Programm zur STL-Erstellung für Klappprop-Mittelstücke

Ich habe gestern angefangen mich mit 3D zeichenn zu beschäftigen, nach einigem gesuche nach einem passendem 3D-Cad bin ich auf OpenSCAD gestoßen, es wird ausschließlich Skript-bassiert gezeichnet, kine Sendung mit der Maus, also perfekt passend für mein altes MS-DOS bassierendes Hirn ;-)

Über das Skript lässt sich ein Menü aufbauen, also als erstes mal ein Skript für Mittelstücke. Es sind so rechnerisch 17,5Mio Varianten Mittelstücke möglich


Es können rechts im Fenster die Parameter ausgewählt werden:

1.png



Auch Verwindung etc. ist möglich:

2.png



Bis zu 12Blätter.

3.png



Mit den Skriptfenster sieht das so aus, wenn man da nichts reintippen möchte, kann man es auch einfach wegklicken.

4.png



Wer das nutzen möchte:
Downlaoad https://www.openscad.org/downloads.html
Datei im Anhang laden, Mittelstücke.scad.txt (das .txt löschen)
In Ansicht Konsole und Editor verstecken aktivieren, wenn sie stören
Mittelstück rechts per Menü konfigurieren
Wenn fertig, oben einmal auf rendern klicken, danach auf STL, und fertig ist es.


Anregungen Ideen, und ggf Mithilfe ist erwünscht, das „Mittelstückeprogramm“ zu optimieren. Es ist noch lange nichts perfekt, bin ja absoluter 3D Neuling der noch keine 24h dabei ist.
Da ich keinen 3D Drucker habe, wären auch mal Testdrucke nett :-)
 

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Hallo,

interessantes Stück Software. Allerdings bekommt man mit den Hobbydruckern und dem dafür verfügbaren Material niemals ein haltbares Prop-Mittelstück gedruckt. Das fliegt euch schon bei niedrigsten Drehzahlen um die Ohren.

Grüße
Markus
 
Moin
Bei den Solarfliegern werden zunehmend die 3D gedruckten Teile eingesetzt, aber da sind die Leistungen eher gering. Das ist eher meine "Zielgruppe" um per Mittelstück den Antrieb dort sehr genau anpassen zu können, da kommt es bekanntlich auf jedes Prozentchen Wirkungsgrad an.

Auch etliche kleinere Elektrosegler nutzen die erfolgreich. Natürlich ist das nichts für den Hotliner. Das muss jeder für sich entscheiden, bis zu welcher Leistung er sowas einsetzt.
Man könnte noch einen Parameter für die Zungenbreite mit einfügen, um die "Stabilität" anzupassen.

Man kann sich schnell mal Prototypen drucken, um auszutesten welches MS (Durchmesser) perfekt zum Modell passt, bevor man das Alu-MS fräst (oder kauft).
Aus der STL kann man dann z.B. per Estlcam auch eine Fräsdatei erzeugen.

Selber will ich sie nutzen, um z.B. n100W-Werte der Props mit unterschiedlichen MS-Konfigs aufnehmen zu können. (z.B: für das DriveCalc, dort kann ich dann höhere Leistung simulieren).

Von dem 3D Druck an sich habe ich Null-Ahnung, fange selber da grade mit an.

Die Software fand ich sehr interessant damit sind so einige Dinge einfach realisiert, die man nachher noch per Parameter fix anpassen möchte.

Bilder von Dietrich und Udo aus dem Solarfliegerthread<



 
Zuletzt bearbeitet:
Für solche Anwendungen scheint das ja zu klappen. Man muss bei Drucken unbedingt auf die richtige Lage achten, denn in Layerrichtung halten die Bauteile wesentlich weniger aus. Ich wäre trotzdem nicht gerne in der Nähe, wenn so ein Mittelteil betrieben wird 😀😀.
 
Dass man die Teile parameterisiert (ich glaube so heißt das wohl) geht auch in anderen Programmen.
Hatte ich bisher nicht benutzt, finde ich aber schon gut, weil man unterschiedliche Abmesungen usw. ziemlich einfach machen kann.

Wegen der Stabilität hatte ich anfangs auch Zweifel. Ich fliege jetzt aber bereits 1,5 Jahre mit dem gedruckten Spinner+Mittellteil.
Allerdings habe ich nur max. 50W Eingangsleitung bei dem Solarflieger.
Bei einem anderen Flieger (vielleicht 100W) ist mit schon mal ein Prop im Flug abgefallen.
Der Fehler war hier wohl, dass ich alles mit 25% Füllungsgrad gedruckt habe, wodurch auch die äußeren Abschnitte bei den Schrauben hohl gedruckt wurden.
Seit dem ich die filigranen äußeren Abschnitte jetzt separat voll drucke hats bisher gehalten.

Ich hab auch schon mal einen 55-mm-Impellerrotor gedruckt, weil der originale Rotor defekt war.
Da habe ich mich allerdings bisher nicht getraut mehr als 2 Zellen zu verwenden. Das sind da aber auch schon 30000U/min.
Es gibt ürigens auch Druckmaterial mit Kohlefaserverstärkung.
Lilloo_Impeller1.jpg



Gruß Dietrich
 

mipme_kampfkoloss

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Vorweg:
Ich fliege mittlerweile auf meinen kleinen und 2m RES Fliegern mit 3D gedruckten Spinnern und Mitnehmern.
Ich habe hier kleine Drohnenmotoren drinnen - von 1408 bis 2204 Baugröße mit 3750kv bis runter zu 2300kv an 2S und 3S.
Auf den kleinen sind 6x3 oder 6x4 und auf den größeren Motoren 7x4 oder 7.5x4 drauf.
Die Drehzahlen bewegen sich im Bereich von 13.000 <-> 17.000 U/min. und 50 bis 180W.

Für OpenSCAD gibt es diverse Files die ähnliche Modelle erstellen können.
Leider hat keines der Ausdrucke gehalten. Ich habe zur Sicherheit immer einen Helm mit Visier, schnittfeste Kleidung und Lederhandschuhe getragen! Eine durch die Gegend schießende Luftschraube ist nicht lustig!

Ok, meine Erfahrungen:
- Wenn möglich M3 statt M2 Luftschrauben nutzen. M2 flieht viel schneller durch das Material, da geringere Seitenfläche.
- Die Flügel sollten min. 3mm breit sein
- Druckausrichtung habe ich horizontal gelassen, damit das Mittelstück sauber auf der Welle sitzt und nicht dort bricht
- pers. finde ich PETG besser für diesen Einsatz. Durch die höhere Zähigkeit, bricht das Mittelteil nicht plötzlich durch. Das hilft auch bei der notwendigen Flexibilität der Spinnerkappen. Die brechen bei PLA leicht mal beim aufsetzen. Außerdem kann man mit PETG eher auch bei höheren Temperaturen draußen fliegen...
 
Hallo Kampkloss
Hast Du ein Link zu den Files für OpenSCAD ?

Ich habe mal die "Zungenbreite" 2-8mm einstellbar gemacht. Datei hängt drann (EDIT, zusätzlich sind jetzt die Lausaugen noch vergrösserbar)
1607932679991.png
 

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mipme_kampfkoloss

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Muss mal nachschauen ob ich das noch habe. War definitiv nicht so komfortabel wie deines. Da musste ich die Parameter direkt im Sourcecode ändern. Das Ergebnis war ähnlich wie deine Screenshots.

Könnte man eine Option einbauen, sodaß die Unterseite gerade ist - also nur 90° oben abgerundet? Schaut dann besser im Druck aus.

Wie möchtest du die Spinnerbefestigung machen?
 

mipme_kampfkoloss

Vereinsmitglied
Teammitglied
Was ich noch erwähnen sollte: ich hab keine Löcher im 3D Model sondern nur kleine Einprägungen und die Bohrposition zu markieren.
Dadurch druckt der Drucker sauber Bahnen in dem Bereich und der Halt wird in den nahe am Loch liegenden Bereichen besser.
Wenn es nicht hält könnte man noch überlegen Messinghülsen einzupressen.

Ich hab mal schnell ein paar Screenshots ausm CAD gemacht von meinen:

mittelteil-v4.jpg


spinner-v4.jpg


spinner-v4-bottom.jpg


spinner-mittelteil-v4.png
 

wersy

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Hallo Holger,

ich beneide die Leute, die so gut mit OpenSCAD umgehen können.
Programmieren liegt mir leider nicht, sonst hätte ich viel mehr mit OpenSCAD gemacht.
Bis jetzt hat es bei mir nur zu einem Servoeinsatz gereicht.
Der große Vorteil ist hier, dass man eine parametrische Datei auch für jene zur Verfügung stellen kann, die sich nicht mit CAD befassen wollen.

Letztens brauchte ich eine 5 mm Aufnahme, um einen 3542-1450 KV Motor an 4S mit einem Propeller 9 x 6,5 vorab zu testen.


P1030986.jpg


Aufnahme gedruckt 2.jpg

Aufnahme gedruckt.jpg


Mit entsprechendem Sicherheitsabstand ließ ich den Motor mehrmals etwa 10 Sekunden lang mit voller Leistung laufen. Als ich anschließend alles für eine Standschubmessung angeschlossen hatte, hat es beim Gasgeben furchtbar gepfiffen - die Motorachse drehte durch, die Bohrung in der Aufnahme schmolz.
Eine gedruckte Aufnahme, die an die Motorachse geklemmt wird, ist natürlich im echten Einsatz unbrauchbar.

