RC-1 Modelle

Die Super-Delphin war ihrer Zeit voraus. 2m Spannweite waren vielleicht für die damaligen Motorleistungen etwas viel, aber trotz einem enttäuschenden 40. Platz auf der WM in Korsika, orientierten sich viele neue Modelle eher an dem Super-Delphin
Wie wegweisend die Konstruktion war konnte man ja an den vielen (etwas kleineren Nachbauten) sehen - überwiegend wird ja nur das Gute bzw. Bessere kopiert .....

Aber: Fritz Bosch konnte mit seinem 2m Super-Delphin und Rossi (der damals das stärkste Triebwerk war) „sehr wohl“ auf den vorderen Plätzen mithalten !!

Den 40. Platz belegte er lediglich allein im 1. Durchgang aufgrund eines Motor-Abstellers (Tank-Problem) gleich nach der ersten paar Figuren. Im 2. Durchgang war er Vierter (!) und auch im 3. Durchgang im Spitzenfeld.

Sein Gesamt-Ergebnis mit „nur“ Platz 23 ergab sich lediglich deshalb da es bei dieser WM „keinen“ Streich-Durchgang gab, also alle 3 Flüge kamen voll in die Wertung, inkl. des punkte-armen ersten Durchgangs.

Und übrigens: Auch Wolfgang Matt (damals mit gerade 2 Jahren Flugerfahrung) flog den 2 m "Super-Delphin mit Rossi" und belegte damit den 7. Rang.

Gruß Erich
 
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Den 40. Platz belegte er lediglich allein im 1. Durchgang aufgrund eines Motor-Abstellers (Tank-Problem) gleich nach der ersten paar Figuren. Im 2. Durchgang war er Vierter (!) und auch im 3. Durchgang im Spitzenfeld.

Sein Gesamt-Ergebnis mit „nur“ Platz 23 ergab sich lediglich deshalb da es bei dieser WM „keinen“ Streich-Durchgang gab, also alle 3 Flüge kamen voll in die Wertung, inkl. des punkte-armen ersten Durchgangs.

Und übrigens: Auch Wolfgang Matt (damals mit gerade 2 Jahren Flugerfahrung) flog den 2 m "Super-Delphin mit Rossi" und belegte damit den 7. Rang.

Gruß Erich
Hallo Erich,
stimmt, auf dem 40. Platz lag er nur nach dem ersten Durchgang. Letztendlich reichte es noch zu Platz 24.
Wolfgang Matt landete mit dem Super-Delphin auf Platz 6- zumindest nach diesen Berichten:
RC1 Kunstflugweltmeisterschaft 1967 auf Korsika - ClassicpatternClassicpattern
Aerobatic World Championships 1967 Corsica - ClassicpatternClassicpattern
 
..... kein "US Team Mitglied" - auch in früherer Zeit sind viele Fotos "unter Freunden" entstanden - die kannten sich ja alle auch int. von vielen Wettbewerben und gerade Fritz Bosch als (angehender/bereits etablierter) Geschäftsführer von Simprop war oft auch geschäftlich auf int. Messen in USA und London unterwegs - und "gefeiert" wurde auch damals schon kräftig (was man denn soooo gehört hatte) !!
 
Hat sich am Kwik Fli überhaupt jemals wer oder was orientiert? Außer vielleicht Phil Kraft selber?
.... ja, etliche!

und ja, man kann/konnte ja nicht immer grundlegende Neuentwicklungen auflegen (wie die deutliche Änderung hin zum Delphin) - oftmals wurde nur etwas verändert/verfeinert/verbessert, oft auch Profil, Tragflächen-Geometrie, Kabinenhauben-Änderung usw. ....

Ein schönes Beispiel für eine Veränderung aus dem damaligen "Taurus" war die "Demoiselle/Demoiselle-II", die Walter Schmitz weiterentwickelt hatte und die dann häufig von sehr vielen (nicht nur deutschen) Kunstflug-Piloten in der RC-1-Kategorie geflogen wurde (Hersteller Topp).

Man muss nur mal schauen welche Modelle (mit welchen kleinen Veränderungen) im zeitlichen Ablauf den jeweils grundlegenden Neuentwicklungen dann von den verschiedenen Herstellern "folgten" .....
 
Und gerade Walter Schmitz hatte mit seinem Sonny auf nachstehenden Foto einen Genialen Einfall, wo sich bei alle anderen Spitzenflieger sich die Nackenhaare aufstellten. Der Sonny hatte keine Querruder in der Tragflächen, er flog ausschließlich über das Höhenleitwerk, also Tailerons und gewann damit 1968 den Dolomitenpokal.

Gruß
Stefan
 

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Und gerade Walter Schmitz hatte mit seinem Sonny auf nachstehenden Foto einen Genialen Einfall, wo sich bei alle anderen Spitzenflieger sich die Nackenhaare aufstellten. Der Sonny hatte keine Querruder in der Tragflächen, er flog ausschließlich über das Höhenleitwerk, also Tailerons und gewann damit 1968 den Dolomitenpokal.
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Ein Bild des Sonny hatten wir ja bereits hier: RC-1 Modelle | Seite 155 | RC-Network.de
Mich würde die Konstruktion der Tailerons interessieren. Es gab zu der Zeit ja noch keine elektronischen Mischer und auch keine der heutigen "Power-Servos".
 

Eisvogel

User
Es gab zu der Zeit ja noch keine elektronischen Mischer und auch keine der heutigen "Power-Servos".
Aber es gab den Schlitten auf dem das Servo für Quer montiert war und von Höhenservo geschoben wurde.
Die alten 60g Knödel hatten dazu genügend Kraft, war ja kein 25kg Bomber.

Wenn man deinen link aufruft und ein paar Beiträge nach oben scrollt, dann kommt man zum F3A-Modell Saturn. Die Rumpfformen liegen bei mir ....
 
Aber es gab den Schlitten auf dem das Servo für Quer montiert war und von Höhenservo geschoben wurde.
Die alten 60g Knödel hatten dazu genügend Kraft, war ja kein 25kg Bomber.
Natürlich kenne ich mechanische Mischer, aber die sind in der Regel mit mehr Spiel behaftet.
Mich interessiert halt die Auslegung. Pendelleitwerk, oder gedämpfte Ausführung?
 
Natürlich kenne ich mechanische Mischer, aber die sind in der Regel mit mehr Spiel behaftet.
Mich interessiert halt die Auslegung. Pendelleitwerk, oder gedämpfte Ausführung?

Das Höhenleitwerk mit 720mm Spannweite war gedämft Ausgeführt. Es hatte über 50%
Ruderfläche, wobei die Ruder als Elastikflaps angeschlagen (oben geschlossen) waren. In seinem Bericht über die Mischfunktion schrieb er nur ähnlich wie bei einem Delta wie in der Modell Zeitschrift öfter beschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessante Sache, dass am Sonny Tailerons für ein RC-1 Modell verwendet wurden, das wusste ich noch nicht. Hatte das mal in meiner Jugend an einem kleinen Speedmodell mit 1,76er OS probiert, gefiel mir aber nicht.
Ein Pendel-HLW bringt einige Herausforderungen bzgl. Auslegung und baulicher Ausführung mit sich, sieht man heutzutage kaum noch bei aktuellen manntragenden Flugzeugen im unteren propellertypischen Geschwindigkeitsbreich.

Meine Aufzählung der mich prägenden 😉 RC-1 Flieger der der späten 60er, frühen 70er Jahre galt der Anpassung des Designs bzw. der Auslegung an den sich entwickelnden, etwas schnelleren und weiträumigeren Flugstil. Natürlich wurden nicht alle von den diversen Herstellern dann als Bausatz angeboten.

Dominik
 
Meine Aufzählung der mich prägenden 😉 RC-1 Flieger der der späten 60er, frühen 70er Jahre galt der Anpassung des Designs bzw. der Auslegung an den sich entwickelnden, etwas schnelleren und weiträumigeren Flugstil. Natürlich wurden nicht alle von den diversen Herstellern dann als Bausatz angeboten.

