olaf_peter
User
Hallo,
hatte mich erst mal an einen älteren Thread drangehängt:
aber unser Projekt nimmt jetzt Fahrt auf und vielleicht schaffen wir es ja diesmal, einen motorlosen Hängegleiter zuverlässig zum Fliegen und Landen zu bringen, möglichst mit Schwerkraftsteuerung (die Hoffnung stirbt zuletzt :-) - deswegen starte ich das hier mal neu.
Ich bin ehemaliger Drachenflieger (also 1:1) und musste den Sport 2023 aus persönlichen Gründen aufhören. Ich habe als Modellflieger (Segelflugzeuge) dann mal gestöbert und die US- Fa. RCT ("really cool toys") aufgetrieben, die ein tolles Video von einem scheinbar funktionierenden Hängegleiter auf youtube hatten. Habe dann viel weitergestöbert und die Fa. Aviation Products gefunden, die es aber leider nicht mehr gibt. Der Drachen von RCT ist erhältlich, aber hätte mit Piloten und Zoll so +3000 Euro gekostet - da baue ich ihn lieber selbst:-) Außerdem verkaufen die das in erster LInie als Statik-Modell; Nachfragen wg. Steuerung brachten irgendwie schwammige Antworten ("setzt Fachkenntnis voraus" ; "nicht so einfach")
Ansonsten habe ich bei Youtube noch die (ansonsten supertollen) Videos von Chris Norris gefunden und das von diesem Graupner- Drachen aus den 70ern - und das war es auch schon fast.
Und: Bei diesen Drachen wird geschummelt: Sowohl bei Chris Norris als auch in dem RCT-Video hatten die Drachen eine Steuerung durch aerodynamische Klappen auf dem Segel im Außenbereich. Bei Graupner wird einfach die Segelhinterkante verschoben. (wobei: aussehen tut das RCT-Teil und das von Chris Norris im Flug teilweise sensationell; wenn wir keinen Erfolg mit der Schwerkraftsteuerung haben, werden wir auf alle Fälle eine gute Lösung mit Klappen bauen :-).
Funktionierende Motor-Trike-Lösungen gibt es ja einige, auch mit dem WAVE3 ein aktuelles und funktionierendes Modell von Cefics, aber das ist nicht das, was wir wollen (wir wollen möglichst nahe am Original bleiben).
Ein Problem scheint das beim Runterskalieren eines Hängegleiters schlechter werdende Verhältnis von Gewicht zu Fläche unter Berücksichtigung der verwendeten Materialien zu sein (Also Gewicht wird nicht 1:3 reduziert, das wären sonst 30-40 kg). Die verwendeten Materialien sind meist nicht so stark runterskalierbar (0,5mm hartes Alurohr mit 18mm Durchmesser haben wir nicht gefunden), daher tendenziell relativ steifer, auch das Sergelmaterial, und da ist die erforderliche Strukturveränderbarkeit nicht so gut gegeben..
Weiterhin: bei den bisherigen Versuchen der Vorgänger werden in der Regel die Servos als Pilotenarme direkt mit der Steuerbügelbasis verbunden. Mit einem Mixer werden dann entweder gegenläufige Bewegungen (links-rechts) oder gleichlaufende Bewegungen (vor-zurück =hoch/runter) ausgeführt, was aber schon beim echten Hängegleiter durch die entstehende Drehbewegung nicht der Idealfall ist, da ein wesentlicher Teil des Piloten zu nahe beim Schwerpunkt bzw. Druckpunkt bleibt und dadurch die Wirkung nicht optimal ist.
Lange Rede kurzer Sinn: Zumindest muss sich der Pilot parallel zur Flugrichtung aus der Mittelachse bewegen können und zusätzlich noch eine Drehbewegung nach außen durchführen können. Und wenn das nicht ausreicht, muss die Struktur unterstützend geändert werden.
Aktueller Stand April 2025
Also das Modell 1:6 ist fast fertig; Gestell, Segel, Segellatten, Seile - ist alles zusammen und sogar ohne Fernsteuerung schon mal 5 Sekunden geflogen...
Parallelverschiebung des Pilotenkörpers funktioniert - und zwar in Kombination mit "Verdrehen" - und die Bewegungsmöglichkeit sieht ziemlich "echt" aus:-) -habe einen "Flugsimulator" gebaut, wo der Drachen drinhängt, um die Pilotenfunktionen zu testen. Außerdem habe ich -zur Sicherheit - noch die Graupner-Segelverschiebung integriert und noch was Anderes; (angeregt durch die FMT bereite ich gerade sicherheitshalber eine Gebrauchsmusteranmeldung vor; also Privatleute können das für sich dann nutzen und bauen, nur eben nicht gewerblich, Daher leider noch keine Details und Fotos dieser Sachen - aber bald; versprochen.)




Wenn alles gut geht, kommt der "Carlos", so heißt der Pilot, in den nächsten 2-3 Wochen in die Luft, dann wird sich zeigen, obdas alles nur heiße ist (Luft), oder ob es funktioniert. Wenn möglich, machen wir dann ein Video.
Eine Herausforderung wird auf jeden Fall sein, die ziemlich komplizierte Armmechanik alltagstauglich zu machen.
Mein Fliegerkollege ist mittlerweile auch mit dem 1:3 Modell weiter - ich frage ihn mal, ob ich seine Ergebnisse zeigen darf, dann würde ich das posten. Er hat sogar echte Sicherungsbolzen eingebaut (Feinmechanikermeister :-)
Das Ding wird RIESIG (3,60m Spannweite und ist im Original so ein Intermediate-Gerät (wer sich auskennt: "Santana") ein WW Sport-2- Nachbau von Apco Aviation mit ca. 16 qm Flügelfläche, also relativ viel Fläche. Wenn ich richtig gerechet habe, werden wir bei dem 1:3 so um die 2qm haben.
Aktuell geht der Pilot ("Carlos") seiner Fertigstellung entgegen und er wird mit dem Drachen kombiniert - das hat bis jetzt schon viele Stunden gekostet :-). Ich hoffe, das die ersten Tests in einigen Wochen laufen und dann wird man sehen, ob wir uns zu viel vorgenommen haben oder ob das Problem "Gewichtskraftsteuerung des RC-Drachen" endlich geknackt werden kann - und ob das ausreicht.
Was wir bei der Gelegenheit auch versuchen, ist, das Ganze hochstartfähig zu machen... (vermutlich elektrische Klinke am Gurtzeug des Piloten, ähnlich wie beim Original).
hatte mich erst mal an einen älteren Thread drangehängt:
Kurze Zwischenmeldung: das Modell 1:6 (s.o.) war mittlerweile an einem sehr windigen Tag ein paar Sekunden in der Luft - fliegen würde ich das noch nicht nennen: Ungesteuert, wollte ihn eigentlich nur in den Wind halten, er wurde dann aber leicht und da habe ich ihm doch mal einen kurzen Stoß verpasst :-). Leider war der Akku meiner actioncam leer... Also: er ist tatsächlich weggestiegen, hat sich dann aus dem Wind gedreht (hatte ja noch keine Steuerung drin, ich hatte nur SP, Lufflines usw. richtig eingestellt) und ist dann aber nicht gerade auf den Boden zu, sondern tatsächlich mit dem...
aber unser Projekt nimmt jetzt Fahrt auf und vielleicht schaffen wir es ja diesmal, einen motorlosen Hängegleiter zuverlässig zum Fliegen und Landen zu bringen, möglichst mit Schwerkraftsteuerung (die Hoffnung stirbt zuletzt :-) - deswegen starte ich das hier mal neu.
Ich bin ehemaliger Drachenflieger (also 1:1) und musste den Sport 2023 aus persönlichen Gründen aufhören. Ich habe als Modellflieger (Segelflugzeuge) dann mal gestöbert und die US- Fa. RCT ("really cool toys") aufgetrieben, die ein tolles Video von einem scheinbar funktionierenden Hängegleiter auf youtube hatten. Habe dann viel weitergestöbert und die Fa. Aviation Products gefunden, die es aber leider nicht mehr gibt. Der Drachen von RCT ist erhältlich, aber hätte mit Piloten und Zoll so +3000 Euro gekostet - da baue ich ihn lieber selbst:-) Außerdem verkaufen die das in erster LInie als Statik-Modell; Nachfragen wg. Steuerung brachten irgendwie schwammige Antworten ("setzt Fachkenntnis voraus" ; "nicht so einfach")
Ansonsten habe ich bei Youtube noch die (ansonsten supertollen) Videos von Chris Norris gefunden und das von diesem Graupner- Drachen aus den 70ern - und das war es auch schon fast.
Und: Bei diesen Drachen wird geschummelt: Sowohl bei Chris Norris als auch in dem RCT-Video hatten die Drachen eine Steuerung durch aerodynamische Klappen auf dem Segel im Außenbereich. Bei Graupner wird einfach die Segelhinterkante verschoben. (wobei: aussehen tut das RCT-Teil und das von Chris Norris im Flug teilweise sensationell; wenn wir keinen Erfolg mit der Schwerkraftsteuerung haben, werden wir auf alle Fälle eine gute Lösung mit Klappen bauen :-).
