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Profilempfehlung für ein Fpv Fliugmodell

epoch

User
Moin, moin,

da ich mich mit der Konstruktion eines Fpv Fliegers beschäftige und mit der Wahl des Tragflächenprofils an meine Grenzen gestoßen bin,
möchte ich euch bitten, mir doch bei der Suche behilflich zu sein.

Das Modell soll eine Spannweite von 140cm und ein Gewicht von 1300g nicht groß überschreiten.
Die Tragflächen sollen aus EPP geschnitten werden und durchgehende Elasticflaps erhalten.

Gesucht wird ein Profil mit annähernd STOL Eigenschaften und
wenn irgendwie möglich, würde ich gerne auf Wölbklappen, sowie Vorflügel verzichten.

Da ich die Flaps ungern verstärken möchte, sollte die Endleiste nicht zu dünn ausfallen.

Das klingt jetzt zwar ein wenig nach der eierlegenden Wollmilchsau. Eine Annäherung wäre jedoch sehr wünschenswert. ;-)

Ein Dankeschön im Voraus und

Gruß Tom
 

k_wimmer

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Clark-Y !
Manchmal ist das Alte doch noch das Beste !
 
Wenn da nicht das unliebsame Wegsteigen wäre.
Huh?

Wegsteigen wann? Wenn, dann falsch getrimmt / falsche Stabilitätsmass / falscher Motorsturz.

Wenn Du die Oberfläche schnittrau lässt, kannst Du das Clark Y auch etwas aufdicken. Geht dann noch etwas mehr Richtung STOL. Endleiste einfach etwas abschneiden für ausreichende Dicke in Schaum.
 
Das Steigen und Sinken einen Flugzeugs wird über die Leistung/Drehzahl des Antriebs gesteuert! Es ist also völlig normal, dass ein Modell mit tragendem Profil steigt, wenn die Leistung erhöht wird...
Ich denke auch, dass ein Clark-Y für einen einfachen und unkomplizierten Flieger noch immer sehr gut geeignet ist. Und da ist es doch völlig Latte, wie alt das Profil ist. Wenn etwas funktioniert, macht es das in hundert Jahren immer noch. Und für langsameres Fliegen würde ich das Profil auch etwas dicker machen, das kann nicht schaden. Dieser Profilfetischismus wird eh ganz oft übertrieben. Ich denke, das sollte man nicht so irre überbewerten, es ist ja kein Hochleistungsmodell...

Gruß Mirko
 

epoch

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... als hättet ihr auf meine Frage gewartet!?

Danke für die schnelle Resonanz.

Ich roll´ die Einwände mal von hinten auf.

Zum S 3021: Darauf hatte ich auch schon mal geschielt, es aber wieder verworfen, da es mir nicht dick genug war.
Zudem heisst es in der Beschreibung: "Fazit: Das Profil ist für Freizeitpiloten mit Hang zur Thermik eine gute Wahl, für extrem hoch gestreckte Großsegler ist das Profil erste Wahl!"
Und damit kann ich nicht dienen. Bis zu wieviel Prozent ließe sich das Profil denn aufdicken?

Clark Y: Ich muss gestehen, daß ich persönlich ein Wegsteigen bei zwei von mir geplanten und gebauten Modellen noch nicht beobachten konnte.
`habe aber des Öfteren davon gelesen und wollte einfach mal etwas Neues probieren.
Die Schnittflächen sollen in jedem Fall sägerau bleiben und weder getaped noch laminiert werden. Was für eine Dicke wäre denn empfehlenswert?

Die jetzige Auslegung meines Modells lässt übrigens einen Austausch unterschiedlicher Profile zu, da es keine Profilanformung gibt.
D.h. es ist Spielraum für Experimente vorhanden.

Zur Veranschaulichung ist im Anhang eine Skizze ersichtlich, wie das Modell mal aussehen könnte.
Hier allerdings mit einem NACA 2415.

Was fällt euch zu diesem Profil ein?

P.s.: Eine Alternative wäre noch ein USA 35B, welches dem Clark Y sehr ähnlich ist. könnte mir dazu jemand Erfahrungen mitteilen?
 

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Zuletzt bearbeitet:
NACA 2415 ist genau so ein sau gutmütiges Allerweltsprofil, was von einigen schon verächtlich betrachtet wird, das aber an einem Motormodell sehr gut funktioniert, wenn du kein Rennen fliegen willst. Ich habe das an mehreren Eigenkonstruktionen verwendet und die Modelle flogen sehr gut. Es ist auch für klassischen Kunstflug ganz brauchbar, kannste also auch verwenden.

Ach so, und wenn ich mir deine beiden Profile da oben so anschaue, dann garantiere ich dir keinerlei Unterschiede, weil die Differenzen im Bereich der Bautoleranzen liegen. Da wirst du keinen Unterschied merken, niemals.

