Projektvorstellung - Thermale 3m Aquila

Kyrill

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Ich möchte hier mal mein aktuelles Projekt eines "Sundowner" vorstellen. Angefixt durch die guten Eigenschaften des RESopenS habe ich darüber nachgedacht das eine größere Spannweite auch eine bessere Sichtbarkeit in der Höhe mit sich bringt. Man wird nicht jünger, das gilt auch für die Augen. Also habe ich mir mal um die 3 Meter vorgenommen. Als Profil ist zunächst einmal ein antik anmutendes Aquila smoothed geplant. Grund: Einfach zu bauen, gute Kritik und angeblich für Sundowner gut geeignet. (Aber alles änderbar). Ziel ist ein gut Thermik annehmendes Flugmodell das um die 1,5 Kilo wiegt und mit einem RES-Gummi gerade noch startbar sein sollte. Beim RESopenS hat sich das V-Leitwerk als gut herausgestellt. Deshalb habe ich zunächst keine Querruder geplant und verlasse mich auf 2 Störklappen wenn es mal zu doll nach oben geht.
Meine Bitte an Euch ist es mal über den Entwurf zu schauen und fachliche Kritik zu üben.
Thermale3m-Aquila-V1.pdf
 

Anhänge

Das sieht wieder gut aus. Mach doch bitte langsamer mit deinen Ideen. Ich komme mit dem Bauen nicht nach:) Der Resopen will noch gebaut werden und du haust schon das nächste Habenwillmodell raus. Sehr cool.
 

Kyrill

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Trotz des Shutdowns vom Forum ging es natzürlich mit dem Thermale weiter...

Kleinteile wurden gefräst
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Die V-Leitwerkaufnahme wurde vorbereitet
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Das V-Leitwerk wurde geklebt und verschliffen
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Eine Stellprobe mit 4 Eneloops und Servos aber ohne Anlenkungsbowden wurde durchgeführt..
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Von der Fläche sind bereits 4 Teile bis auf die Nasenleiste fertig.
 

Kyrill

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Stellprobe mit den beiden Mittelflächen. Sieht alles sehr gut aus bislang.
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Die Mittelflächen wiegen knapp unter 100g. Die Beplankung oben wird endgültig geschlossen wenn die Kabel und die Flächensicherungslasche eingebaut sind.
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Die mittleren Flächenstücke wiegen knapp über 100g ohne die Störklappenservos und die Klappe selbst aber mit den Steckungen.
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So im Augenblick liegen die Flächenaussenstücke auf dem Brett...
 
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Das schaut gut aus. Wie lange ist das Rohr. Habe hier noch etliche Carbonpfeile liegen.

Gruß

Ben
 

Kyrill

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Heute gibts was an die Nase... 12mm Leisten aus einem 8er Brett geschnitten und aufgeklebt. Nun kommt die Fleisarbeit daraus die Nasenleiste zu formen...

Dazu gibt es diese kleinen Helferlein. Eine Schablone je fürs Ende und die Mitte eines Flächenstückes sollten reichen.

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Vor dem Verschleifen zeichne ich die Form der Nasenleiste seitlich schon mal an.

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Sobald der Leim trocken ist gehts nachher mit Balsahobel und Schleiflatte ans Werk...
 
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Kyrill

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Diese nachträgliche Stümperei kann man sich sparen wenn man die Beplankung oben am Rand gleich 20mm überstehen läßt und dann zusammen mit den überstehenden Holmen in die richtige Schräge verschleift. Dann stimmt der Bogen des Profils genau und diese Flickerei entfällt.
Wieder was gelernt...


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Aber ich hoffe so gehts auch...
 

Kyrill

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Das Verschleifen der Nasenleisten ist durch. Hat ganz gut funktioniert. Insbesondere dank dem gestern eingetroffenen, 280mm langen, Permagrit Schleiflotz den ich mir endlich mal gegönnt habe...

Holzlatte mit aufgeklebtem Schleifpapier ging bislang auch, aber der Schleifklotz mit diesem Dauerschleifmaterial ist viel standfester.

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reinika

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Hallo Peter
Schön dass Du eigene Entwürfe realisierst 👍 das war mal im Modellflug normal.

Zum schicken Randbogen möchte ich einen kleinen kritischen Gedanken beisteuern:
Da wird wohl über einen breiten Geschwindigkeitsbereich die Strömung abgerissen sein, weil er "nur" mit Ebene Platte profiliert ist.
Am Flügel hast Du mit dem "Aquila" ein Auftriebsmonster gewählt, da kann die Ebene Platte nicht mithalten. Aussen fällt ca zwar steil ab, aber gerade mit dem eher langen Randbogen dürfte da noch Überlastung auftreten, speziell im Langsamflug, wo Du mit der Profilierung vornehmlich fliegen wirst.

Das ist zum Einen natürlich leistungsrelevant, aber auch das Handling kann gestört werden. Je nach (geringer) Schiebedämpfung kann das einseitige, wechselnde Ablösungen erzeugen und damit eine Tendenz zu Taumelschwingungen.
Gerade Modelle ohne Querruder mit viel V-Form sind da anfällig. Knapp dimensionierte Seitenleitwerke können da mit der Dämpfung überfordert sein, erst recht ein knappes V-Leitwerk.
Ich habe allerdings deine Auslegung nicht überprüft, das sind nur grundsätzliche Gedanken.

Hier noch ein guter Artikel zur Auslegung von V-Leitwerken. (Fazit: Projektionsfläche vom X-Leitwerk ist zu klein) Vielleicht schaust mal rein.



Ansonsten, Holm- und Rippenbruch !
Reini
 

Kyrill

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Danke für deine Hinweise Reini! Ich hoffe das mein Leitwerk gross genug ist. Es hat zur Zeit ca 14% des Flächeninhaltes der Tragfläche. Mein erster Entwurf hatte 17% und war gefühlt riesig gross...
Ist ja wie immer ein "Lernflugzeug". Sollten irgendwelche Eigenschaften im Flug mies sein, werde ich die Randbögen ändern.
Inzwischen haben die Flächen Hochzeit gefeiert.

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Eine hat 303 die andere 293 Gramm.
Ein TOW von 1300g rückt in die Nähe!
 

reinika

User
Jo, im Flug muss es sich zeigen. Wenn Unarten auftreten weisst Du jetzt wo suchen.

Viel Erfolg
 
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