Programmierfrage zur MC22

Penzi

User
Hallo MC22 Besitzer,
ich hab folgendes Problem:
Ich hab in meinen Eraser F3j einen E-Antrieb eingebaut und nach Programmieranleitung aus dem Handbuch den Knüppel K1 in Flugphase "Normal" als Gas und in Flugphase "Landung" als Bremsknüppel zur Ansteuerung der Butterflyfunktion programmiert.
Jetzt möchte ich in der Flugphase "Normal" einen sanften Anlauf und Stopp des E-Motors gewährleisten, damit das Planetengetriebe nicht so ruckartig belastet wird. Also auch, wenn ich den Knüppel schnell durchbewege, soll der Steller etwas gedämpfter nachkommen. Seitens des Stellers ist es leider nicht möglich, so daß ich gezwungen bin, es irgendwie mit der Senderprogrammierung hinzukriegen.
Seht ihr da eine Möglichkeit???
Bis später,
Penzi
 
Hi Penzi,

es gibt von Simprop ein Delaymodul zwischen Servo und Empfänger.

Für besseres Verständnis:

Wozu willst Du die Verzögerung wirklich?
Damit hinterfrage ich natürlich Deine Formulierung "Schnelles Durchbewegen"

[ 12. Dezember 2002, 11:49: Beitrag editiert von: Rudy Fiala ]
 

Penzi

User
Hallo Rudi,
es ist mitunter nicht einfach, bewust langsam den Gasknüppel (zwecks Getriebeschonung) zu bewegen. Die E-Seglerei lässt einen manchmal, wegen der motorunterstützten Sicherheit, in Flugsituationen geraten, die ein hecktisches bewegen des K1 (zB. in zu niedriger Höhe) erfolgen lassen, obwohl es auch mit einer Verzögerung im 1 Sekunden Bereich nicht zum Absturz, wohl aber zur Getriebeschonung, führen würde.
Deswegen der Gedanke an die "Zwangsverzögerung".
Aber für externe Geräte, die im Rumpf verbaut werden müssen, ist kein Platz. Außerdem hatte ich gehofft, man könnte so was wie ein Expo auch auf K1 programmieren.
Bis später,
Penzi
 
Hallo Penzi,

als FC28 User bin ich es gewohnt, die Servogeschwindigkeit für jeden Kanal einzeln einstellen zu können. Diese Verzögerung läßt sich dann natürlich auch für deinen Regler nutzen und bewirkt einen Sanftanlauf.
Ich denke, eine solche Funktion sollte doch von der von einigen hier so hochgelobten MC22 auch zur Verfügung gestellt werden!(?)
Immerhin konnte die FC28 das schon vor ca. 12 Jahren.
Falls du nicht klarkommst, frag den Modi (halloooooo Aaarrrnnnoooooooo!!!!!!!)

Gruß

Thomas
 
Hallo Penzi,

die Delayeinheit von Simprop ist nichts anderes als ein ca. 2-3 cm lang "geschwollenes" Servo-Verlängerungskabel!

Mit zeitverzögerter Phasenmischung müsste sich das auch realisieren lassen, aber garantiert nicht mehr allgemeinverständlich.

Übrigens: ich habe mir in Gashebel-Neutralstellung vorsichtig ein Rasterzähnchen weggeschnitten. Da spüre ich jetzt ganz genau die Gashebelmitte. Gute Anregung? Ich glaube nämlich, dass das ein Teil Deines Problems sein könnte!

FAST HÄTTE ICH ES in Deinem Postig übersehen:
Natürlich gibts ein Gas-EXPO bezw etwas noch viel universelleres: DIE 5-Punkt-GASKURVE!! Eckig oder gerundet.
Wenn Du sie nicht in Deinem Standardmenue siehst und Du den EXPERT-Modus (oder wie das heißt) eingestellt hast, dann musst Du sie Dir mit Menuepunkt Ein/Ausblenden (oder wie der wieder heißt) auf den Screen holen.