Um die Fliehkräfte in dieser Größenordnung optimal abzufangen, habe ich die Propellerlöcher vertikal, und mit möglichst vielen Perimetern gedruckt.

GCODE Propelleraufnahme.jpg


Für die nächste Standschubmessung werde ich mir lieber gleich eine Aufnahme kaufen...
 
Moin
Habe mal die Parameter überarbeitet. Alles etwas direkter, hat aber den Nachteil das man sich auch Unmöglichkeiten zusammen konfigurieren kann.
Auch mit der Höhe des Mittelstückes wächst nun auch das Material um die Blatthalterschrauben.
Größe des Mitnehmers ist jetzt auch direkt wählbar.
 

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thron1

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Hallo Holger,

tolles Script, vor allem für einen selbsternannten Anfänger 👍🏻. Ich glaube auch wenn man das mit richtigen Parametern/Druckschichten sliced, z.B. entsprechend viele Außenschichten und hohe Dichte (=Füllgrad) wo es wichtig ist, und dem richtigen Material, z.B. mit CFK Anteil, druckt, hält so ein Teil auch durchaus höhere Drehzahlen aus. Aber man sollte es hinsichlich der Drehzahl und Blattgröße sicher nicht übertreiben 😬. Ich werde das bei Gelegenheit mal mit einem EFX Racer und 8x6er Blättern testen 😉.
 

mipme_kampfkoloss

Vereinsmitglied
Teammitglied
So, ich hab jetzt mal die Fetzplatte abgesucht und glaube mich zu erinnern dass ich mit folgenden Files begonnen habe:

Da sind verschiedene Größen drinnen - jedoch nicht parametrisch. Angeblich halten sie jedoch 600W aus... 😯🤔

Das parametrische File für die Mittelstücke habe ich leider nimmer. Aber deins @Holger Lambertus schaut eh besser aus!

Andere parametrische Files die ich noch gefunden habe - sind halt beiden Luftschrauben:
KlappLuftschrauben Generator:

Starluftschrauben Generator:
https://www.thingiverse.com/thing:3506692

Ich hab versucht diese zu drucken, bin jedoch gescheitert.
Problem ist vorallem wie man die Stützstrukturen anlegt und dann wieder gut abbekommt. Sonst ist es einfach zu aufwendig.
Vielleicht mit Wasserlöslichen Stützstrukturen drucken oder mit einem Harz-Drucker...
 

mipme_kampfkoloss

Vereinsmitglied
Teammitglied
Bzgl. Druck: ich drucke immer mit 100% Füllgrad, Layerhöhe eher >= 0,2mm da dann weniger Layer notwendig sind und die Layerhaftung weniger problematisch für den halt der Schraube ist.
Wichtig ist auch beim Infill den Winkel des Füllmusters auf die Ausrichtung des Mittelteils auszurichten.
Ich finde es auch besser die Löcher nicht zu drucken, sondern dann nachträglich zu bohren. Dadurch habe ich mehr Stränge entlang der Hauptkraftrichtung...
 

wersy

User
@wersy
Wie wäre es wenn du ein dünnes Metalblech einlegst an dem sich die Welle festfressen kann. Vielleicht geht das?
Danke, zum Testen darf ich eben nur langsam beschleunigen, das geht.
Zum Fliegen gehe ich aber lieber auf Nummer Sicher - auch wenn ich für den dicken Motor, außer für meinen Delta, keine andere Verwendung sehe...
 
So, ich hab jetzt mal die Fetzplatte abgesucht und glaube mich zu erinnern dass ich mit folgenden Files begonnen habe:

Da sind verschiedene Größen drinnen - jedoch nicht parametrisch. Angeblich halten sie jedoch 600W aus... 😯🤔

Das parametrische File für die Mittelstücke habe ich leider nimmer. Aber deins @Holger Lambertus schaut eh besser aus!

Andere parametrische Files die ich noch gefunden habe - sind halt beiden Luftschrauben:
KlappLuftschrauben Generator:

Starluftschrauben Generator:
https://www.thingiverse.com/thing:3506692

Ich hab versucht diese zu drucken, bin jedoch gescheitert.
Problem ist vorallem wie man die Stützstrukturen anlegt und dann wieder gut abbekommt. Sonst ist es einfach zu aufwendig.
Vielleicht mit Wasserlöslichen Stützstrukturen drucken oder mit einem Harz-Drucker...
Bei petg und Abstand zu einer dichten Stützstruktur ist kaum Nacharbeit möglich
 

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Thoemse

User
Ich habe schon viele Flieger gedruckt aber mit gedruckten Klappmittelstücken ist die Erfahrung, sagen wir mal abenteuerlich. :D
PLA würde ich nicht nehmen. Siehe Foto. Das ist die Decke meines Bastelraums nachdem der Klapprop davonflog.

Wenn überhaupt, würde ich das mit PC oder Nylon + Carbon drucken, definitiv nicht mehr in PLA.
 

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