Plastikmodellbau im Modellflug

Joseft

User gesperrt
Kaum zu glauben,
mein Jugendhobby lebt wieder auf.

"Der Plastikmodellbau"

Nur diesmal nicht in 1zu128 etc., sondern in Form einer Spitfire mit 1750mm Spannweite.

https://youtu.be/jC0NOLRn5Ok

Da stellt sich mir die Frage:
"Muss nun jeder einen eigenen 3D-Drucker besitzen, um in den Genuss eines solchen Modells zu kommen?"

Josef
 
Ich drucke mir zur Zeit die Stearman PT–17 von diesem Anbieter. Billig ist das aber auch nicht wenn man Material, Ausschuss und Stromkosten reinrechnet.

Gruß
Ralf
 
Ich drucke mir zur Zeit die Stearman PT–17 von diesem Anbieter. Billig ist das aber auch nicht wenn man Material, Ausschuss und Stromkosten reinrechnet.

Gruß
Ralf

Ich glaube um "billig" geht es bei diesen Projekten gar nicht so sehr.
Mehr interessant die Technologie, der "hab-ich-selbst-gemacht" Faktor usw.

lg & viel Spass mit der PT-17, Rudi
 
Billig ist das aber auch nicht wenn man Material, Ausschuss und Stromkosten reinrechnet.

Eine Spitfire von 3Dlab benötigt ca. 500 gr Filament das sind rund 10 Euro, Druckzeit waren glaube 30 Stunden, pro stunde benötigt ein drucken so um die 0,1kWh also irgendwas um 75 Cent Stromkosten. Ich finde das für ein 1meter Modell nicht teuer
 
Hallo

"Muss nun jeder einen eigenen 3D-Drucker besitzen, um in den Genuss eines solchen Modells zu kommen?"

Josef

Nein, musst nur einen kennen, der bereit ist, Dir das zu drucken. ;)
Spass beiseite:
Es gibt auch Gewerbliche, die Deine Dateien für Dich ausdrucken.
Hier läßt jemand die große Spitfire drucken und will darüber berichten:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/631867-Alles-zu-3Dlabprint-Modellen/page4

Der für mich wichtigste Unterschied zum "Plastikmodellbau" ist die Möglichkeit zum selber konstruieren (und dann ausdrucken).


Gruß
Tom
 
Um solch ein Modell selber zu konstruieren, muss man wohl professioneller CAD-Designer sein.
Aber unsere Flugmodelle aus Holz kamen ja auch meist aus dem Baukasten.
Kleinere Dinge, wie einzelne Rippen kann man vielleicht auch als Anfänger hinbekommen.

Josef
 
Nabendsn,

1. ja man braucht einen eigenen 3D-Drucker, weil man schon etwas davon verstehen muß, es gibt nämlich viel zu beachten, sonst ist das nur als Standmodell geeignet.;)
2. Für jemand, der keinen (guten) 3D hat, ist es tatsächlich unbezahlbar, wenn das Modell hinterher auch fliegen soll. Setzt man den Mindestlohn an (8,50€/h waren das oder?), kommen für einen 30h Druck schon 255€ zusammen. Zzgl Märchensteuer! Mit Material und Strom also knapp 300€ - netto! Jetzt kommt noch RC und Gedöns dazu, also runde 500 Tacken insgesamt. Das hat mit wirtschaftlich nix zutun für das dabei entstandene Modell. Das ist Liebhaberrei!
3. Wer einen hat, merkt bald, daß man eine Weile tüftelt, bis das Modell auch was aushält. Ich habe 4 3D Drucker in allerlei unterschiedlichen Größen und weiß ziemlich genau, wovon ich rede.
4. professioneller CAD-Künstler muß man keineswegs sein! Hobbykenntnisse und etwas Fleiß genügen durchaus. ;)
5. Mein Erstling flog ganz gut schomma, fiel aber zwangsläufig irgendwann einem Belastungtest zum Opfer. Es kommt der Punkt, wo man mal wissen will, was son Plastikhaufen denn nu aushält. Daß er flugfähig ist, reicht einem nicht lange. Inzwischen fliegen Gen.2 und Gen.3, letzterer mit rund 1,4m Spanne, beides Nurflügler. Druckzeiten sind aber schon deutlich über 50h. Beide werden FPV geflogen, der kleine klassisch analog, der große digital in HD (Connex). Macht ganz schön Spaß, muß ich sagen! :cool:
6. die wenigen Nachahmer im Verein verteilten erstmal ne Menge Plastik am Ende der Startbahn, weil sie ahnungslos drauflosdrucken (...ließen: da mach mal und der/die, die dann "mal gemacht" hatten, "machten dann halt mal"...) :rolleyes:
7. die anderen Kopfschüttler schütteln inzwischen nicht mehr, sondern staunen nicht schlecht. Auch ich staune immer noch, was alles geht.:cool:

Will niemand entmutigen, im Gegentum! Es geht wirklich! Aber nicht ohne Ahnung von der Dehnung! Wahlweise auch Hartnäckigkeit, Experimentierfreude und Lernwille ;)

Gut Druck!
o.d. ;)
 
Setzt man den Mindestlohn an (8,50€/h waren das oder?), kommen für einen 30h Druck schon 255€ zusammen.

Mir war nicht bekannt, dass Drucker auch nen Mindestlohn haben:-) also von den 30 Stunden musst du maximal 20 min was aktiv tun. Fertige Teile vom Drucker nehmen und neue Datei starten
 
Eine CNC-Fräse firmiert so ab 100€ Mindestlohn/h - ohne Bediener ;)

Wenn man nichts davon verstehen will, ist unter einem Prusa (echter!) nichts drin. Kostet gleich mal nen Tausi, ok nen knappen.
Es sei denn, du baust selber und dann rechne mal zusammen, wieviel Arbeit, Zeit und Material du da reininvestiert hast, bis dein Drucker soweit war, daß du mit 20min (übrigens je 8h Einzelteil Druckzeit!!) auskommst ;)

Wirtschaftlich ist das nicht. Als Hobby und aus Liebhaberei, klar, was tut man da nicht alles ;)

o.d. ;)
 
Anet A8, kosten 130 € Ist halt nur ein Prusa Klon, funktioniert aber prächtig.
Bauzeit ca. 8 Stunden, Druckzeit bisher ca. 1000 Stunden, defekte 0
 
Hallo

Will niemand entmutigen, im Gegentum!

Gut, daß Du das noch angefügt hast.
;)

Natürlich fallen bei einem neuen Drucker nicht
sofort fertige Flieger aus dem Bauraum.
Da gebe ich OD schon recht.
Habe mir einen gebrauchten Drucker gekauft. Da hatte der Vorbesitzer
dem schon die meisten Flausen ausgetrieben. Dazu dann ein Cad-Prog gekauft
(ältere Version, daher günstig) und schon gings los.
OK, da auch CAD Neuling, erstmal einfaches. Z.B. einen offenen Würfel als Schraubenbox.
Mittlerweile fertige ich viele Zubehörteile für RC mit dem Drucker.
Servorahmen , Hebel, Schubrohre für Impeller, Ersatzteile.... .
Die 3D-Lab-Modelle wollen noch nicht so richtig, aber es geht auch klassisch:
Rippen und Spanten ausdrucken und Flieger draus bauen.

Noch als Appetitanreger:
https://www.thingiverse.com/search?q=rc+plane&sa=&dwh=2759d08e6e8efbc

Gruß
Tom
 
Anet A8, kosten 130 € Ist halt nur ein Prusa Klon, funktioniert aber prächtig.
Bauzeit ca. 8 Stunden, Druckzeit bisher ca. 1000 Stunden, defekte 0

Marcus, DAS nehme ich dir nicht ab! Sei mal ehrlich, was hast du hier alles verbessert? Stichworte: Lagerspiel Z-Achse (genaugenommen alle Achsen), Kopfaufhängung, Bettleveling, Wärmeverzug.
Entweder du hast eine sehr niedriger Zufriedenheitsschwelle oder mehr als Glück gehabt! Bei angeblichen 1000 Druckstunden schon gar nicht.
Solche Statements halte ich für wenig hilfreich, gaukeln sie doch einem Neueinsteiger / Neueinstiegswilligen falsche Tatsachen vor! Das finde ich nicht ok und widerspreche dem entschieden!