Hallo Thomas,
ich bin einer der Hochlober. Die MC22 hat auf den 4 Steuerkanälen keine Knüppelsignalverzögerung, wozu auch. Ich verwende am Verbrennungsmotor prinzipiell langsamere Gasservos!

Bei den Phasenumschaltungen gibts allerdings einige "Bremsmöglichkeiten". Die Verwendung eines voll "anbeißenden" Getriebemotors ist eigentlich schon ein Sonderfall oder sogar Anachronismus, glaube ich zumindest.

Mañana

[ 12. Dezember 2002, 21:15: Beitrag editiert von: Rudy Fiala ]
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Hallo Penzi!

Ein verzögerter Anlauf des E-Antriebes müsste eigentlich programmtechnisch darzustellen sein. Ich brauche dazu allerdings folgende Angaben:

-deine Empfängerbelegung (einschl. die freien Kanäle, falls vorhanden)
-wie hast du den Wechsel der K1-Belegung bei Flugphasenumschaltung realisiert?

Immerhin konnte die FC28 das schon vor ca. 12 Jahren.
Hi Thommy! Auch vor 12 Jahren hättest du das mit deiner FC-28 auch nicht so einfach realisieren können. :p
Wenn du nämlich auf K1 das Gebersignal verzögerst-man kann nämlich auch bei deiner FC-28 nicht die Servogeschwindigkeit verzögern, sondern nur das Gebersignal-ergibt das zwar einen Sanftanlauf für den E-Motor, allerdings auch eine verzögerte Butterfly-Stellung, was ja nicht im Sinne des Piloten sein kann.
 
Unabhängig von der Programmierung möchte ich Penzis Vorhaben als solches hinterfragen.
(Penzi, bitte nicht böse sein! Wenn Du das schon so gewohnt bist, lass es so!)
Ich fliege mehrere elektrifizierte F3J Modelle. Hätte also das gleiche Problem.
Ich habe immer den Motor auf einem (2stufigen) Kippschalter/Kanal links oben am Sender.
Diesen nun lasse ich "sanft" vom Sender "anlaufen" (Getriebe!).
Den "Gas"Knüppel lasse ich für die Butterfliege allein. Auch diesen lasse ich etwas verlangsamt aus-, aber unverzögert einfahren.
Begründung:
Stufenloses "Gas" ist bei diesen Modellen überflüssig. 1/2 Gas reicht als Zwischenstufe.
Wenn ich bei der Landung zu kurz reinkomme, kann ich sofort den Motor anwerfen und durchstarten oder noch etwas "reinziehen".
Ohne erst den Flugzustand wechseln zu müssen (von denen auch ich mehrere habe).
Dies nur als Anregung.
Gruss Jürgen

[ 13. Dezember 2002, 09:54: Beitrag editiert von: Jürgen N. ]
 

k_wimmer

User
Hallo Leute,

Bei meiner P4000 kann ich die Zeitverzögerung für den Geber für jeden Flugzustand unterschiedlich einstellen, was soll da die ganze Aufregung?

Ich bin allerdings eher der Meinung von Jürgen, nämlich das der Motor auf einen eigenen Kanal gehört. Ich benutze dafür allerdings einen der mittleren Schieber, aber das ist Gewöhnungssache.
Eine unterschiedliche Geberbelegung je nach Flugzustand halte ich eher für gefährlich.
 

Penzi

User
Hi Leute,
danke für eure Inspirationen.
Aber der Gasknüppel soll bei mir beides, durch Umschaltung der Flugphase bewerkstelligen.
Ich bins so gewöhnt und brauch nicht noch nen eigenen Motorstellschalter.
Zu Arnos Frage:
Ich hab einen 7 Kanal Empfänger und der Motoranschluss liegt auf Kanal 1.
Die Programmierung hab ich laut Handbuch vorgenommen und kann sie im einzelnen auch nicht erläutern, da ich irgendwann aufgehört habe, die Schritte begreifen zu wollen. Aber das klappt prima.
Ich denke ich weiss, worauf du hinaus willst, aber der Empfänger sollte es schon bleiben(wegen akutem Platzmangel) und die Wölbklappen müssen auch weiterhin einzeln ansteuerbar bleiben.

