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PICARES: Bau- und Flugbericht!

Hallo Res-Freunde!
Es ist mir ein Fest, nach längerer Zeit mal wieder einen wunderschönen Holzflieger auf dem Baubrett liegen zu haben. Die RES Modelle erfreuen sich mittlerweile einer immer größer werdenden Gruppe von Modellfliegern, die sich der traditionellen Bauweise verschworen haben. Vielleicht kann ich mit diesem kleinen Baubericht den einen oder anderen Thermikschnüffler motivieren, sich mit einfachen Mitteln zu einem Modellflugerlebnis der besonderen Art zu verhelfen.
Der Picares ist ein Modell mit 2m Spannweite in traditioneller Holzbauweise, der von Rainer Keller konstruiert wurde und von Markus Schmidt produziert wird. Auf der Seite www.modellbauchaos.de ist das Modell als Komplettbausatz zu finden.
Das Modell zählt zu den eher leichteren Modellen seiner Klasse, ist allerdings aufballastierbar um sich auch bei etwas stärkerem Wind durchzusetzen und für die Leute ohne Wettbewerbsambitionen auch als E-Version erhältlich. Die Hompage gibt speziellen Aufschluss.
Ich möchte mich an dieser Stelle mit dem Aufbau des Modells beschäftigen und die eine oder andere Frage beantworten, die in der Bauanleitung offen bleiben könnte. Bitte scheut euch nicht, an diesem Baubericht mitzuwirken.
Beginnen werde ich mit dem Rumpfaufbau. Flächen sowie Flugbericht werden folgen;)
Los geht es mit der Sichtung des Bausatzes:
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AlleTeile sind geordnet nach Baugruppen, sauberst gefräst auf selektierte Balsaholz und Sperrholzbrettchen verteilt.

Begonnen wird mit dem Trennen der der Stege und dem Verputzen der Einzelteile
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Erstes Zuordnen
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Rechte und linke Rumpfseiten gilt es zu beachten. Sie sind allerdings gut erkennbar, da die Hauptspannten lediglich in Sacklöchern ihren Platz finden
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Alle Rupfteile mal in der Übersicht
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Die ersten eifern schon mit:D

Die Rumpfnase wird verleimt aus sieben 4mm Brettchen von denen die drei inneren die Bleikammer bilden
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Die Rumpfseiten werden im vorderen Bereich mit Flugzeugsperrholz verstärkt. Ich benutze dafür Weißleim. Genausogut ginge da auch dickflüssiger Seku
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Da Weißleim etwas zum verschwimmen neigt, fixiere ich immer vorn und hinten an der Aufdopplung mit etwas Seku
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So kann ich beide Rumpfseiten unter Gewicht verpressen, ohne ein Verrutschen der Aufdopplung zu riskieren
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Nach ca 20 Minuten kann ich die Rumpfgurte aus den 4x4mm Balsaleisten genau an die Rumpfseitenteilkanten kleben
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Während der Seitenteiltrocknung kümmer ich mich um die Leitwerke, an die passgenaue Randbögen geklebt werden müssen
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Anschließend an die Rumpfgurte können die Hauptspanten und das Servobrett rechtwinklig mit einer Rumpfseite verklebt werden
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Anschließend feiern wir "Hochzeit" der Rumpfseitenteile:)rps20130310_010556_879.jpg
 
Nach der Verklebung der Flächenauflage sowie der Flächenbefestigung
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folgt das Verkleben der Front und Endspanten...
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Rumpfdeckel und Boden werden werden mit seku aufgebracht, beigeschnitten und verschliffen
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Das einfädeln der Bowdenzüge braucht etwas Geduld und Fingerspitzengefühl:)
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Schleifen war schon immer eine Fleißarbeit......
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Die Ergebnisse von meiner Frau und mir scheuen jedoch keinen Vergleich:p
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Vorerst kann der Rumpf auf Trockendock gelegt werden:cool:
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Bis morgen und Gruß von Janina und Burkhard
 

Friwi

User
Baubericht PICARES

Baubericht PICARES

Hi,
danke für den ausführlichen Baubericht, bitte unbedingt weiter berichten ;-)
(erinnert mich irgendwie an meine ersten selbstgebauten Segler Robbe Optimus von ~ 20 Jahren)


Hoffentlich ist der Bausatz bald wieder lieferbar
 
......irgendwie ist alles schonmal da gewesen.....und doch fühlt es sich , vorausgesetzt der Abstand ist groß genug, wieder wie neu an. Ich weiß genau aus dem Grund ist es kaum notwendig einen detaillierten Baubericht zu erstellen, aber da unsere Gesellschaft nicht nur aus uns "alten" Hasen besteht, sondern die jungen Leute nachrücken, findet sich dort vielleicht der ein oder andere, dem wir durch die Bilder die Berührungsangst vor klassisch gebauten Modellen nehmen können.....

Also geht es hier jetzt fleißig weiter mit dem Flächenaufbau......
Begonnen habe ich mit dem Beschriften der Frästeile im Brett, da bei der Vielzahl der Einzelteile sonst schnell Verwechslungen entstehen
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Sinnvollerweise belegt man als erstes die Mittelrippe beidseitig mit Sperrholz, damit diese während der Verputzarbeiten in Ruhe trocknen kann....
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Die Rippen werden verputzt
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Von einem Beplankungsbrett werden werden zwei 20mm breite Streifen für die Endleiste abgetrennt
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Das verbleibende 60 mm Balsabrett wird die untere Flächenbeplankung und bekommt an einer Längskante schonmal den Holmuntergurt angeklebt. Gut geht das mit Klebeband über die gesamte Länge
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Da der Holm vom Maß etwas dicker als die Balsabeklankung ist, muss das gefügte Brett nun auf die Klebebandseite gelegt werden und bündig in das Klebeband gedrückt werden. Ich mache das gern mit einem Stahlwinkel, da dieser präzise Kanten hat, um genau an der Kiefernleiste entlang zu fahren.
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Um anschließend mit dünnem Seku die Verbindung herzustellen
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Positionierung der Unterbeplankung erfolgt auf dem Baubrett mit der Mittelrippe....
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Laddl

Vereinsmitglied
Mehr ....

Mehr ....

Hallo

Konnte am WE 4 Baukästen in Empfang nehmen und erwarte noch 6 dazu *** FREU ***

Ebenso hatte ich das Vergnügen die E-Version mal fliegen zu dürfen. Hab Schmidie mal eben den Sender entrissen und angefangen einfach mal zu kreisen (natürlich ohne Motor), und Upps!!! - Weg war er, dem Orbit entgegen. Das Teil fliegt schon echt gut! Bin wirklich begeistert und freue mich auf die WaKu und die Modellflugfreizeit an Ostern. Dort werden wir mal gleich einige PicaRES bauen!

Wir berichten dann ebenso, sofern wir Internetverbindung haben ;)

Gruß vom Laddl
 
Hey Thomas,
Freut mich voll, dich mal wieder zu lesen!
Ich verspreche euch viel Spaß beim Bau der Modelle!
.......und über eure Bauerfahrungen auf der Waku Freizeit möchte ich hier bitte alles lesen:cool:

Gruß von Burkhard
 

Laddl

Vereinsmitglied
PicaRES

PicaRES

Hallo Burkhard

Infos kommen und wir wollen damit in Wetzlar beim RES Wettbewerb punkten ;)

Gruß
Thomas
 

Laddl

Vereinsmitglied
Üben!?!?

Üben!?!?

Hallo

Üben? Was ist das? Ich werf dann einfach ein paar "Betablocker" ein und schon geht alles ;)
Nein mal im Erst, üben müssen wir alle, auch ich!!!

