Reglerbremse bei Starrluftschrauben ?

Sebastian St.

Vereinsmitglied
Hallo ,

bei meiner Super Dimona habe ich das Problem , das selbst bei stärkster Bremse der Propeller durch den Windmühleneffekt immer weiter dreht und dadurch ja ordentlich bremst . Ist es überhaupt mit der Reglerbremse möglich bei einem Außenläufer ( Roxy CA 80 - 80 ) im Direktantrieb soweit zu bremsen das die Luftschraube nicht mehr weiter dreht ?
 
Nein, nicht wirklich. Ein wenn auch langsames Drehen wird immer vorhanden sein.

hth,

Rüdiger
 
Ich habe gehört, dass die Regler nur wenige Sekunden lang bremsen sollen - bis dahin hat sich die Klapplatte angelegt. Bei einer Starrlatte fängt dann der Prop wieder an zu drehen.

Es gibt Leute, die Programmieren sich Ihre Regler selber (SimonK Regler) und damit könnte ich mir solch eine dauerhafte Bremse vorstellen. Aber auch ein still stehender Starrpropeller erzeugt Luftwiderstand und ich weiß nicht, ob es mehr ist gegenüber einem frei mitlaufenden.
 
Eine sich drehende Starrluftschraube hat definitiv mehr Widerstand als eine stehende.
Je nach Regler, kann man u.U. unterschiedliche Bremsstärken programmieren. Bei den Graupner +T Reglern ist das beispielsweise so, in höchster Stufe bekommt man dann eigentlich jeden Propeller gestoppt.

Am besten mal in der Anleitung deines Reglers schauen, ob der das auch bietet, und ausprobieren :)
 
Vor Jahren hat ein Forumsschreiber einen ausfahrbaren Stift beschrieben , der ähnlich einer Schleppkupplung funktioniert , mit diesem Stift hat er die Luftschraube über ein Servo mit 2Stufenschalter gesperrt.
Bei Verbrennemotoren machts halt der Kolben...………..
Heute mit den modernen Sendern müsste so eine Servobewegung ja bei Motorstillstand dazu zu programmieren sein.
mfg
Werner
 
Hab hier im Forum gelesen das der verwendete Regler (DYMOND Profi EVO 150 Opto HV )mit der älteren Firmware Bremsprobleme haben soll die mit der neusten behoben sein sollen , hab mir heute die Programmierbox besorgt und werde die neuste Firmware instalieren , mal schauen ob ich es hin bekomme und es dann auch den gewünschten Erfolg bringt . An eine mechanische Bremse habe ich auch schon gedacht , aber damit befasse ich mich erst wenn es mit der Reglerbremse nichts wird .
 
Das interessiert mich. Wie kommt das? Ich hatte immer gedacht, dass eine drehende Luftschraube weniger Luftwiderstand bietet :confused:
Voraussetzung dafür ist, dass sie sich nur langsam dreht, also z.B. wie im Standgas eines Verbrennungsmotors.
Dann wirkt quasi der gesamte Propellerkreis als Bremse, wogegen der stehende Propeller nur eine schmale Silhouette hat.
Die genauen Zusammenhänge sind sicherlich komplexe Aerodramatik, die man nicht einfach so erfassen kann. Die Praxis zeigt aber, dass es so ist.
 
Die Stirnfläche des Propellers ist immer die gleiche, unabhängig ob er sich dreht oder steht. Gibt man dem Propeller die Möglichkeit sich im Freilauf mitzudrehen, so weicht der Propeller doch den angreifenden Luftmolekülen aus und sorgt für einen geringeren Widerstand.
In der Anlaufphase kann jedoch eine gewisse Bremswirkung auftreten, bis die entsprechende Rotationsenergie für die Drehung aufgebaut ist. Wenn die Strahlgeschwindigkeit des Propellers gleich der Fluggeschwindigkeit des Flugzeuges entspricht, benötigt der Propeller theooretisch - abgesehen von Reibungsverlusten - keine Energie um sich zu drehen.
 
@GC: bloß das der Propeller in meinem ( und wohl in den meisten anderen Fällen auch) Fall nicht frei drehen kann , er muss ja auch den Motor mitdrehen . Und auf Grund Der Reibungsverluste wird die Strahlgeschwindigkeit des Propellers immer unterhalb der Fluggeschwindigkeit bleiben . Sinkgeschwindigkeit meiner Dimona ist bei stehendem Propeller geringer ....
 