Wenns nicht geht, gehts auch ohne, aber... schön wärs.
Bis später,
Penzi
 
Hallo zusammen,

@Arno: Du hast natürlich recht, das Gebersignal wird verzögert.
Aber auch das ging schon vor 12 Jahren bei der FC28 für jeden Flugzustand getrennt :) !
Man könnte das Ganze ja auch vielleicht mit unterschiedlicher Geberzuordnung je Flugzustand lösen, also einfach mit dem umschalten des Flugzustandes den Geber für Regler und Klappen tauschen. Das setzt nur vorraus, das man den 2. Geber programmtechnisch fixieren kann, so das je nach Flugzustand entweder die Klappen z.B. auf Neutral fixiert sind bzw. beim Landen der Motor auf "aus".
Ich verkneife es mir nur sehr ungern euch mitzuteilen mit welcher Anlage das problemlos zu realisieren ist :p :D .
 
Aber ja Penzi,

bin schon da,

Wenn Dir von der Knüppel-Neutralstellung weg im Stop-Schwachlastbereich ca. 25% Drehzahlstellung und dann im Vollgasbereich ca. 80-100% Motorleistung oder überhaupt 100% alleine bei Vollgas reichen, habe ich einen Lösung. FÜR KANAL1/Gasknüppel. Mit echter Zeitverzögerung AB der o.a. 25% und nicht nur mit der Gaskurven-Expoeinstellung. Von 25% auf ca. 80% hupft der Steller/Regler aber genau so ungebremst, als wenn Du den Knüppel nach vorne knallst. Von 80 auf 100% gehts dann aber mit der eingestellten Verzögerungszeit weiter.
Funktioniert sogar ohne Phasenumschaltung.

[ 14. Dezember 2002, 14:14: Beitrag editiert von: Rudy Fiala ]
 

Steffen

User
@Thomas: Deine Trietzerei ist wirklich doof. Hier braucht einer Hilfe und keine dummen Sprüche. Mal von dem Preisunterschied der fc28 zur mc22 abgesehen, entscheiden erheblich komplexere Fragen darüber, welche Anlage mehr kann. Ich kann Dir ja mal eine Aufgabe geben, die ich bisher nur mit der mc24 lösen konnte. Wenn Du das auch hinkriegst, dann wäre für mich die fc28 auch akzeptabel.

@Penzi:
Hm, ich habe nur eine mc24 und überlege schon, wie man das lösen könnte, ohne auf die Knüppeleinstellungen Zugriff zu nehmen. Hoffentlich setze ich keine Features ein, die die 22 nicht hat.

Erste Lösung, führt aber nicht zu einer kontinuierlichen Regelung des Motors:

Ideenansatz:
Da der Geber nicht verzögert werden kann, muss man auf einen verzögerbaren Weg übergehen. Bei der mc24 kann man einen höheren Geber (5-12) verzögern (das sollte mit der 22 auch gehen).
Ich habe sowas ähnliches für Butterfly ohne Phasen programmiert: Eingang für Geber 6 auf Schalter gelegt. Diesen Geber zeitverzögert, und mit 6->Bremse in den Butterfly eingemischt. Flugphase wäre auch möglich gewesen, wollte ich aber bei diesem Modell nicht.

