PS-Begrenzung statt Geschwindigkeitsbegrenzung

GC

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Es wird schon längere Zeit diskutiert, auf Autobahnen ein Speed-Limit einzuführen. Hierdurch werden Unfälle bei hohen Geschwindigkeiten vermehrt vermieden und für die Umwelt soll es auch gut sein.
Ich frage mich nun wäre es nicht wesentlich besser, wenn man ein Leistungslimit einführen würde. Ich denke jetzt nicht an das Dahinkriechen mit max 90PS. Was wäre wenn neu zugelassene Fahrzeuge max 200 oder 250 oder sogar 300PS haben dürften. Ein großer Aufschrei ging durch Deutschland insbesondere von der Automobilindustrie. Nicht Nur Ferrari und Porsche würden auf die Barrikaden gehen sondern auch BMW, Mercedes, Audi, VW etc.
Wenn ein Motor wenig Leistung (z.B. nur 200PS, ist das wirklich wenig?) hat und dann doch noch 250km/h schaffen sollte, so wäre das schon eine Innovation in Richtung Luftwiderstand und somit auch gut für die Umwelt.
Das ganze wurde mir wieder ein von der Neuankündigung von Mercedes richtig bewusst, als dieses Haus ein 800PS Monster ankündigte, was wirklich nicht in unsere wie auch immer geartete Landschaft passt.


Was meint ihr zu dem Ansatz der Leistungsbegrenzung?
 

Flugass

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Ich wäre dagegen! Jeder wie er möchte.
Zudem wieder so ein "Verdienelement" für die Autoindustrie. Schau bloß mal was z.B. Neuwagenkäufer bei einem Audi RS6 für die V-Max Aufhebung auf 305 km/h ausgeben! 12.500,-€ ab Werk. Und das ist das meist verkaufteste Feature beim RS6 ;-)
Aber vielleicht liegt meine Meinung auch daran weil ich wohl eher zu den "PS-Fetischisten" gehöre :D
 

Malmedy

User
Wenn sich irgendwo irgend etwas verbieten oder reglementieren lässt, werden wir Deutschen es schon finden!
Da sind wir Weltmeister und ernten todsicher großen Beifall, wenn damit auch noch Neidkomplexe bedient werden können.
Wenn man die Geschwindigkeit, aus welchen Gründen auch immer, beschränken will, dann soll man es tun und nicht durch die Hintertür neue Bauvorschriften für Autos erfinden. Ganz abgesehen davon, dass das völlig unrealistisch wäre, weil es EU-weit gelten müsste.
Schau nach USA, da fahren PS-Monster mit max. 80 MpH. Geht auch!

Grüße
Michael
 
Hi Gerhard,
das bringt nix. Ich wäre für die Einführung von Fahrkursnachweisen für Alle die mit Leistungsfähigen Fahrzeugen unterwegs sein wollen. Und dazu noch dass erst nach 10 -15 Unfallfreien Führerscheinjahren gekauft werden darf. Das würde die Jungen Speeder erst mal Ausschalten , das wäre das Wichtigste , den die sind bei Unfällen mit Leistungsstarken Fahrzeugen an Vorderster Front an zu treffen. Sollte an sich auch wie bei der Vorderung der Fahrkünste bei Älteren Semestern genauso laufen. So wie mein Opa über die Kreuzungen im Altern von 80 Jahren gefahren ist, kann das nicht weiter gehen. Sein Spruch, Die anderen sehen ja das ich komme und ohne Bremsen rüber über die Kreuzung. Sehtest tut auch bei manchen Not.

