Neues Maut Desaster

Hi Folks !

Haben wir eigentlich schon über arbeitsagentur.de gequatscht ? Diese Meta-Jobsuchmaschine über die unwichtigsten Jobbörsen im Netz für 65 Millionen EUR ? Die jetzt angeblich 125 Mios kosten soll + nochmal 40 Mios für schnellere Netze bei der BA ?

Das hat doch mal richtig Potential, oder ?

Grüße Helmut S.
 
Ich finde die jetzt von den Grünen vorgeschlagene Idee auch nicht übel: Weil es mit der LKW-Maut so gut geklappt hat :D , führen wir jetzt auch die PKW-Maut für Innenstädte ein.
Ham die se noch alle?
 
Dass die Maut irgendwann auch für PKWs kommt, war schon länger bekannt und ist soweit ich weiss, nicht eine alleinige Idee der Grünen.
Natürlich passt das gut ins grüne Konzept, aber auch die anderen Parteien sind zusätzlichen Einnahmequellen nicht abgeneigt.

Irgendwer hat mal gesagt, das Arbeitsamt sei die grösste Geldvernichtungsmaschine schlechthin. Sollte man abschaffen...
So schlecht find ich die Idee nicht. Private Arbeitsagenturen könnten das wohl auch und würden dem Staat nicht so zur Last fallen.
Und die Verteilung/Verwaltung von Arbeitslosengeld wär wohl auch anders über die Städte machbar - natürlich nicht noch zusätzlich so nebenbei, sondern in evtl. erweiterten Bürgerbüros.
 
Hallo,

ich sollte sowas immer gar nicht lesen. Ich muss mich dann immer fuchtbar aufregen! :o
Auf der einen Seite wirft "Vater Staat" das Geld für nutzlose Dinge zum Fenster raus und auf der anderen Seite hat er kein Geld, um z.B. die Rente, Krankenversicherung, etc. zu finanzieren. :mad:
Da stimmt doch was nicht. :confused:

David
 

Gerald Lehr

Moderator
Teammitglied
Gerade in den nachrichten gehört - die Kündigung wurde zurückgenommen, dafür steigt Siemens in das Konsortium ein.

Erschlagt sie alle - so etwas ist doch reell zum Kotzen.
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo MPX-Flieger,

Auf der einen Seite wirft "Vater Staat" das Geld für nutzlose Dinge zum Fenster raus und auf der anderen Seite hat er kein Geld, um z.B. die Rente, Krankenversicherung, etc. zu finanzieren
Die zweite Hälfte stimmt nicht ganz. WIR haben kein Geld um die Rente, Krankenversicherung, etc. zu finanzieren. Und zwar auch deshalb, weil die Gründergeneration der Bundesrepublik es vergessen oder vermieden hat z.B. die Rentenbeiträge mit einer Bindung an den Zweck zu versehen.
So konnte sich jede Regierung bedienen. Deshalb sind die Sozialbeiträge kontinierlich gestiegen. Damit auch die Lohnnebenkosten. Und das ist spielt nach wie vor denjenigen in die Hände, die nach einem Argument suchen um Deutschland als "Hochlohnland" zu bezeichnen und mit diesem Argument Arbeitsplätze zu vernichten.

Dann haben wir billig produzierte, trotzdem teuer zu bezahlende Waren, aber dafür eine hohe Arbeitslosigkeit.
Und schon sind wir wieder beim WIR. Denn wer anders finanziert unsere Arbeitslosigkeit?
Sicher nicht diejenigen die den Gewinn einstreichen auf dem Weg der Waren von Made in China (müsste oftmals "Kopiert in China" heißen) bis in die europäische Einkaufstasche.

Naja, hatten wir alles schon mal, warum rege ich mich überhaupt auf? Vielleicht liegt das daran, dass ich gestern abend den Film über Michael Moore gesehen habe...

[ 01. März 2004, 08:19: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]
 
Bzgl. "nutzlose Dinge zum Fenster rauswerfen" - dagegen kann man zumindest sein Wort stellen, z.B. den Bund der Steuerzahler unterstützen.
@Claus
Stimmt, in Deutschland ist sehr viel umlagefinanziert (d.h. man schiebt das Geld immer dahin wo man es gerade braucht) und daher besteht die reele Gefahr, dass Ressortleiter (=Minister) mehr Geld verballern, als sie haben.
Der Sache wurde kein Riegel vorgeschoben, weil Adenauer zu seinen Zeiten mit Einführung des Rentensystems schnell vielen Leuten Honig um den Bart schmieren wollte. Da ist es ja vorgekommen, dass Leute mehr an Rente bekommen haben, als sie vorher mit Arbeit verdienten. Soweit ich weiss, wollte Ludwig Erhard (falls das nicht stimmt, bitte korrigieren - es gab aber einen Gegenspieler) ein anderes Rentenmodell, das am Anfang nicht so utopische Auszahlungen gebracht hätte, dafür mit ein paar Änderungen aber noch heute funktionieren würde.
Es wäre schön, wenn Deutschland deswegen ein Hochlohnland wäre, weil dort Arbeit mit hoher Wertschöpfung verrichtet wird.
Und gerade diese verlangt gute schulische und berufliche Ausbildung. Keine Eliteunis. Sondern so gute Bildungsgrundlagen, dass Deutsche Produkte auch weiterhin deswegen in der Welt gekauft werden, weil sie besser sind als die Konkurrenzprodukte.
Dann klingelts auch in der Staatskasse.
Aber das darf nicht soweit gehen, dass sich die Regierung nur in den Dienst der Wirtschaft stellt.
Sie muss auch lenken und verlässliche Rahmenbedingungen vorgeben, was ich derzeit vermisse.
Wir bräuchten mal wieder Politiker mit 'nem Arsch in der Hose (O-Ton S.Kretschmar nach dem verlorenen EM-Finalspiel in Stockholm, aber bezogen auf den Schiedsrichter).
Wir bräuchten eine SPD-Regierung, die den Namen verdient.
Wir bräuchten den Weltfrieden.
Und Liebe für alle.
 
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