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Phoenix aus der Asche - oder neues Leben für Speedschrott

Hej zusammen,
ich möchte mich nun auch mal an eien Bau-/Reparaturbericht versuchen. Zur Ausgangslage: Letzten Sommer ist mir mein schöner Verwechsler Mini aus nicht sicher geklärter Ursache eingeschlagen.
Überlebt hat dabei eher weniger. Der Regler könnte eventuell noch funktionieren, das Rumpfhinterteil inklusive Leitwerk sind ok und die Fläche ist reparabel. Und mit diser möchte ich auch beginnen.

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Also zur Fläche. Der Holm schein noch intakt zu sein, es gibt nur einen Riss, der sich vom Staurohr und vom Querruderanzatz bis zum Holm zieht. Sollte ja machbar sein. Als erstes die ganze Folie runter gerissen. Das normale Oracover ging ja echt gut ab, aber die Stellen, an denen ich Orastick genommen hatte, haben sich ordentlich gewehrt. Dabei hat die Beplankung mehr gelitten als gewollt, aber wird ja eh nochmal überschliffen, wenn alles soweit ist, passt schon. Dann habe ich den Riss von beiden Seiten großzügig frei gelegt und das Balsa so gut es ging weggepopelt. Schon wieder so eine bescheuerte arbeit, die kein Ende nehmen wollte:

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Irgendwann hab ich auch hier beschlossen, dass es genug ist und neue Beplankungsstücke zurecht geschnitten und geklebt, damit ich die Freien Stellen wieder ordentlich zu bekomme. Die Teile mussten dann auch gleich als Schablone herhalten, um passende Flicken CFK zuzuschneiden. Der Riss soll ja schließlich vertärkt werden:

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Damit sollte alles vorbereitet sein um diese komischen Löcher in meiner Beplankung wieder zu schließen. Also Harz angerührt, grün eigefärbt, damit man sieht, dass alles gut durchmischt ist und später, wo man es schon überall hingeschmiert hat. Ein Teil davon abgetan und mit Schaumtriebmittel verstetzt. Das habe ich so gut es ging in den Riss und zwischen abgelöstes CFK und Styrokern geschmiert. Ich erhoffe mir davon die schwächung an dieser Stelle zu minimieren. Als nächsten das den Ausschnitt kurz mir Harz abgerollert und den CFK Zuschnitt getränkt und eingelegt. Die neue Beplankung auch noch kurz mit Harz abgerollt. Wahrscheinlich war das wieder viel zu viel Harz, aber nachem das letzes Mal mit am Harz geizen schief ging lieber so :rolleyes: Beplankung in den Ausschnitt gerdückt und das geiche Spiel auf der anderen Seite nochmal.

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Da ich die Pressschalen von vor 3 Jahren natürlich nit mehr habe musste mir was einfallen lassen um die neue Beplankung an die Fläche zu pressen. In der Werkstatt fand sich noch etwas relativ weicher Schaumstoff. Je ein Streifen für oben und unten sollten es bei ausreichend Druck tun. An Nasen und Endleiste hab ich Klammern gesetzt, ein Streifen Schaum auf die Werkbank, Fläche drauf, nächstes Stück Schaum, Brett drüber und alles mit einer Kiste Wasser beschwert. Hoffen wir mal, dass das was wird...

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Das wars für's Erste. Weiter bin ich noch nicht :D
Bei Fragen, Anregungen, Kritik etc. immer her damit.

Gruß Daniel
 

impi

User
Supi gelöst Daniel

als nächstes baust einen Rumpf mit einem 3,5ccm vorne drauf. Und unterstützt damit die Verbrennerfraktion.

Grüße
Mario
 
Weiter geht's

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Lange hat es gedauert, aber heute ging es endlich ein wenig weiter.
Die Verstärkung ist gut geworden, die Fläche fühlt sich auf jeden Fall wieder schön stabiel an. Leider hatte ich kleiner Dummkopf vergessen zwischen Fläche und Schaumstoff eine Folie zu legen. Natürlich hat sich das Harz an der Rändern der neuen Beplankung etwas durchgedrückt und den Schaum mit verklebt. Sah nach dem abrupfen dann so aus:

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Ist aber nicht tragisch, muss ja sowieso alles neu verschliffen werden. Damit habe ich dann auch angefangen. Fein auf Prifil geschliffen wird erst kurz vor Fertigstellung, da ich mir bestimmt eh noch die ein oder andere Macke in die Beplankung drücke bis es soweit ist.
Die ursprüngliche IDS Anlenkung war zwar schön in der Fläche versteckt, allerdings musste ich in der Speedphase den Servoweg auf Quer Senderseitig auf 20% reduzieren. Da das alles andere als optimal ist und die Fläche bereits auf dem OP Tisch liegt, wir das gleich mit erneuert. Dazu muss zuerst mal die alte Anlenkung raus. Also vor dem Querruder mit einer Trennscheibe gekappt, und ein kleins Loch am Servohebel gedremelt und versucht mit möglicht kleiner Öffnung den Kram zu entfernen. Mit einem kleinen Diamatfräser ging das ganz gut, einzig der Stahlpin hat sich etwas geweht. In Summe war das alls aber schneller erledigt als erwartet.

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Da ich keine Lust auf nervige rausstehende Ruderhörner beim Bau habe wird die neue Anlenkung erst später gemacht. Jetzt setze ich mich dran Rumpf und Leitwerk neu zu zeichnen und zu bauen.

@ Mario, ich bin froh wenn ich das Teil elektrisch in die Luft bekomme, aber ich will mal nicht von vorne herein ausschließen ;)
 
Wie beim letzten Mal angekündignt habe ich mir nun den Rumpf vorgenommen. Da ich ein fauler Mensch bin habe ich die ungefähren Maße der größten Komponenten ins CAD übertragen und so lage verschoben und eine Kontur drum herum gezeichnet, bis es mir gefällig erschien. Das hab ich dann ausgedruckt und als Schablone für die Rumpfseitenteile verwendet. Letztendlich habe ich die Schablone dann doch noch mal händisch modifiziert. Geht auch alles ohne CAD.
Für die Rumpfseitenteile habe ich mir Balsasperrholz Brettchen erstellt. Außen 2,5mm Faserrichtung längs, innen 1,5mm vorne Faserrichtung senkrecht, hinter der Fläche auch längs. Die Idee dahinter ist den Rumpf im vorderen Bereich torsionssteifer und hinten biegesteifer zu bekommen.
Die Zuschnitte für die Seitenteile:
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Seitenteil auf das Holz übertragen und die Schablone:
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Damit die Seitenteile möglichst gleich werden hab ich die beiden Brettchen dafür mit doppelseiteigem Tape zusammen geklebt und gemeinsam ausgesägt.
Als wurden die Befestigungsbrettchen für die Fläche sowie der Motorspant erstellt. Für die Flächenaufnahme habe ich 4mm MPX Sperrholz genommen, für den Motorspannt 2x 4mm:
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Dann musste natürlich alles mal zusammengesteckt werden um mir ein Bild zu machen, wie das ganze mal aussehen wird:
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Da hinten nicht so viel Platz ist musste das Servo außerhalb des Rumpfes mit dem Servobrett verschraubt werden und wurde gleich mit eingeklebt.
Zuerst habe ich natürlich das Servobett erstellt und die passenden Aussparungen im Rumpf vorgenommen:
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Dann die Rumpfseitenteile mit der Flächenaufnahme verklebt:
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Das Servo auf das Servobrett Geschraubt und im Rumpf verklebt:
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Um den engen Biegeradius zwischen Flächenaufnahme und Servobrett für die Einschnürung hinter der Fläche zu ermöglichen musste der Rumpf dort lokal mir Wasser eingeweicht werden, sodass sich das Balse beser biegen lässt.

Nun hab ich noch am CAD ein mit gefälliges HLW und eine passende Aufnahme um es als Pendel HLW zu nutzen gezeichnet und fräsen lassen:
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Damit habe ich jetz wieder etwas den aktuellen Stand aufgeholt. Fragen, Anregungen, Kritik immer gerne her damit :)

In diesem Sinne, allen Mitlesern frohe Weihnachten
Gruß Daniel
 

oliverz

User
Weiter so....

Weiter so....

Hallo Daniel,

Viele hätten den Flieger in die Tonne gekloppt. Finde es klasse, dass du eine Reparatur zeigst. Werde das nächstes Jahr auch mit Voll-Composite Modellen zeigen. An Testmustern herrscht kein Mangel..... :D

Bin auf die Lösung mit dem Pendel HLW gespannt. Weiter so!

Frohes Fest an Alle und einen guten Start in 2019!

Beste Grüße
Oliver
 
Schon wieder fast ein halbes Jahr her seit ich das letzte Mal geschrieben habe :eek: Zeit für ein kleines Update.

Fange ich Mal mit der Wippe und Anlenkung für das Pendel HLW an. Die Teile wurde nochmal etwas überarbeitet. Zwischen Ruderhorn und Lagerung sind jetzt noch Distanzscheiben die dafür sorgen sollen, dass nichts wackelt und das axiale Spiel des Ruders minimiert wird und sorgen gelichzeitig für mehr Klebefläche zwischen Ruderhorn und Holm. (Die weißen Scheiben) Für die Lagerung hat mir ein Vereinskollege noch Buchsen aus Messing gedreht. Diese wurden dann genau auf den Durchmesser des Holrohres aufgearbeitet, damit dort möglichst kein Spiel herrscht. Die Löcher in den Seitenplatten wurden ebenfalls vergrößert, sodass die Lagerbuchsen dort vernünftig sitzen. Eingeklebt habe ich diese dann einfach mit dünnflüssigem Sekundenkleber:

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Nach dem überprüft wurde, dass Alles ordentlich sitzt wurde zunächst das Ruderhorn mit dem Homrohr und den zwei Distanzscheiben mit Endfest verklebt. Dazu wurden selbstverständlich alle Klebeflächen vorher angeraut und gesäubert. Wie auch bei allen weiteren Verklebungen. Anschließend wurden die Seitenplatten auf das Holmrohr geschoben und mit den oberen und unteren Verbindungsplättchen verklebt, sowie der der Gabelkopf für die Anlenkung im Roderhorn eingehängt und mit einer Gewindestange aus einer abgesägten Schreube und der CFK Schubstange verklebt. Auch all diese Verklebungen habe ich mit Endfest gemacht.
Beim Verkleben alles schön mit Klemmen fixiert:

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Und so sieht das ganze dann fertig aus:

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Als nächstes habe ich begonnen die Dreikanleisten um den Rumpf später abrunden zu können abzulängen. Hier die Zuschitte für den vorderen Teil aus 8x8mm leisten, hinten kommen 6x6mm rein.

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Diese wurden dann auch schon eingeklebt und die Höhenruderanlenkung mal grob abgelängt:

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Und die Pendelmechanik samt Anlenkung mit 5 minuten Epoxi eingeklebt:

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Dann habe ich auch an der Fläche ein wenig weiter gemacht. Zunächst habe ich das Kabel für den Speedsensor auf die Oberseite verlegt, da ich ja von Hoch- auf Tiefdecker umbaue. Dann habe ich um alle Löcher die Beplankung etwas entfernt:

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Da die Schraubenlöcher vom Einschlag etwas ausgerissen waren habe ich diese mit Mumpe verfüllt und werde neue bohren. In die ganzen Ausschnitte in der Beplankung wurden dann neue Stücke eingepasst und wieder mit 100er Spreadtow unterlegt, wie ich es oben beim Riss schon mal beschrieben hatte:

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Das war es erst mal wieder von meiner Seite aus. Wie immer freue ich mich über Rückmeldung, Fragen, Anregungen, Kritik, etc.

Gruß Daniel
 
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, aber es geht weiter :)

Nachdem nun die Aufnahme für das Höhenleitwerk im Rumpf verklebt ist, habe ich in die Ecken Dreikantleisten geklebt, Vorne 8x8 mm, hinten 6x6mm, um den Rumpf nacher verrunden zu können und nicht so eine eckige Kiste zu haben.
Über die Leitwerksaufnahme kam ein Füllklötzchen, um auch dort den Deckel später schön verrunden zu können:

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Als nächstes habe ich den oberen Rumpfdeckel aufgeklebt. Dieser besteht aus einem durchgehenden Brettchen und endet ein paar cm vor dem Motorspant, sodass ich dort einen kleinen Deckel habe um später an die Motorschrauben und die Kabel zu kommen:

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Damit später genug Platz für die Akkus ist, soll der Regler möglichst tief im Rumpf sitzen, und die Dreikantleisten mussten etwas ausgenommen werden. Also geschaut, wo der Regler später sitzen soll, angezeichnent und ausgeschnitten:

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Nun habe ich mich gefragt, wie ich den Regler später da unten fest bekommen soll. Da der Jive ja so ein nettes Kühlblech hat, war schnell die Idee geboren dort eine kleine Aluplatte mit Wärmeleitkleber anzubringen, an die Rumpfkontur anzupassen und den Regler dann einfach mit zwei streifen Tape damit zu befestigen. Also nur vor und hinter dem Reglerausschnitt eine untere Rumpfbeplankung aufgeklebt:

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Bevor ich den Rumpf unten hinter der Fläche zumachen konnte, musste noch die Anlenkung für das HLW fertiggestellt werden. Also mal Platz für den Servohebel geschafft, grob geschaut, wo ich mit den Ausschlägen etwa lande, wenn ich das serienmäßig innere Loch nehme, und schon mal für den Fall der Fälle später dokumentiert, wo das Servo sitzt:

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Da die Ausschläge viel zu groß wären, schnell mit dem Heißen Draht ein neues Loch gestochen (mehr dazu beim nächsten Mal) und den Anlekungsdraht vorbereitet:

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Den Draht habe ich mit UHU Endfest 300 in der CFK Schubstange verklebt und diese am Ende noch mit einem Kevlarroving umwickelt, um ein aufplatzen zu verhindern. Leider war teilweise noche eine Lücke zwischen Stahldraht und Schubstange. Diesen habe ich ebenfalls mit Endfest aufgefüllt und mit einer Spritze und Kanüle eingebracht:

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Als alles durchgehärtet war, dann noch ein Klötzchen eingepasst, dass die Anlenkung nicht mehr aus dem Servohebel hüpfen kann, und mit den Rumpfseiten bündig verschliffen:

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In der Zwischenzeit bin ich durch Zufall noch an eine Form für ein DLG Seitenleitwerk gekommen und dachte mir, das könnte doch auch hier gut passen. Zum Üben und als Muster habe ich dann ein Leitwerk einfach in Glas mit Depronkern Laminiert:

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Gefällt mir sehr gut und auch am Modell macht es eine gute Figur. Zum fliegen werde ich mir allerdings noch eins in CFK machen. Einerseits weil es noch etwas stablier wird und andererseits, weil es mir besser gefällt :D
Dann konnte ich es nicht lassen und musste die Teile mal alle zusammenlegen:

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Mittlerweile ist auch der Rumpfdeckel unten komplett drauf, bereits größtenteils verschliffen und auch an der Fläche ging es ein bisschen weiter, doch dazu beim nächsten Mal mehr :)

Wie immer freue ich mich über Kritik, Anregungen etc.
Gruß Daniel
 

oliverz

User
1A Repair

1A Repair

Hi Daniel,

Sehr schöne Arbeit, bitte weiter berichten. Ich bin vor allem gespannt, wie sich das Pendel HLW beim Speeder macht. Da du die Fläche von deinem alten Speeder weiter verwendest, kannst du bestimmt die Unterschiede im Flug spüren.

Wann ist Erstflug? :D

Beste Grüße
Oliver
 
Hi Oli,

Danke für das Lob, ich gebe mir Mühe :) Der Bericht wird auf jeden Fall weitergeführt und selbstverständlich werde ich auch von den Flugeigenschaften berichten. Wie aussagekräftig ein Vergleich ist, nachdem bis auf die Tragfläche eigentlich nichts gleich geblieben ist und der letzte Flug mit dem alten Modell bereits jetzt über zwei Jahre her ist zweifel ich mal an.

Erstflug ist dann, wenn er fertig ist :D Hoffentlich noch diesen Winter.

Gruß Daniel
 
Weiter geht‘s.
Ich wollte ja was zum Thema neue Löcher mit heißem Draht stechen schreiben. Wenn man mal wieder ein Loch dort im Servohelbel benötigt, wo keins ist, stellt sich die Frage, wie bekomme ich das da rein, so dass es perfekt zu meiner Anlenkung passt? Dazu habe ich hier irgendwo in den Tiefen des Forums eine, wie ich finde, simple und gute Möglichkeit gefunden. Man nehme ein Stück Draht mit dem selben Durchmesser wie der Anlenkungsdraht und erhitze ihn mit einem Feuerzeug oder einer Kerze. Damit ich mir nicht die Finger verbrenne, habe ich mir ein einfaches Werkzeug gebaut, ein Stück Rundholz und den Draht an einem Ende eingeklebt.

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Mit dem heißen Draht lässt sich nun an der gewünschten Stelle ganz einfach ein neues Loch in den Servohebel stechen. Bevor ich den Draht entferne warte ich immer einen Moment, bis alles ausgekühlt ist, um das Loch nicht eventuell zu versauen. Wenn man beim ersten Erhitzen nicht ganz durch kommt macht das nichts, nach dem erkalten den Draht vorsichtig entfernen, wieder erhitzen und das Loch weiter stechen.

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Da ich ja sowieso an der Anlenkung war habe ich mir noch neue Ruderhörner an die Querruder angepasst, Gestänge gebogen und passende Löcher und die Fläche gebohrt. Meine Gestänge sind einteilig als eine Art U gebogen. Später werden die in die Fläche gefädelt, im Servo eingehängt und mit einem Stück Holz daran gehindert sich da wieder raus zu bewegen. Dann wird das Ruderhorn aufgefädelt und eingeklebt.

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Als nächstes habe ich mich um die Verschraubung der Fläche gekümmert. Dazu habe ich Kreppklebeband auf Rumpf und Flächenauflage geklebt und mir etwa die Punkte markiert, an denen ich die Schrauben später gerne hätte. Dann das Klebeband von der Flächenauflage zurückgezogen, die Fläche aufgelegt und ausgerichtet und das Klebeband wieder vollständig angeklebt. An den markierten Stellen konnten nun die Löcher passgenau durch Tragfläche und Flächenauflage gebohrt werden. Die Löcher im Rumpf habe ich erweitert und entsprechend mit Einschlagmuttern versehen.

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Für die Reglerbefestigung hatte ich mir ja überlegt ein Kühlblech an den Rumpf anzupassen. Ein Vereinskollege hatte noch ein gut passendes Stück Alu übrig. Das habe ich zuerst grob auf Kontur gesägt.

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Nachdem das Blech nun in den Rumpfausschnitt passte wurde es da mit Kreppband fixiert und mit Feile und Schleifpapier langsam an den Rumpf angepasst bis ich zufrieden war. Wenn man nicht den Luxus einer Fräse genießt geht so etwas auch klassisch von Hand. Klar, Alu ist kein Balsa, aber es ließ sich doch gut bearbeiten und ich hatte einigermaßen zügig ein zufriedenstellendes Ergebnis.

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Die Fläche hat inzwischen neue Randbögen erhalten. Über deren Optik muss ich noch etwas nachdenken, im Zweifelsfall mache ich halt nochmal neue.

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Beim Hantieren mit der Fläche kam mir der Bereich um die hintere Verschraubung etwas zu dünn und zu weich vor. Also dort das Holz entfernen und mit CFK Resten und etwas Aramid verstärken. Bei der Gelegenheit habe ich ein dickeres Stück Holz aufgeklebt um einen schönen Übergang zum Rumpf zu gestalten.

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Da ich für die Verstärkung an der Fläche eh mit Harz panschen musste habe ich mir noch ein paar Streifen Aramid zurechtgeschnitten und dem Motorspant damit Verstärkt. Damit die Schrauben dort später sauber anlegen habe ich mir aus dünnem Sperrholz noch einen Spant gemacht und den direkt nach dem Laminieren über die Gewebelagen gelegt und mit Schrauben angepresst. Um den Rest auch noch etwas anzudrücken habe ich einen mit Frischhaltefolie umwickelten Schaumstoffklotz an der entsprechenden Stelle in den Rumpf gestopft.

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Soweit zum aktuellen Stand.
Wie Immer, bei Fragen gerne fragen und wenn ihr Kritik habt nehme ich die auch gerne entgegen.

Gruß Daniel
 

oliverz

User
Top Restauration!

Top Restauration!

Hallo Daniel,

Wird ja langsam. Bin gespannt, wie die Sache ausgeht. Weil beim Einschlag war ich ja auch dabei.... :cry:

Kannst du was zum Setup sagen? Geplanter Erstflug beim Speedcup in Bad Wünnenberg 2020?

Beste Grüße aus Weiterstadt
Oliver
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

v.p.

User
Hey Daniel,
Das schaut ja super aus ;-)
Der Externe-cabrio-kühlkörper is geil :-P

Beste Grüße und danke für die einblicke

Max v.P.
 
Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen. Das stärkt die Motivation zusätzlich das Projekt langsam zum Abschluss zu bringen.
Ich hoffe den Erstflug bereits vor Bad Wünnenberg absolvieren zu können, dort möchte ich das Modell jedenfalls am Start haben.

Beim Setup habe ich mich von Christian Schalks Heisenberg inspirieren lassen. Geplant ist ein Pyro 600-12 an 8S 2200er, APC 7x10 gekürzt bzw OZ 6,4x11 oder was sich sonst noch so findet und als Regler kommt ein Jive 120 HV zum Einsatz.

Gruß Daniel
 

Eisvogel

User
Mein Rat

Mein Rat

Erstflug in Wünne und dabei sehr schnell sein, weils vor dem Zweitflug ne größere Reparatur geben wird.


Wenn du Glück hast, dann reißts bei der Landung nur das SLW raus, wenn du Pech hast den Arsch samt HLW weg.

Außer du kürzt das SLW unten bis zum Rumpf oder machst ne lange, stabile Finne bis unters SLW. Wobei die Finne nur die zweitbeste Möglichkeit ist. Luft unterm Heck beim rutschen ist immer noch das sicherste, vor allem wenns mal "schräg kommt".


Viel Glück und Erfolg.
 
Den Arsch reisst's nicht weg. Eher platzt der ganze Rumpf weg. Hab den Kohleklumpen in der Hand gehabt. Das bekommst du nur mit nem Hammer klein:cool:

Jörg
 
Was lange währt...

Was lange währt...

Was lange währt wird endlich gut.
Durch Corona und damit verbundener Unlust hat sich dieser Teil des Baubericht etwas verzögert, aber es ist letztlich doch fertig und gut geworden.

Die im letzten Teil gezeigte Anformung der Fläche an den Rumpf wurde geschliffen, verspachtelt und genau an den Rumpf angepasst.

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Das Seitenleitwerk wurde nach Erwins Bedenken und guter Überlegung unten einfach abgesägt. Ist immer noch groß genug und sieht mindestens genau so gut aus.

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Die verbliebenen Lücken zwischen den Rumpfseiten vor dem Seitenleitwerk mit angepassten Balsastücken verschschlossen.

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Dann habe ich mit der Folierung begonnen. Das Höhenleitwerk wurde erst verklebt als der Rumpf fertig bespannt war und vor Ort bebügelt.
Zunächst habe ich das Leitwerk mit montierter Fläche auf möglichst genau 0 Grad EWD gestellt und mit Sekundenkleber fixiert, danach habe ich in alle Kanten zusätzlich Harz gefüllt um eine möglichst großflächige und gute Verklebung zu erreichen.

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Bis auf die ganzen Blasen, welche sich nach dem ersten Sonnenkontakt gebildet haben, bin ich mit der Optik sehr zufrieden.
Der Kühlkörper wurde mit Wärmeleitpaste und Uhu Endfest an den Regler geklebt.

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Die Querruderanlenkung fertiggestellt. Am Servo verhindert ein Stück Sperrholz das Rausrutschen, am Ruder ist der Draht so lang gelassen, dass sich das Gestänge nicht rausbiegen lässt.

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Dann folgten die üblichen Arbeiten wie Schwerpunkt, EWD und Aussschläge einstellen und die restliche Elektronik einbauen.

Pfingstsonntag sollte es dann so weit sein, das Modell war eingestellt, die Akkus lagen in der Heizbox, nur noch schnell einen Reichweitetest machen... Das hat dann doch länger gedauert als erwartet. Schlussendlich stellte sich heraus, dass scheinbar die Oracover Scale Folie den Empfang stört, wenn sie zu nahe an den Antenne ist. Also aus einem stabilen Stück Balsa einen provisorischen Antennenflügel gebaut, damit verlerlief der Reichweitentest zufriedenstellend und es stand dem Erstflug höchstens meine Nervosität im Wege. Diese stellte sich jedoch als unbegründet heraus. Der Start auf dem Rücken war problemlos und in der Luft machte das Modell einen guten Eindruck und auch das Pendelleitwerk zeigte keinerlei seltsame Eigenarten. Ein paar Feineintellungen sind jetzt noch zu erliegen, insgesamt bin ich mit dem Ergebnis jedoch sehr zufrieden.
Zum Abschluss noch ein paar Bilder nach erfolgreichem Erstflug:

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Gruß Daniel
 
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