Sebastian, das glaube ich nicht, dass der stehende propeller einen geringeren Widerstand hat, auch wenn er nicht bis zur Strahlgeschwindigkeit kommt. Den Motor im stromlos zu drehen kostet nicht viel Energie.

Eine ketzerische Frage, warum benutzt Du keinen Klapppropeller? Aus Scale bzw. Design Gründen? Wahrscheinlich ist der Rumpf sehr dick, und Du müsstest ein sehr großes Mittelstück verwenden. In 20m Höhe, sieht man es nicht mehr.
 
Sebastian, das glaube ich nicht, dass der stehende propeller einen geringeren Widerstand hat, auch wenn er nicht bis zur Strahlgeschwindigkeit kommt. Den Motor im stromlos zu drehen kostet nicht viel Energie.
Das darfst Du glauben. Leute, die es interessiert hat, haben das zu Anfangszeiten der Elektrofilegerei gemessen, und seither wissen wir, dass die meisten Propeller drehend deutlich mehr Widerstand erzeugen. Nur Propeller mit deutlich überquadratischem Steigungsverhältnis lässt man besser mitdrehen. Da aber Speeder selten für lange Strecken segeln...
 
Um herauszufinden, ob dem wirklich so ist, könnte man im Zustand Motor aus verzögert über ein Relais und einen Last-Widerstand zwei Drähte notfalls auch alle "kurz" schließen, damit der Prop stehenbleibt. Aber Vorsicht, ein Motor wird im spannungslosen Zustand zum Generator und es können anfangs ordentliche "Bremsströme" entstehen. Wenn der Prop erst steht, fliesst kein Strom mehr.

Das Relais darf natürlich nur bei Motor aus anziehen und beim geringstem Gas geben muss es längst abgefallen sein.
 
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Dann wirkt quasi der gesamte Propellerkreis als Bremse, wogegen der stehende Propeller nur eine schmale Silhouette hat. []

Die Stirnfläche des Propellers ist immer die gleiche, unabhängig ob er sich dreht oder steht. Gibt man dem Propeller die Möglichkeit sich im Freilauf mitzudrehen, so weicht der Propeller doch den angreifenden Luftmolekülen aus und sorgt für einen geringeren Widerstand.
[]

Nein, leider falsch. Bei einem stehenden oder sich sehr langsam drehenden Propeller ist die Strömung am Propeller abgerissen. Dreht er sich schnell genug, kann die Strömung anliegen.
Und dementsprechend ist es wie beim Flugzeug: Ist die Strömung abgerissen, wird wenig Auftrieb erzeugt. Statt Auftrieb gibt es beim Propeller Widerstand.

Allerdings schaffe ich es bei allen meinen Reglern, den Motor soweit abzubremsen, dass die Strömung an der Luftschraube abreißt. Ein normaler Regler schließt bei voll programmierter Bremse die Phasen kurz. Und dass ein Regler nur kurzzeitig bremst, habe ich in 20 Jahren Elektroflug noch nicht erlebt. Warum auch? Macht schließlich keine Sinn.
 
Hmmm

So lange ein Modell ausreichende Fluggeschwindigkeit hat, kann die Fläche es auch tragen, mit geringem Wiederstand.
Es braucht nur wenig Höhe abbauen zum fliegen.
Wird es zu langsam trägt die Fläche es nicht mehr, hat also bei viel stärkerem Sinken einen ausreichenden Auftrieb, das ist der Wiederstand bei stehendem Prop.
Windräder erzeugen nur Leistung wenn sie Drehen, und vom Stillstand aus, steigt das Drehmoment erst wenn die Strömung wie an einer Tragfläche anliegt, und nicht Stallt wie bei Stillstand.
Ausserdem !!! wird ein Prop wie im Rückenflug angeströmt, also komplett falsch, fliege mal mit einer stark gewölbten Fläche im Rückenflug, und beobachte die Sinkrate ;)
Besser, und sicherer kann man keine Höhe abbauen.

Gruß Aloys.
 
Moin,
warum werden wohl bei den "Großen" die Verstellpropeller in Segelstellung gefahren bei Motorausfall ( dadurch keine Drehung mehr)?

Zitat aus Wikipedia: "sowie eine Segelstellung, welche bei Triebwerksstillstand den geringstmöglichen Luftwiderstand bietet"

https://de.wikipedia.org/wiki/Verstellpropeller
 
Das Relais darf natürlich nur bei Motor aus anziehen und beim geringstem Gas geben muss es längst abgefallen sein.

Das sollte mit den heutigen Computersendern doch kein Problem mehr darstellen. Wenn man mit dem Gasstick z.B. im unteren Bereich Störklappen betätigen kann, und ab Neutralstellung nach oben der Regler angesteuert werden kann, dann kann man auch an Stelle der Störklappen ein Relais ansteuern, oder ;) ?

Davon mal abgesehen ist es ein interessantes Thema, ich habe mal etwas gegoogelt und die unterschiedlichsten Aussagen und Meinungen gelesen.

Hier bei der manntragenden Abteilung, dort wurde aus eigener Erfahrung geschrieben das ein mitdrehender Prop einen größeren Widerstand bildet, z.B. ermittelt durch den Gleitwinkel des Flugzeugs.

https://www.flugzeugforum.de/threads/was-verursacht-mehr-luftwiderstand.43433/


Die beste Erklärung habe ich auf die Schnelle hier gefunden, siehe Beitrag #7.

https://www.rclineforum.de/forum/bo...lug-allgemein/28555-luftwiderstand-propeller/


Aus eigener Erfahrungen behaupte ich mal einfach das ein sich drehender Prop mehr Widerstand erzeugt. Denn wenn etwas in Bewegung gesetzt wird , dann wird Energie benötigt, die muss ja irgendwoher kommen ;) . Warum z.B. werden Hochleistungsmotoren besonders fein gewuchtet, die Kolben und Pleuel auf ein exakt gleiches Gewicht gebracht usw. ? Davon mal abgesehen das der Motor weniger Vibrationen hat, er hat dadurch auch mehr Leistung, eben weil er weniger Vibrationen hat. Denn Vibrationen sind Bewegungsenergie, und diese Energie fehlt dem Motor dann bei der Energie die er sonst hätte mehr abgeben können. Und das ist auf jeden Fall schon mal Fakt.
Also, für mich nimmt ein sich drehender Prop mehr Energie auf als ein stehender Prop, auch schon allein deshalb weil er den E-Motor mitdrehen muss, es ist ja kein Freilauf vorhanden.

Aber vielleicht ist hier noch Jemand der eine verlässliche Aussage machen kann oder eine verlässliche Quelle nennen kann was nun richtig ist.

Gruß Andreas
 
Klappluftschraube ist keine Option , es handelt sich wie bereits erwähnt um eine Super Dimona in 1zu3 . Am Sonntag gelang es mir einmal durch aushungern die Geschwindigkeit so weit zu reduzieren das der Propeller durch die Bremse gehalten werden könnte , hab auch sofort Thermik gefunden und mit anderen gemeinsam auch nutzen können. Nach den darauf folgenden Steigflügen drehte der Propeller immer weiter und ich konnte die eindeutig noch vorhandene Thermik nicht mehr nutzen , für die Dimona ging es in der selben Blase abwärts wo ein anderer Segler wegstieg .
 
Aber vielleicht ist hier noch Jemand der eine verlässliche Aussage machen kann oder eine verlässliche Quelle nennen kann was nun richtig ist.
Das ist Grundlagenwissen, genauso wie dass die Erde eine Kugel ist. Dass hier sowas noch diskutiert werden muss.:eek:

Jeder, der seinen Propeller gerne mitdrehen lassen möchte, weil er denkt, dies habe geringeren Widerstand, soll das einfach tun. Es hat folgende Vorteile: Durch die höhere Sinkrate ergibt sich eine kürzere Flugzeit, und somit ist der Himmel früher wieder frei für diejenigen Piloten, die Ahnung haben und wissen was sie tun.

Sebastian würde ich als Erstes empfehlen, seinen Regler genaustens zu überprüfen, ob wirklich die maximal technisch mögliche Bremsleistung eingestellt wurde. Ist dies tatsächlich so, würde ich mir einen Regler von Kollegen leihen, und schauen, ob andere Fabrikate eventuell besser bremsen. Ich kann Turnigy oder YEP empfehlen, die bremsen bei mir gut genug.
 
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