OS FS91 Frage zum Ventiltrieb

Moin,
ich habe einen FS91 erworben, der noch recht neu aussieht.
Vor dem Probelauf (Durchdrehen von Hand) habe ich den Motor mit "Öl geflutet",
den Ventil- und Nockenwellendeckel demontiert
Vertiltrieb und Nockenwelle auf den ersten Bilck unauffällig. Auf den 2.Blick jedoch festgestellt, dass der Stößel (Auslassventil) garnicht bis auf die Nockenwelle ragt und folglich den Ventiltrieb nicht bewegen.
Aber wenn die Stößelstange ganz nach oben gedrückt ist, sollte das Auslassventil doch in den Brennraum ragen.
Der Kipphebel steht aber in Ausgangsstellung (Ventil nicht betätigt)
Woran kann das liegen?
Ich möchte soviele Informationen sammeln, bevor der Motor vielleicht unnötigerweise zerlegt wird.
Hat jemand eine Idee?

MfG DetlefIMG_5257.JPGIMG_5259.JPG
 
... Auf den 2.Blick jedoch festgestellt, dass der Stößel (Auslassventil) garnicht bis auf die Nockenwelle ragt und folglich den Ventiltrieb nicht bewegen.
...
Ist da überhaupt eine Stößelstange bzw. die untere Tasse vorhanden? Die sollte auf dem Bild nämlich zu sehen sein. Vielleicht kannst Du das hier in dem Video erkennen:
OS FS 91 Surpass Customer Engine Disassembly Part 1, Video 3 - Bing video

Die OS Teile von OS FS70 und OS FS91 Surpass sind identisch:
X-OS45605000 Connecting Rod FS70/91 Surpass
X-OS45564000 Cam Follower FS70S-FS120S
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den Link.
Die Videos sind sehr aufschlußreich.
Ich denke, um die Demontage des Zylinderkopfes werde ich wohl nicht herumkommen.
Melde mich, wenn das jemanden interessiert.
MfG Detlef
 
So, eben schnell die Kipphebelwelle ausgebaut (Schraube hat keine Zicken gemacht) und Stößelstangen ausgebaut.
Da hat wohl jemand den Motor mit Gewalt durchgedreht. Die Stößelbecher bewegen sich nur ganz schwer.
Da ist wohl eine genaue Durchsicht notwendig.
MfG Detlef
 

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Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo
Die Stösseltaschen verharzen sehr schnell wenn der Motor lange nicht gelaufen hat bzw wenn
das Öl nicht besonder gut ist. Bei Kraftstoff mit Rizinus ganz bestimmt.
Zu Ausbau muß vermutlich die Nockenwelle raus dann das Gehäuse in dem Bereich warm mach und die
Stoßeltassen in Richtung Nockewelle drücken.
Danach die Stösseltassen reinigen und polieren ebenso das Gehäuse in dem Bereich.

Ähnliches habe ich bei diesen Projekten erlebt
Beim FT240 würde sogar der Graupnertreibstoff verwendet aber ohne Nachkonservierung einige Jahre im
Schuppen gelagert.
Bei deinem Motor sieht es so aus ob das etwas Rizinusöl mit dabei war das backt so gerne an
den Kühlrippen fest.

Auf alle Fälle würde ich den Zylinderkopf demontieren um zu prüfen ob die Ventile noch gerade sind
oder eventuell auf dek Kolben gedrückt wurden. Auch die Kipphebel würde ich penibel prüfen
und den gesamten Motor vom alten Ölresten befreien.

Gruß Bernd
 
Danke Bernd.
Ich habe den Fehler gefunden.
"Eigene Dummheit gepaart mit Ungeduld"
Die Stößelstangen sind herausgerutscht, weil ich die Ventile heruntergedrückt habe.
Beim Drehen von Hand habe ich dann wohl die Stangen verbogen. Den leichten Widerstand habe ich auf eine Verharzung geschoben.
Stangen gerichtet, eingebaut und alles läßt sich wunderbar leichtgängig drehen.
Dann werde ich mich mal auf die Suche nach neuen Stangen machen.
MfG Detlef
 

matt

User
Moin,

ich kann nur empfehlen einen gebraucht erworbenen Motor komplett zu zerlegen und zu reinigen. Meist sind doch die Lager verharzt oder verrostet, die gehören dann gewechselt. Ebenso sollte man den Kolbenring prüfen ob der verklebt ist und ob das Pleul Spiel hat. Überhaupt sollte jeder Rostansatz entfernt werden, dieser Rost ist nämlich ein wunderbares Schleifmittel im Motor.
Das ist aber nur eine persönliche Empfehlung, kann jeder machen wie er will...

Gruß Andreas
 
wenn die Lager so aussehen die die Kipphebel ... und davon ist auszugehen, kommst du um das komplette zerlegen nicht drum rum,
verharzte Lager können auch platzen, sprich die Kugel drücken den Käfig auf, der dann ins Kurbelgehäuse fällt und jede Menge Unsinn machen kann, könnte sein das der Motor danach als defekt wieder zu Ebay muss

die alte Logik wie bei Türscharnieren oder so ... viel Öl drauf und bewegen ist für Motoren nicht so gut,
die Bewegung reibt den Rost schön fein ab und das Öl transportiert den feinen Staub, der übrigens extrem fest ist, quer durch den Motor ....
da kann nach ein paar Flügen die Kompression komplett "aufgebraucht" sein ...
dann gehts wieder zum Urlaub in die Bucht ....
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
so der Motor läuft.
Ein baugleicher ASP 91FS wurde gleich mitverarztet und läuft ebenfalls.
Generell habe ich gebrauchte Motoren auch immer zerlegt; aber auch sehr oft festgestellt, dass die ganz Aktion eigentlich völlig umsonst war.
Gruß von der Küste
Detlef
 

Mooney

Vereinsmitglied
fein, gebrochene Ventilfeder .......


ist, wenn es im Betrieb auftritt, typischer Fehler aus Überdrehzahl
Leider nicht nur, die 91er haben die Tendenz zu Federbruch. Zum Glück geht dabei nichts weiter kaputt.
Der 70er ist in dem (Feder) Fall praktisch unkaputtbar.

Glück Auf
 
wenn ich den Motor mit zu hoher Drehzahl betreibe ...
brechen die Ventilfedern


wenn sieben Modellflieger in einem Forum den Motor mit zu hoher Drehzahl betreiben und die Federn brechen liegt es am Motor ...



ich glaube jetzt habe ich es verstanden
habe ich wohl im Studium und nachher im Betrieb nicht richtig aufgepasst,
Uni wird überbewertet, Modellbauforum ist die eigentliche Kaderschmiede ....
 
ich betreibe den OS 91 seit es den Kerl gibt,
ich habe vier Modelle mit einen OS 91,

wahrscheinlich über die Zeit 400 Laufstunden mit OS 91 Viertaktern geflogen,

gebrochene Ventilfedern ... Null
 
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