Projekt 2025: Hängegleiter M1:3 mit neuen Steuerungsansätzen im Eigenbau

Hallo,
hatte mich erst mal an einen älteren Thread drangehängt:

aber unser Projekt nimmt jetzt Fahrt auf und vielleicht schaffen wir es ja diesmal, einen motorlosen Hängegleiter zuverlässig zum Fliegen und Landen zu bringen, möglichst mit Schwerkraftsteuerung (die Hoffnung stirbt zuletzt :-) - deswegen starte ich das hier mal neu.

Ich bin ehemaliger Drachenflieger (also 1:1) und musste den Sport 2023 aus persönlichen Gründen aufhören. Ich habe als Modellflieger (Segelflugzeuge) dann mal gestöbert und die US- Fa. RCT ("really cool toys") aufgetrieben, die ein tolles Video von einem scheinbar funktionierenden Hängegleiter auf youtube hatten. Habe dann viel weitergestöbert und die Fa. Aviation Products gefunden, die es aber leider nicht mehr gibt. Der Drachen von RCT ist erhältlich, aber hätte mit Piloten und Zoll so +3000 Euro gekostet - da baue ich ihn lieber selbst:-) Außerdem verkaufen die das in erster LInie als Statik-Modell; Nachfragen wg. Steuerung brachten irgendwie schwammige Antworten ("setzt Fachkenntnis voraus" ; "nicht so einfach")
Ansonsten habe ich bei Youtube noch die (ansonsten supertollen) Videos von Chris Norris gefunden und das von diesem Graupner- Drachen aus den 70ern - und das war es auch schon fast.

Und: Bei diesen Drachen wird geschummelt: Sowohl bei Chris Norris als auch in dem RCT-Video hatten die Drachen eine Steuerung durch aerodynamische Klappen auf dem Segel im Außenbereich. Bei Graupner wird einfach die Segelhinterkante verschoben. (wobei: aussehen tut das RCT-Teil und das von Chris Norris im Flug teilweise sensationell; wenn wir keinen Erfolg mit der Schwerkraftsteuerung haben, werden wir auf alle Fälle eine gute Lösung mit Klappen bauen :-).
Funktionierende Motor-Trike-Lösungen gibt es ja einige, auch mit dem WAVE3 ein aktuelles und funktionierendes Modell von Cefics, aber das ist nicht das, was wir wollen (wir wollen möglichst nahe am Original bleiben).

Ein Problem scheint das beim Runterskalieren eines Hängegleiters schlechter werdende Verhältnis von Gewicht zu Fläche unter Berücksichtigung der verwendeten Materialien zu sein (Also Gewicht wird nicht 1:3 reduziert, das wären sonst 30-40 kg). Die verwendeten Materialien sind meist nicht so stark runterskalierbar (0,5mm hartes Alurohr mit 18mm Durchmesser haben wir nicht gefunden), daher tendenziell relativ steifer, auch das Sergelmaterial, und da ist die erforderliche Strukturveränderbarkeit nicht so gut gegeben..

Weiterhin: bei den bisherigen Versuchen der Vorgänger werden in der Regel die Servos als Pilotenarme direkt mit der Steuerbügelbasis verbunden. Mit einem Mixer werden dann entweder gegenläufige Bewegungen (links-rechts) oder gleichlaufende Bewegungen (vor-zurück =hoch/runter) ausgeführt, was aber schon beim echten Hängegleiter durch die entstehende Drehbewegung nicht der Idealfall ist, da ein wesentlicher Teil des Piloten zu nahe beim Schwerpunkt bzw. Druckpunkt bleibt und dadurch die Wirkung nicht optimal ist.
Lange Rede kurzer Sinn: Zumindest muss sich der Pilot parallel zur Flugrichtung aus der Mittelachse bewegen können und zusätzlich noch eine Drehbewegung nach außen durchführen können. Und wenn das nicht ausreicht, muss die Struktur unterstützend geändert werden.