Daraus ergibt sich folgender Ansatz:
wir stellen den Motor in Stufen. Pro Stufe brauchen wir einen Kanal, einen Geberschalter und einen Linearmischer.
Damit machen wir für jede Leistungsstellung folgendes:
-einen Geberschalter auf dem Gasknüppel für die entsprechende Leistungsstellung
-einen Kanal mit diesem Geberschalter als Eingang
-diesen Kanal verzögern
-diesen Kanal auf den Ausgang mischen, an dem der Regler hängt
Der Eraser hat wohl 4 Klappen, zwei mal V-Leitwerk, Regler, macht also 7 belegte Kanäle. Die mc22 hat doch 12 Kanäle intern, oder? Damit könnte man 5 Leistungsstufen realisieren (hat sie auch 5 Linearmischer frei?, sonst einen Kreuzmischer misbrauchen :))

Da fällt mir aber noch eine zweite Lösung ein, dazu muss der Regler einen festen Einsatzpunkt haben: bei -100% und weniger aus sein und bei +100% und mehr Vollgas liefern (andere Werte gehen natürlich auch):
Ich schreib das mal auf, wie ich sowas schrittweise programmiere, es sind halt immer dieselben Schritte: Idee, realisieren, Teilweise korrekt, Probleme sind noch dabei. Dann eben weiterdenken, nächsten Schritt drauflegen, etc. pp.

-wir nehmen einen Geberschalter auf dem Gasknüppel bei geringer Leistung (bei zB -95%)
-den nehmen wir als Eingang für einen verzögerten Kanal (zB 8), Zeitverlauf asymmetrisch 1.0sec
-diesen Kanal mischen wir auf den Gaskanal (8->K1) mit symmetrisch 100%.

Damit haben wir zwei Bewegungsanteile auf dem Gaskanal: die Knüppelbewegung und den zeitlichen Durchlauf des linear ansteigenden Signals von dem Geberschalter.
Dieser Kanal macht damit natürlich einen grossen Weg (aus dem Knüppel und dem Mischer 8->K1). Wenn nun Dein Regler erst bei -100% anfängt zu regeln und ab +100% volle Leistung hat, dann passiert folgendes:

Motor ist gedrosselt, Kanal1 steht auf -150% (-100% aus dem Knüppel+ -100% aus dem Mischer 8->K1, macht -200%, aber es werden nur -150% ausgegeben).
Jetzt knallst Du den Gasknüppel nach vorne, der Geber von K1 liefert +100%, der Mischer 8->K1 fängt mit -100% an und nach der Zeitverzögerung läuft er auf +100% hoch, gesamt also +200%, von denen wieder nur 150% ausgegeben wird.

Mal eben programmiert: Hm, nicht so toll. Es liegt sofort Halbgas an (+100% aus knüppel -100% aus Mischer), dazu kommt, dass man eben nur bis Halbgas runterregeln kann (+100% aus Mischer + -100% aus Gas.

Schrauben wir also an den Parametern weiter:
wir ändern den Mischer auf andere Parameter:
erstens verringern wir den maximal aufgemischten Wert auf 0%. Damit haben wir wieder den vollen Gasweg auf dem Regler. Zusätzlich drehen wir die Flanke möglichst steil, also: Offset 0%, Mischanteile -150% und 0%

Jetzt haben wir also den vollen Regelbereich, aber noch immer den schlagartigen Gassprung, aber immerhin nur auf -50% (K1=100% + -150% aus Mischer).
Also verschieben wir den Offset des Mischers auf +100% und machen die Flanke wieder steiler auf 100%.

Das sollte die maximal mögliche Lösung von Senderseite aus sein.
Jetzt haben wir einen voll am Knüppel hängenden Motor, der verzögert einsetzt. Was hiermit nicht geht, ist eine Vezögerung bei Änderung der Gasstellung zu realisieren. Gibt man also erstmal ein Stückchen Gas, dann läuft der Motor mit Verzögerung auf diese Gasstellung aber von dort aus kann danach mit voller Geschwindigkeit das Gas erhöht werden. Aber den Moment des ausfaltens der Blätter hat man damit auf jeden Fall abgesichert.

Ich hoffe, eine Möglichkeit hilft Dir.

