Probellerabriss

AS

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Hallo zusammen.......

Die letzte Woche riss mir im Flug der Prop ab (ALLE sechs M5 Schrauben voll abgeschert!!!) Da ich den Prop nicht mehr gefunden habe, holte ich mir am anderen Tag die gleiche Latte. Gestern Nachmittag das gleiche Theater inkl. rechte Tragflügelhälfte futsch (zerfetzt vom Prop)!! Sche.....!!

Ich fliege einen 106ccm Boxer und eine 28x10 CFK Latte (Biela). Die max Drehzahl liegt am Boden bei etwa 6200 rpm. Der Motor hat etwa 20 Liter durch. Die M5 Schrauben gehen etwa nur einen cm in das Gewinde der Propelleraufnahme, ist dies ev. zu wenig? Vor wenigen Tagen noch flog ich die 28x10 Mejzlik für gut 10 Stunden ohne Propleme. Weil der Motor langsahm frei ist drehte mir die Mejzlik zu hoch...

Eigenlich kannte ich dieses Problem vorher überhaupt nicht, vielleicht bin ich plözlich zu blöde den Propeller richtig fest zu ziehen!?!

Ich wäre für jeden Tip sehr dankbar.......

Grüsse
Andi

PS.: Die Props sind gewuchtet und sauber gebohrt.
 
Hallo Andi,

wenn die Schrauben abscheren, hat es wohl nichts damit zun tun, daß sie "nur" 1cm Gewinde fassen. Ich vermute mal eher, daß die Löcher im Prop zu groß gebohrt sind und damit der Prop im Betrieb etwas Freiheit hat und mit jeder Umdrehung immer wieder an die Schraube schlägt. Und irgendwann ist das Material der Schrauben dann ermüdet. Welchen Durchmesser haben die Löcher?

Gruß Kai
 
Hallo Andi,

wichtig ist, dass die Schrauben beim Eindrehen nicht klemmen. Die Löcher dürfen nicht so klein sein, dass die Schrauben unter Spannung stehen. Für M5 Schrauben bohre ich jeweils 5.5er Löcher. Der Propeller muss aufgrund der Pressung halten.

Gruss
Jean-Claude
 
Hi!!

Wir hatten so einen Fall im Verein mit einem 100er 3W. Bei uns war die Lösung dann der umstieg auf einen anderen Lattentyp.

Vermutung ist, da die wegfliegenden Luftschrauben an der Nabe weicher waren, dass die Latte im Flug durch die Anpresskraft an der Nabe nachgegeben hat, und sich damit die Schrauben gelockert haben (Schrauben wurden nach jedem Flug neu angezogen). Kennt man von Holzlatten, die man von Zeit zu Zeit nachziehen muss.

Die neue Latte die wir drauf haben ist an der nabe wesentlich massiver, wodurch die Nabe nicht/weniger nachgibt. Seitdem haben wir Ruhe.

Wie gesagt, es ist nur eine Vermutung.
 
Guete Morge Jean-Claude

Verwendest Du das Bohrschablonen-Set deluxe von P.R. oder nimmst Du die Lochblende (Pressung) als Schablone?

Wegen der Pressung frage ich mich ob ein cm Gewindefassung ausreichend sind um genügend fest ziehen zu können, wie weit fasssen Deine Schrauben in etwa hinein?

Schon mal Danke für die Tips.......

Gruss
Andi
 
Hallo Dennis

Ich muss ehrlich sagen dass ich dies auch vermute....Ich habe verschiedene andere Propeller welche null Probleme machen (seit Jahren!!). Das Blöde ist nur dass ich mit dem neuen Propeller, auf dem neuen Motor, den besten Wirkungsgrad hätte....

Gruss
Andi
 
Hoi Andi,

ich bohre mit der Lochblende: Mit 5mm Bohrerer durch Blende anbohren; danach ohne Blende durchbohren und dann mit 5.5mm aufbohren.

Wie weit meine Schrauben reingehen, kann ich im Moment nicht sagen.

