NiMH Empfängerakkus prüfen, sinnvoller Prüfentladestrom

Eneloop durchmessen!

Guten Morgen an Alle,
Auch ich habe noch etliche Eneloops 4-Zeller im Einsatz und die gleichen Probleme bzw. Bedenken. Darum habe ich mir selbst bei 4-zellenpacks einen Balanceranschluss dazu gelötet. Dabei kann ich nun beim entladen bequem mit dem Voltmeter die Spannung jeder einzelnen Zelle verfolgen. Dabei hat sich mehr als einmal herausgestellt, dass nach dem Laden des ganzen Packs und Abschaltung mit Deltapeak 7mV nicht alle Zelllen wirklich voll waren, dh auf gleicher Spannung.
Egal wie, wenn die schwächste Zelle in der Spannung einbricht (inkomplett geladen oder defekt oder zu hoher Kontaktübergangswiderstand im Batteriehalter (!) oder sonst was), dann fällt die Gesamtspannung plötzlich ab. Jetzt hilft nur Zelle für Zelle durchmessen und nachdenken.
PS: Batteriehalter mit Federkontakten sollten tabu sein und obendrein sind die Kabelquerschnitte in aller Regel auch viel zu klein, auch wenn man keine grossen Ströme ziehen will, sollte der Gesamtwiderstand der Vekabelung und Stecker und Schalter so gering wie möglich sein (Messt mal den Übergangswiderstand billiger handelsüblicher Schiebeschalter bei 3 A nach!!!)
Ansonsten kann ich mich den oben diskutierten Vorschlägen nur anschliessen.
VG Werner
 
Ich sag doch. Das passiert nur an den Ladern. Wenn ich dann die Last wegnehme, steht er wieder bei über 5 Volt Leerlaufspannung. Wenn ich die 6V 10 W Birne dranhänge ( noch nicht gemessene ca 1 bis 1,5 A Last), kann ich die ewig laufen lassen, und es bricht nichts ein. ...
Warum sollte die Spannung bei einer Belastung mit "nur" 0,3A einbrechen und bei 1 bis 1,5A nicht? Bei der 10W Birne gibt es ja keine Abschaltung, auch nicht bei einer Spannung von 3,4V. Mit fallender Spannung geht quasi automatisch auch der Strom zurück.
 

S_a_S

User
Nachdem meine eneloop-Zellen recht neu sind, gebe ich den "Bedenkenträgern" recht, dass sie für Hochstromanwendungen (>1C) nicht geeignet sind, ohne weitere Überwachung im Modell (Telemetrie mit Warnschwelle bei 4,8V), damit man Einbrüche wegen z.B. Kälte rechtzeitig erkennt.
Aber viel besseres ist derzeit wohl nicht mehr auf dem Markt...

Nun zurück zum Problem von Martin. Sein Ladegerät zeit zwar einen Entladestrom an, aber der Spannungseinbruch geht von 5V (ist schon recht leer) auf 3,4V hinunter (und steigt kurz darauf wieder auf diesen Wert an). Wenn wir jetzt die ~500mOhm Impedanz annehmen, wäre das ein Pulsstrom von 3,2A. Vermutlich macht das Ladegerät die Stromeinstellung über einen festen Widerstand und PWM-Steuerung - der Pulsstrom ist aber doch zu groß für die eneloops. Wenn die Messung der Spannung dann auch gleichzeitig mit der Ansteuerung der Last gemacht wird, ist das zwar gut, um Tiefstentladung zu erkennen, hat aber mit mittlerem Strom und mittlerer Spannungslage dann wenig zu tun.

Vielleicht doch wieder einen Akku-Entlader "analog" aufbauen ? Und die Zeit stoppen, bis er abschaltet?

Grüße Stefan

PS: @Jürgen Heilig : Grundig Varioprop waren auch noch C8-Empfänger oder die x-Kanal Decoder-Bausteine mit den rechteckigen Servosteckern für die Negativ-Impuls-Servos C05, CL, CR - da war kein 2x2,4V Akku mehr
 
Ich lade gerade einen neuen eneloop 4/2000 Würfel, einen ca. 10 Jahre alten eneloop 4/2000 Pack und einen Graupner 4/2000mAh Akku. Mal sehen wie die Entladekurven bei 0,5A ausschauen. ;)
Ich habe mich für einen Entladestrom von 400mA entschieden - 100mA im Schnitt für ein Standard Analogservo.
Außerdem kann man das Ergebnis direkt mit dem Datenblatt vergleichen - Entladerate 0,2C = 400mA..
Erste Ergebnisse gibt es morgen. ;)
 
Wie versprochen ... Entladekurve eines neuen eneloop Packs (von Höllein) und weil öfters die Belastbarkeit der eneloop Zellen diskutiert wird, habe ich noch eine 2A Entladekurve von 2009 beigefügt:
eneloop 4-2000-vglJPG.JPG
 
Hier mal ein Praxisbericht. Ich hatte noch 4 Stück 800 mAh Eneloop (AAA) mit Lötfahnen herumliegen, ca. 2 Jahre alt. Die fliegen mittlerweile in einem F5J als Backup-Versorgung. Nur mit den 800er Zellen alleine bricht beim "Rühren" mit 6 Digitalservos die Spannung nicht dramatisch ein.

Das ist selbstverständlich grenzwertig und man sollte wissen, was man tut. Aber mit den großen Zellen muss man sich definitiv keinen Kopf machen. Dass man Akkus regelmäßig mal prüft, sollte Standard sein.
 
Ach ja, noch ein Tip aus der Praxis ;) Um den Innenwiderstand zu ermitteln, hat es sich bewährt, mit zwei verschiedenen Strömen abwechselnd zu belasten, zum Beispiel 1A und 2A und die Differenzspannung zu ermitteln. Bei 1A Differenzstrom ist übrigens die Differenzspannung genau gleich dem Wert des Innenwiderstandes, was einem das Rechnen erspart ;)
Für 4-Zeller eignet sich so ein umschaltbarer USB Lastwiderstand perfekt, man muss nur noch das passende Kabel anlöten.
1637772352337.jpeg
 
Ich hab mir jetzt leihweise ein altes hochwertiges NiXX Lade- und Entladegerät besorgt. Kann bei 4 Zellen bis zu 5 A ziehen. Mit dem werd ich mal ein paar Tests machen.

Wenn das geht, schiess ich mir eins aus eBay Kleinanzeigen...Schon geguckt. Bis zu 30 Zellen Ni laden, entladen, cyceln, formieren, Daten auslesen. Und das für 15 Euro. Lächerlich...Aber klar, das will niemand mehr.

Melde mich wieder

Grüße Martin
 
Und hier noch ein direkter Vergleich eines neuen eneloop Packs mit einem 12(!) Jahre alten Pack. Die Kapazität ist um ca. 9% geringer, aber dafür ist die Spannungslage bei 0,4A Entladestrom sogar etwas besser. Der Innenwiderstand dürfte daher kaum anders als bei dem neuen Pack sein.
eneloop aging.JPG
 
Alter Wein in neuen Schläuchen.
Aber schön zu sehen, das sich die Entladekurven auch in 10 Jahren nicht ändern.
Ja, ein Graupner mc ultra duo plus und Schulze isl 6 können sehr gut NiXx (ent-) laden, ein ISDT Q6 (Clone) oder Q8 können es aber auch.
VG Axel
 
ein ISDT Q6 (Clone) oder Q8 können es aber auch.

Nein, können sie nicht. Sie haben zwar ein Programm dafür, aber Effekte siehe oben. Ich hab jetzt hier einen alten Robbe Power Peak Infinity 2. Mit dem hab ich die ersten 2 Stück durchgenudelt. Entladekurven wie aus dem Lehrbuch. Wenn das fertig ist, stell ich die Diagramme hier rein

Grüße

Martin
 
Gut, mir ist bislang noch kein ISDT - Lader untergekommen, der es nicht konnte, zumal man ja die Lade- und Entladeparameter noch etwas einstellen kann, bis es für den Zellentyp passt. Aber wenn Du nun eine für dich passende Lösung gefunden hast ist es ja gut.
VG Axel
 
Ach ja, noch ein Tip aus der Praxis ;) Um den Innenwiderstand zu ermitteln, hat es sich bewährt, mit zwei verschiedenen Strömen abwechselnd zu belasten, zum Beispiel 1A und 2A und die Differenzspannung zu ermitteln. Bei 1A Differenzstrom ist übrigens die Differenzspannung genau gleich dem Wert des Innenwiderstandes, was einem das Rechnen erspart ;)
Für 4-Zeller eignet sich so ein umschaltbarer USB Lastwiderstand perfekt, man muss nur noch das passende Kabel anlöten.

Hallo "Allerhop"

Mir erschliesst sich der Sinn dieses Gerätes noch nicht:
Nur 2 Lastwiderstände zur Entladung? (Kannst Du einen Schaltplan dazu angeben? scheint ohne Elektronik auszukommen.)
Das kann man das an PC anschliessen und was oder mit was geht es dann weiter? Kann man sich damit Entladekurven zeichnen?
VG Werner
 

heikop

User
Das kann man das an PC anschliessen und was oder mit was geht es dann weiter?
Das ist im Original eine umschaltbare Last um USB-Ports bezüglich der Stromlieferfähigkeit zu testen.
Für den Akkutest ist der USB-Teil ohne Belang, da geht es nur um die beiden Lastwiderstände, das geht aber doch
recht eindeutig aus dem Beitrag hervor.
 
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