Dominik

Dann sind wir ja auf der gleichen Wellenlänge, und das ist auch gut so.👍

Gruß
Stefan
 
Die alten 60g Knödel hatten dazu genügend Kraft, war ja kein 25kg Bomber
Eindrucksvolles Werbefoto aus „Modell_1966-04“

Orbit-Servo aus Modell-1966-04.jpg

„Anfangs“ hatte jeder Prop-Hersteller lediglich „ein“ Standard-Servo im Angebot (oftmals mit eindrucksvoller Größe und markantem Gewicht und auch ähnlichen techn. Daten) – und die Stellkraft hatte damals auch für alle Anwendungen ausgereicht. Solche Extrem- und Mega-Modelle wie heute gab es zu diesen Zeiten noch nicht. Zugegebenermaßen gehörte das gezeigte Orbit-Servo (das anfangs mit der Simprop-Digi-4 geliefert wurde) schon zu den „massiveren“. Aber zu der Vielfalt des heutigen Servo-Angebots liegen „Welten“!!

Anfang/Mitte der sechziger Jahre wurde z.B. das frühere RC-1-Modell „Graupner-Caravelle“ und dem 50er OS-Max mit Tip-Tip „Ballamatic’s“ problemlos geflogen, die einen unglaublichen Ruderdruck von „nur“ 400g/cm !! bei 2,4 V Betriebsspannung hatten. Für mehr Ruderkraft wurden oftmals dann die 6 V „EKV“- (Sägematic-) Servos eingesetzt.

Gruß Erich
 
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Anfang/Mitte der sechziger Jahre wurde z.B. das frühere RC-1-Modell „Graupner-Caravelle“ und dem 50er OS-Max mit Tip-Tip „Ballamatic’s“ problemlos geflogen, die einen unglaublichen Ruderdruck von „nur“ 400g/cm !! bei 2,4 V Betriebsspannung hatten. Für mehr Ruderkraft wurden oftmals dann die 6 V „EKV“- (Sägematic-) Servos eingesetzt.

Gruß Erich
Bei leichtgängigen kleinen Rudern reicht das ja auch. Die Reaktion auf die Ruder erfolgte oft weniger aufgrund des Ruderausschlags, sondern aufgrund der langsamen Rücklaufzeit in die Mittenstellung.
Die "Bellamatic II" mit 40g und 450cmg war ja schon ein gewaltiger Fortschritt zur Unimatic mit 55g und 200cmg:
Graupner Unimatic (German).pdf (vintagercfiles.com)
 

Eisvogel

User
Ja klar:
Rumpf 465g, honigsüßes Polyester
Beide Flächen zusammen 375g
HLW 68g
Polyesterrumpf, klar die waren etwas schwerer, allein schon wegen der Sauerkrautmatte.
Der Flügel ist relativ leicht, trotz Abachi-Beplankung
Das Leitwerk fast schon sensationell leicht, da sind meine balsabeplankten schwerer. Allerdings mit einlaminierten Kevlarscharnier.
 
Hallo Stefan,
weißt Du vielleicht auch, welches Programm hier geflogen wurde? Drei schnelle Rollen dürften mit Tailerons schwierig zu erzielen sein.
Programm bei der WM 1967 in Korsika: https://www.rcuniverse.com/forum/9772788-post4.html
Hallo Jürgen,

den Dolomitenpokal gewann er damit 1968.
Deshalb vermute ich das gleiche Programm wie er es in Korsika 67 geflogen hat.
Ein Zitat von ihm aus der Modell 02/69: Die Querruder Funktion übernimmt das geteilte Höhenruder. Ich weiß, spätestens in diesem Moment werdet Ihr sehr skeptisch und wollt nicht glauben, daß dies funktioniert. Aber Ihr dürft sicher sein, es funktioniert einwandfrei, die Ruder sprechen so weich an, wie ihr es noch nicht erlebt habt, und sie sind doch voll da, wenn ihr so richtig reinlatscht.

Gruß
Stefan
 
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