Pleuel selbst herstellen

Hallo,
ich brauche für einen 2,5ccm Modelldiesel (Taifun Tornado) ein Pleuel. Da ich keins finden kann und es auch nicht sonderlich komplizierte Formen hat, möchte ich mir nun eins selbst basteln. Das Original besteht aus Alu. Welches Material ist zu empfehlen und wer hat von Euch schon sowas selbst probiert? Oder hat vielleicht jemand sogar so ein Pleuel rumliegen? Das wäre natürlich noch besser.
 

D-OTTO

User
Hallo Dieter,
ich denke mal Basteln ist der falsche Ausdruck. Da wird wieder Modellbau in die Spielzeugabteilung gesteckt;)
Machbar ist es sicherlich, einfacher ist es hier mal zu fragen.

http://www.ronald-valentine-engines.com/
Der Kontakt (via Mail) ist nicht ganz einfach, auch wenn Ronald Valantine sehr gut deutsch spricht.
Gruß und viel Erfolg
Stefan
 
Hallo,
nun, ich finde "basteln" auch ganz ok. Die Seiten von Valentine kenne ich schon, jedoch habe ich nicht gewusst, daß man dort Ersatzteile bestellen kann. Vielen Dank für den Tip. Ich habe mal eine mail hingeschickt, jedoch kommts auf den Preis an. Der Motor ist schon gut gebraucht und soll wieder zum Einsatz kommen. Da muss das Verhältnis Preis /Pleuel zu Wert/Motor schon einigermaßen passen.
 

hastf1b

User
Hallo Dieter, habe noch die auf dem Bild zu sehenden Tornado Teile.

Gehäuse ohne Düsenstock, Kugellager und hinterem Deckel
Kurbelwelle
Zylinderlaufbuchse mit Gegenkolben
Kolben mit Pleuel

Wenn du Interesse hast müßtest du aber alle Teile nehmen. Der Kolben hat noch gute Kompression. Da die Taifun-Teile normalerweise untereinander passen, könntest du die komplette Laufgarnitur auswechseln und hättest weniger Arbeit.

Alles weitere bitte per PN oder Mail.

Gruß Heinz
 

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Ich habe Ronald Valentine vor ein paar Tagen angemailt, aber bisher leider noch keine Antwort erhalten. Auch das Angebot eines Forumsmitglieds hat sich offenbar zerschlagen.
So bin ich dann wieder da, wo ich am Anfang war- ich muss mich wieder mit dem Selbstbau beschäftigen. Ich werde hochfestes Alu nehmen und es in Form bringen müssen.
Vielen Dank erstmal für die Tips, vielleicht hat ja doch noch jemand eine Lösung....
 
Hallo !

Eine gute Bauanleitung findest du im Buch "Modellmotorentechnik" von Bernhard Krause.
Da ist auch noch der ein oder andere gute Tip mit drin.

Grüße, Sebastian
 

D-OTTO

User
@Dieter immer wieder versuchen.;) von 5 Mails habe ich eine Antwort bekommen.

@Dietmar es gibt Deutsche im Heimatland die schlechter sprechen:D
Ok ich dachte er hätte hier nur Studiert und sein "Dipling" in Sindelfingen gemacht.
Gruß Stefan
Habe gerade mal angerufen, ein furchtbar netter Schwabe :D
 

fyra

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D-OTTO;2684002 schrieb:
Ok ich dachte er hätte hier nur Studiert und sein "Dipling" in Sindelfingen gemacht.
Gruß Stefan
Habe gerade mal angerufen, ein furchtbar netter Schwabe :D
Er ist in Stuttgart geboren, ich kenne ihn persönlich- war ein paar Male bei ihm, und hatte in Wiesenstetten/Empfingen gewohnt und seine Werkstatt gehabt, bevor er nach USA ging. Ein Dipling ist er übrigens nicht. Er hat eine Feinmechanikerlehre gemacht und 1987 seine Meisterprüfung abgelegt. Mit Emails muß man bei ihm Glück haben, manchmal dauert es bei ihm recht lange. Ich warte auch schon seit ein paar Wochen auf eine Antwort. Aber was er an Teilen macht, das macht er gut.
 

D-OTTO

User
Hallo Dietmar
nach dem Gespräch, gestern Abend, mit Ronald weis ich das jetzt auch. Anscheind ist mein Englisch, nach 25 Jahren, derart eingerostet das ich beim lesen auf der HP die wichtigen Kleinigkeiten falsch verstanden habe :(
Nun ja er dachte sofort das ich der mit Pleuel bin:D
Also Dieter dran bleiben.
Zumindest weis ich jetz was ich mit meinen Motoren machen muß.;)
Gruß Stefan
 
Fertig

Fertig

Nachdem ich keine Antwort von Valentine bekommen habe und ein anderer Modellbaukollege tatsächlich sofort beleidigt war, nachdem ich ihm einen fairen Vorschlag zu seinem guten Angebot gemacht habe (ich brauchte eben nicht alles) und dieser sich dann auch nicht mehr meldete, bin ich zu meinem ursprünglichen Vorhaben zurückgekehrt und habe mir heute ein Pleuel selbst gebastelt. Es besteht aus hochfestem Alu und ich habe es gebohrt, gerieben, gesägt und gefeilt. Danach noch etwas poliert. Das ganze dauerte gerade mal etwas mehr als eine Stunde und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Das Pleuel ist bereits im Motor eingebaut und ich habe den Motor auch mal mit dem Starter etwas länger durchgedreht. Ein Testlauf steht jedoch noch aus, aber ich habe überhaupt keine Bedenken.
Hier mal ein Bild des Pleuels:
 

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FamZim

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Hallo Dieter

Die Haubtsache ist ja das der Bohrungsabstand stimmt, da dadurch die Steuerzeiten für Auslass und Überstromkanal festgelegt werden ;)

Gruß Aloys.
 
Hallo Aloys,

natürlich stimmt der Abstand der Pleuelbohrungen, ich habe auch die Dicke und die Stegbreite übernommen.
 
Hallo Thomas,
danke für den Hinweis.
Das originale Teil hat auch keine Buchsen, der Abstand zwischen den Bohrungen passt "nur" 100% ;). Das Pleuel besteht aus sehr gutem und hochfestem Flugzeugaluminium.
 

Dj Nafets

Vereinsmitglied
Thomas, bei AL-MG-SI 0.5 F22 nützen dir auch 100000000%tige Pleuelaugenabstände nicht viel. Ich möchte nicht sagen das das Material ungeeignet ist, tue es aber trotzdem.

EN AW-7075 T651 wäre das Material der Wahl. Da reichen dann auch 99,9%tige Abstände.

Zumindest bei Rennmotoren bin ich von ausgebuchsten Pleuels schon lange weg. Unnötiger, teils sogar kontraproduktiver Unsinn.

Wie das bei Motoren mit Leerlaufanteil aussieht bei denen das untere Pleuellager deutlich höher belastet ist wage ich nicht zu beurteilen.

Gruß

Stefan
 
Hallo Stefan,
habe meine Info aus Zahlreichen Plänen von z.b Cad Jung ,Standart, hier handelt es sich um Sternmotoren und wenn da das
Material in der Stückliste steht,werde ich das genau auch so umsetzen !! Das diese Jungs die Profis im Motorenbau sind !!

Wie es bei hochdrehenden Motoren auswirkt weiss ich nicht , diese Frage stellt sich auch bei mir nicht !!

Grüßle Thomas
 
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