Nun hat´s mich auch erwischt

Durch Unachtsamkeit hab ich heute meinen ersten Lipoly geschlachtet. Es war ein 2s1p Kokam 350, der im Schrumpfschlauch verpackt war. Eingeladen wurden 580 mAh bei einem Ladestrom von 300 mA, die Ladezeit betrug ca. 2,5 h.
Ursache: Ich lade fast ausschließlich 3s Packs und habe daher beim Anstecken vergessen, dass das Schulzeladegerät isl 6-330-d auf 3s eingestellt ist.
Ein Lader, der vorher abfragt, wieviel Zellen zu laden sind, bzw. dies selbsständig vorschlägt, ist doch ein enormer Sicherheitsgewinn, z.B Spectra II oder Orbit.
Hier die Bilder:





 
jetzt wissma wie man Lipos Buscht:
Gleich machts "Buuuuussssschhh"

Mann sind die Dickmann
duckundwech
 
Statt thermischer Abschaltung könnte man das Verhalten der Lipos fast schon für eine mechanische Abschaltung verwenden - im Ladekästchen, wie früher bei den Rulag-Zellen. ;)

:)Jürgen
 
@Markus, der SR ist auf einer Länge von ca. 1 cm eingerissen.

@Jürgen die mechanische Abschaltung mit Ladekasten und Not-Aus-Schalter ist patentreif.

@Gerd, jetzt hab ich mehr Akkuerfahrung als Du. Kannst aber ganz einfach wieder aufholen. :)
 
Ist nicht patentreif, gab es eben schon: Graupner- oder Hegi-Katalog so etwa 1975. Was zum Teufel waren noch Rulag-Akkus ? Silber-Zink ?
Aber, die hatten einen kleinen microschalter, da sich der Akku, wenn er voll war, etwas aufblähte, und damit den Ladestrom ausschaltete.
Die Leistung war glaub ich geeignet für einen Glockenankermotor in einem Freiflieger, also vielleicht noch knapp unter dem heutigen Leistungsstandard.
Googeln hilft hier leider nicht weiter :confused:
 
Moin,
die Rulags waren Bleiakkus, die ursprünglich zum Betrieb von Tischfeuerzeugen (Glühdraht) dienten.
Die Flatulenz führte, wenn zu heftig, auch schon bei den Rulags zum Tode.

- Werner -
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo Gerhard,

mir stellen sich gerade ein paar Fragen, deren Antwort ich noch suche.

Wie sieht denn der Akku innen jetzt aus? Sind die Kupferplatten verbogen?
Was passiert beim Überladen eigentlich, dass es zu einer Ausdehnung kommt?
Entsteht da ein Gas? Und wenn ja welches?
Was würde passieren, wenn man den Überdruck ablässt, die Zelle sofort wieder verschließt und erneut lädt?

Eine meiner Lipozellen hat sich auch leicht aufgebläht. Die Ursache lag aber in einer Undichtigkeit an einem Pol. Da hat wohl die Verbindung mit Sauerstoff ) oder ist es die Luftfeuchtigkeit?) zum Aufblähen geführt.

Ich habe vermutlich gerade eine experimentierfreudige Phase. ;) :D

Trotzdem wäre es interessant, ob jemand die eine oder andere Frage beantworten kann?

[ 17. August 2004, 11:00: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]
 
Original erstellt von MPX- Flieger:
hm, ob man die Teile nicht noch irgendwie pneumatik-technisch im Modell einsetzen könnte? ;) :D :D

David
Als Lipoly-pneumatisches Einziehfahrwerk vielleicht ? Oder als Landestossabsorber.
Aber das mit der Sicherheitsabschaltung wäre gar nicht so übel: Müsste ein microschalter in den Ladestromkreis ja reichen, wenn sie ein bissschen aufblähen schaltet der den Strom aus. Der Plastiksandsack auf dem Blumentopf kann dann getrost einpacken.
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Wie sieht denn der Akku innen jetzt aus? Sind die Kupferplatten verbogen?
Was passiert beim Überladen eigentlich, dass es zu einer Ausdehnung kommt?
Entsteht da ein Gas? Und wenn ja welches?
Was würde passieren, wenn man den Überdruck ablässt, die Zelle sofort wieder verschließt und erneut lädt?
Das wüsste ich alles auch gerne. Ich warte schon lange auf einen Chemiker, der verstanden hat, wie eine Lipoly Zelle funktioniert.

