Planung neues Fluggelände....Stromversorgung im Vorbereitungsraum ??

Hallo liebe Forumskollegen !!!

Da uns der Straßenbau zwingt unseren aktuellen Modellflugplatz, auf dem wir mehr als 40 Jahre geflogen sind, aufzugeben,
sind wir nun bei der Planung der Logistik auf unserem neuen Gelände, welches wir Gott sei Dank schon gesichert haben...

Ein dabei vielfach geäußerter Wunsch, ist die 12V Stromversorgung im Vorbereitungsraum (an einigen Stellen) um die Startboxen der "Methanoljünger" zu betreiben oder ggfls. auch mal ein Ladegerät zum Laden der Akkus anzuschließen.
Wir besitzen Glücklicherweise eine Solaranlage, diese ermöglicht es aktuell in unserer "Bude" gleichzeitig mit verschiedenenn Ladern zu laden.
Diese Solaranlage sollte dann auch die Startstellen im Vorbereitungsraum versorgen.

Nun aber zu meinen Fragen...
Ich kein Elektriker oder Elekroniker insofern bitte ich vermeintliche Unwissenheit nachzusehen.... ;-)

- Ist es realistisch ein Kabel über 40-50 Meter zu verlegen, welches die 12V an die Startstellen befördert oder ist der entstehende Wiederstand zu groß?

- Wieviel mm² müsste ein solches Kabel haben ??

- Wieviel Ampere zieht ein Elektro-Starter bei Anlassen ?? Wäre dieser überhaupt realistisch daran zu betreiben ??



...und zum Schluß die Generelle Frage ob Ihr in letzter Zeit an der Planung eines neuen Modellfluggeländes beteiligt wart und im nachhinein Tipps habt was sich gut bewährt hat oder auf was man noch achten sollte.....(ich meine jetzt keine Genehmigungen o.ä.)

Ich danke Euch allen schon im voraus
Wünsch einen guten Rutsch ins neue Jahr sowie allzeit Holm- und Rippenbruch

Gunther
 
Hallo

Ein Kabel mit 16mm2 hat bei einer Länge von 50 m und einem Strom von 10A einen Spannungsverlust von 0,675 V. Bei 50 A entsprechend 0,675 V x 5 = 3,375 V.

Die dabei entstehende Wärme hat eine Leistung von 3,375V x 50A=168,74 Watt!
Outdoor-Bodenheizung :D

Rechnen kannst Du das folgendermaßen:
1 Meter Kupfer hat pro qmm2, 20 Milliohm Widerstand
R (Widerstand)= 20 x Länge in Meter geteilt durch den Querschnitt in mm2

U Verlust (Spannung) = R x Strom

Verlustleistung = U Verlust x Strom

So kannst Du versuchen auch mit größeren Querschnitten zu rechnen. Wobei die Kupferpreise so ein Vorhaben schon erheblich belasten.
 
Hi Claus,

vielen Dank für Deine Antwort....habs mal versucht mit 25mm² zu rechnen....aber die Zahlen waren für mich nicht sehr Aussagekräftig...
Da Du die "Outdoor-Bodenheizung" erwähntest, hört sich Deine Meinung eher nach "lasst die Finger davon" an...oder täusche ich mich ??

Was zieht denn ein "durchschnittlicher" E-Starter unter Last ??

VG
Gunther
 
Gunther, auch wenn du die ersten Informationen erhalten hast.....
Du bist im Cafe´nicht ganz falsch, aber irgendwie auch nicht richtig, wobei das natürlich keine Vorwurf ist.
Ich schiebe dich mal zu den Akkus, da sind die Stromleute versammelt.
Wenn es irgendwie nicht ganz passen sollte, können wir das immer noch ändern.
 
Hallo Gunther

Als E-Flieger habe ich den E-Starter sozusagen umfunktioniert. ;)

Für einen E-Starter kann das schon funktionieren. Aus dem Bauch raus würde ich behaupten wollen, das da maximal ca. 20 Ampere fließen. Aber vielleicht gibt es da Erfahrungen oder Messungen von Anderen. Insgesamt ist halt die Frage ob es dafür den Aufwand wert ist.

Was bestimmt nicht funktioniert bei der Leitungslänge, wäre der Betrieb von Ladegeräten zum Laden von größeren Flugakkus. Da wird der Verlust mit Sicherheit zu groß. So verlockend ein 12 Volt am Vorbereitungstisch sein mag.

Edit: 25mm2 ergibt bei 50 m Länge 0,4 Volt Verlust bei 10 Ampere. Bei 20 A, als mein vermutetes Beispiel, würden bei 13,6 Volt (geladener Bleiakku) noch ca. 12,8 Volt am letzten Ende der Leitung anliegen.

Eine andere Möglichkeit wäre sich so einen LiFePo-Akkupack zu beschaffen, wie hier in einem Thread beschrieben und den dann mobil im Vorbereitungsraum zu haben. Aufladen müsst ihr sowieso einen Akku.
 
Für einen E-Starter kann das schon funktionieren. Aus dem Bauch raus würde ich behaupten wollen, das da maximal ca. 20 Ampere fließen. Aber vielleicht gibt es da Erfahrungen oder Messungen von Anderen. Insgesamt ist halt die Frage ob es dafür den Aufwand wert ist.

Was bestimmt nicht funktioniert bei der Leitungslänge, wäre der Betrieb von Ladegeräten zum Laden von größeren Flugakkus. Da wird der Verlust mit Sicherheit zu groß. So verlockend ein 12 Volt am Vorbereitungstisch sein mag.

Edit: 25mm2 ergibt bei 50 m Länge 0,4 Volt Verlust bei 10 Ampere. Bei 20 A, als mein vermutetes Beispiel, würden bei 13,6 Volt (geladener Bleiakku) noch ca. 12,8 Volt am letzten Ende der Leitung anliegen.


Um die Aussage zu vervollständigen:
Betreiben dann noch ein oder zwei Verbrennerpiloten ihre E-Starter, bricht die Spannung so weit zusammen, daß die ersten Ladegeräte abschalten wegen Unterspannung. Die müsste man jedesmal neu starten.
E-Starter ok, aber Ladegeräte?????

Gruß

Andreas
 
Vielleicht helfen Umwege zur Lösung. Wie sieht es aus mit dem Betrieb einer Puffer-Batterie an der Startstelle ? Zum Schutz vor Vandalismus / Diebstahl und vor Kälte sollte man ein entsprechendes "Gehäuse" spendieren, das dürfte sihc mit erträglichem Aufwand realisieren lassen. Diese mit der Solaranlage verbunden , ausreichend dimensionierte Zuleitung, so das in den Zeiten der Nicht-Nutzung einer Pufferung aus der Solaranlage nichts im Weg steht.

Für dei E-Fraktion würde ich nur Lade-"Zapfstellen" direkt am Haus vorsehen, da nur Ladegeräte versorgt werden müssen und das Laden nicht am Startplatz erfolgen muß - da können die Zuleitungen mit fetten Querschnitten kurz und Verlustarm gehalten werden.

Nur als Idee....
 
Moin zusammen !!

Erstmal Danke an den "Mod" für das verschieben in die richtige Rubrik !!!

Dann natürlich Danke an Claus und Andi....
Ich merk schon.....hatte gedacht es wäre einfacher...Leitung hin und gut.... ;-)
Der ganze Aufwand hätte dann keinen Sinn wenn es nicht brauchbar zu nutzen wäre..
Die Idee mit dem LiFe ist auch überlegenswert !!

..ich werde das mal so in unsere Planungen mit einbeziehen und sehen wo wir am Ende stehen...es soll ja halt auch Zukuntssicher sein :-)

...Claus willst Du denn nicht den E-Antrieb nochmal umfunktionieren....zum Anlasser.. ;-)... so nen schöner Methanoler...mit nen bisschen Geschmiere...aber dafür betörendem Geruch, herrlichem Klang (4T) und ganz schnell wieder aufgeladen :-).....

...so ich duck mich.....

VG
Gunther
 
Wenn ne Solaranlage vorhanden ist muß man rechnen, ob man was mit ner extra Akkubox macht, die irgendwer durch die gegend schleppen muß, oder ne PowerBox errichtet, in der ein 120 Ah zyklenfester Blei-Gel seinen Dienst verrichtet. Erfahrungsgemäß will nämlich niemand die Pflege portabler Einheiten übernehmen, was dann dazu führt, das im Bedarfsfall irgendwann Land-unter angesagt ist. Ich würde da die Useability ebenso abwägen.

Nachtrag : hatte sich überschnitten, war als Zusatz zu Beitrag #5 zu verstehen
 
Zuletzt bearbeitet:
OT on
...Claus willst Du denn nicht den E-Antrieb nochmal umfunktionieren....zum Anlasser.. ;-)... so nen schöner Methanoler...mit nen bisschen Geschmiere...aber dafür betörendem Geruch, herrlichem Klang (4T) und ganz schnell wieder aufgeladen :-).....

E-Flug seit 1979, letzter Verbrenner 13er OS-Viertakter irgendwann Mitte der Achtziger.
Einschalten und Fliegen ist so schön. :)

OT off

Zum Thema: Solaranlage mit 3 Zellen und 500 Ah Puffer ist bei uns seit Jahren im Einsatz. Laden an oder in der Hütte. Völlig problemlos. Primär fließen bei voller Einstrahlung bis zu 21 A. Und wir fliegen nur elektrisch, auch große Modelle.
Wenn ihr in Eurer Planung eine Solaranlage mit Ladestation an der Hütte für E-Flieger und Ladung für einen mobilen LiFePo-Akku z.B. 30 Ah für die E-Starter hinbekommt, dann habt ihr alles was man sich wünschen kann. Muss alles nur DAU-sicher sein, dann ist das wirklich gut.
 
Hallo,
ich habe den Beitrag mit Interesse gelesen, wir hatten dasselbe Problem.
Muss man bei 50m Kabellänge nicht mit 100m Widerstandslänge rechnen ?

Wir haben es nicht geschafft eine zufriedenstellende Anlage zu bauen.
Die 13.8V an der neuen 200Ah Solarbatterie waren ganz schnell nur mehr 12.6V bei ca. 5m Kabellänge, unter Last noch weniger.
Das ging für 2 Ladegeräte mittlerer Leistung, dann war schluss.
Paneele 2x100W 1x50W.
Dann hatten wir ein Aggregat, hat aber auf die Dauer genervt.
Ev. kann man die Spannung durch eine zusätzliche Zelle und entsprechendem Umbau des Ladereglers erhöhen. Da sind Spezialisten gefragt.

Durch einen Diebstahl sind wir dann alle Paneele losgeworden.

Eigentlich geht nur ein fixer Stromanschluss mit einem entsprechend starkem Netzgerät, welches in der Lage ist auch unter Last die 13.8V zu halten.
Durch ein Bauvorhaben der Gemeinde hatten wir dann die Möglichkeit zum Preis des Kabels ca. 1200m Kabel in die vorhandene Künette gelegt zu bekommen.
Jetzt habe wir 6 Windräder ( welche nicht stören ), aber dafür einen komfortablen Stromanschluss, einen Kühlschrank und fast nur mehr E-Flieger.
Glück gehabt.

LG
Manfred
 
Hallo,

wie wäre es wenn die Verbrennerfraktion ihre Starter mit 3s Lipos ausstattet und dann "wireless" ihre Knatterbüchsen zündet ;)
Zum laden einfach an der Vereinshütte eine Stromzapfstelle anbringen, wo jeder seinen Lader dranhängen kann. Zukunftssicher am besten gleich auf 24V auslegen :)
Somit kann man die Kabel wieder kurz halten und die Outdoorbodenheizung fällt auch weg ;)

Gruß
 
Nach alldem was ich durch die Antworten erfahren habe, wird es tatsächlich bei dem angesprochenen "W-Lan" starten bleiben ;-)
Zu viel Luxus ist eh nur der Faulheit förderlich :-)

Ich werde berichten (und Fotos einstellen) wie unser neuer Platz dann in einger Zeit aussehen wird.

Bis dahin
Viele Grüße
Gunther
 
Was für eine Leistung hat die Photovoltaikanlage?

Und unbedingt auf 24V das ganze auslegen, damit geht es in die Zukunft.
Von mir aus auch 2 Batterien in Serie, dann kann man ohne Probleme zwei 12V Schienen realisieren.
Jedoch wäre ein fixer Stromanschluss am besten.

@manfred:
Naja, bei 250W Ladeleistung wundert es mich nicht, dass die Freude schnell weg war. Das ist einfach viel zu wenig wenn viele Piloten am Platz sind (oft braucht schon ein einziger so viel).
Das die Spannung so gesunken ist kann eigentlich nicht sein. Ohne Last schon gar nicht. Da war etwas faul.

MfG
 
Spannungswandler als Lösung?

Spannungswandler als Lösung?

Wäre es nicht möglich, mit Spannungswandlern zu arbeiten? Von 12 Volt= auf 230 Volt~ und ev. auch wieder zurück von 230 V~ auf 12 Volt= . Oder ähnlich. Dann hätte man nicht die verlustreiche 50 meter lange 12 Volt Leitung. Ist aber wahrscheinlich auch nicht billig, wenn hohe Leistungen gefordert werden. Es gibt ja recht gute Wandler, die eine Sinusförmige Wechselspannung erzeugen.

Gruß, uban, der so selten hier ist. ;)
 
Hi,

Kupferkabel dürfte auf diese Entfernung bei den erforderlichen Querschnitten etwas teuer werden. Eine Alternative könnten z.B. ALU-Kabel sein, so wie sie die mittlerweile die Energieversorger für die Hausanschlüsse verwenden. Auch Solarkabel (meist Alu) mit 35qmm oder 50 qmm sind eine gute Alternative, weil die Preise noch akzeptabel sind (ab ca. 4 Euro pro Meter und Einzelleiter). Fragt doch mal bei Solarfirmen oder dem lokalen Energeversorger nach günstigen Resten...

Viele Grüße
Gerhard
 
Stromversorgung für die E-Flieger

Stromversorgung für die E-Flieger

Hallo zusammen,

wir sind auch schon länger am überlegen, wie wir eine zuverlässige Stromversorgung mit ausreichender Kapazität realisieren können.
Wo kann man sich da beraten lassen?
Wer bietet solche Inselanlagen an?
Wieviel Ah benötigen die Akkus? Wie viele Solarzellen (Leistung) benötigt man dafür?
Und sicherlich benötigt man ja noch einen Laderegler der den Akku vor Tiefentadung sowie Überladung schützt.

Hat jemand Erfahrung mit solch einer Planung?

Gruß Hermann
 
Bin auch am überlegen...

Bin auch am überlegen...

wie ich mir eine rel.Leistungsfähige Spannungsquelle zusammenbaue - zum laden.

Im Grunde brauche ich so 1500-2000Wh - so grob also 2 mäßige Autobatterien in Reihe ( 24V ).

Die Kosten dafür sind aber auch etwa 200-300€, es sollten wohl eher Verbrauchs- und eben keine
Starterbatterien sein, LiFePo könnte länger halten, kostet aber viel mehr.

Generator nervt, Laden der ges. 24V Zellen auch zu Hause nicht ganz ohne, Solar in Erwägung.

Sorry für nen bischen Stenostyle im schreiben - dacht nur evt. hat jemand ne gute Idee !

Aktuell habe ich folgendes vor:

eben 2 x ca. 100A12V Verbrauchsbatterie ( evt. Vetus aus dem Marinebereich ) als 24V in Reihe schalten.
- diese dann im Schuppen laden, bzw. mit Solar puffern ( dazu werden die dann parallel geschaltet )
- zum fliegen werden die dann in´s Auto gerollt ( Gewicht - ich hab zum Glück die Mögl. )

Am Platz hat man dann schon mal was an Power ohne nervigen Sound eines Generators.

Nachteil: auch einiges an Geld, erwartete Lebensdauer von evt. 5-6 Jahren und eben viel Gewicht zu
transportieren ( was bei meinem Auto aber nicht so das Problem ist )

Im Verein ist die Meinung zu einer Platzstationären Lösung eher negativ, was ich auch kritisch sehe, da
einige Probanten da alles rausziehen, die anderen dafür mitzahlen, bzw. die Arbeit haben.

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Edit: das bezieht sich hier auf meinen eigenen Bedarf, zur Frage wie viel Ah´s man braucht:

Flugaccuspannung * Flugaccuskapazität in Ah sollte ( wenn ich heute morgen richtig denke ) direkt
die Wattstunden ergeben, multipliziert mit der Anzahl der geplanten Flüge = Gesamtbedarf.

Dann dieses nochmal um ca. 30% erhöhen ( Verluste ) und durch die Spannung der Spannungsquelle
dividieren, sollte um und bei die Kapazität des Versorgungsaccus bei rauskommen.

je nach nutzbarer Kapazität muss man noch mehr aufschlagen, gute Verbrauchsbatterien kann man ca.
zu 70-80% nutzen - Starterbatterien WEIT weinger, sofern man die etwas länger nutzen will ;-) .

Eine Pufferung wärend der Ladung "entspannt" die Sache evt. - aber nicht alle Lader mögen eine
evt. Beeinflussung der Versorgungsspannung im Betrieb.

24V Technik halte ich für sinnvoll, Solarlader für 24v sind glaub ich unüblich, die Installation von 2X12V zum
Laden, und dann zum Wiederladen der Quelle im Parallelbetrieb birgt Risiken bei Nutzung durch DAU´s.

Evt. wären 2 getrennte Solarladesysteme, je für eine 12V Batterie"seite" eine sichere Lösung für Festinstallationen
auf Modellflugplätzen.

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Gruß Bernd
 
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