ORCA PRO von Aer-O-Tec

Notabstieg ... wenn du alle Sekunde irgendwas um die 5m steigst, egal wo du hinfliegst, und dann Sekunde um Sekunde das Modell immer kleiner wird da kommt man schon ein bisschen in Panik.
Darum hab ich es dann mit Butterfly versucht.

Aber wenn du meinst das er doch ziemlich stabil ist, wird die Panik beim nächsten mal vielleicht etwas kleiner sein. 😃

Die Bedenken wegen der Stabilität bei meine Orca rühren halt daher, wenn ich z.B. einen schnellen engen Kreis, mit geschäztem Durchmesser von 50m fliege, die Flächen dann doch schon ziemlich in Richtung rund gehen, ohne Ballastierung.
 

onki

User
Hi nochmal,

was sich biegt das bricht nicht. Der Orca ist stabiler sls du denkst.
Mein Orca-Erstflugtest ist aus 200m anstechen und dann einen 20m Looping.
Wenn das Modell das nicht kann, ist es nicht mein Modell.

Das sich Flächen bei Belastung durchbiegen ist gewollt und Teil des Stabilitätskonzeptes.
Meiner Meinung nach wesentlich gefährlicher sind Bärte und Rotoren, die ich bei einem schnellen Ablasser durchfliege. Da haut es die Flächen mitunter ordentlich hoch und wieder runter.
Musste schon zusehen, wie ein Modell alpin dabei eine Fläche abgelegt (gebrochen) hat. Hier zeigt sich, ob ein Holm vernünftig diemensioniert ist oder nicht. Beim Orca hab ich da keinerlei Bedenken, bei keiner Version.

Gruß
Onki
 
Notabstieg ... wenn du alle Sekunde irgendwas um die 5m steigst, egal wo du hinfliegst, und dann Sekunde um Sekunde das Modell immer kleiner wird da kommt man schon ein bisschen in Panik.
Darum hab ich es dann mit Butterfly versucht.
Hallo,

ein Notabstieg mit Butterfly ist bei Hammer-Thermik nicht sehr effektiv. Mit Trudeln geht es immer noch am besten und auch ungefährlich für das Modell.

Gruss
Micha
 
Hallo Micha,

richtig, mit Trudeln kann man gut Höhe abbauen. Bei Butterfly wirken insbesondere auf die Wölbklappen und die Servos sehr hohe Kräfte. Daher bei Modellen wie z.B. Orca kein Butterfly im Schnellflug. Mein Orca Pro mit C120 Gewebe ist gemessen am Gewicht recht stabil aber ein senkrechter Abstieg über 200m und anschließend ein 20m Looping möchte ich zumindest bei Hangaufwind und guter Thermik dem Orca nicht zumuten. Dafür gibt es andere Modelle.
Nach Biegen kommt Brechen. Dies habe ich nicht nur einmal beobachtet.

Mfg.


Mfg.
 

onki

User
Hi,

Der Orca ist ein Allrounder der sowas problemlos wegsteckt.
Ich denke viele sehen im Orca fälschlicherweise eine leicht verstärkte F5J Gurke. Das heißt Satori bei AerOTec.

Gruß
Onki
 
Hallo,
den Satori von AerOtec erhält man in unterschiedlich stabilen Ausführungen. Der Satori von einem Vereinskameraden, er hat auch eine Ikura, ist sehr stabil, die Flächen sind mindestens so stabil wie die vom Orca C120. Die Flugleistungen vom Satori sind klasse, er geht gut in der Thermik, ist sehr wendig und wird schnell.
Soweit mir bekannt ist erhält man den Orca auch in der C160 Ausführung. Eine Alternative wäre die Ikura, man bekommt sie mit unterschiedlich langen Aufsteckflügeln.

Mfg.
 
Zur Festigkeit einer Orca- C 64 -Fläche kann ich bedingt etwas beitragen: bedingt deshalb, weil sie an einen -Evo- Rumpf mit V- Leitwerk angesteckt war (war, weil das Modell inzwischen in gute Hände abgegeben wurde): geflogen bin ich meistens mit Verbinderballast, das heißt: etwa 3 kg Abflugmasse. Um´s Runterkommen war ich nie besorgt, das ging auch aus Höhen über 400 m ziemlich direkt. Allerdings habe ich versucht senkrecht zu stürzen und habe das Höhenruder beim Abfangen vorsichtig bedient.
Die Schalenbelegung ist für die Biegesteifigkeit eher unerheblich: tordierte Flügel verhindern allerdings die Fahrtaufnahme erheblich. C 64 ist beim Orca- Flügel auch bei großer Spannweite für über 3,5 kg Abflugmasse ausreichend; stärkere Belegung macht aus meiner Sicht für die Robustheit beim Transport, statt Ballast oder zur Beseitigung von Buschwerk im Bereich des Landefelds Sinn.
Der Holm sollte F3 J- Standard sein: beim Laufstart oder Windenstart treten weit höhere Biegelasten auf als im Speed oder bei mäßigen Abfangmanövern. Wichtig ist auch, dass in der Speedphase nicht geknüppelt werden muss, auch senkrechtes Stürzen muss man üben.

Nur Mut, allerdings nicht über Menschen und zunächst aus geringeren Höhen.

Heinz
 

sam

User
Hallo,

genau deshalb nutze ich das Butterfly nur zum Landen. Zum Höhe abbauen hab ich anderes im Sinn :rolleyes:.

Hat jemand von euch die Zubehör-Einbaurahmen für die Servomontage vorne im Einsatz?
Wie werden die Servos (12mm KST ?) da befestigt? Werden da nur die Servos in die Kulisse eingedrückt, mit den Klötzchen noch stabilisiert und von oben verschraubt?
Ich würde mir so etwas in der Art auch selber konstruieren wollen für meinen künftigen C120er?

Gruß
Onki
Kannst auch meine gedruckten haben für vorne ;) - wenn Interesse - ist weiter vorne im Thread zu sehen.
 
Hallo Jungs,
mal wieder etwas zum Thema Fliegen mit dem Orca Pro. Ich komme gerade aus Thüringen. Eigentlich wollten wir Hangfliegen, aber das Wetter, Wind umlaufend 0-3 m/sec. Samstag etwas Sonne, Sonntag etwas weniger. Natürlich braucht man dann den Antrieb als Absaufversicherung.

Ich war sehr überrascht, und zufrieden, wie sich der Orca trotz seines Gewichtes bei diesen schwachen Bedingungen schlägt. Wenn man minutenlang in engen Nullschiebern kreist, machen sich das größere Seitenleitwerk und der größere Hebelarm positiv bemerkbar.
Natürlich bin ich mit der großen Spannweite unballastiert geflogen. Referenzflieger waren Pike Dynamic 1,9 kg, Tortuga 2,1kg, Prestige 2kg und Sense 1,25 - 1,8kg. Aus meiner Sicht waren nur die letzten beiden wirklich im Vorteil, vor allem, nachdem die Thermik ab ca. 14 Uhr immer schwacher wurde.

Fazit: ein toller Allrounder "immer dabei" Flieger. Ich muss allerdings sagen, dass ich den Orca in gut einem Jahr über 50 Stunden geflogen bin und daher recht gut kenne. Von nix kommt nix.

Leider keine Fotos, Probleme mit der Kamera.