Happy Amps Christian
 

x78587

User
in Italien gilt bei dreispurigen Bahnen bis 150 km/h, meist wird das aber von den Betreibern nicht frei gegeben.
Zudem gibt es eine Staffelung nach Fahrzeugart und Führerschein: Autobahn: In Italien sicher nutzen - Bußgelder im Ausland 2021 (bussgeldkatalog.org)

Das mit den "Unfällen" ist mittlerweile auch kein Argument mehr, wir haben derzeit schon mehr getötete Radfahrer, als Opfer auf den Autobahnen, zudem ist das nur der geringste Anteil bei über 130 km/h. Hauptsächlich sind bei Unfällen LKW´s mit im Spiel.
Sehe jetzt kein Problem bei "800PS" gibt schon viele Fahrzeuge die das können, aber man sieht es ihnen optisch nicht an. Mehr in Unfälle verwickelt sind die auch nicht. Für Leistungsstarke Fahrzeuge, ist der Markt eh nicht in Deutschland, sowas verkauft sich sehr gut in den arabischen Staaten, und den USA. Zudem heist das nicht dass man damit "schnell" fahren muss, obwohl das von vielen Erwartet wird.
Ein Tempolimit, würde ich zunächst nur für die vielen Kleintransporter einführen auf max 120 km/h. Zudem ein generelles Überholverbot für LKW auf zweispurigen, Ausnahme dann nur auf dafür freigegeben Streckenabschnitten. Einen Stufen-Führererschein wie beim Zweirad, würde ich auch begrüßen.
Noch was, niemand schert sich um die Rund 8000 Selbsttötungen im Jahr, noch um die etwa 11000 Unfälle im häuslichen Bereich, mit tödlichem Ausgang.

.
 
So eine Begrenzung gab es doch schon mal: in der DDR gab es als Standard 2 Zylinder und in der Oberklasse 3 Zylinder. Natürlich beide als 2-Takter.
Schön gemütlich... Sicherer war es deshalb nicht.
Egal, ob ich mit 6, 8 oder 12 Zylindern unterwegs bin, man kann sich auch mit einem E-Bike prima totfahren.
Die einzige Begrenzung, die ich gut fände, wäre eine Gewichtsbegrenzung. 800kg für Verbrenner, 1000 für Elektros.
Das muss kesseln...
Andreas
 

bendh

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@x78587
Ich finde auch, Selbsttötungen gehören verboten und mit 3 Jahren Zuchthaus bestraft. Leider ist die Totesstrafe abgeschafft.
Wer zu Hause beim Fensterputz vom Hocker fällt muss die Krankenkosten privat bezahlen.
Soll er/sie doch einen Fensterputzer arbeiten lassen, dann wäre es ein Arbeitsunfall und würde von der Versicherung bezahlt.


( Da man hier damit rechnen muss, dass nicht jeder mitdenkt, der Hinweis dass der Betrag Ironie enthält)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein PS Limit ist ziemlicher Unfug, denn geht gänzlich am eigentlichen Thema vorbei.
Wenn man etwas drüber nachdenkt dann wäre es eher sinnvoll ein Leistungsgewicht einzufügen.
Denn ein Caterham (oder KTM X-Bow) ist mit 150-200 PS schon ein Spaßgerät dass dem Sinn des Themenstarters entgegen steht.
Gut, den Caterham (X-Bow) gäbe es auch noch mit 700 (800) PS... :D

Letztlich soll sich jeder zulegen was er will, nur Kontrolle gehört verschärft und Strafen für Fehlverhalten in dem Bereich drastisch verschärft.
Aber solange man noch den neuen Bußgeldkatalog zurückziehen muss weil man mit 60 in einer 30er Zone zum Fußgänger würde, zeitgleich aber Außerorts ähnliche Größe für Führerscheinentzug anlegt, wird es wohl eine sinnbefreite Geschichte bleiben.
Ist das Prinzip wasch mich, aber mach mich nicht nass...
Man stelle sich die Frage ob noch viele mit 50 in einer 30er fahren würden wenn bei mehr als 10 Km der Lappen einen Monat außer Haus geht.
Das hätte imho mehr Wirkung und wäre ein direkter Gewinn an Sicherheit - so man denn an die Wirksamkeit/Notwendigkeit der immer mehr aufpoppenden innerörtlichen Tempolimits glaubt.

