Projekt "Phoenix 2021" - elliptische Flügelgeometrie

Rudi T

Vereinsmitglied
Servus Experten!

Balsaholz gebunkert, schlechtes Wetter für die Großfliegerei, coronale Unannehmlichkeiten, laaaange Abende und so weiter und so fort.....
kurzum - Zeit für die Werkstatt um meinen Wunsch nach einem F2B Modell mit elliptischer Flächengeometrie nachzukommen.

Also beginnen wir mit dem für mich am erst- oder zweitlästigsten - dem Rippenblock.....

Sicherlich habt ihr ja schon alle x-fach Rippenblöcke gesehen, aber nach der gestrigen Stauborgie muss es raus....

Satte 23 Gramm wiegen die Dinger, schau mer mal, wie's wird...

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Rudi T

Vereinsmitglied
Heute die Belohnung des Zusammenbau......

Die beiden äussersten Rippen sind auch aus dem Block. Damit sie in das "Gesamtbild" passen hab ich im Bereich der Sehne etwas herausgeschnitten und die beiden Hälften wieder verklebt.

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Rudi T

Vereinsmitglied
Die erste Seite der Nasen- und Endleistenbeplankung und die Aufleimer sind geschafft. Die grobe Form der Randbögen ist auch ersichtlich - schön langsam nimmt die Chose etwas Form an...:cool:


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Rudi T

Vereinsmitglied
Nun gilt's also die Unterseite zu beplanken...........
Wie haltet Ihr das mit dem Steuerdreieck und ggf. Anschlägen?....da gibt es ja die verschiedensten Herangehensweisen.

Ich mach immer einen soliden Anschlag, bei mir 45° am Steuerdreieck.
Ich hab schon Modelle gesehen, da habe die Ruder fast nach vorne geschaut und sich die "Gestänge gekrümmt", wenn man bei einer Leine angezogen hat....

Die M2 Mutter des Gestänge wird natürlich noch gesichert - ansonsten ist mein erster Versuchsträger des "rudimentären" Steuerdreiecks fertig zur "Rundumversiegelung"

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Ich vermute , dass das Carbon Steuersegment sich mit der Zeit in die Balsaholzanschläge eindrückt/einarbeitet.
Meine Abhilfe wäre,
zwei 10mm x 10mm x 1mm Gfk Plättchen mittels CA an die Balsaholzanschläge der Berührungspunkte v. Segment ,
mittig zu kleben bzw. punkten.
Kontakt: Carbon vs. Gfk und nicht wie im Foto gezeigt Carbon - Balsaholz.
Zu weiche Anschläge (Balsa) haben bei Carbon keine lange Standzeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Peter !
Meinst du das hält so gut, dass man da nie wieder ran muss ? Blöd wäre ja, wenn die Plättchen im Flug abfallen und das Segment verklemmen. Ich würd beim Balsa bleiben.. Vielleicht noch mit dünnem CA nachhärten..
 
Hi Sebastian

Wenn die Klebeflächen an den Balsaholzanschlägen plan und eben sind
haften die Carbon o. Gfk Blättchen o. Streifen mit CA auf ewig.
Damit wird die Kraft des Segments auf den rel. weichen Balsaholzanschlag flächig verteilt.
Dazu die Klebeflächen der Anschlagblättchen vorher mit Schmirgel etwas aufrauen.
Die Oberfläche des Anschlags nur mit CA zu härten bringt leider nur eine dünne Schicht Oberflächenhärte
die fix durchgedrückt bzw. per Carbon Segment gebrochen werden kann .
O.T.
Ja, leider hat das Space Shuttle während seines Flugs Hitzeschutzkacheln verloren.
Aber solchen Belastungen ist diese Fläche hier nicht ausgesetzt.

LG
Peter
 
Hallo.

Liebe Leute, das ist ein Kunstflugmodell! Wie oft und wie lange hat man da Vollausschläge?? Vor allem "unter Last", also im Flug???
Ich würde mal sagen - NIE! ??

Gruß
Willi
 

f4bscale

User
Wozu braucht es Anschläge? Der mögliche Drehwinkel eurer Hand ist Anschlag genug. Der Willi hat sowas von Recht.
Noch eine Anmerkung zur Anlenkung der Schubstange. Ich verwende hier Kugelgelenke. Die ermöglichen Spielfreiheit und das Problem des Verkantens der Achse ist auch nicht vorhanden.

Wolfram
 
Zuletzt bearbeitet:

Rudi T

Vereinsmitglied
Servus Experten!