Stefan
 
Orca Pro - Gleitzahl, Geschwindigkeit, Aerodynamik,

mit zunehmendem Gewicht steigt im Regelfall die Gleitzahl. Ein Grund warum manntragende Segelflugzeuge bei guten Bedingungen mit Wasserballast fliegen.
Mein Orca Pro wiegt mit 3,95m 3,3kg und steigt mit und ohne Ballast in schwacher Thermik. Insbesondere am Hang ist man zum weiträumigen Fliegen mit einer höheren Flächenbelastung, daraus resultierenden höheren Geschwindigkeit und besseren Gleitzahl, insbesondere zum Überbrücken von Abwindfeldern besser bedient. Besonders leichte Modelle wie z.B. Pike Dynamik sind eher für das engräumige Fliegen im Flachland ideal. Abgesehen davon gibt es für jedes Profil eine ideale Flächenbelastung.
Ein Beispiel dafür ist die GP 15 von Baudis. Die GP 15 von mindestens zwei Vereinskameraden hat Tragflächen aus 3-fach Carbon und wiegt ca. 5,7 Kg. Ich erlebte in der Vergangenheit immer wieder dass Vereinskameraden Modelle wie den Orca, Delphin oder Ikura bei schwacher Thermik fliegen, die GP 15 im Steigflug mithalten kann, dabei wesentlich besser gleitet, über einen viel größeren Geschwindigkeitsbereich fliegt, Sturzflüge aus über 400m und Geschwindigkeiten um 250 km/h klaglos übersteht. Ähnlich gute Flugeigenschaften hat die ASW 15 von Mibo. Sie wird nicht ganz so schnell wie die GP15 und kann etwas langsamer geflogen werden. Die ASW steigt auch bei schwacher Thermik, mit den großen Wölbklappen kann man gut Höhe abbauen und auf kurzen Plätzen landen. Ein erfahrener Fliegerkamerad sagte sinngemäß diesbezüglich: Die Wölbklappen wirken wie ein Bremsanker und dabei landet die ASW sanft.
Ist man bei schwachen Aufwinden mit genannten Leichtgewichtmodellen im Vorteil?

Mfg.
 
mit zunehmendem Gewicht steigt im Regelfall die Gleitzahl.
Hallo Archibald,

deine Annahme ist so nicht ganz richtig. Mit zunehmendem Gewicht benötigt der Flieger mehr Auftrieb, d. h. die Fluggeschwindigkeit muss entsprechend steigen, proportional der Wurzel(delta Gewicht). Leider nimmt dabei auch das Sinken mit der Flächenbelastung zu. Die Gleitzahl E wird also nicht höher, sie verschiebt i. d. R. nur hin zu höheren Geschwindigkeiten, im Segelflugwettbewerb (möglichst schnell Strecke machen) natürlich von Vorteil. Siehe dazu auch den folgenden Link.


Geschwindigkeitspolare vom Orca und seinen Kollegen.


Quelle: https://www.aer-o-tec.de/media/delphin/gleiten_vergleich.jpg?mtime=1518616309

Gruss
Micha
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Archibald,
zur Klarstellung: das war wirklich kein Hangfliegen (... umlaufende Winde...) sondern reines Thermikfliegen mit, zum Teil sehr engen Thermikschläuchen. Dass eine höhere Flächenbelastung bei großräumigem Fliegen, wie man es typischerweise am Hang auch bei schwachen Bedingungen macht, von Vorteil sein kann, ist klar. Bei engen Wenden oder engem Kreisen sieht das schon etwas anders aus. Dank der guten Flugmechanik kann man den Orca Pro auch in solchen engen Bärten gut halten, muss natürlich mit mehr Schräglage fliegen als einen leichten Segler.

Die sehr leichten Flieger zwischen 1.300g und 2.000g können mit ihrer ausgefeilten Aerodynamik überraschend gut gleiten. Der Vorteil z.B. eines Sense mit ca1.300g und zentralem Ballast von sagen wir 800g ist die geringe Massenträgheit und trotzdem läuft die Kiste noch sehr gut.

Wenn die Wölbklappe wie "ein Bremsanker wirkt", ist der Ausschlag zu groß. Mein Vorschlag: Weniger Wölbklappe in der Thermikstellung und dafür Snap Flap Höhenruder > Wölbklappe zumischen. Das Wölbklappe und Querruder gleichsinnig gesetzt werden, ist selbstverständlich.

Oder meintest Du die "Krähe"?

Mein Bericht über den Orca Pro betrifft die "Schnittmenge" dieser Flugzeuge und die ist eben überraschend groß, eben auch wenn nur Thermik geflogen wird,
Stefan
 

onki

User
Hallo Stefan,

mit welchen Ohren bzw. Schwerpunkt bist du denn mit dem Orca unterwegs gewesen?
Ich flieg immer die 395er Ohren und hab den SP recht weit hinten. Damit muss ich schon wie ein bekloppter knüppeln, damit der Orca vernünftig und eng kreist um eben solche Bärte noch mitnehmen zu können.

Unser Problem vor Ort ist aber eher, dass es kaum noch ruhige Tage gibt, bei der die Bärte nicht durch den Wind zerfetzt werden.

Gruß
Onki
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Onki,
geflogen bin ich mit der großen Spannweite, also den langen Ohren. Der Schwerpunkt ist erflogen, ich müsste nachmessen, was ich heute Abend gerne mal tun kann. Ich fliege eher mit größerem Stabilitätsmass, also Schwerpunktvorlage.

Das Wetter war sehr ruhig, das erleichtert solche Aktionen natürlich,
Stefan
 
Hallo Stefan,

den Ausschlag für die Wölbklappe und die Zumischung von Tiefenruder bei der ASW 15 hat mein Fliegerkamerad richtig eingestellt. Er hat übrigens über 40 Jahre Modellbau/Modellflugerfahrung und das Können von einem Wettbewerbspiloten. Man wollte mit Bremsanker folgendes sagen: Die Wirkung von Butterfly kann man mit der Wirkung von groß dimensionierten Störklappen vergleichen. Die ASW 15 kann man langsam fliegen und kurz landen.
Kommen wir wieder zurück zu Orca Pro.

Mfg.
 
Hallo Onki,
ich fliege den Schwerpunkt von 115mm, Stefan Eder gibt ein Setup von 114 - 118mm an. Das ist eben eine Sache der persönlichen Vorlieben und des Einsatzes. Wenn ich hauptsächlich am Hang fliegen würde, so wie oben dargestellt in 611 dargestellt, wären 118 mm sicher nicht schlecht. Die Schwerpunktlage hat keinen Einfluss auf die Leistung.

Hallo Archibald, das Thema "Krähe" ist eben ein Anderes.

Meine Anmerkungen für die Wölbklappen gelten für den Thermikflug. Da fliege ich die hängende WK mit ca. knapp 3mm, QR dto. und zusätzlich Snapflap auf 5mm. Eine weitere Thermikstellung nutze ich nicht. Mein Motto, nicht mehr Flugphasen als unbedingt nötig.

Noch so ein Thema ist der Höhenruderausschlag. Der ist so klein eingestellt, dass ich beim Thermikkreisen auch mal voll durchziehen kann, ohne dass es zum Abriss kommt. Natürlich kann ich damit auch einen durchaus engen Looping fliegen. Ich hab den Ausschlag nicht gemessen. Ich glaube, die Angabe von Stefan Eder ist ganz gut, sicher nicht zu klein. Vielleicht mal selbst ausprobieren.

Allgemein, ich wollte mit der Referenz keinesfalls andere Flieger schlecht(er) machen. Wir haben uns an den beiden Tagen alle nichts gegeben. Mal ist der eine oben, mal der andere. Der beste Flieger nützt nichts, wenn es nicht trägt.
Wichtiger und oft unterschätzt ist, dass man seine Flieger gut kennt. Deshalb fliege ich oft über Jahre das gleiche Flugzeug und wechsele selten.
Stefan
 
Hallo zusammen,
Ich habe letzte Woche nach 13 monatiger Wartezeit auch meinen Orca-proX C120 vom Bauservice bekommen. Ich habe einen Gewichtsunterschied vom rechten (794g) zum linken (764g) Flächenmittelteil von 30 Gramm. Ist das noch im Rahmen, oder kommt das nur mir recht viel vor?
Die langen und kurzen Ohren /Pendelleitwerk wiegen rechts/links in etwa gleich.
Viele Grüße
Stefan
 
Hallo,
das kommt mir schon recht viel vor, ist aber noch im Rahmen. Ich glaube nicht, dass Du das beim Fliegen merken wirst, wenn doch, 20g in den Schacht des Wölbklappenservos,
Stefan
 
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