Aktueller Stand April 2025

Also das Modell 1:6 ist fast fertig; Gestell, Segel, Segellatten, Seile - ist alles zusammen und sogar ohne Fernsteuerung schon mal 5 Sekunden geflogen...
Parallelverschiebung des Pilotenkörpers funktioniert - und zwar in Kombination mit "Verdrehen" - und die Bewegungsmöglichkeit sieht ziemlich "echt" aus:-) -habe einen "Flugsimulator" gebaut, wo der Drachen drinhängt, um die Pilotenfunktionen zu testen. Außerdem habe ich -zur Sicherheit - noch die Graupner-Segelverschiebung integriert und noch was Anderes; (angeregt durch die FMT bereite ich gerade sicherheitshalber eine Gebrauchsmusteranmeldung vor; also Privatleute können das für sich dann nutzen und bauen, nur eben nicht gewerblich, Daher leider noch keine Details und Fotos dieser Sachen - aber bald; versprochen.)

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Wenn alles gut geht, kommt der "Carlos", so heißt der Pilot, in den nächsten 2-3 Wochen in die Luft, dann wird sich zeigen, obdas alles nur heiße ist (Luft), oder ob es funktioniert. Wenn möglich, machen wir dann ein Video.

Eine Herausforderung wird auf jeden Fall sein, die ziemlich komplizierte Armmechanik alltagstauglich zu machen.

Mein Fliegerkollege ist mittlerweile auch mit dem 1:3 Modell weiter - ich frage ihn mal, ob ich seine Ergebnisse zeigen darf, dann würde ich das posten. Er hat sogar echte Sicherungsbolzen eingebaut (Feinmechanikermeister :-)

Das Ding wird RIESIG (3,60m Spannweite und ist im Original so ein Intermediate-Gerät (wer sich auskennt: "Santana") ein WW Sport-2- Nachbau von Apco Aviation mit ca. 16 qm Flügelfläche, also relativ viel Fläche. Wenn ich richtig gerechet habe, werden wir bei dem 1:3 so um die 2qm haben.

Aktuell geht der Pilot ("Carlos") seiner Fertigstellung entgegen und er wird mit dem Drachen kombiniert - das hat bis jetzt schon viele Stunden gekostet :-). Ich hoffe, das die ersten Tests in einigen Wochen laufen und dann wird man sehen, ob wir uns zu viel vorgenommen haben oder ob das Problem "Gewichtskraftsteuerung des RC-Drachen" endlich geknackt werden kann - und ob das ausreicht.

Was wir bei der Gelegenheit auch versuchen, ist, das Ganze hochstartfähig zu machen... (vermutlich elektrische Klinke am Gurtzeug des Piloten, ähnlich wie beim Original).
 
Also Joe von cefics fliegt den Wave auch mit einem Hängegleiterpiloten liegend drunter, funktioniert auch wie beim Wave mit Gondel sehr schön, kann man aber (noch?) nicht kaufen
 
Also Joe von cefics fliegt den Wave auch mit einem Hängegleiterpiloten liegend drunter, funktioniert auch wie beim Wave mit Gondel sehr schön, kann man aber (noch?) nicht kaufen
Danke für den Tipp. Hast Du das gesehen? wie starten die denn?
Joe hatte gesagt, dass sie schon länger damit experimentieren; ich will demnächst eine Paragleiterschulung machen, da werde ich mal fragen...

Ich hoffe aber, unserer ist früher in der Luft :-)
Abgesehen davon ist der Wave ein super ausgereiftes Fluggerät, aber nicht so ganz das, was wir vorhaben (von der Form her ist da noch ziemlich viel Rogallo drin -> geringere Streckung, weniger Doppelsegel und weniger Profiltreue als bei dem, was wir vorhaben (z.B. mit 20 Segellatten, nur 2 weniger als beim Original).
 
Hallo Christian,
Hallo Olaf,
... weniger Profiltreue als bei dem, was wir vorhaben (z.B. mit 20 Segellatten, ...
das sind auch die Punkte, die mir an dem Wave nicht gefallen. Ansonsten hätte ich schon einen...
Schon mein erster Drachen (ein Impuls 14) hatte vorne an der Nase einen eingenähten Schaumstoff im Tuch. Das war zwar auch nicht die ultimative Lösung, aber das Tuch sah definitiv nicht so aus:
Drachen_Wave_Ausschnitt.png

Heute sollte es kein Thema sein, vorne ein versteiftes Material ein zu nähen. Zusätzlich hilft jede zusätzliche Segellatte einiges.
Hier ein Beispiel:
Drachen_Spyder_Ausschnitt.jpg


Einen schönen Drachen in klein (also z.B. in 1:3) hätte ich gerne.

Viele Grüße
Mirko
 
Hallo Mirko,
der Wave hat allerdings den Vorteil, dass er schon fliegt und gut steuerbar ist :-) - Aber wir arbeiten daran. Nächste Woche sollen die ersten Flugversuche mit dem 1:6 starten - es geht vor Allem um die verschiedenen Ideen zur Steuerung, da hat er außer der Parallelverschiebung 3 weitere eingebaut, die unabhängig oder kombiniert auf dem Seitenruder liegen - wenn er überhaupt lange genug in der Luft bleibt...
Ich habe ja als Segel so ein gebrauchtes von einem echten, der hatte an der Anströmkante noch eine Lage relativ dünnes Mylar drauf, ich habe aber auch aus dem Fesseldrachenbau so ein Mylar gefunden, das kommt in jedem Fall auf das nächste 1:6- Modell. Wobei das Dacron schon einen ganz guten Job macht und vor Allem ist unser Segel ja gespannt - was aber eben auch die Steuerprobleme macht.

Vllt. versuchen wir es auch gleich mit dem Hochstart - wenn das klappt, könnten wir auch zu Flugzeit kommen... Wenn nicht, müssen wir wahrscheinlich noch mal i die Werkstatt :-/
Ich berichte zeitnah, hoffentlich auch mit Video. Wenn es klappt, ändere ich mein Profilbild :-)
 
Hallo Olaf,

du kennst die Problematik mit dem Hochstart und den zwei Seilen, die nacheinander abgeschmissen werden müssen?
Ich würde mich an dieses Thema (bei einem Modell) so schnell nicht dran trauen...
PANA2530_Ausschnitt_klein.jpg


Viel Erfolg, ich drücke die die Daumen!
Mirko
 
So- ich war mittlerweile bei dem Drachenbauer bautek in Trier, der Harald Zimmer hat super Input gegeben und es war suer interessant, seine Geschichte zu hören.
Ergebnis war, dass wir folgendes verändern werden:
1. Segelspannung- 4 kg auf der Segelhinterkante wurden vorgeschlagen und haben wir realisiert:

Gestell ungespannt...

Segelspannung0.jpg

Und mit 4kg gespannt:
Segelspannung1.jpg

Man sieht deutlich die Biegung/Vorspannung.
Da haben wir alle 20cm das Maß abgenommen und in die Konstruktion übernommen. Das Segel wird jetzt mit dieser "Biegung" genäht und wenn das Querrohr gespannt wird, ergibt sich a) eine schöne Segelsannung und b) das Pitch an dem Außenflügel!

2. Die Segellattentaschen werden nicht mehr - wie beim Vorlagedrachen SANTANA- mit einer naht unter das Segel genäht, sondern mit 2 Nähten. Das ergibt eine deutlich bessere Profiltreue

3. Die Segellatten gehen nicht mehr ganz vor das Seitenrohr, sondern liegen im oberen Bereich auf. Das ist zwar etwas tricky, gibt aber auch ein besseres Profil.

Mit etwas Glück komme ich bald dazu, das neue Segel zu schneiden und zu nähen (1:6), dann werden wir auch unsere neue Steuerungstechnik ausprobieren. Wir haben das mit dem parallel verschieben des Piloten wohl hinbekommen - sieht man hier:


Man kann die Bewegungen auch kombinieren.

Allerdings werden wir bei der nächsten Version zusätzlich Klappen auf dem Außenflügel einbauen wie bei den bisher funktionierenden Versionen, einfach um Lehrgeld zu sparen. Wenn unsere Steuerung im Flug ausreichend ist, kann man die ja wieder weglassen...
 
..hm, leider ist das Video "privat" 😭

Gruß, Harry
 
Hallo Olaf,

schön das es hier weiter geht. Ich bin auf die neuen Ergebnisse (mit dem neuen Segel) gespannt.

Viele Grüße
Mirko
 
So- Segelkonstruktion ist fertig. Das ist das Obersegel mit Verstärkungen und Klappenposition - werde da wohl Klettband drannähen, da kann man die bei Bedarf dranmachen oder abnehmen..

Hier sieht man gut die Krümmung.

Und natürlich musste ich das auch gleich schneiden, auch wenn es mitten in der Nacht ist... 🙂 Sobald ich Zeit habe, fange ich mit dem Nähen an.
Segel Muster mit Klappe.jpg
 
Nur kurze Zwiachenmeldung: Das Projekt ist in Wartestellung, weil mein Handrücken vor 2 Wochen eine unangenehme Begegnung mit einer 14x8- Luftschraube bei Halbgas hatte. alle Sehnen zum Glück ok :-)
Sobald die Schiene ab ist, geht es weiter (noch 2 Wochen, hoffe ich)
 
So - weiter gehts.

Gestell neu gebohrt - dafür gibt es eine Bohrschablone, die 0° / 90° und 3,5° (Swiveltips) festlegt. Damit ging es sehr genau.
20250923 image020.jpg

Dann die Ruder am alten Flügel geplant und Servos an der Querrohr-Seitenrohrverbindung eingebaut:


Falls das mit dem Video nicht klappt, hier ein Foto:
Ruderfunktion.jpg


20250923 image015.jpg


20250923 image014.jpg

Gestell komplett mit 3 Servos:


20250923 image013.jpg


Detail Pilotenschwenk (ist jetzt echt minimalistisch):

20250923 image011.jpg

Und das neue Segel erfüllt alle Vorstellungen (wohlgemerkt: hier ist nur das Querrohr gespannt - die Segellatten selbst sind noch nicht in den Taschen gespannt und die Spannlatte und Swiveltips (Schränkungsanschlag) sind auch noch nicht drin):
20250923 image007.jpg
20250923 image008.jpg


Interessant sind die Querfalten im Untersegel - die waren mir schon bei der Vorversion aufgefallen, ich hatte aber leider nicht zu Ende gedacht, deswegen muss ich jetzt noch mal auftrennen und ändern. Ursache: durch die Profilgebung wird jetzt naturgemäß die Oberseite länger und die Unterseite kürzer. weil aber beide so genäht wurden, dass sie flach aufeinander lagen, ist jetzt unten Material übrig. Also: Auftrennen, entlang der aktuellen Nählinie messen, ins Programm übertagen und wieder zsammennähen - das wird hinterher stehen wie eine 1 (hoffe ich ) :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Olaf,

toll zu lesen, mit wie viel Aufwand du das Projekt weiter treibst. Noch schöner war allerdings, dein gestriger Besuch bei mir. So konnte ich dein neues Werk auch mal "befingern". 😀

Wie besprochen möchte ich gerne hier ein Foto zeigen, das ich von deinem Flügel gemacht habe.
PANA8108_gedreht_klein.jpg


Hier sind die Außenflügel noch nicht gespannt, weil die entsprechenden Stäbe noch nicht hergestellt waren. Das Foto wurde gemacht, in dem die Nase tief und die Endleiste hoch gestellt wurde. Dann haben meine Laser den Flügel von vorne beleuchtet...


Viele Grüße
Mirko
 
Hallo Olaf,

toll zu lesen, mit wie viel Aufwand du das Projekt weiter treibst. Noch schöner war allerdings, dein gestriger Besuch bei mir. So konnte ich dein neues Werk auch mal "befingern". 😀

Wie besprochen möchte ich gerne hier ein Foto zeigen, das ich von deinem Flügel gemacht habe.
Anhang anzeigen 13078472

Hier sind die Außenflügel noch nicht gespannt, weil die entsprechenden Stäbe noch nicht hergestellt waren. Das Foto wurde gemacht, in dem die Nase tief und die Endleiste hoch gestellt wurde. Dann haben meine Laser den Flügel von vorne beleuchtet...


Viele Grüße
Mirko
Deine Konstruktion mit den Lasern ist so geil! :-) Habe das noch mal analysiert und es zeigt zumindest, dass das Segel ziemlich gleichmäßig ist und die Prifilwölbung vorhanden ist, wobei der Bogen am Flügelende schon eine gewisse Spannung zeigt (nicht runterhängt). obwohl dei Spannlatten noch nicht drin sind.
Ich erinnere mich, dass beim "echten" Drachen die Lufflines und die Swiveltips im Normalflug immer entlastet waren, d.h. der Luftstrom hat den Flügel irgendiwie noch mal "angehoben" . Ich hoffe, dass wir, wenn Oberverspannung, Swivels, Lufflines und Unterverspannung eingebaut sind, wir das noch mal wiederholen können und dass man da einen Unterschied sieht.
 