Hoppala, da liegt ja wieder Diskussionspotential in der Luft:cool:

Die Anschläge dienen bei mir dazu

1.) um einem vordefinierten max. Drehweg +/- des Steuerdreieck, einen dazu definierten Ruderausschlag+/- zuzuordnen.
2.) Beschädigungen der Mechanik durch ungewolltes Überdrehen des Steuerdreiecks zu verhindern. (z.B. Leinenstolperer....)
3.) Bei der von mir gewählen Einbauart würde sich das Dreieck unter Umständen heraushebeln, weil es nicht frei (90 ° +/-) drehen kann.

Wegen der Festigkeit des Anschlags mach ich mir aber keine Sorgen, die beaufschlagte Fläche ist ca. 50 mm2 groß, da kann's schon öfters g'scheit anklopfen:cool:

Für das Fliegen an und für sich brauch ich den Anschlag nicht - soweit kommt's im Normalfall nie....da bin ich ganz bei Willi!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi !
Ich baue Anschläge ins Modell, um ein Überdrehen des Segmentes über die Mitte zu verhindern. Normalerweise fährt man das Dreieck nicht bis ran, nur in einer Notsituation kann das passieren. Ich persönlich habe relativ blöd aus der Wäsche geschaut, als ich zwar das Modell im ersten moment vor dem Einschlag gerettet habe, es dann aber noch drei Loops geflogen ist um am ende doch noch Einzuschlagen.
Für den Fall sind die GFK platten etwas overengineered :D

Grüße !
 

Rudi T

Vereinsmitglied
Servus Experten!

Die Beplankung ist zu, somit gibt's bei den Anschlägen nix mehr zum ändern...........
Nachdem auch alle Aufleimer ihren Platz gefunden haben, bleiben noch die Randbögen übrig.
Nasenseitig sind Klötze verbaut - am Innenflügel werde ich die Klötze traditionel noch ausnehmen (der Gewichtsgeier lässt grüßen)
Aussen bleibt es so wie am Bild..

Und weil ich das Gewicht angesprochen habe.......diesmal relativ schwer mit 190 g für die 142 cm Spannweite....aber dafür relativ festes Beplankungsholz:cool:

...............und auch zu sehen die Gummimethode für's beplanken............sollten gerade irgendwo Zweifel vorhanden sein, wie man das auch machen könnte......da gibt es ja die verschiedensten Herangehensweisen.

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Festes, hartes 1,5mm Beplankungsholz ist nie ein Fehler.

Aus dem Nähkästchen:
so geschehen und gesehen während eines F2B Wettbewerbs im ehemaligen Osten d. BRD.
Ein F2B Profi Pilot rollte nach der Landung mit seinem Modell aus und
ein herbei gelaufener , hilfsbereiter Zuschauer wollte den Flieger selbst und Stolz in die Pits zurück tragen.
Dabei drückte er ein Loch mit Daumen und Zeigefinger in die dünne, softe und leichte Balsaholz Nasenbeplankung.
Der Pilot und Modellerbauer was not very amused.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
...............und auch zu sehen die Gummimethode für's beplanken............
Hallo Rudi,
gefällt mir sehr gut Deine Gummimethode. Baue grade eine Fläche für eine M35, da werde ich das auf jeden Fall mal ausprobieren. Habe die Methode in meine Sammlung mit zwischenzeitlich mehr als 700 Tipps und Tricks für den Flugmodellbau aufgenommen.
Gruß Herman
 

Rudi T

Vereinsmitglied
Servus Hermann!

Nun denn....wünsche gutes Gelingen......

Zur Info, die Beplankung ist auch an der Nase mit einer Balsaleiste + Stecknadeln "niedergenagelt"....sieht man im Foro nicht:cool:
Wichtig: zuerst alle Nadeln positionieren, Gummiringe bereit halten, ggf. ein Zangerl bereit halten, um die Nadeln entsprechend in die Leisten zu bekommen.....
 

Rudi T

Vereinsmitglied
Sooodala....

Die Randbögen sind doch etwas aufwändiger zu bauen - nun ist alles soweit einmal zugerichtet und grob verschliffen - die Bespannseide ist bestellt.
Wie schon von Anfang an bei der Fläche ist auch dieses Detail nicht nach Plan gebaut. Diesen nehm ich eigentlich nur für die grundsätzliche Form.

Mit 200 g sind wir gut im Rennen, jetzt geht's an die Flaps und das Höhenleitwerk.

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Rudi T

Vereinsmitglied
Hier mal ein Bild von der Flap - Produktion.
Die gekrümmte Endleiste hab ich aus vier Streifen 2 mm Balsa laminiert - die ursprünglich angedachte Leiste hat sich doch relativ stark gegen die Biegung gewehrt.

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