Funktionierende Motor-Trike-Lösungen gibt es ja einige, auch mit dem WAVE3 ein aktuelles und funktionierendes Modell von Cefics, aber das ist nicht das, was wir wollen (wir wollen möglichst nahe am Original bleiben).
Ein Problem scheint das beim Runterskalieren eines Hängegleiters schlechter werdende Verhältnis von Gewicht zu Fläche unter Berücksichtigung der verwendeten Materialien zu sein (Also Gewicht wird nicht 1:3 reduziert, das wären sonst 30-40 kg). Die verwendeten Materialien sind meist nicht so stark runterskalierbar (0,5mm hartes Alurohr mit 18mm Durchmesser haben wir nicht gefunden), daher tendenziell relativ steifer, auch das Sergelmaterial, und da ist die erforderliche Strukturveränderbarkeit nicht so gut gegeben..
Weiterhin: bei den bisherigen Versuchen der Vorgänger werden in der Regel die Servos als Pilotenarme direkt mit der Steuerbügelbasis verbunden. Mit einem Mixer werden dann entweder gegenläufige Bewegungen (links-rechts) oder gleichlaufende Bewegungen (vor-zurück =hoch/runter) ausgeführt, was aber schon beim echten Hängegleiter durch die entstehende Drehbewegung nicht der Idealfall ist, da ein wesentlicher Teil des Piloten zu nahe beim Schwerpunkt bzw. Druckpunkt bleibt und dadurch die Wirkung nicht optimal ist.
Lange Rede kurzer Sinn: Zumindest muss sich der Pilot parallel zur Flugrichtung aus der Mittelachse bewegen können und zusätzlich noch eine Drehbewegung nach außen durchführen können. Und wenn das nicht ausreicht, muss die Struktur unterstützend geändert werden.
Aktueller Stand April 2025
Also das Modell 1:6 ist fast fertig; Gestell, Segel, Segellatten, Seile - ist alles zusammen und sogar ohne Fernsteuerung schon mal 5 Sekunden geflogen...
Parallelverschiebung des Pilotenkörpers funktioniert - und zwar in Kombination mit "Verdrehen" - und die Bewegungsmöglichkeit sieht ziemlich "echt" aus:-) -habe einen "Flugsimulator" gebaut, wo der Drachen drinhängt, um die Pilotenfunktionen zu testen. Außerdem habe ich -zur Sicherheit - noch die Graupner-Segelverschiebung integriert und noch was Anderes; (angeregt durch die FMT bereite ich gerade sicherheitshalber eine Gebrauchsmusteranmeldung vor; also Privatleute können das für sich dann nutzen und bauen, nur eben nicht gewerblich, Daher leider noch keine Details und Fotos dieser Sachen - aber bald; versprochen.)




Wenn alles gut geht, kommt der "Carlos", so heißt der Pilot, in den nächsten 2-3 Wochen in die Luft, dann wird sich zeigen, obdas alles nur heiße ist (Luft), oder ob es funktioniert. Wenn möglich, machen wir dann ein Video.
Eine Herausforderung wird auf jeden Fall sein, die ziemlich komplizierte Armmechanik alltagstauglich zu machen.
Mein Fliegerkollege ist mittlerweile auch mit dem 1:3 Modell weiter - ich frage ihn mal, ob ich seine Ergebnisse zeigen darf, dann würde ich das posten. Er hat sogar echte Sicherungsbolzen eingebaut (Feinmechanikermeister :-)
Das Ding wird RIESIG (3,60m Spannweite und ist im Original so ein Intermediate-Gerät (wer sich auskennt: "Santana") ein WW Sport-2- Nachbau von Apco Aviation mit ca. 16 qm Flügelfläche, also relativ viel Fläche. Wenn ich richtig gerechet habe, werden wir bei dem 1:3 so um die 2qm haben.
Aktuell geht der Pilot ("Carlos") seiner Fertigstellung entgegen und er wird mit dem Drachen kombiniert - das hat bis jetzt schon viele Stunden gekostet :-). Ich hoffe, das die ersten Tests in einigen Wochen laufen und dann wird man sehen, ob wir uns zu viel vorgenommen haben oder ob das Problem "Gewichtskraftsteuerung des RC-Drachen" endlich geknackt werden kann - und ob das ausreicht.
Was wir bei der Gelegenheit auch versuchen, ist, das Ganze hochstartfähig zu machen... (vermutlich elektrische Klinke am Gurtzeug des Piloten, ähnlich wie beim Original).




Sobald ich Zeit habe, fange ich mit dem Nähen an.