In einer Zeit, wo vom Gesetzgeber Klappensteuerungen der Abgasanlagen zulässig geworden sind und nun einige das nun öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellt "verbieten" wollen muss man auch die Frage stellen welcher Depp das überhaupt erst ermöglicht hatte? Das wäre doch mal eine richtig interessante Frage, meine ich...
 
Interessanter fände ich es, Verstöße gegen das rechtsfahrgebot konsequent zu ahnden. Man hat mittlerweile den Eindruck, Mensch fürchtet einen Genitalpilz zu bekommen vom gelegentlichen aufsuchen der rechten Spur... 🙊
 
Wo kommt eig. dieser Reglementierung und verbotswahn her? Ist ja fürchterlich. Kann man sowas nichtmal mit 10 Jahren Marianengraben auskehren bestrafen?
 
Immer diese Diskussionen, ob 130km/h +/- X auf der AB, PS unter Haube oder KW unterm Sitz:
Das alles erledigt sich bei Euch doch ganz von allein, wenn die Autonomen Fahrzeuge kommen. 😜
 
Das Auto mit dem ich die allermeiste Zeit gefahren bin war ein Toyota Land CruiserLJ70 sagenhafte 63 KW mit fast 2t, mit kaum merklicher Beschleunigung, mein jetziges Auto hat deutlich über 300 PS aber auf 175 Km/h abgeregelt.
Mir ist es eigentlich völlig Wurscht ob Tempobegrenzung oder Leistungsbegrenzung, nur wo soll das noch hingehen?
Gestern habe ich gelesen man sollte eBikes in der Geschwindigkeiten begrenzen und auch einen Schein machen.
Ach ja ich muss alle 5Jahre wie alle Berufskraftfahrer zum Gesundheitstest, dass ist kein Spaß, mit Pech ist man danach denJob los, bzw ich darf nicht Gewerblich fahren, mit über 7,5t.
Auch wesentlich jünger sind da schon zb. Beim Sehtest durchgefallen, sollte die Gesundheitsprüfung eingeführt werden dann für alle, ab Erwerb des selben.

Bleibt Gesund
Gruß Walther
 
Wenn ... Dann ... eigentlich eher Lärmbegrenzung und Geschwindigkeitsbegrenzung.
Die neuen Blitzanlagen sind sicher schon für übermäßige Lärmerzeuger und deren Bewertung ausgerüstet.
Gruß Martin
 
Hallo,
hurra, dieser Thread hat uns jetzt noch gefehlt ....

PS/KW-Begrenzung, .... Blödsinn !
Also mal ganz ehrlich, .... wieviele 700+PS Fahrzeuge sieht man denn im Straßenverkehr die dann auch noch wie die Irren fahren ?
Und wieviele Kleinstwagenfahrer sieht man im Straßenverkehr die wie die Irren fahren und das letzte aus ihren Kisten rausholen ?

Tja, .... könnte das etwa damit zusammenhängen das die 700+PS Fahrzeuge i.d.R. als Spassmobile bewegt werden, die Fahrer/Eigentümer Spass am dahincruisen haben, nach dem Motto "man könnte ja, wenn man wolle", und das als Hobby sehen, so wie wir den Modellflug ?
Und die Kleinstwagenfahrer, ..... da habe ich meine eigene Meinung dazu, .... die fahren so "irre" weil die ganz schnell wieder aus den häßlichen Kisten raus wollen. Also hier in "meiner" Stadt ist das so, sieht man permanent in Stadtverkehr.

Fazit: eine Mindest-PS/KW-Zahl wäre sinnvoller, ..... sagen wir mal 350+ PS :D :D:D

mfG
Harald
 

Malmedy

User
Vor vielen Jahren hatte ich schon mal den Vorschlag gemacht, eine Bauvorschrift für Autos einzuführen:
1. Die bauartbedinget Höchstgeschwindigkeit wird nur noch im Rückwärtsgang erreicht.
2. Automatik wird verboten, alle Autos sind nur noch mit unsynchronisierten 6-Gang Getrieben auszurüsten.