Das einzige, was ich gelten lassen könnte, wäre: man kann damit drucken, ja, sogar mit hinreichender Stabilität. Man kann damit Teile drucken, mit denen man aus diesem Klappergestell einen brauchbaren Drucker herstellen kann. Mehr nicht! DANACH, wenn man all dies getan hat (alle Achsen durch spielfreie Führungen - Kugelumlaufbuchse ist nicht gleich Kugelumlaufbuchse - und Aufhängungen ersetzt und allerlei weitere Kleinigkeiten), kann man damit in hinreichender Qualität drucken. Oder man hängt seine Ansprüche entsprechend tief!

"Prusa Klon" ist schlicht falsch! Die Dinger sind nichtmal annähernd das! Prusa heißt plug & play, auf Anhieb, auf Dauer! Die gefertigten Teile haben hohe Oberflächengüten und Maßhaltigkeit.
A8 und Co heißen Nacharbeit, Nacharbeit und nochmal Nacharbeit! Wenn dein Qualtätsanspruch bereits befriedigt ist, wenn das Gestell keinen Hunderhaufen/Spaghettihaufen aus Plastik gedruckt hat, dann ok... :rolleyes:

@Rubicon: jepp, vllt hätte ich noch anfügen können, daß ich interessierte Neueinsteiger vor Frustration bewahren wollte, indem sie sich zB durch solche Aussagen wie von Marcus oder blumigen Anpreisungen derer Hersteller zur Anschaffung eines unglaublich billigen, sog. "Klons" verleiten lassen. Das steigert nur die Verkaufszahlen von solchen Billigheimern (mit der Betonung auf billig), aber befriedigt in keinster Weise die Hoffnung auf ein gutes Druckergebnis! ;)

Gut Druck!
o.d. ;)
 
Inzwischen ein E3D Klon hotend (seit ca. 200 Stunden) und nen Riemenspanner. Fertig. Ok und eine Filamenthalterung, nicht weil die orginal nicht funktioniert, sonder weil die gedruckte praktischer ist.
Kein Auto leveling, kein Z achsen irgendwas...

Sorry ich muss mich glaube nicht rechtfertigen wenn ich absolut kein Probleme mit dem Drucker habe. Oder hier hinstellen lassen, dass ich irgendeinen Scheiß erzähle.
Die fertigen 3dlabprint files die für einen Prusa optimiert sind, führen mit meinem Drucker zu astreinen ergebnissen ( Flow bei 105% )

spit.JPG
 
Muss mich korrigieren, bin erst bei knapp 500 Stunden. Kein Plan warum ich mich da um den Faktor 2 vertan habe. Sorry...

Beim Rest muss ich aber weiterhin widersprechen :-)

Gerade läuft die große Spitfire von 3dlab
20171003_001631.jpg


Btw. der nächste "billig" Drucker ist schon bestellt, Tevo Tornado. Allerdings nur wegen der größeren Druckfläche.
 
Vielleicht das ganze mal einfach als Hobby betrachten.

Ich habe einige 3D Drucker, mit dem ich Kleinserien und Prototypen fertige.
Das sind alles Drucker im hochpreisigen Bereich, da es bei mir auf Zuverlässigkeit und Maßhaltigkeit ankommt.
Bei mir müssen die Dinger zuverlässig laufen, da kann ich nicht an irgenwelchen Billig Teilen laufend was nachbessern.

Ob es jetzt Sinn mach, sich einen Drucker zu kaufen, um ein paar Flieger auszudrucken ?
Ja aber auch nur dann, wenn man das Ganze als Hobby betrachtet und den Drucker auch als Hobby sieht. Ansonsten eigentlich sinnfrei.

Zumal gerade der Anfänger einige Zeit Probleme haben wird, das vernünftig hin zu bekommen.
So halbwegs wird man die Drucke raus bekommen, die man irgendwo runter lädt (vom Konstruieren der 3D Modelle rede ich erst gar nicht) aber bis das in einer einwandfreien Qualität raus kommt, wird einige Zeit vergehen.
Das Internet ist voll von Problembeschreibungen...Warping, Probleme mit Maßhaltigkeit, Probleme mit der Haftung auf dem Druckbett, Problemen mit der Qualität der Ausdrucke ..... Die Liste ist hier endlos.

Aber wie gesagt, wenn man das alles als Hobby sieht, ist das voll Ok. Wenn man so ein Teil kauft, um schnell mal preiswert ein Flugzeug auf die Beine zu stellen, dann eher nicht.
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten