Nurfluegel flitschen?

lemmi

User
Hallo Oliver
Soll das nur ein Start-Schups sein oder Mehr ?......man muß ja auch den Flieger halten
bei meinen ist der Stift immer kurz hinter der Pfeilspitze

Der große schwarze Pfeil starte ich mit F3B Gummi und nur ein paar Schritten Auszug
Beim Bussard (ohne Motor) dann mit allem was geht

Grüße
Jürgen
 
Servus Oliver,

ich mach den Stift oder die Buchse für die Flitsche immer so weit wie möglich nach vorne an die Nase.
Auszug des Gummis dann nach Gefühl und Bedarf.
Ich meine mich zu erinnern, dass ich hier schon mal den Tipp bekommen habe dass ein weit vorne liegender Haken für höhere Stabilität beim Start sorgt.

Gruß Matthias
 

UPR

User
Hi Oliver, bei 5 kg nehme ich meine 2 Scale-Gummi (a 7,5m) von EMC-Vega und hab den Flügel in einer Startfalle fest arretiert und löse dann das Haltepedal aus. Dabei nutze ich auch eine Startrampe, damit das gute Teil auch im richtigen Winkel wegsteigt. Den Haken setze ich - wie Mathias schreibt- so weit wie möglich nach Vorne. Schau mal den Film von Makalani zur Horten IIIe an, dann weißt du, was ich meine.
Gruß Uli
 

Robinhood

Vereinsmitglied
Ich weiß ja nicht, ob die Nuris anders sind als Leitwerkler, aber meine Erfahrung bei klassischen Modellen ist:

Flitschenhaken/-röhrchen ganz vorne in der Nase bedeutet, der Flieger geht schnurgerade raus, mit der Gefahr, den Bodenanker oder den Boden an sich zu berühren. Bringt aber die höchste Startgeschwindigkeit.

Haken/Röhrchen weiter hinten: Je weiter nach hinten umso höher ist die Tendenz zum Anstellen (Nase nach oben). Das bringt mehr Sicherheit beim Start, weil der Flieger von selbst nach oben weg will. Beim klassischen Hochstart am Seil ist der Anstellwinkel recht hoch, aber da zieht das Seil konstant nach. Beim Gummi kostet diese Methode viel Energie, der Flieger beschleunigt deshalb schwächer. Das kann dann evtl. die angesprochene Instabilität ergeben.

Meine Vermutung bei dem gezeigten Modell: Auf Höhe der Flächenspitze am Rumpf dürfte ein guter Kompromiss sein.
 
Ohhh ich seh grad die Bilder die mein Taschenkino zuvor nicht laden wollten... da kann ich leider keine sichere Variante empfehlen. Ich starte alle meine zu flitschenden Segler generell aus der Hand.
Das Fahrwerk stellt ja einen „super Drehpunkt“ für das von Robinhood beschriebene Nickmoment von Nase in Richtung Boden dar.
 

steve

User
Hallo Oliver,
ein Bodenstart - auch mit Flitsche - ist bei der SB13 sehr kritisch. Bei meiner SB13 in 1:3 bekam ich sie beim Erstflug nicht hoch, verlegte dann den Schwerpunkt nach hinten, bis sie abhob und sich sofort aufstellte. Dann ging es mit viel Schwund ca. 10m nach oben und rückwärts wieder zurück. Da hab ich sparsam geschaut. Das hat vielleicht geknirscht.
Die weiteren Starts mit Flitsche erfolgten von einer ca. 0,5m hohen Rampe - das ging dann ohne Probleme.

DSCN2635.JPG


Um die SB13 beim recht massiven Zug an der Flitsche halten zu können, habe ich ihr ein Handloch im hinteren Rumpfbereich verpasst.

Der "Hacken" sitzt bei mir knapp hinter der Nasenleiste, also etwa in Höhe des ersten Torsionsbolzens. Die Flitsche zieht bei mir und dieser Rampe allerdings auch etwa in einem Winkel von 30° nach unten - ist ein ziemlich steiler Hang.
Andererseits ist es kein "Hacken" sondern ein Stift greift in ein Führungsrohr im Rumpfboden. Das Führungsrohr hat einen Winkel von ca. 40°.
Nach der Rampe nimmt die SB13 erstmal die Nase nach unten, holt kurz Fahrt auf und ist dann schon mit reichlich Schuss frei.