Hallo Olaf,

heute hatte ich noch eine andere Idee. 😎
Beim nächsten Mal, machen wie die Fotos in dieser Art:

PANA8127_640.jpg


Viele Grüße
Mirko
 
So - endlich tut sich wieder was:
Auf dem Draufsichtfoto weiter oben sieht man, dass im Bereich der Nasenplatte das Segel einfällt. Das liegt daran, dass da zu wenig Spannung drauf ist.
Nachdem ein Drachenbauer mich darauf aufmerksam gemacht hatte, habe ich das Segel noch mal da aufgetrennt und konisch zusammengenäht. Das ist das Ergebnis:
20251015_131426.jpg
Von unten:
20251015_131622.jpg

wird noch etwas besser, da die zentrale Segellatte vorne noch etwas höher kommt.
Hier noch ein Detail vom Flügel; wie beim echten wurde diesmal Neopren an den Durchbrüchen angebracht - verbessert dei Aerodynamik:
20251014_235418.jpg



Dann haben wir ihn bei Mirko vor das Laserraster gestellt.
Ergebnis: Flägel schön gerade, etwas zu wenig Pitch in der Mitte (wurde mittlerweile über die Lufflines korrigiert), und: mit Rudern sieht das Bild fast so aus wie ohne, das heißt: die Ruder werden die Aerodynamit vermutlich nicht sehr stören.
IMG-20251014-WA0010.jpgIMG-20251014-WA0009.jpgIMG-20251014-WA0011.jpg

Na ja, und dann waren wir heute fliegen, und da habe ich ihn einfach mal mitgenommen, um ihn in den Wind zu halten, wenn möglich.
Vorne hat noch etwas Blei gefehlt - wird durch das Trapez und den Steuermechanismus vermutlich später überflüssig - man kann noch nicht wirklich viel sehen, aber man hat gemerkt, wie er leichter wurde - Profil und Pitch scheinen deutlich besser zu sein als bei der ersten Version mit dem Segel ohne Spannung und den dünnen Messing- Segellatten.


Das Nächste wird vermutlich sein, dass ein verschiebbares Gesicht am Kielrohr angebracht wird, um die Steuerung um die Querachse zu ermöglichen, und dann geht es mit den Rudern und der Schwerkraftsteuerung an den Übungshang (auf jeden Fall noch dieses Jahr, wenn das Wetter mitspielt...)
 
Hier noch die neuen Segellatten ( 24 Stück 4mm Alurohr mit 0,3mm Wandstärke).
20251008_233556.jpg
Die ganze Flügelkonstruktion wiegt übrigens inkl. der beiden Flächenservos und Kabel, aber noch ohne den Rest der Fernsteuerung, Trapez und Piloten aktuell 765g. Die Fläche beträgt 0,6 qm. Wenn ich richtig gerechnet habe, wären wir bei angestrebten 1,5 kg Gewicht bei 25g/dm² Flächenbelastung.

Für jede Segellatte gibt es eine Form:
20251007_172609.jpg
 
So - hatte einen krankheitsbedingten Ausfall, daher viel Zeit, die Steuerung neu zu machen - diesmal Ellenbogen und Handgelenke mit Anschlägen und Arme mit Federdämpfung.
So funktioniert es:



Neutral:

20251023_193415.jpg

Gezogen (= SP nach vorne):
20251023_193817.jpg

20251023_193605.jpg



Gedrückt (=SP nach hinten):

20251023_193801.jpg

20251023_193623.jpg



Links gedreht:

20251023_193647.jpg

Rechts gedreht:

20251023_193659.jpg

links parallel:

20251023_193733.jpg

links parallel + gedreht:
20251023_193647.jpg

rechts parallel:

20251023_193725.jpg

rechts parallel und gedreht:
20251023_193713.jpg

DIe Lagerung wurde verbessert, so dass jeder Zustand jetzt genau eingenommen wird. Vorher hatte die Rückstellung nicht 100%ig geklappt, man musste manchmal nachsteuern, das ist jetzt hoffentlich weg.
Die Anschläge verhindern, dass er sich "verheddert" (überdreht) und die Federn sollen den Längenunterschied beim Parallelverschieben dämpfen und bei harten Stöpßen die Servogetriebe schützen. Die Federspannung ist dabei einstellbar.

In den nächsten Tagen baue ich noch das verbesserte Trapez und dann kommt er wieder in den Simulator. Wenn alles passt, wird es spannend.

Ich sach' mal so: Wenn ein RC-Hängegleiter schwerkraftmäßig steuerbar ist, dann muss es deiser sein; weiter bekommt man das gesamte Pilotengewicht nicht rüber...
 
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