Probleme mit den Kohleverbindern

GC

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Ich bin im Besitz diverser Flugmodell mit Kohleverbindern. Die Tendenz habe ich schon öfters bemerkt, aber bei einem ist es ganz ausgeprägt. Es ist der Thermik XL, der etwa 5 Jahre in meinem Besitz ist. Anfänglich habe ich die Ohren angesteckt und fertig. Nachdem der Flieger jetzt zwei Jahre nicht in der Luft war, wollte ich ihm wieder das Kreisen gönnen.

Aber beim Zusammenbau habe ich rechts und links kaum und nur mit Gewalt die Ohren anstecken können. Das Abziehen war entsprechend.

Hat jemand von Euch auch schon mal so was beobachtet? Woher kommt das? Temperaturschwankungen. Ein bekannter sagte mir, er habe das auch bei höheren Temperaturen? Oder sind es Staubpartikel? Die Teile sind aber in einer Flächenschutztasche.

Was kann man dagegen machen?

Mit Aceton reinigen?
Mit feinem Schmirgelpapier bearbeiten?
Ölen oder fetten gefällt mir gar nicht.

Also, was tun? Für hilfreiche Vorschläge bin ich dankbar.
 
Andreas, Du sprichst in Rätseln. Ist es der Kohle-Rost? ;)

Nein, ernsthaft. Die Taschen sind aus Luftpolster. Im Keller ist es trocken. Die taschen auch. Was schwant Dir denn?
 
Daß die CFK Rohre durch die Lagerung im 1/100mm Bereich enger geworden sind.
Je nach Bindemittel im CFK / GFK macht sich die Feuchtigkeit bemerkbar,
so ähnlich wie bei den alten Nylon Luftschrauben.

- - -
Verschmutzungen würde ich mit mit Spiritus und Wattestäbchen / Lappen beseitigen
und dann noch mal testen ob es dann geht.

Schleiffließ, oder 000er Stahlwolle würde ich nur zur Not einsetzen,
und Schleifpapier überhaupt nicht. - ideeller wäre Wachs freie Plexiglaspolitur.
(ggf. hab ich noch was)



Gruß
Andreas
 
Hallo Gerhard,
ich denke er meint, dass die Staebe Wasser gezogen haben und somit im Durchmesser etwas zu gelegt haben.
Das ist aber reversible, das heisst Du kannst die Staebe jerderzeit in den Ofen zum Trocknen legen, max!60°.
Wenn es dann wieder geschmeidig passt, hast Du den Fehler gefunden, falls nicht musst Du doch zu abresiven Mitteln greifen;.)
Gruss
Juergen
 
Hallo Andreas und Jürgen!
Hm, der Flügel ist 4m groß, so paßt er nicht - auch in Teilen - in den Backofen. ;) Übrigens bekomme ich die Kohleverbinder auf der anderen Seite nicht raus. Das spricht für Eure Theorie. Und früher gings ja auch! Ich werde mal die Teile in den Heizungskeller legen. Das hilft dann hoffentlich. Quellen die 4-eckigen Stäbe oder die Hüllen mehr auf?

Sollte man also GfK/CfK im Heizungskeller lagern? Oder wie macht ihr das?

Föhnen müßte doch dann auch gut sein, oder?

Vielen dank für Eure Hilfe!
 
Probleme mit Kohleverbindern

Probleme mit Kohleverbindern

Hallo Gerhard,

das einzige was mich an meinem Sharon Profi X stört ist exakt das, was Du auch schilderst. Allerdings konnte ich eindeutig feststellen, daß bei mir die Verbinder zu den Aussenohren nur und ausschließlich bei warmen Temperaturen schwer rein und so gut wie nicht mehr rausgehen. Bei mir wäre also das mit dem Heizungskeller fatal.... Dem Rechnung tragend lege ich den Segler nach dem fliegen in den Schatten und siehe da, die Ohren können abgezogen werden. Klingt komisch, ist aber exakt so! Bei direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 25 Grad krieg ich sie nicht runter. Also bei mir eindeutig ein "Hitzeproblem".

Grüssle
Didi
 
Kohleverbinder

Kohleverbinder

Hallo Gerhard,

das war wahrscheinlich auch schon das Problem am 10.09. am Weiherberg. Geht es der kleinen Mamba wieder gut?

Um den Verbinder aus der Fläche zu bekommen probier mal die Fläche im Heizungskeller aufzuheizen und den Verbinder evtl. mit Eiswürfel in der Plastiktüte abzukühlen. Ansonsten alle gut gemeinten oben genannten Ratschläge versuchen.

Am Samstag werden wir uns ja beim Antik Treffen in Weilmünster sehen. Bring bitte die DG mit.

Gruß Werner
 
Hallo Werner,
Flügel liegt erst mal im Heizungskeller.

Schlangen habe ich keine, momentan nicht mal eine weibliche. :D

Der Flieger heißt nicht Mamba sondern Sambal. Innen rein ein wenig Kohlegewebe mit Epoxy und man sieht fast nix. Klar bring ich DG mit!

Bis Samstag. By the way am So und natürlich auch am Sa ist im Limburg großer Flugtag (50 Jahre glaub ich).