Bis dahin müssen wir wohl hypothetisieren (oder "herumrätseln", wie der Fachmann sagt).

Das sieht für mich so aus: bei Lipos geschieht die Reaktion nicht über ionisierten Elektrolyten, sondern über das ionisierte Anodenmaterial selbst, das sich in der Kohlenstoffkathode anreichert.
Fragt sich, was passiert, wenn das Anodenmaterial verbraucht ist. Irgendwas beginnt zu kochen, entweder der Elektrolyt oder der Anodenträger. Im Gegensatz zu NiCd/NiMH ist jedoch das vergaste Material nicht reiner Elektrolyt (was schlimm genug ist), sondern Anode. Diese kann nicht rekombiniert werden, wie es bei NiCd/NiMH durch ruhen möglich ist.
Abblasen lassen und neu versiegeln würde demnach zu einem Akku mit verminderter Kapazität führen. Dass der im Verbund nicht mehr lange lebt, ist auch klar, aber eine andere Frage ;)

spekulierende Grüße, Ulrich
 
Hi Gerhard,
ist mir vor einiger Zeit auch passiert, mein Beileid :cool:
Neues 3S Irate 830er Pack bekommen. Mit Steckern
versehen, derweilen habe ich die 3S Konion geladen
Anschließend den neuen Pack Irate (Einzelzellen waren vermessen) angeschlossen und geladen.
Hatte leider kein Meßgerät zur Hand, aber normaler
weise sind neue Lipos ca. zu 50% geladen.
Ladegerät ladete dann ca. 1050mA ein, und das in 830er :confused: Ab 500mA wurde mein Hals immer länger. Am Schluß regelte der Lader normal runter und der Pack wurde lauwarm.
Sonst nichts auffälliges. Am nächsten Tag war der Inhalt flüssig und Lipos etwas aufgedunsten.
Am nächsten Tag Vergleichsprüfung mit X-Peak 3.
Es stellte sich heraus, daß der Lader einen Defekt haben muß.
Mit Konion ist alles i.O. bei Lipos zeigt er nun
1V weniger an, als der Pack hat. Fängt bei vollem Pack zum Laden an.
Analyse von Robbe: Microprozessor defekt!
Es gibt nichts, was es nicht gibt!

Grüße

Hermann
 
Genauso wie Regler in der Lage sind zwischen 2 oder 3 S zu unterscheiden, sollte das eigentlich auch jeder Lipolader können.
Einzig bei tiefentladenen Lipos (<3V) dürfte es doch zu Problemen kommen, die eine halbwegs intelligente Ladeelektronik doch hinbekommen dürfte, oder?
 
Also mein Orbit macht das ganz ohne Probleme.

Akku dran, es wird die Zellenzahl vorgeschlagen (bis jetzt IMMER RICHTIG) und dann einfach nur bestätigen.

Ich finde das sogar noch viel sicherer, wie wenn man die Zellenzahl voreinstellen muss (siehe Gerhard) ;)
 

heinzi

User
ja, also bei zwei und drei zellen sollte doch eine zellenzahlüberprüfung infolge fehlender überschneidungen noch 100% funktionieren?

ansonst würde ich meinen, das sieht nach zwilingen aus :D
 
Tobi Schwf schrieb:
Also mein Orbit macht das ganz ohne Probleme.

Akku dran, es wird die Zellenzahl vorgeschlagen (bis jetzt IMMER RICHTIG) und dann einfach nur bestätigen.

Ich finde das sogar noch viel sicherer, wie wenn man die Zellenzahl voreinstellen muss (siehe Gerhard) ;)
Stimmt ausser jemand entlädt 3S unter 8,4Volt bzw 2,8Volt die Zelle.
 
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