Dann hat sich das mit zuviel Verkehr, Unfällen, Dränglern usw., usw. erledigt.
 
Vor vielen Jahren hatte ich schon mal den Vorschlag gemacht, eine Bauvorschrift für Autos einzuführen:
1. Die bauartbedinget Höchstgeschwindigkeit wird nur noch im Rückwärtsgang erreicht.
2. Automatik wird verboten, alle Autos sind nur noch mit unsynchronisierten 6-Gang Getrieben auszurüsten.

Dann hat sich das mit zuviel Verkehr, Unfällen, Dränglern usw., usw. erledigt.
👍 👍 👍

alternativ oder auch zusätzlich würde sich eine generelle Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung anbieten, denn:
1. je schneller man fährt desto geringer ist die Verweildauer des Einzelnen im Straßenverkehr, .... damit würde auch das Unfallrisiko herabgesetzt sein
2. höhere Geschwindigkeit = höheres Unfallrisiko ? ok, ist wahrscheinlich bei der Mehrheit der Menschen so, .... aber je höher die Geschwindigkeit desto heftiger ein Einschlag und um so kleiner die Trümmerteile, .... also wäre der nachfolgende Verkehr duch die kleinen Trümmerteile weniger bis gar nicht behindert, ... weniger Behinderung für die Masse der Verkehrsteilnehmer, .... ist halt nur ein Einzel- oder Doppelschicksal.

:eek::eek::eek::D:D:D;););)

mfG
Harald
 
Naja...

Bei Motorrädern hat es eine ganze zeitlang eine freiwillige PS Begrenzung gegeben. Ich glaube, das waren 100 PS.
Irgendwann ist ein Hersteller wieder ausgeschert und das war es dann.

Volvo fährt im Moment den Ansatz, die Höchstgeschwindigkeit auf 180 Km/h zu begrenzen.
Aber ich denke mal, dass auch die sich bei Absatzverlust dem Markt wieder beugen werden.

Es wird wohl auf ein allgemeines Tempolimit hin laufen und dann können die Autos mit viel PS schneller dahin beschleunigen als andere...

Eine grundsätzliche PS EInschränkung ist eh sinnfrei...150 PS in einem T6 sind was anderes als in einem Fiat 500.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin gegen Verbieteritis! Allerdings könnte ich mir vorstellen, eine Obergrenze für die steuerliche Absetzbarkeit aller Kosten einzuführen. Das könnte eine regulierende Wirkung erzielen.
:) Dieter
 

Cfr

User
Wenn man wirklich mal was für die Umwelt tun wollte könnte man ja das Gewicht reduzieren..... dann reichen auch gleich weniger PS. Warum muss man inzwischen im Schnitt 1.5 bis 2 ton durch die Gegend transportieren......oder mal über ein Wechselkennzeichen nachdenken dann würde ich gerne einen Camper, einen e- Einkaufswagen und einen Flitzer hinstellen aber nicht wenn ich ich schon fürs kaufen und nur hinstellen Steuern / Versicherung bezahlen muss.... Achja wenn man Autos mal 20 Jahre ohne bestraft zu werden ( neue Norm, hohe Steuern ) fahren könnte würde das wirklich was bringen anstatt die dann nach Italien / Griechenland zu exportieren. Ausserdem ist das besser als verschrotten..... und die Werkstaetten würden eventuell ueberleben und nicht nur die Hersteller. Autogas wird auch in D stiefmütterlich behandelt haette aber die letzte 20 Jahre ordentlich was gebracht hinsichtlich Stickoxid und Feinstaub.....will die Politiklobby aber wohl nicht. Also in Zukunft nur noch Eantrieb und Atomkraft aus Frankreich und anderen Nachbarn... superschlaue Helden haben wir da oben...
 
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