Ach so, es gäbe natürlich noch eine ganz leichte Lösung, falls die mc22 an einer Stelle der mc24 mit ProfiROM entspricht: Seit dem ProfiROM kann man die Kanäle 5-12 auch auf Geber 1 und Trimm 1 legen. Also könntest Du evtl. den Kanal 8 auf Geber 1 legen und verzögern. Totlegen des Motors in der Landephase dann eben zB Mischer K1->K1 mit -100%

Ciao, Steffen
 
Hi Penzi,

was stört Dich daran die Gaskurve zu verbiegen und eine verlangsamung von 1 sek. einzustellen?
Ich hab das meist beim Einfahren der Klappen eingestellt, da manche Segler beim schlagartigen Einfahren der Klappen durchsacken. Diese Verlangsamung kann in beiden Richtungen wirken.

Andreas
 

Penzi

User
Hi Leute,
ich muß an der Stelle jetzt mal die Handbremse ziehen, weil ich sonst mit all euren Vorschlägen nicht mehr klar komme.
Ich werd als erstes jetzt mal Rudis Tip mit der 5. Kurve aufgreifen und sehen, ob es vielleicht schon das ist wonach ich gesucht habe.

Danke auch an Steffen für deinen super ausführlichen Bericht. Ich wollte eigentlich nicht, daß sich jemand soviel Arbeit mit dem Thema macht. Leider muß ich aber auch gestehen, daß mir die Zuweiserei so vieler Geber, Mischer und Kanäle, viel zu kompliziert ist. Da komm ich einfach nicht mehr mit.
Nachdem ich heute Gelegenheit hatte, meinen Erstflug mit eingangs erwähnten Segler zu machen,
geb ich mich jetzt mal ans verbiegen der Gaskurve.
Anlauf- und Abbbremsgeschwindigkeit gilt es ja eigentlich "nur" zu verzögern. :D

Ich geb später mal ne Info.
Bis dahin.
Gruß,
Penzi
 
Hi Penzi,

gratuliere zum Erstflug.

Betrachte das Folgende bitte nicht als schulmeisterlich, sondern als Tipp eines Großfluglehrers:

Trainiere unbedingt die LANGSAME, bewußte Bewegung der -hmm- Gashand! Das kann Modell-rettend sein !!!!! Und fürs (spätere, baldige?)Funfly-Fliegen ist es ohnedies unbedingt notwendig.

Hi Steffen,

So ähnlich habe ich es auch gelöst.
Dazumischen eines vorgewählten Geberausschlags und dessen Verzögerungszeit. Der Unterschied zu Deiner Lösung:
Ein Geberschalter bei zB. Vollgasseite 75% schaltet erst den voreingestellten Wert des
Gebers ein. Eben bei 75% Knüppelstellung UND dann mit der eingestellten Verzögerung wird zu K1 gemischt.

Den oberen Servoweg von K1 muss man entsprechend reduzieren damits in Summe wieder 100% ist; der untere Servoweg bleibt völlig unverändert.

[ 14. Dezember 2002, 19:05: Beitrag editiert von: Rudy Fiala ]
 

Steffen

User
Jetzt muß ich mich wieder bremsen!!!
Hmm? Was ist denn?

Die Programmierung ist gar nicht so kompliziert, ich habe sie nur komplett erläutert.

Mache einfach folgende Schritte (mit Codeseiten der mc24, wenn etwas bei der mc22 anders ist, Bescheid sagen)

1. Einen Geberschalter auf den Gasknüppel legen, bei ca. -90% (Code 42)
2. In der Gebereinstellung (Code 32) einen Kanal auf den Geberschalter koppeln (ich habe Eingang 8 auf G1 gesetzt) und die Zeitverzögerung wählen
3. Freie Mischer (Code 72): einen Mischer von 8 auf K1 mischen. Mischereinstellungen: Offset = 100%, Mixanteil 100%

Das wars schon.

Ciao, Steffen
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
@Steffen: Deine Überlegungen, ein Gebersignal über einen Mischer umzuleiten und dann wieder zum Geberausgang zurückzuleiten, also K1->10->Empfängerausgang 1 führen dich für eine entsprechende Verzögerung des Gebersignals auf Ausgang 1 nicht weiter. Das hast du ja aber auch selber festgestellt.