Gruß Mirko
 

epoch

User
Maiden

Maiden

Moin, Moin,

da ihr mich bei der Profilwahl so schreibkräftig unterstützt habt, möchte ich euch das Ergebnis nicht vorenthalten.
Auch wenn das fertige Modell nicht mehr sehr viel mit dem ursprünglichen Konzept gemein hat, erfüllt es seinen Zweck letztlich zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Es ist das Clark Y geworden!
Für Auslegungen wie diese ist es einfach konkurrenzlos gut.

Hier ein paar Daten zum Modell:

Spannweite: 130 cm
Gewicht: 1050 g
Tragflächeninhalt: 30 qdm
Tragflächenbelastung: 35 g/qdm
Motor: Dymond 2830 V3
Latte: Aeronaut 9/5
Accu: 3s 2200 mAh

Startstrecke ca.: 3 m
Steigwinkel ca.: 60-70 Grad

Bei Interesse schreibe ich gerne mehr.

Gruss Tom
 

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Reinhard

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Hi Tom,

bin jetzt erst auf deinen Thread gestoßen.
Ich hätte auch das Clark-Y empfohlen.

Dein Modell (Auslegung) hat vom Gewicht/Abmessungen/Motorisierung (Leistung/Akku) recht viel mit meinem TwinStar II gemein,
aus der Zeit, als ich mich mit FPV beschäftigt hatte, als das in D-Land noch (fast) unbekannt war.
Und das Teil war sowas von "gutmütig" dass ich es aus dem Sitzen starten konnte.

Deine Auslegung erinnert an den "Stick" (von Höllein?).
Auch als "Anfänger"-Modell prima geeignet.
So "hässlich", dass es schon wieder "schön" ist:) --> 100% zweckmäßig
 
Klasse Konzept

Klasse Konzept

Ein klasse Fliegerkonzept. Es besticht durch seine Einfachheit. Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Flieger, wenn er ebenso unkompliziert fliegt, zum absoluten Dauerbrenner in persönlichen Flugzeughangar werden könnte.

Gruß
 

epoch

User
Moin, Moin,

danke für`s Lob.

wenn er ebenso unkompliziert fliegt
Das tut er! ;-) Etwas mehr V-Form vorausgesetzt würde ich das Modell auch einem Anfänger an die Hand geben;
aber auch so ist es sehr gutmütig.
Obwohl der Hecksporn fest verklebt ist, lässt sich das Modell am Boden völlig unkompliziert bewegen.
Die grossen Räder und die Gummifederung mithilfe von Dichtungsringen tuen ihr Übriges.

falls es in Zeiten von ARF, BNF, RTF ... doch noch "Modellbauer" gibt, habe ich nachfolgend einige Fotos angehängt, die die ein oder andere Frage klären könnte.
Falls nicht stehe ich hier auch gerne Rede und Antwort.
Einen "echten" Bauplan gibt es nicht, da ich parallel baue und zeichne.
Aus der 3D Datei lassen sich aber alle relevanten Abmessungen entnehmen.
Wer also an einem Nachbau interessiert ist, dem sende ich gerne die Datei zu.
Gezeichnet habe ich mit der Pro Version Sketchup von Google. Die Standardversion gibt es kostenlos zum Download im Netz.
Da sich das Programm recht intuitiv bedienen lässt, können schon nach relativ kurzer Zeit erste Erfolgserlebnisse verbucht werden.

Die Rippen für die Tragflächen habe ich im Blockverfahren, die Leitwerke in Stäbchenbauweise und den "RC Träger" mit der Laubsäge hergestellt.
Und das Ganze am Esszimmertisch mangels Werkstatt aber einer sehr toleranten besseren Hälfte.
Der Leitwerksträger ist ein schwarz eingefärbtes 16/14mm GFK Rohr.
Alle zusätzlich verbauten Rohre bestehen aus CFK.
D.h. es wird auch kein umfangreiches Werkzeugsortiment benötigt.

Gruss Tom

Sollten die Moderatoren der Meinung sein, dass der Thread nun nicht mehr hier her gehört, mögen sie ihn doch bitte umplatzieren.
 
Tolle Modell

Tolle Modell

Tolle Idee und gelungenes Konzept.
Mit vernünftigem Aufwand ein Modell ohne Schaumstoff das noch viel ptential zum experimentieren zulässt.
 

epoch

User
Hallo Frank,

danke für´s Lob.
Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich habe so meine Probleme mit den Schaumstoffen -
ich werde einfach nicht warm mit dem Zeugs.
Es hat sicherlich viele Vorteile; aber ich liebe nun mal Holz.

Ich sehe das Modell ein wenig als "open source" Projekt.
Deshalb habe ich weitestgehend auf Klebungen verzichtet.
Das Modell lässt sich komplett in seine Einzelteile zerlegen. (SLW ausgenommen)
D.h. alles ist austauschbar.

Allerdings spukt auch schon eine etwas größere Nummer in meinem Kopf rum. (160-180cm Spannweite)
Erste Skizzen gibt es schon - schauen wir mal.

Gruss Tom
 
Hallo Tom,

ein tolles Konzept hast du da ausgearbeitet !! Gefällt mir sehr gut !

