PARAGON-XL (MZ-Modellbau): Baubericht!

SirToby

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Hallo Gemeinde.

Ich erstelle hier einen kleinen und kurzen Baubericht des "PARAGON-XL" von MZ-Modellbau ( http://www.mz-modellbau-shop.de/epages/MZ-Modellbau.sf/de_DE/?ObjectID=5013659 ).
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts ist das Modell schon so gut, wie fertig Dieses darum, weil ich nie weiß, wie schnell ich voran komme, aber auch niemanden warten lassen möchte...

Um dieses Modell geht es:
MZ MB Paragon.jpg
(Bildquelle: http://www.mz-modellbau-shop.de/epages/MZ-Modellbau.sf/de_DE/?ObjectID=5013659)

Der Paragon geht auf eine Konstruktion aus den 60er Jahren zurück und ist eine überschaubare, einfache, aber leistungsfähige Konstruktion. Es gibt inzwischen mehrere Artverwandte, so auch diese rohbaufertige Variante von MZ-Modellbau. Bei diesem Modell ist z. B. die gänzlich offene Rippenbauweise der Tragfläche duch eine beplankte Nase mit Holmverkastunng (eine sog. 3-D-Box) verbessert worden. Das kommt der Verwindungssteifigkeit zugute. Auch ist das Modell leicht vergrößert worden (3250 mm Spannweite, statt 3000 mm), daher nennt es sich "XL". Der Paragon wird lediglich über Höhe und Seite (bei Bedarf auch über Motor und Spoiler) gesteuert.

So viel zur Vorgeschichte.

In Ermangelug von Zeit zum bauen, bin ich, auf der Suche nach einem Modell zum entspannen, auf die Seite von MZ-Modellbau gestoßen. Mit guten drei Metern Spannweite, einem langsamen Profil und gesteuert durch überschaubare zwei Achsen, habe ich gefallen an dem PARAGON-XL gefunden. Das Modell (als US-Bausatz) ist mir aus den 80er Jahren noch bekannt und in guter Erinnerungg geblieben.

So orderte ich bei MZ-Modellbau den rohbaufertigen PARAGON-XL.

Schnell geliefert - sogleich inspiziert (da sind wir Modellbauer doch immer noch Kinder, i. S. v. "sehenwollen!") ;)

Erster Eindruck nach der Öffnung des Kartons: Alles gut und sicher verpackt!

Also alle auspacken und begutachten:
Sehr sauber gebaut, Steckungen äußerst passgenau. Das Zubehör ist guter Standard, absolut verwendbar. Seiten- und Höhenruder sind bereits keilförmig verschliffen (da bin ich echt froh, daß mir jemand diese unschöne Arbeit abgenommen hat!). Motorsturz ist wohl berücksichtigt, Seitenzug jedoch nicht (wobei das jetzt kein Drama bei einem E-Segler ist). Eine vierseitige Anleitung liegt bei, jedoch in englischer Sprache verfaßt (für mich bei diesem überschaubaren Modell auch eher uninteressant). Eine Übersichtszeichnung in DIN A3 liegt ebenso bei, sowohl in Englisch, als auch in Deutsch - sie gibt eigentlich alles preis, was es zu wissen gilt.

Verzüge konnte ich nicht feststellen, alles ist gerade und sauber gebaut, sorgfältig verleimt. Die Rumpfkanten und Leitwerksvorderkanten sind bereits verrundet. Alles macht einen sehr stabilen Eindruck, bei dennoch geringem Gewicht.

A propos Gewicht. Hier ein paar Grunddaten (so, wie aus dem Karton), vorweggenommen in Klammern sind die Gewichte der fertg bespannten Teile (Supershrink):

Rumpf: 287 g (428 g allerings mit 2 Servos und Akkubrett!)
Fläche mitte links: 251 g (283 g)
Fläche mitte rechts: 227 g (258 g)
Fläche Ohr links: 129 g (158 g)
Fläche Ohr rechts: 126 g (164 g mit 8 g Ausgleichsgewicht!)
Kabinenhaube unbeschnitten: 45 g
Höhenleitwerk: 50 g (61 g)
Seitenleitwerk: 13 g (17 g)
Höhenruder: 15 g (19 g)
Seitenruder: 17 g (22 g)
beiliegende Holzteile: 122 g
Steckung (Stahl) mit Verstärkung (Glas) für Ohren: 88 g
Kleinteile/Bowdenzüge: 45 g

Hier ein Bild der Hauptteile:
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DSC01243.JPG
DSC01240.JPG
DSC01244.JPG

Soweit bis hier.
 
Ich möchte an dieser Stelle anmerken, daß alle Änderungen, die ich vorgenommen habe, nur meinem persönlichen Geschmack und meinen Vorlieben dienen. Das Modell ist, so, wie vom Vertreiber vorgesehen und aufgebaut, absolut alltags- und praxistauglich!

Laut Anleitung soll die Kabinenhaube seitlich in vier Schrauben gelagert werden. Hierfür ist der Rumpf seitlich ausgefräst, damit die Kabinenhaube nicht aufträgt. Ich wollte den "oldschool"-Weg gehen und einen Kabinenhaubenrahmen erstellen. So habe ich die Ausfräsungen mit dünnem Balsa verschlossen (genau hinsehen).
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DSC01261.JPG

Vorne mit einer Lasche
DSC01263.JPG
 
Hallo Tobias,

der Paragon wäre auch nochmal was für mich. Bitte weiter Berichten.

Kann man den direkt bei MZ Modellbau bestellen?

Könnte man da QR nachrüsten?

Gerade in den letzten Jahre habe ich die Empfindung, dass der Wind immer mehr zu nimmt. Daher wären mir QR lieber.

Gruß

Andreas
 
Danke vor das Bau bericht

Danke vor das Bau bericht

Super, erwarte erste flug

Steht ergendwoh das profile strak von das model?



w hacker
 
Hallo Andreas,

den Paragon kann man bei MZ Modellbau direkt bestellen, meines Wissens nach ist er auch Alleinimporteur des Modells. Querruder ließen sich problemlos nachrüsten (ebenso, wie Störklappen), jedoch wird die Wirkung der Querruder eher sehr bescheiden sein, da hierfür die V-Form der Tragflächen einfach zu groß ist. Diese zu verringern (an den Außenflächen), würde allerdings nicht so einfach sein, da Mittelteil und Ohr über ein gerades Glasfaserrohr verbunden werden, die Aufnahme hierfür ist bereits in den Flächenteilen eingearbeitet.

Hallo W. Hacker,

das Profil ist ein altbewährtes "Spica", auf der Unterseite von der Endleiste bis zum Naseradius komplett gerade! Nicht unbedingt "uptodate", aber ein klasse Thermikprofil und für den Paragon genau richtig.

Wann der Erstflug sein wird, kann ich noch nicht sagen, das ist von mehreren Faktoren abhängig (Arbeit, Familie etc)

Ich berichte weiter, so wie ich dazu komme ;)
 
Hier noch ein Bild des Profils (sorry für die unschöne Bildqualität). Um Diskussionen vorwegzugreifen: Nein, es ist kein Clark-Y ;) Im übrigen gibt es keinen Strak, das Profil zieht sich über die ganze Fläche. Flächentiefe des rechteckigen Mittelteils 270 mm, Fächenaußenteil trapezförmig auf 180 mm. Man sieht: Viel Fläche, gut für die RE-Zahl :)

DSC01313 (2).JPG
 
Paragon

Paragon

Heir ein bildt von den Paragon ick kenn

Viellen Dank


w hacker
 

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    Fullscreen capture 26-Mar-18 113713 AM.jpg
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Hier noch ein "appetizer" des fast fertigen Modells (Spinner/Prop provisorisch für das Bild befestigt)

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Die Steckung der Flächenhälften besteht übrigens aus einem 8 mm Stahl, der saugend(!) in die bereits eingeharzten Messingröhrchen paßt. Ich mußte ihn sogar etwas abschleifen, weil er mir etwas zu saugend paßte.
 
Schönes Teil!
Habe mit dem "kleinen Bruder" die ersten erfolgreichen RC-Flüge gemacht.
Damals erst mit Speed700 und später mit sauteurer Plettenberg-"Waschmaschine" und 2400er Sanyo.
Könnte man schwach werden...
 
W Hacker: Das ist wohl die Bausatz-Version, so ist er ursprünglich gewesen. Der PARAGON-XL ist vielleicht eine Spur schwerer, allerdings auch wesentlich fester und man kann ihn schneller fliegen (wenn man möchte), ohne daß er flattert. Die Randbögen habe ich übrigens (rein intuitiv!) genau so gemacht, da mit das Rundschleifen des Balsablocks, so, wie vorgesehen zu aufwendig war und er sich, so, wie ich es gemacht habe, einfacher bespannen läßt.

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Und wo wir gerade bei den Außenflächen sind: 8 g Ausgleichsgewicht haben ihren Platz von innen an der Randbogenrippe gefunden.

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Als die bestellten Magnete angekommen sind (meine Empfehlung: http://magnet-shop.net), konnte ich die endgültige Befestigung der Kabinenhaube realisieren. 4 Scheibenmagnete 10 mm x 1 mm.

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Auch das Akkubrett war schnell erstellt und ist herausnehmbar.

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Eine kleine Kiefernkufe in Eigenregie - sonst hängt der Hochstarthaken (nur für den Fall...) so unschön alleine herum, und außerdem hatten wir das schon immer so gemacht :D

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Bei Anscharnieren des Seitenruders möchte ich allerdings eine klare Empfehlung - abweichend von der Anleitung, bzw. des Plans - geben: Auf jeden Fall das untere Scharnier mit dem Rumpf verbinden! Dort sitzt später das Ruderhorn, also der Angriffspunkt und da gehört einfach ein Scharnier hin!

So ist's vorgesehen:

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Und so habe ich es gemacht (den Bürzel nach unten könnt Ihr getrost vergessen, da habe ich mir selbst ein Ei gelegt...):

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Der Rumpf ist dafür hinten zu verschließen ("Futter" für das Scharnier!)

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Und hier das "selbstgelegte Ei":

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Ich hätte für den Bürzel eine Ausnehmung im Höhenleitwerk machen müssen. Denn dort verläuft der eiserne U-Bügel, mit dem beide Höhenruderhälften verbunden werden. Leider hatte ich alles schon verklebt... :rolleyes: So mußte ich ihn durchtrennen und meine pappelsperrhölzerne, gut gemeinte Verstärkung war hin. Im Nachhinein stelle ich fest: Alles stabil genug, auch ohne "Bürzel".
 
Übrigens: GAAANZ WICHTIG: Vor dem Bespannen von Tragflächen und Leitwerken sollten diese mit Be-/Entlüftungslöchern versehen werden! Spätestens, wenn man die zweite Seite bespannt, merkt man, wenn man dies nicht gemacht hat: Die Tragfläche bläht sich unter Hitzeeinwirkung des Folieneisens/Föhns auf, die Bespannung löst sich ploppend von den Rippen. Desgleichen passiert gerne auch auf dem Flugplatz unter Einwirkung der Sonne...

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Einen hab' ich grade noch:

Ich habe mir die Befestigung der Tragflächenschrauben mit Einschlagmuttern gespart, statt dessen ein zweites Brett in den Rumpf geklebt, was auch noch etwas die Stabilität erhöht (ja, ich bin ein kleiner Hasenfuß...), und dort gemäß der Bohrungen in der Fläche und im Winkel der ProfilOBERseite gebohrt und ein Gewinde eingeschnitten. Dieses dann mit dünnem Sekundenkleber "gehärtet" und nach dem Aushärten nachgeschnitten. Hält bombig.

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Ach, die "Innereien" habe ich ganz unterschlagen...

Motor robbe roxxy (jetzt von Multiplex) C35-48-06 700 kv, Prop Graupner CFK Folding Prop 15 x 9,5", Reisenauer Mittelteil 58/8 für Welle 5 mm, Reisenauer Turbo-Spinner 50 mm, Roxxy Regler 60 A (sollte auf jeden Fall reichen, mit "Reserve") und zwei Analogservos vom "bösen Chinesen" mit Metallgetriebe. Bei den Servos muß ich anmerken, daß die mitgelieferten Servohörner deutlich(!) Spiel auf dem Vielzahn haben (das geht gar nicht!). Es haben sich Graupner-Hebel als passend und spielfrei erwiesen.

Bei der Propellergröße muß ich am fertigen Modell noch die Ströme messen. Es kann sein, daß es eine Nummer kleiner auch tut.

Was die Akkugröße angeht (Auf jeden Fall ein 3S-Akku) - da habe ich mich noch nicht entschieden. Kommt auch auf die Schwerpunktlage an und den Eiinbauraum. Je mehr Ah, desto besser, bzw. was eben so vorhanden ist.

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Hallo Tobias,
in Zeiten der Carbonflieger, Elapor etc. ist Dein Bericht mal was erfreuliches und erinnert ich an den Anfängen der Segelfliegerei. Auch ich habe meinen 40 Jahren alten 2,6m Rippen-Segler ausgegraben und in den letzten Wochen zwei neue Servos sowie einen RoxxyC28-34-850 kv eingebaut.
Am Wochende in Ostbüren eingeflogen. War ein entspanntes Fliegen. Vielleicht treffen wir uns dort.
Übrigens habe ich noch die alte Thermikbremse von MPX im Flieger. Funktioniert fantastisch.
Anbei ein Bild des Uraltsegler; da noch ohne Motor.
Gruß Dieter.
 

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Hallo Dieter,

ich meine mich sogar noch dumpf an Deinen Segler zu erinnern! Vielleicht sehen wir uns tatsächlich mal da oben (ich mache mich zur Zeit sträflich rar dort).

Bis denne/auf bald!
 
Meine Empfehlungen

Meine Empfehlungen

Im Winter letzten Jahres habe ich meinen Paragon XL gebaut.

Ich habe die Flächen vor dem Bespannen mit elektrischen Störklappen 250mm ausgerüstet und bin damit sehr zufrieden. Zum einen gelingen einem damit schöne, treffsichere Landungen und zum anderen ist es sehr hilfreich, wenn die Thermik es mal wieder zu gut meint. An unserem Platz haben wir zudem eine Höhenbescchränkung von 250m.

Da der Paragon eine ältere Konstruktion ist, wird vorne viel Gewicht benötigt. Da dies bei einem Thermiksegler unschön ist und die heutigen Lipos nicht sehr viel wiegen, habe ich die Nase etwas verlängert und einen Getriebeantrieb verbaut (sieht auch besser aus). In Verbindung mit einem 3S3200 habe ich dann mit noch etwas Blei den empfohlenen Schwerpunkt erzielt.
 

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