So, das war genug offtopic! ;)
 
Kohlestäbe

Kohlestäbe

Bei Vierkantstäben reicht schon ein Mikrobelag an den Kanten, daß nichts mehr rein und raus geht. Zwar zeigen sich Rundstäbe manchmal bei stärkerer Erwärmung auch etwas Widerspenstig, meist reicht eine konsequente Abkühlung vor dem Zusammenstecken, doch die gehen eigentlich immer auseinander oder zusammen. Ich mache seit langear Zeit das ganze Procedere einfach nicht mehr mit und habe mich dahingehend beholfen, daß ich mit einem 3000 Schleifpapier die Kanten minimalst breche. Der Stab wird anschließend mit einer Hochglanz-Schleifpolitur wieder auf größte Glätte gebracht und auspoliert. Die Hülse reinige ich immer mit Aceton, dabei spanne ich um einen Vierkant-Holzstab einen getränkten Baumwollstreifen. Den Kohlestab kann man noch präparieren, indem man ihn mit Carnaubawachs behandelt und auf Hochglanz auspolieren und dadurch sehr gut gleitfähig macht. Meine Stäbe sind immer beim Autotransport an der kühlsten und dunkelsten Stelle. Also bei mir klappt es auf diese Weise, vielleicht helfen meine Anregungen.
 
Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass C-Fasern und damit bedingt auch CFK einen negativen Wärmeausdehnungskoeffizienten hat!
Metalle dehnen sich bei Wärme aus, C-Fasern ziehen sich zusammen, werden kürzer.
Das gilt für die Faserrichtung. Die Faser wird beim erwärmen kürzer und dicker.

Feuchtigkeit nimmt nur die Matrix (Epoxidharz) auf und quillt dabei sehr wenig.

Warscheinlich ist nicht der Verbinder dicker geworden sondern die Hülle in der Fläche hat sich in den Dimensionen geändert. Wenn die Hülle mit C-Fasern umwickelt ist, wird sie bei Erwärmung enger und der Verbinder sitzt strammer. Kühlt man das ganze ab, geht der Verbinder auch wieder leicht heraus.
Es ist besser die Verbinderhüllen in den Flächen mit Aramidfasern (Kevlar) zu umwickeln.
Meist sind die Verbinderhüllen in den Flächen gekaufter Modelle aus Glasgewebeschläuchen mit C-Faserumwicklung hergestellt. Die Innenfläche kann dann durch anschleifen oder Abnutzung deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen und aufquellen.

Also zusammengefasst:
Der Verbinder ändert sich nicht in den Dimensionen.
Fehlerquelle ist in den Verbinderhüllen zu suchen.

Abhilfe:
Nicht an dem Verbinder herumschleifen und die lasttragenden Fasern der Oberfläche beschädigen sondern die Hüllen mit feinem Schleifpapier etwas anschleifen. Die Glaslagen der Hülle dienen mehr oder weniger nur als Führung, die Faserumwicklung außen auf der Hülle verhindert das Aufreißen und die wird dadurch nicht geschädigt.
 
Also zusammengefasst:
Der Verbinder ändert sich nicht in den Dimensionen.
Fehlerquelle ist in den Verbinderhüllen zu suchen.

Abhilfe:
Nicht an dem Verbinder herumschleifen und die lasttragenden Fasern der Oberfläche beschädigen sondern die Hüllen mit feinem Schleifpapier etwas anschleifen. Die Glaslagen der Hülle dienen mehr oder weniger nur als Führung, die Faserumwicklung außen auf der Hülle verhindert das Aufreißen und die wird dadurch nicht geschädigt.

Super Hinweis, vielen Dank! Das werde ich auf jeden Fall mal probieren!
 
Das Problem scheint der "unterschiedliche" Ausdehnungskoeffizient von Rohr und Hülse zu sein, oder an der Quellwirkung durch Luftfeuchtigkeit.

Ich würde es mal mit einem Hauch von "Siliconspray" auf Rohr und Hülse versuchen.

Gruß
Dieter
 
Danke Christian,
für Deine ausführliche Erklärung.

Da ich dieses Jahr ohnehin nicht mehr (so oft) auf die Wasserkuppe fahre, werde ich die Fläche mal im Winter rauslegen. Dann müßten die Verbinder sich aus der Flächenhülle entnehmen lassen.

Also, CfK/GfK-Flieger kühl und trocken lagern!

Innen in den Vierkanthüllen, kann man leider nicht so gut reinigen bzw schleifen.
 
Ich würde es mal mit einem Hauch von "Siliconspray" auf Rohr und Hülse versuchen.
Ansich eine gute Idee, aber das würde ich genau so wenig machen, wie Bowdenzüge "schmieren". Auf dem Spray haftet sofort jedes Krümelchen oder Sandkorn und dann geht gar nichts mehr. Schön trocken und sauber lassen und ansonsten Christians Ratschläge befolgen :)

Gruß Christian
 
Stopp, bei den engen Passungen, passiert genau das Gegenteil wenn ihr Flüssigkeiten hineinbringt.
- dann klemmen sie erst recht und saugen sich Regelrecht fest!


Sauber reinigen und Fettfrei halten ist da angesagt.
Auch feinste Schleifriefen, können zu Abrieb führen welche die Steckung dann klemmen läßt.
- Daher war mein Rat, 000er Stahlwolle ( wird zum polieren von Holz benutzt ) aber noch besser ist die
Plexiglaspolitur, denn diese entfernt nur die erhabenen Stellen.


Danach wieder mit Alkohol / Aceton reinigen.
Das Steckungsrohr geht am besten mit einem Holzstäbchen an welchem vorne
ein Fensterleder aufgeklebt wurde. ;)


Gruß
Andreas
 
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