Übrigens, das USA 35 B Profil fliegt ebenfalls klasse, ich habe es auf meinem 1,80m Bushmaster (Eigenbau).
Ist im übrigen das das Original Profil der mantragenden Piper PA 22 Colt/Tripacer .........suuuuuuuuper Gutmütig......aber Langsam

Gruss Uli
 

epoch

User
Hallo Uli,

auch dir einen Dank für dein Feedback.
Mit dieser insgesamt positiven Resonanz habe ich nicht gerechnet.
Ich wollte schlicht und ergreifend nur ein simpel zu bauendes und fliegendes Modell entwerfen.
Vielleicht hatte ich ja einfach ein glückliches Händchen!?

Da ich momentan noch auf Zubehör für den Popeye warte, habe ich meine Skizzen für den Nachfolger mal auf die schnelle in Bits umgewandelt.
Zielsetzung war der Entwurf eines ähnlichen Modells, welches sich allerdings etwas flotter bewegen lassen sollte.

Womit wir wieder auf der Suche nach einem passenden Profil wären.

Ich denke das angehängte Rendering sollte für erste Discussionsansätze langen.

Gruss Tom
 

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Ich wollte schlicht und ergreifend nur ein simpel zu bauendes und fliegendes Modell entwerfen.
Vielleicht hatte ich ja einfach ein glückliches Händchen!
Oft sind die einfachsten Ideen die "BESTEN" ..... geht mir jedenfalls immer so.
Leider sehe ich nur all zu oft wie Leute tolle Konzepte ausarbeiten aber bei den "BASICS" oft totalen Murks produzieren.
Vielleicht wollen viele neue Inovationen , vergessen aber das "alt Bewährtes" einen oft schneller einfacher und "haltbarer" ans Ziel bringen.

Ich denke ich werde deine Idee aufnehmen und etwas "eigen Idee" einfließen lassen, da ich auch so ein Modell brauche.
Zum einen für schöne Luftaufnahmen, zum anderen brauche ich noch eine Schleppmaschine für R.E.S Segelflugzeuge.
Ich denke mit deinem Konzept lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Was ich mir so vorstelle:

Kraftvollen Flug
geringe Fluggeschwindigkeit
sehr gute kurz-Start und Landemöglichkeit
gutes Handling auch bei niedriger Geschwindigkeit
geringes Packmaß (fürs Auto)
einfach zu bauen und nachbauen (auch für Modellbauer ohne CNC Maschine)
im Notfall leicht zu reparieren
Preiswerter Aufbau (Standard Komponenten)

Ich denke ich werde deinen Popeye V.1 in ähnlicher Form auf 2 Meter Spannweite aufpusten. Stärkerer Motor (35xx), Akkugröße bleibt, Propeller auf 12x6 Zoll vergrößert. Profil USA35B. V-Form 2°.
Leitwerke an die Spannweite anpassen, größere Räder. Aufbau bleibt gleich.

Deinem Einverständnis vorausgesetzt würde ich anfangen ein solches Flugzeug zu zeichnen und es auch allen hier im Forum zugänglich machen.
Werde dann Vortschritte beim Zeichen und späterem bauen hier posten. Bauplan 1:1 mit Fräsdaten.

Frage:
Wie ist das Fahrwerk befestigt ? ich sehe dort immer einen Längst-schlitz ! ist das Fahrwerk gefedert ?


Gruss Uli
 

epoch

User
Hallo Uli,

danke für dein sehr treffendes Statement.

Deinem Einverständnis vorausgesetzt würde ich anfangen ein solches Flugzeug zu zeichnen und es auch allen hier im Forum zugänglich machen.
Werde dann Vortschritte beim Zeichen und späterem bauen hier posten. Bauplan 1:1 mit Fräsdaten.
Nur zu! Letztendlich profitiere ich doch auch von neuen Ideen und vielleicht baue ich sogar mit.
Das Konzept lässt ja reichlich Spielraum für Innovationen.
Hau rein! Ich bin schon sehr gespannt auf deine ersten Entwürfe.

Das Fahrwerk ist gefedert und hat sich bislang sehr bewährt.
Gestern habe ich das Modell einem Kollegen in die Hand gedrückt um zu erfahren, wie er über die Flugeigenschaften urteilt.
Da der Platz auf dem wir fliegen bei Südwind (gestern um 3 Bft) sehr abschüssig ist, hatte er eine recht ruppige Landung hingelegt - was das Fahrwerk aber klaglos weggesteckt hat.
Wie das genau aussieht erkennst du im folgenden Rendering.

fpva4dr.jpg

Die montage des Motors habe ich ebenfalls etwas detaillierter dargestellt.
Die ganze Chose wird nur mit einer 4mm Inbus Schraube gehalten.
So lässt ich die Komplette Einheit auseinander ziehen.
Die Gummiringe haben zudem eine dämpfende Funktion.
Mir ging es darum ein möglichst leises und schwingungsarmes Modell zu entwerfen - deshalb u.a. auch die Pull Version.

Gruss Tom
 

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