RC Sender während des Ladevorgangs einschalten: Topp oder Flopp

Hi, RC Techies!
Ich freue mich, endlich das Richtige Forum für meine zahlreichen Fragen gefunden zu haben. Natürlich sind die vielen anderen Modellbauforen auch gut, werden sie doch auch von der Spezies Homo Erectus Modeliensis bevölkert. Aber die Elektronik als solches ist eben bei den hiesigen Elektrolurchen breiter vertreten.
Meine Frage hat auch ganz viel mit mir selbst zu tun: nach über 50 Jahren Pause von meinen röhrengestützten Sendertagen mit Amigo I, Dachs, Filou, Metz Mecatron, muss ich mich heute in die doch "ziemlich fortgeschrittene Elektroniktechnik der Fernsteuerungen" einfuchsen. Gleich zu Beginn mit GR MC-22 mit Spektrum Modul. Geplant ist zu Beginn eine Rennyacht wie die von Hobbyking, Monsoon oder Legend, die leider nicht vorrätig ist im Moment. Serienmäßig ist in dem Sender ein NiMh Akku, der den doch aniquierten NiCd Akku abgelöst hat. Nun habe ich meinen ehrwürdigen Robbe Lader 5r auf 500mA eingestellt, weil der Akku mit 2A Schnellladefähig ist. überrascht war ich, als das Ladegerät richtig heiß wurde und an den Kühlrippen eine schwarze Verfärbung zu sehen war. Zu riechen war das auch. Naja, ich wollte den Serienakku eh rausschmeißen und gg. Sanyo Eneloops tauschen, 8x1,2V jewils zu viert in zwei Akkuhaltern in Reihe ergibt 9,6V, und die Vorteile der Akkubatterien. Hierbei ist zu beachten, die Massebrücke bei dem einen Akkuhalter zu durchtrennen, weil sonst der Schluss recht kurz wird! Laden wollte ich ebenso in eingebautem Zustand, mit 180mA, etwas weniger als die geforderten 10% der Gesamtkapazität des Ladeguts. Uups, Lader wurde wieder inakzeptabel heiß. Der nächste Versuch startet grade mit 140mA. merkwürdig ist aber, dass in der Ladeschale eines Fernostladegeräts mit 500mA Ladestrom, den ich über die Hohlstecker gut kuppeln konnte, vier Eneloops gleichzeitig kein Problem darstellten.
Anyway, die eigentliche Frage aber lautet: darf man während des Ladevorgangs den Sender einschalten? GR hat in deren unerschöpflicher Weisheit eine interne Ladekontrolle ausgelassen -
Wird fortgesetzt.
Grüße, Pitjes I
 
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Willkommen!
Aber: könntest du bitte einmal die Sprach-Einstellungen deines Eingabe-Gerätes überprüfen?

ist nicht nur für mich schwer verständlich:confused:
Gruss Jürgen
Hi Jürgen,
ich hoffe ich konnte das Problem lösen.äöüÄÖÜß:confused: Danke für den Hinweis!
Gruß, Pitjes I
 
die eigentliche Frage aber lautet: darf man während des Ladevorgangs den Sender einschalten?
Ich weiß nicht, wie Graupner das handhabt - bei meinen Futabas ist das gar nicht möglich: Entweder die Ladebuchse ist mit dem Akku verbunden und der Sender aus _ODER_ der Sender ist an.
Empfehlen würde ich es aber auch dann nicht, wenn es ginge. Ob eine Ladeschlußerkennung im Ladegerät bei belastetem Akku zuverlässig funktioniert, wage ich zu bezweifeln.

In Kurzform: Flopp.

Gruß Walter
 
Genau das ist das Problem, den Ladezustand zu erkennen, wenn der Sender gleichzeitig noch Strom zieht,
das geht nicht.
 
Das eine Problem bei Graupner (und möglicherweise bei anderen Herstellern) war früher, dass der Einschalter den Akku umgeschaltet hat, mit "Aus" zur Ladebuchse, mit "Ein" zur Senderplatine. Leider war der Schalter nicht trennend, das heisst während des Schaltens waren kurzzeitig alle drei Kontakte miteinander verbunden, es konnte also die Spannung des Ladegerätes direkt an die Platine gelangen.

Das andere Problem sind die NiCd-/NiMH-Akkus und deren Ladetechnik. Vor allem die Uralt-Ultramaten, die nix regelten, sondern 40V über strombremsende Vorwiderstände (je nach Buchse "50mA", "200mA" etc. unterschiedlich) abgaben. Wenn man dann den Akku mehr als voll lud oder der Akku schon alt und hochohmig war, hat man dann während des Schaltens die Senderplatine gegrillt.
Aber auch die modernen Computerlader "behandeln" ältere Nixx-Akkus mit erheblich höheren Spannungen als auf dem Akku draufsteht!!!

Li(Fe)Po- und LiIon-Akkus jedoch werden niemals eine Spannung sehen die höher ist als ihre aufgedruckte Ladeschlussspannung - sofern man sie nicht irrtümlich mit NiCd-Programm lädt... wobei der defekte Sender das kleinere Übel ist, denn ansonsten kommt der Zimmerbrand (hat ein Kollege schon geschafft). Mit diesen Akkus sollte es also möglich sein, auch Sender mit nichttrennenden Schaltern gefahrlos einzuschalten.

Bertram
 
No chance

No chance

Das eine Problem bei Graupner (und möglicherweise bei anderen Herstellern) war früher, dass der Einschalter den Akku umgeschaltet hat, mit "Aus" zur Ladebuchse, mit "Ein" zur Senderplatine. Leider war der Schalter nicht trennend, das heisst während des Schaltens waren kurzzeitig alle drei Kontakte miteinander verbunden, es konnte also die Spannung des Ladegerätes direkt an die Platine gelangen.

Das andere Problem sind die NiCd-/NiMH-Akkus und deren Ladetechnik. Vor allem die Uralt-Ultramaten, die nix regelten, sondern 40V über strombremsende Vorwiderstände (je nach Buchse "50mA", "200mA" etc. unterschiedlich) abgaben. Wenn man dann den Akku mehr als voll lud oder der Akku schon alt und hochohmig war, hat man dann während des Schaltens die Senderplatine gegrillt.
Aber auch die modernen Computerlader "behandeln" ältere Nixx-Akkus mit erheblich höheren Spannungen als auf dem Akku draufsteht!!!

Li(Fe)Po- und LiIon-Akkus jedoch werden niemals eine Spannung sehen die höher ist als ihre aufgedruckte Ladeschlussspannung - sofern man sie nicht irrtümlich mit NiCd-Programm lädt... wobei der defekte Sender das kleinere Übel ist, denn ansonsten kommt der Zimmerbrand (hat ein Kollege schon geschafft). Mit diesen Akkus sollte es also möglich sein, auch Sender mit nichttrennenden Schaltern gefahrlos einzuschalten.

Bertram
Hallo Bertram, und natürlich Guten Morgen an Alle, aber es kann nur Einen geben, :p
vielen Dank für die vollumfängliche Erklärung! Die Überlegung zu der kurzzeitigen Anströmung aller stromziehenden Bauteile in so einem Sender ist klasse, und Einzig! Soo hab' ich das noch nie gesehen. Also hoch einleuchtend für mich, was besser ist als im Sender, der ja lediglich Funken soll, und nicht leuchten.
Ich werde das also so umsetzen, indem ich zwischendurch mal die Ladung unterbreche, und den Sender einschalte, um den Ladungszustand zu überprüfen. Mal angenommen, der zeigt jetzt zu diesem Zeitpunkt den Wert, den der Akku aufgedruckt vorgibt, 9,6V, heißt das noch nicht, dass die 9,6V langfristig erreicht wurden, soll heißen wie lange soll ich noch nachladen, um wirklich stramme 9,6V zu bekommen?
Winterliche Grüße i. d. Runde,
Pitjes I
 
9.6V sind 9.6V. Nicht nachladen. (Ich weiss schon, dass Du meinst, dass doch nach einer Weile nur noch 9.5 oder 9.4V angezeigt werden. Leb damit.)
Tipp: Kauf Dir ein kleines anständiges Ladegerät mit NiCd/NiMH-Programmen.
LG
Bertram
 
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