Perfektes Crimpen...

Eckart Müller

Moderator
Teammitglied
...will mir noch nicht so recht gelingen. Deshalb die Frage an Crimpexperten: Wenn sich der Kontakt in der Crimpzange befindet, ist es m.E. Glückssache, das Kabel in die richtige Position zu bringen, da es nicht kontrollierbar ist. Das Ergebnis sieht dann wie auf dem Bild aus.


Die Isolierung reicht viel zu weit in den Kontakt.

Deshalb meine Frage: Wie kann ich die optimale Lage für's Kabel treffen, auch wenn ich nichts sehe?
 

Albgeier

Vereinsmitglied
Hi Eckart,
ich nehme eine kleine Flachzange und klemme die Zugentlastung zusammen, wenn der Crimp in der richtigen Position ist. Dann geht's damit in die Crimpzange (aber richtig herum) und fertig ist des gute Stück.

Grüße von der Schwäbischen Alb
 

Eckart Müller

Moderator
Teammitglied
...ach ja, und folgender Absatz ist in der Bedienungsanleitung der Zange zu finden:



[ 14. April 2003, 07:45: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]
 
Hallo Leute,

also, wenn Ihr euch nicht sicher seid, messt die Länge, die die Isolierung haben muss und zeichnet Sie mit einem Filzstift an.
Crimp in die Zange und Draht bis zur Markierung einschieben.

Kaum schreibt man einen Bericht, schon wird er in einer Bedienungsanleitung erwähnt. Find ich super.

Frohes Crimpen.

[ 14. April 2003, 12:11: Beitrag editiert von: Rainer ]
 
... will mir auch noch nicht gelingen.
Die ersten Crimpversuche zeigen im Bereich der Zugentlastung Fehler. Crimp ist mit Zange von Nessel und N Buchsen entstanden.

Woran kann das nun liegen?
Hat hier jemand Tipps für mich.

Gruss
Jürgen

[ 27. Februar 2005, 12:18: Beitrag editiert von: Jürgen_S ]
 

Eckart Müller

Moderator
Teammitglied
Da bin ich etwas ratlos. :eek:
Das Einzige, was mir dazu einfällt: Sind die Kontakte vielleicht nicht passend, z.B. zu dickes Blech? :confused:

Denn das "Einrollen" der Zugentlastung klappt ja offensichtlich nicht richtig, was möglicherweise an zu starrem (dickem) Blech liegen könnte.
 

FlyFast

User
Crimpen ist eine Kunst, die mann erlernen muss!

Meine Erfahrungswerte mit der Zange von Nessel sind die, dass es vorteilhaft ist die Laschen der Zugentlastung vorher mit einer Schere um wenige mm zu kürzen.
Mit einer vernünftigen Abisolierzange halte ich die Länge des abisolierten Stücks bei ~ 5mm konstant. Wenn der Crimp in der Zange fixiert ist (Zange leicht andrücken) kann man das abisolierte Kabel einführen. Das Kabel ist dann richtig positioniert, wenn man auf der Seite mit dem eigentlichen Stecker das Ende des abisolierten Kabels zwischen Krimpstelle und Stecker sehen kann. Zudrücken und fertig (bis auf manchmal notwendige Nachbearbeitung mit der Flachzange, um die "runde" Zugentlastung "eckig" zu kriegen, damit Sie in den Stecker passt).

Keine Sorge, nach ein paar verhunzten Verbindungen hat man's raus.

Ein Nachlöten der Verbindung ist nicht unbedingt empfehlenswert, da die Hitze das Kabel bei der Zugentlastung häufig zu "weich" werden lässt (gilt natürlich nicht bei Silikon-Kabeln) und oder in den Steckbereich fliessendes Lötzinn den federnden Teil des Steckers blockiert.

Viele Güsse, Jürgen
 
Versuch macht kluch

Habe zuerst auch mal etwas an Schrott produziert, bis ich gemerkt habe, dass der Pin der Zange unten ist und das offene "V" die Laschen des Steckers zusammen drücken soll.
Aber: Probiert mal einhändiges Krimpen oder Löten. :)
 
Danke für die raschen Antworten. Habe gerade noch etliche crimps auch mit
gekürzten Laschen der Zugentlastung bzw. verschiedenen Tiefepositionen der
Buchse in der Zange erstellt. Keine Änderung im Ergebnis. Wenn man die Buchse
allerdings bis auf Anschlag einlegt wird der crimp im Bereich der elektrischen
Verbindung nicht auf der gesamten Länge verpresst.
Die verwendeten Buchsen sind der Type N von Nessel , andere Buchsen für
Probe-crimpungen habe ich jetzt nicht griffbereit.
Besteht die Möglichkeit, das die Profilierung in der Zange nicht ausgeprägt
genug ist?
Vorerst werde ich noch etwas mehr üben, ein Paar Buchsen hab ich ja noch.