Grundsätzlich können nur Gebersignale verzögert werden. Da aber nur Gebersignale auf einen Mischereingang wirken, ist es zwecklos in diesem Falle auf den Geber 10 eine Zeitverzögerung zu programmieren. Auf den Mischereingang wirkt der Geber 1 und nur eine Zeitverzögerung von Geber 1 würde hier den entsprechenden Erfolg bringen, was aber bekanntlich nicht so ohne weiteres möglich ist.

Letztlich verbleiben m.E. nur drei Möglichkeiten:

1. Die MC-24 bietet das Menü "Knüppeleinstellungen" an. Hier ist es möglich, für die Geber 1 - 4 eine Geberzeitverzögerung einzustellen. Für den Geber K1 wäre hier eine asymmetrische Verzögerungszeit von 1 bis 1,5 Sek. einzustellen. Der Motor läuft somit sanft und Getriebeschonend an, schaltet aber schlagartig aus, wenn man den Knüppel entsprechend schnell zurück zieht. Für den Motor und das Getriebe ist dieses Verhalten unerheblich.
Großer Nachteil: Da dieses Menü nicht flugphasenabhängig ist, wirkt sich diese Zeitverzögerung natürlich auch beim Ausfahren der Flaps in die Butterfly-Stellung aus, das Einfahren erfolgt allerdings ohne Verzögerung.
Auch weiss ich nicht, ob dieses Menü bei der MC-22 vorhanden ist.

2. Mit der Einstellung der K1-Kurve lässt sich gleichfalls eine Art Sanftanlauf realisieren, was ja schon angeregt wurde. Bei der MC-24 kann man mittels Schalter zwischen zwei Gaskurven umschalten. Nach meinen Informationen ist das bei der MC-22 leider nicht möglich, so daß auch hier wieder der Nachteil besteht, dass sich diese Kurve auch auf die Butterfly-Stellung auswirkt.

3. Man programmiert einen Kurvenmischer K1->K1 und stellt folgende Kurve ein:



Am Knickpunkt müsste man die Kurve noch etwas runden.
Dieser Mischer darf nur in der Flugphase aktiv sein, in der der K1-Knüppel den Motor steuert. Entsprechen ist im Menü "Mix aktiv in Phase" der Mischer innerhalb der Phasen zu aktivieren und zu deaktivieren.
Dieser Mischer wirkt also nur auf den E-Motor, die Butterfly-Steuerung bleibt davon unberührt.
Weiterhin ist der Kanal 1 noch auf "Nur Mix" zu stellen, wenn das nicht bereits programmiert wurde.
Die Kurvenform kann man natürlich auch etwas verändern, hier muss man ein wenig experimentieren, bis man das gewünschte Ergebnis hat.

Wie du siehst, Penzi, ist dass alles nicht so einfach zu realisieren. Ob es nun den gewünschten Erfolg bringt, musst du selber einfach ausprobieren. Letztlich gesehen ist es tatsächlich ein fehlendes Softwareelement innerhalb der MC-Senderserie. Vielleicht wird ein Sanftanlauf in zukünftigen Softwareversionen besser berücksichtigt.

[ 15. Dezember 2002, 14:02: Beitrag editiert von: Arno Wetzel ]
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
Original erstellt von Steffen:


1. Einen Geberschalter auf den Gasknüppel legen, bei ca. -90% (Code 42)
2. In der Gebereinstellung (Code 32) einen Kanal auf den Geberschalter koppeln (ich habe Eingang 8 auf G1 gesetzt) und die Zeitverzögerung wählen
3. Freie Mischer (Code 72): einen Mischer von 8 auf K1 mischen. Mischereinstellungen: Offset = 100%, Mixanteil 100%

Die Programmierung ist soweit ok.
Jedoch lässt sich der Motor nun nicht mehr regeln, sondern geht sofort in die max. Drehzahl. Das tut er allerdings tatsächlich entsprechend langsam.
 
Oben Unten