VG
 

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Servus
Hab meine Hortis immer mit V-Seil geflitscht.
2 seitlich ausfahrbare Bolzen, 25-30° nach schräg hinten.
Anlenkpunkt am Rumpf in Höhe der Nasenleiste, aber 1-2cm drunter.
Bolzen konnten auch unter Last eingezogen werden
Damals 25kg Servo glaub hieß 805 oder so ähnlich.
War zu feig die Sache dem Gummi allein zu überlassen.
Hatte das am Anfang einmal dass der Flügel von dem Gummi
über den Boden gerissen wurde und sich dabei langsam auflöste.
War auf dem Gaskanal, Knüppel zurück und der Gummi sauste allein davon.
Flieger zumindest heiler als wenn er über den Boden geschleift wird.
Damals viel experimentiert mit Hortenauslegungen, sicher so um die 40 gebaut.
Mit dem v-Seil ging zuminderst der Start immer gut, was danach kam ok, war ja viel zu lernen.
So unter 4° Verwindung wirds lustig hab ich damals festegtellt :-))

Meine große Fauvel starte ich heute immer noch mit V-Seil.
Ist einfach zu schwer zum werfen.
Gruss Franz
 
Vielen Dank für Eure Erfahrungswerte. Ich denke, ich werde einen Haken knapp hinter der Nasenleiste am Rumpf anbringen und mich dann mal vorsichtig rantasten, damit ich Loopings vermeide. Ein Loch, um den Rumpf zu halten, ist eine sehr gute Idee.

Meine anderen Segler haben einen Haken zum Flitschen. Was für Vorteile hat ein Stift?
 
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steve

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Für den Stift spricht einerseits, dass es nur ein kleines Loch im Rumpf gibt. Ein Loch bohren und ein Rohr einharzen ist auch einfacher, als einen Hacken zu befestigen, insbesondere wenn der Zug höher ist.

Dann ist ein Stift einfacher und zuverlässiger anzufertigen als ein Ring. Inzwischen gibt es geschweißte Ringe in allen Größen und Festigketen aber das war nicht immer so.

Zu guter Letzt kann ich auch einen Stift weiter vorne einsetzen aber durch einen Trick mit einem verlängerten Stift doch ein gewisses Aufstellmoment erzeugen. Die Fuhre wird dann sauber geradeaus gezogen, richtet sich aber dennoch leicht auf.

DSCN1928.JPG


VG
 

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Robinhood

Vereinsmitglied
Meine anderen Segler haben einen Haken zum Flitschen. Was für Vorteile hat ein Stift?
Meinst Du einen Stift anstelle eines Hakens, der aber nach wie vor permanent aus dem Rumpf raussteht? Oder einen Stift am Gummi, der in ein Röhrchen im Rumpf eingesteckt wird?
 
Die Flitsche ( Stift und Hülse) möchte ich gerne mal nachbauen. Was für Materialien, Groessen, Längen würdest du für einen 4m 5kg Nuri benutzen?

Vielen Dank.
 
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steve

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Bei dieser Größe bietet sich ein 5mm Stahlstift an. Grundmaterial ist entweder ein Federstahl oder ein Auswerferstift. Über den Stift kommt eine Muffe aus Alu. Die kann man einkleben oder einpressen. Du kannst auch zwei Scheiben auflöten. Da gibt es je nach Verfügbarkeit verschiedene Möglichkeiten.
Bei der Länge ist es so, dass die Hebelkräfte mit der Länge des Stiftes abnehmen. Die Hülse mache ich aus V2A oder einen anderen Stahl. Rostfrei bietet sich an - ist wartungsarm. Es geht auch Messing. Durchmesser innen kann ruhig 6mm sein. Enger als 5,5mm würde ich bei einem 5mm Stift nicht gehen. Der muss ziemlich locker drinhängen und ohne Zug sofort und leicht rausfallen. Die Hülse und der Stift sollten schon 50-60mm tief in den Rumpf hineinragen. Die Hülse darf ruhig noch länger sein.

Bei meinen 3m Nurflügel mit 4kg nutze ich auch einen 4mm Stift in einer 5mm Hülse. Der ist gute 40mm lang.

Das alles ginge auch dünner aber es besteht dann die Gefahr, dass sich ein Stift verbiegt und die größeren Durchmesser gleiten einfach besser. Wenn die Modelle größer werden, kann man sie auch verwenden - so setze ich den 5er Stift vom 1,8m Speed-Horten bis zum 13kg Discus ein.

Beim Geschirr: Als Verbindungsleine zum Gummi haben sich dicke Seile bewährt. Unter 6mm würde ich nicht mehr gehen und schön bunt. Die haben auch genug Gewicht, um den Stift sicher nach unten zu ziehen. Man findet sie auch leichter und die Knoten halten besser. Für die Kupplung zum Gummi und vom Gummi zum Anker haben sich Karabiner bewährt. Auch die lieber etwas dicker aber aus Alu.

VG
 
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steve

User
Hallo,
hier ein paar Bilder zu dem Handloch bei der SB13. Es kann nach dem Start verschlossen werden - ist quasi wie eine Fahrwerksklappe.

Für die weitere Entwicklung war ein versenkbarer Bügel oder Stift an der Rumpfoberseite geplant - ähnlich den Anschiebhilfen bei den Renn-Bobs.
Dieses Handloch ermögliche aber einen extrem guten und kraftsparenden Halt und man konnte das Model damit sehr gut ausrichten

DSCN3354.JPG
DSCN3345.JPG


VG
 

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Micha

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Moin,

so ein Haken lässt sich auch bei niedrigen Bauhöhen komplett automatisch versenkbar gestalten.

Ich starte von einer kleinen Rampe. Das läuft völlig unkritisch.


MfG Micha
 
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