Gruss
Jean-Claude
 
Propellerabriss

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Hallo Andi,

Hatte das gleiche Problem bei meiner Wilga mit dem 106er.
2x Latte abgerissen und beim 3x Latte plus Kurbelwelle verloren.
Habe mich mit dem Udo Menke darüber unterhalten,und das Ergebnis ist das die 8.8 Schrauben bei dem 106er Motor nicht genommen werden dürfen.
Besorge dir 10.9 Schrauben und prüfe alle 2-3 Flüge im kalten Zustand ob die Schrauben noch fest sind dann sollte es gut sein.Auch keine Fuchslatten nehmen weil die sich am Motor eingraben da der Motor in dem Bereich sehr warm wird. Nachdem ich die Kurbelwelle verloren hatte, habe eine verstärkte Kurbelwelle reinbekommen (14mm)

Gruß Manfred
 
Hallo Manfred,

Deine Aussage könnte man auch als direkte Kritik an der Ausrüstung des Herstellers interpretieren.
Wenn dies hier genügend Leute gelesen haben, könnte da schon wieder eine Lawine losgehen, denn es ist ja davon auszugehen, dass an JEDEM 3W solche 8.8 Schrauben verwendet werden ?

Wie soll das weitergehen ?
Oder möchtest Du Deine Aussage auf einen bestimmtem Motortyp in Verbindung mit bestimmten (z.B. weicheren) Luftschrauben reduzieren ?
 
AS schrieb:
Die Löcher haben einen Durchmesser von 5mm (gebohrt mit M5 Bohrer).

Hallo Andi,

nochmals die Frage: Wie sehen die Löcher genau aus?

- 5,0mm Durchmesser: Ist in meinen Augen zu klein, da es kaum ohne Verspannung der Schrauben zu montieren ist

oder

- M5-Gewinde: Das würde überhaupt kein Sinn machen


An die Theorie mit dem weichen Propeller kann ich nicht glauben, zumindest nicht, wenn eine große Anpreßscheibe verwendet wird.
Bei meinem 3W150 mit Fuchs-Propeller gibts solche Probleme zumindest nicht.

Gruß Kai
 
Propellerabriss

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Hallo Joachim,

Ich habe keinen Motorenhersteller genannt!!!aber das mit den Schrauben(nur) beim 106er habe nicht nur ich erlebt sondern auch andere Fliegerkollegen.
Mit den 10.9 Schrauben ist dieses Problem beim 106er aber gelöst,wenn die Schrauben immer überprüft werden.

Gruß Manfred
 
Moin!

Ich vermute mal eher, daß die Löcher im Prop zu groß gebohrt sind und damit der Prop im Betrieb etwas Freiheit hat und mit jeder Umdrehung immer wieder an die Schraube schlägt. Und irgendwann ist das Material der Schrauben dann ermüdet. Welchen Durchmesser haben die Löcher?
Kann absolut nicht sein. Weiter unten widersprichst Du dem ja auch und schreibst es richtig ;).

Wenn der Prop sich so verdrehen kann, dass die Schrauben formschlüssig werden (wie Stifte), hat die Pressung eh schon versagt und das ganze Ding fliegt um die Ohren. Ich bohre z.B. 5.5-6er Löcher in meine Latten, die mit M4er Schrauben festgezogen werden (ZDZ). Einfach weil ich zu faul bin, das ordentlich zu machen und so hab ich n gewisses Spiel zur Verfügung :D. Wie Du ja weiter unten schreibst, ist es nur ein Problem, wenn die Schrauben durch falsche Löcher beim Anziehen verkanten, bzw. seitlich verpannen.

Die Schraube kann im Prinzip nur eine Normalkraft aufbringen (Anpresskraft), gegen seitliche Kräfte und Verzerrungen ist sie hochempfindlich. Ich schreib das nur nochmal so deutlich, weil ich immer wieder Leute treffe, die meinen, das Moment bei solchen Naben würde formschlüssig über die Schrauben als Stifte übertragen.

Welche Schrauben/Festigkeitsklasse wurde denn vom Hersteller empfohlen/lag bei ? Das die Nabe der Luftschraube so stark nachgibt, dass die Pressung innerhalb eines Flugs verloren geht (irgendwo stand ja, ständiges Nachziehen), kann ich mir nur dann vorstellen, wenn ein Fehler im Laminat ist (Lunker etc.).