Gruss
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

auf dem Foto mit Deinem Crimpversuch ist auf jeden fall die Isolierung zu weit im Crimpkontakt.

Wie auf dem Foto ersichtlich, ist in Deinem Fall nur ein der beiden Zugentlastungen eingerollt.
Dies könnte folgende Ursachen haben.

Isolierung der Litze zu Dick
Crimp nicht richtig eingelegt oder beim Crimpen verrutscht.
Zugentlastung beim Crimpen aus der Führung gerutscht.

Vielleicht ist ja was brauchbares dabei.

Frohes Crimpen.

[ 28. Februar 2005, 12:59: Beitrag editiert von: Rainer P. ]
 
Hallo Kollegen,
bin im Besitz von beiden Systemen, also Staufenbiehl und Nessel. Habe erst mir Staufenbiehl angefangen und dann, nach einem tollen Bericht hier im Forum, die Nesselzangen und -Stecker gekauft. Am Besten funktionieren bei mir die Staufenbiehlstecker. Diese werden mit der Nesselzange vorgecrimpt und weil die Exemplare mit dem 0,35 Kabel nicht in die Puchsen passen, mit der Staufenbiehlzange auf Form und Größe gebracht. Die Kombination aus beiden ist sehr gut, wenn ich aber vor einer Neuanschaffung stehen würde, dann würde ich mir nur die Staufenbiehlzange kaufen. Billiger und passen nach dem Crimpen in die Buchsen. Löten sollte man nicht, da Zinn später fließen kann, (wird im Automobilbau auch nur gecrimpt und nicht gelötet).

Klaus
 
.... werde ich wohl nicht schaffen!
Nach Weiteren Versuchen ist bisher kein besseres Ergebnis gelungen.
Auch Nachfragen bei Nessel brachten keine weiterbringende Hilfe.
Ich werde wohl vorsichtshalber auf Lötverbindungen in Kombination mit
einseitig vorgefertigten Kabeln ausweichen.
Wenn die Zugentlastung nicht o.k. ist bleibt ein ungutes Gefühl zurück, man
zieht doch des öfteren an den Kabeln um die Steckverbindung zu lösen.
Danke für die Ratschläge.

Gruß
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

nich verzagen, weiter versuchen.

Die Zugentlastung an der Isolierung ist nur dafür da, daß die Isolierung nicht aus dem Stecker rutscht.

Für eine echte mechanische Zugentlastung, ist die Isolierung nicht geignet.
Wenn Du am Kabel ziehst, dann ziehst Du an den Litzen!!!

Halt mal einen Feinlitze an der Isolierung und zieh am anderen Ende. Du wirst sehen, daß Du mit wenig Kraftaufwand die Isolierung über das Litzenende ziehen kannst.
Das zeigt doch, daß die Isolierung keine wirkliche Zugentlastung ist.

[ 11. März 2005, 12:26: Beitrag editiert von: Rainer P. ]
 
Hallo,

Gestern habe ich meine ersten Crimps gemacht.
Nach dem 4. Versuch hat es geklappt. :) :) :)

Nun habe ich noch eine Frage zur Staufenbielzange.

Welchen Crimpeinsatz nehmt ihr bei der Staufenbielzange mit Staufenbiel Stecker/Buchsen zum crimpen.

Der äußere kommt mir zu klein vor, damit zerquetsche ich den Crimp fast, und der bessere innere Crimpeinsatz könnte einen Hauch kleiner sein

Ich dachte ich Frage lieber noch einmal nach, bevor ich mit einem Feilenstrich den vorderen Anschlag der Zange verkleinere.
 
Hallo Rainer,

Danke für die Aufmunterung.
o.k. ich habe die Zugentlastung wohl etwas überbewertet.
Meist Du man kann den einen Crimp, wie von mir abgebildet, verwenden?
Ein Zugentlastungsblech greift ja offensichtlich immer ein die Isolierung ein.

Gruß
Jürgen
 
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