Neuheit 2021: Sensor F5J von Aer-o-tec

Heute hatte ich die Möglichkeit den brandneuen Sensor F5J, der von CN Models gebaut wird, auszuprobieren. Der Flieger wurde in Zusammenarbeit mit Aer-o-tec entwickelt. Optisch reiht sich der Sensor nahtlos in die Reihe der aktuellen F5J-Modelle Prestige 2PK und Sense ein, ist er mit 3,91m Spannweite doch auch nahezu gleich groß.

Ganz grob die ersten Eindrücke: Die Oberflächenqualität ist auf höchstem Niveau und muss sich hinter der Qualität der Modelle von Vladimir´s models nicht verstecken. Die Kabinenhaube hat einen formschlüssigen Rand, rastet also von selbst ein. Die Rumpfform gefällt mir sehr gut, weil sie nicht so extrem "um die Komponenten herum" konstruiert wurde. Damit ist im Rumpf auch Platz für Lipos mit 3s oder 4s und unterschiedlichen Kapazitäten. Zudem ist ggf. Platz für Ballastrohr und GPS-Equipment. Einfarbig wirkt er sehr elegant (die ersten Prototypen waren weiß/schwarz).

DIe Fläche ist vierteilig und der Rumpf zweitteilig. Der Sensor kommt in einer Pappschachtel, mit überraschend kleinem Packmaß. Da möchte ich mir gleich einen passende Transportbox bauen...
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ahoi,

der Abschnitt
Die Rumpfform gefällt mir sehr gut, weil sie nicht so extrem "um die Komponenten herum" konstruiert wurde. Damit ist im Rumpf auch Platz für Lipos mit 3s oder 4s und unterschiedlichen Kapazitäten.
ist doch schon mal sehr interessant. Das hört sich ja danach an, als müßte man nicht unbedingt Mikrochirugie als Zweithobby haben.

Viele Grüße und nen guten Rutsch ins neue Jahrzehnt
Peter
 
Da hast du Recht. Anbei ein Bild. Der XT60 Stecker ist ein guter Größenvergleich.
IMG_20201230_131351.jpg
Zum Fliegen:
Bei dem kalten Wetter hab ich mich mit dem Programmieren nicht lange aufgehalten. Das Grundsetup habe ich von einem anderen Modell übernommen, die Nullstellung der Servos angepasst und bin dann mit neutralen Wölbklappen eine Runde geflogen. Zunächst fällt die gute Seitenruderwirkung auf. Der Sensor dreht sofort ein und das mit kleinen Ausschlägen. Ohne an Fahrt zu verlieren geht er ins Kreisen über. Dank der gelungenen V-Form-Verteilung muss man kaum mit dem Querruder abstützen.
Gerade in Bodennähe macht der Sensor unheimlich Spaß. Ohne durchzusacken lässt er sich eng herumziehen und sehr präzise dirigieren. Das Profil ist vergleichsweise auftriebsstark. Im Vergleich zu meiner Cobra fällt es mir mit dem Sensor noch ein bisschen leichter "oben zu bleiben". Der Flieger marschiert mit gleichbleibender Grundgeschwindigkeit und zeigt Thermik deutlich an. Der Flug wird viel länger als erwartet. Ich hätte vielleicht doch besser Handschuhe angezogen.😆

WICHTIGES DETAIL: Konstruiert und vertrieben wird der Sensor F5J von Aer-o-tec in Herrieden.
 

Anhänge

OK..das klingt schon mal gut, dann bin ich auf mehr Infos zu den
Flugeigenschaften gespannt und wie der Sensor im Vergleich zu meinem
Vertigo fliegt!
 
Heute war es grau in grau, aber zum Vergleichen garnicht so schlecht, weil das Wetter sehr ruhig war. Wir hatten drei Modelle dabei: Cobra F5J, Sensor F5J & Vertigo. Sensor und Vertigo mit gleicher Flächenbelastung, Cobra etwas leichter. Im direkten Vergleich sind sich Vertigo und Sensor in vielen Bereichen sehr ähnlich: Grundgeschwindigkeit, Sinkgeschwindigkeit und Gleitzahl. Überraschenderweise sieht der Sensor in der Luft viel kleiner aus, als der Vertigo, obwohl der Spannweitenunterschied nur 6cm beträgt. Der längere Rumpf des Vertigo und das vorgesetzte Höhenruder des Sensor führen da wohl zu einer optischen Täuschung. Der Sensor ist wendiger und hat ein fantastisches Handling. Ich denke das resultiert aus der größeren V-Form im Zusammenspiel mit dem kürzeren Rumpf. Wirklich absetzten konnte sich heute leistungsmäßig keines der drei Spitzenmodelle. Am einfachsten zu fliegen ist der Sensor...
IMG_20210104_153141.jpg
 
Hi *,

ich finde den Sensor schon nicht unflott. Aber so eine Frage drängt sich mir schon auf, wie sieht es denn mit der Fluggeschwindigkeit aus? Je leichter umso langsamer ist natürlich schon klar und das ist ja auch für das Kreisen in der Thermik sehr wichtig. Aber wie sieht es denn am anderen Ende der Geschwindigkeitsskala aus? Kommt man denn auch gut wieder aus dem Rückraum zurück?

Oder anders gefragt: Gibt es vielleicht mal ein Video in dem man das Geschwindigkeitsspektrum sieht?

Viele Grüße aus dem Lockdown
Peter
 
Hallo Peter,
so richtig viel Erfahrung hab ich da "kältebedingt" noch nicht. Bisher war es meist eher ruhiges Winterwetter, wenn ich Zeit hatte zu fliegen. Vorgestern war es schön mild, aber der Wind ist "rechtzeitig" eingeschlafen, so dass der Hang nur einen schönen Ausblick geboten hat. Mein Eindruck ist, dass der Sensor "auffällig unauffällig" fliegt: Bezogen auf das Wettbewerbsfliegen heißt das, dass er ein sehr breites Spektrum abdeckt. Definitiv ein Modell für ganz niedrige Ausschalthöhen und bodennahes Einsteigen in die Thermik. Bisher hab ich die leichte Ausführung ohne zusätzlichen Ballast geflogen und hatte noch nicht den Eindruck, dass er mir auf dem Weg aus dem Lee "verhungert". Die Tragfläche ist sehr torsionsfest und beim Anstechen marschiert der "Neue" ganz ordentlich. Ich hab auch mal die Profile vom Vertigo, Sensor und der Cobra nebeneinander gelegt. Vertigo und Sensor sind etwa gleich dick, die Cobra hat ein sichtbar dünneres Profil. Der Vertigo hat ja im letzten Jahr bei Wettbewerben mit windigerem Wetter eine ganz gute Figur gemacht. Hoffe dafür lässt sich beim Sensor auch ein gutes Setup finden.
Anbei ein paar bewegte Bilder. Hoffe du kannst einen Eindruck gewinnen...

Gruß Bernhard

 

orion V3

User
Hey mich würden mal detaillierte Bilder vom RC ausbau interessieren HR SR servos usw und das Balastsystem denn da gibst es noch keine bilder usw .

lg Martin
 
Da kommt man schon ins träumen. Wenn ich jetzt das Potential hätte die Leistung des Modells auch abrufen zu können ...

Aber jetzt warte ich mal auf das Ende von Locki und dann geht’s wieder raus fliegen. Aber wenn ich mir diese Videos anschaue überlege ich mir, ob ich nicht lieber Briefmarken sammeln soll. So ein Modell in den Händen eines Top-Piloten ist bestimmt in der kommenden Saison ganz weit vorne ...
 
Hey mich würden mal detaillierte Bilder vom RC ausbau interessieren HR SR servos usw und das Balastsystem denn da gibst es noch keine bilder usw .

lg Martin
Der Rumpf ist hinter der Fläche geteilt. Da kann man die Servos ohne Verrenkungen einbauen. Beim Zusammenstecken "wandern" die Servos dann in den Rumpf. Durch die hochovale Form des Rumpfquerschnittes wird das Leitwerk automatisch in der richtigen Position arretiert.
IMG-20210125-WA0007.jpg


Die Anlenkungen sind kurz, leicht und spielfrei.

IMG-20210125-WA0008.jpg


Das Ruderhorn des Höhenruders "verschwindet" aerodynamisch perfekt in dem kleinen Pylon, der auch dafür sorgt, dass das HLW beim Landen etwas mehr Abstand vom Boden hat.

IMG-20210125-WA0006.jpg
 

Unifly

User
Ich hätte eine Bitte:
Mich würde der formschlüssige Rand der Kabinenhaube interessieren. Ein paar Fotos wären da sehr hilfreich. Danke im Voraus
Wolfgang
 
Mal ne ganz andere Frage meinerseits: Gibt es irgendwo eine Beschreibung der Packmaße? Klar man kann auf 4 Tragflächenteile jedes ungefähr 1m und 2 Rumpfteile, wohl auch nicht länger als 1m spekulieren, aber genauere Auskünfte wären da auch nicht unflott.
 
Das Packmass des Sensor, liegt unter 120cm. Die Tasche von CN-Models hat ein Packmass welches mit 120cm angegeben wird.
Der Heckausleger hat eine Länge von 1112mm und ist somit die längste Komponente.
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten