5 Sekunden nach Erscheinen der Versionsnummer mit der Programmierung beginnt.
Nach Erreichen des nun eingestellten Grenzwertes schaltete der Lipobal planmäßig ab und signalisiert durch hektische Blinken die Zelle, die als erstes den Grenzwert erreicht hat. Da die Balancier-Toleranzschwelle zu diesem Zeitpunkt schon bei 5mV lag, lagen die anderen beiden Zellen ebenso dicht bei 4,23V.
Leider war der Lader in diesem Moment immer noch beim Laden mit 3A. Zwar konnte ich per Hand den Strom nicht mehr reduzieren, was mir zeigt, daß sich der Lader kurz vor dem Zurückfahren des Stromes befand, aber ich weiß nicht, ob das so gesund ist für die Zellen, mit Volldampf bis an die Spannungsgrenze 4,23V gefahren zu werden. Habe darauf hin auch mal das LiIo-Programm versucht. Da schaltet der Lader bei 4,17V ab. Damit bin ich auf der sicheren Seite, wissend, daß die Zellen nun nicht voll sind.
Werde mich also doch mal nach einem neuen Automatiklader umschauen.

Jan
 
... danke Jan für den sachlichen und ausführlichen Bericht!
Habe den mit großem Interesse gelesen.

Jetzt gefällt der Lipobal 8 in jeder Hinsicht. Die möglichen Differenzspannungen haben das Niveau was ab dem robbe (29€) voll erfüllt wird. Bitte nicht falsch verstehen, die vielen Zusatzfeature habe ich mal ausgenommen da sie hier nicht zur Dissposition standen. Mir ist aber sehr wohl bewußt, dass genau "diese" ein teureres Gerät ausmachen. (... ein Gehäuse vermisse ich trotzdem zu dem Preis)

zu:
Sorry Gerd, daß ich schon wieder über die 3. Nachkommastelle rede, aber für qualitative und vergleichende Betrachtungen finde ich das schon interessant. Aber du hast natürlich vollkommen recht, der Absolutwert sagt garnichts, nochzumal mein DVM nicht kalibriert ist.
Nix sorry - ich finde es gut das Du so genau misst, auch spielt bei der Differenz die Toleranz eine untergeordnete Rolle ob dein DVM kalibriert ist, da ein Fehler innerhalb dieses Messbereiches "konstant" wäre - nur absolute Messgrößen würden abweichen. ... auch denke ich, verstehst Du zu messen ...;)

Über die Li-Poly Maximalspannung des Laders würde ich mir Gedanken machen und das Ladegerät zum Kalibrieren einsenden. Vielleicht hat schulze ja ein Einsehen und ihr kommt Euch von den Kosten entgegen - denn die absolute Spannung von 4,3V/Z ist viel zu hoch - darauf reagieren alle mir bekannten Equalizer/Balancer schon mit einer Notreaktion!

Auch ist das einfache Abschalten keine Lösung, da die Zellen einfach noch nicht voll sind. Du verschenkst dadurch mindestens 10% (meist mehr) der Kapazität.
Zusätzlich hat sich als schonend herausgestellt - genaue Analysen fehlen, ist auch nur eine (wohl aber fremd bestätigte) Erfahrung - wenn die Maximalspannung "schleichend" erreicht wird, sich also bei sinkendem Ladestrom allmählich an die 4,2V nähert. Das machen mittlerweile viele Lader ... sogar schon der kleine LN5014 von MPX ...;)
(auch wenn einige technisch gesehen nur einen - im Grunde - "Messfehler" ausnutzen ... aber wirkungsvoll und effektiv)
 
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