Ansonsten würde ich auch darauf tippen, dass die Schrauben zu fest angezogen wurden, schon im plastischen Bereich waren und dann reichen kleine Vibrationen schnell aus... ;)

Gruß,

Sascha
 
Moin Jungs...

ich bin zwar auch ncoh nich lang "Großmodellflieger". Dennoch will ich als Maschinenbauer dochmal noch meinen Senf dazugeben...

@Armageddon M5 Loch bedeutet nich gleicht M5 InnenGewinde.
Innengewinde M5: Durchmesser innen: 4.200mm
Bohrloch M5: Durchmesser innen: 5.000 mm

@AS Ich würde die Löcher auch lieber ein wenig größer Bohren, da die Schrauben die Torsionskräfte über die Anzugskraft nur nicht über Scherkräfte aufnehmen soll. Zwecks Kerbwirkung und so sind Schrauben sehr schlecht für Torsion!
Kann es vielleicht auch sein, dass sich die Schraube/Mutter in der Mitte sich gelockert hat und dann die Kompletten Kräfte auf die Schrauben gegangen sind.? Welches dann zum Versagen geführt hat.?
 
Sascha Fliegener schrieb:
Kann absolut nicht sein. Weiter unten widersprichst Du dem ja auch und schreibst es richtig ;).

Wenn der Prop sich so verdrehen kann, dass die Schrauben formschlüssig werden (wie Stifte), hat die Pressung eh schon versagt und das ganze Ding fliegt um die Ohren. Ich bohre z.B. 5.5-6er Löcher in meine Latten, die mit M4er Schrauben festgezogen werden (ZDZ). Einfach weil ich zu faul bin, das ordentlich zu machen und so hab ich n gewisses Spiel zur Verfügung :D. Wie Du ja weiter unten schreibst, ist es nur ein Problem, wenn die Schrauben durch falsche Löcher beim Anziehen verkanten, bzw. seitlich verpannen.

Hallo Sascha,

mehrere Wege führen nach Rom ;)

Ich denke wir sind uns einig, daß ein "Verspannen" der Schrauben eine unnötige Abscherkraft erzeugt. Und die zweite Möglichkeit ist, daß durch zu geringe Anpresskraft und zu große Löcher ein "Arbeiten" des Propellers auf der Nabe beginnt und dadurch eine Wechselbelastung in Scherrichtung auf jede Schraube wirkt. Denn wie Du richtig schreibst, sind diese Schrauben dazu da Normalkräfte zu übertragen und nicht Scherkräfte.

Das ist also kein Widerspruch sondern es gibt mehrere Fehlermöglichkeiten.

Das ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern es hat mir unser Werkstattleiter erklärt, als er mir ne Bohrschablone angefertigt hat.

Gruß Kai
 
Hai Kai ;) !

Jaja, schon klar dass das eine weitere Möglichkeit ist, neben der Verspannung. Den Widerspruch hatte ich in der Begründung gesehen...

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass der Prop schon so gelockert ist, dass die Schrauben an die Löcher-"Kanten" schlagen, und dann die Sache noch hält. So wie ich es sehe, fliegt das Ding, sobald wie dieser Zustand eingetreten ist, sofort um die Ohren, weil es bedeutet doch, dass ALLE Schrauben so locker sind, dass der Prop sich verdrehen kann, und dann kommt die Scherwirkung.

Okay, evt. sind die Schrauben manchmal so oversized, dass das noch ne Zeitlang hält, vielleicht seh ich's ZU theoretisch ;). Müsste man wahrscheinlich mal genau untersuchen und kommt wahrscheinlich auch auf die Konstruktion der Nabe an.

Gruß,

Sascha
 
Vielen Dank

Vielen Dank

Hallo zusammen....

Ich werde mir die stärkeren 10.9 Schrauben besorgen, zukünftig wieder mit 5.5mm bohren und einen anderen Propeller suchen.

-Übrigends hat mich noch jemand gefragt wegen einer zusätzlichen zentral Mutter, jedoch gibt es so was nicht bei meinem Motor (wie auch bei anderen nicht).

Ich hoffe dass ich so etwas nicht mehr erleben muss........
Wenn es dann immer noch Probleme geben sollte, dann fange ich an Kafferrahmdeckel zu sammeln...... ;-))

machts gut.....
Gruss
Andi
 
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