Gruß vom L;)addl
 

pixler

User
Üben ? Ich habe einen Miles, da muss ich nie üben :cool: der hat die gene vom Genie Kolb im Holz....der findet die Thermik immer selber, nach dem Start gehe ich zum Grillmeister und nach dem die Wurst gegessen ist hat der Miles schon gewonnen :)
Im Ernst, sieht verdammt lecker aus die picaRES.....auch haben will :D
 
.....jetzt muss ich mich aber mal mit dem Bericht beeilen......unter Druck arbeitet Schmidie nämlich am besten:D und das kommt allen die jetzt bestellen nur zu Gute;)
Wo war ich denn stehen geblieben......ah ja.....Fixierung auf dem Baubrett....Stecknadeln....
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Jetzt kleiner Tipp - feilt die Kreuzüberblattungen in den Holmstegen etwas nach, damit sie schön saugend auf die Rippen gesteckt werden können....ansonsten biegt der Steg die Fläche Rippe für Rippe leicht nach oben und man hat einen Bogen in der Fläche
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Und jetzt mal fleißig drauf mit den Rippen
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An den Verbindertaschen angelangt, nehmt bitte den späteren Verbinder als Maß aller Dinge, um die Sperrholzflanken genau auf dem Untergurt zu positionieren
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Die Halbrippen schön fluchtend aufkleben und die Mittelteil-Endrippen mit Hilfe der Schablone in den richtigen Gehrungswinkel setzen
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Weiter geht es mit Obergurt und Beplankung
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Da hat jeder seine Vorlieben .....ob dicker Seku, oder Leim.....

Die obere Endleistenbeplankung bitte fest im Rippenferlauf aufdrücken.....dabei entsteht zwar eine Schüsselung, die später aber wieder plan geschliffen wird
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Rohbaumittelteilvorverschleiffertigstellung:rolleyes:
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Vorsichtig die Überstände beischneiden und beischleifen
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Und die Endrippe genau positionieren.....das klappt gut mit Hilfe der Verbinder
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Diese Endrippen geben jetzt eine wunderbare Orientierung für das Ausformen der Nasenleiste wie immer mit Hobel und Schleiflatte
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Restarbeiten werden mit dem Einpassen des Spoilers, der Flächenverschraubung und dem Fixierdorn erledigt
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Nächste Hochzeit kann gefeiert werden......

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Jetzt nur noch die Ohren:)
Gruß von Burkhard
 
Jetzt sind die Flächenohren an der Reihe....also Rippen verputzen, Beplankung vorbereiten apropos Beplankung 1stk Balsabrett in drei gleichlange Teile und das zweite in vier gleichlan ablängen. Genauso die Holme bitte.....sonst kommt man nicht aus.:rolleyes:
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Ansonsten gleicher Aufbau wie beim Mittelteil.....eigentlich selbsterklärend
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Wenn man jetzt noch die richtigen Winkelschablonen benutzt hat, hat man ein Kontrollmaß bei 37mm Abstand zum Tisch
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Jetzt also die beiden Ansteckohren im Knick sauber verkleben und den Randbogen ansetzen
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Und so sieht es im ganzen aus
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Jetzt muss nur noch das wetter mitspielen
 
Rohbau vollzogen

Rohbau vollzogen

Der Höhepunkt gehört zu jeder guten Geschichte!
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Und dem Baubericht darf keine sachliche Information fehlen
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Mein Fazit:

Bausatzinhalt vollständig
Holzauswahl gut selektiert
Fräsqualität sauber
Konstruktion klassisch durchdacht
Bauaufwand gering mit wenig Werkzeug und Bauplatzbedarf
Bauzeitbedarf dank überschaubarer Teileanzahl an einem Wochenende gut machbar
Baufehlerquote eigentlich nicht vorhanden ( auf verzugfreien Bau ist bei jedem Holzmodell zu achten)
Spaßfaktor vorhanden:cool:
Materialverbrauch neben dem Bausatz - eine Pulle Seku, 2m Tesa, bisschen Leim und eine Flasche JimBeam sowie Cola :D

Also für wenig Geld ein tolles Wochenende trotz Schnee!:rolleyes:

Fortsetzung mit Oberflächenfinish folgt in Kürze durch meine Frau Janina
Den Anlageneinbau wird uns bestimmt mein Schwiegervater erklären......

Bis bald
Burkhard
 
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