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Rennflugzeug Nemesis sucht passenden E-Motor

Hallo zusammen,

ich möchte mein Rennflugzeug Nemesis (Länge 2,24m, Spannweite 2,58m, Gewicht ca. 13 kg) als Elektroversion bauen. Das sich die Elektromotoren auch bis in die 3 Meter-Liga bewiesen haben, ist bekannt. Aber ein Rennflugzeug mit hohen Drehzahlen, hat da jemand Erfahrung?

Ich plane entweder einen Hacker A-200, Predator 37-6 oder Lehner Torqstar 7050 einzubauen. Tendenziell neige ich zum Lehner. Hier kann man sich wohl alles individuell wickeln lassen. Er soll wohl auch von der Machart auf dem neuesten Stand sein.

Bis jetzt wurden alle Nemesis-Versionen im Verein mit einem 160er Benziner geflogen. Das Problem war immer, dass auf Grund des sehr starken Drehmoments sich der Flieger senkrecht beim Flug gestellt hat. Da diese im Drehzahlbereich ihre Grenzen hatten, war das Problem auch nicht zu lösen. Ok mit weniger Steigung, dann jedoch nicht die hohe Geschwindigkeit. Die Luftschrauben aus den F3A-X Fliegern alle aus, ich brauche ja was für ein Rennflugzeug.

Von daher ist es aus meiner Sicht wichtig den Elektroantrieb auf höhere Drehzahlen (8 oder 9 Tausend?) auszurichten. Gibt es überhaupt geeignete Luftschrauben? Was könnte das Maximum an Drehzahl sein? Halten die Luftschrauben das aus?

Was soll ich für einen Motor nehmen, mit/ohne Getriebe, welche Luftschraube, wieviel Lipozellen?
Was haltet Ihr von den von mir vorgeschlagenen Motoren, zu groß für meine 13 Kilo?

Hier mal ein Bild von dem Flieger

 
Ich würde mich erstmal umschauen was ich so für Luftschrauben bekommen kann, und was ich mindestens an Durchmesser brauche.
Was für einen Flugspeed strebst du denn an? Je nach durchmesser kann man dann ne Sinnvolle Drehzahl festlegen, und die Steigung passte dem Flugspeed an.
Ich denke ein Getriebeantrieb wird wohl am ehesten Sinn machen, deine Haube ist vorne sehr schmal, da passen so dicke AL warscheinlich garnicht rein.

Grüße

Andrej
 
Hi Andrej,

danke für die Antwort. Also mit dem Platz müsste funktionieren, der Spinner hat 9 cm, der Lehner Motor 8 cm.

Als Schraube plane ich so um die 20/22. die Benziner sind geflogen mit 22/28, gemessene Geschwindigkeit 395kmh. Langsamer sollte der Flieger natürlich nicht werden. Es soll ja auch Verbrenner vs Elektro werden. Und bei dem Prop mit 22/28 kann man sich ja vorstellen was da für ein Drehmoment vorhanden war.

Vielleicht kommt bei den Werten ja auch heraus, dass er 10.00 oder 11.000 drehen muss. Keine Ahnung

Kennst du einen guten Prop in Kohle mit den Daten?

Aber wie gesagt, ich hoffe hier auf die Hilfe/Erfahrung von euch. Ich denke in der Größe als Rennflugzeug gibt es noch keine Erfahrung, wenn doch bitte melden.

Nochmals danke, gerne auch weitere Infos. Und wenn wir den Motor mit den richtigen Werten haben, widmen wir uns dem Regler. Aber erst einmal der Motor, denn ohne diese geht nichts.

VG
Frank
 
Hallo Frank,

nur, um mal ein paar Zahlen aufs Tableau zu werfen...

eine 20x22" genehmigt sich bei 10000 U/min 19,9KW! Bei 12S sind das immer noch über 440A (85% Wirkungsgrad des Motors vorrausgesetzt, und welcher hat das bei den Amperes?). Damit bist Du dann schlupffrei etwa bei 330 km/h...
Hast Du die Komponenten? Kannst Du Dir den gefahrfreien Umgang damit vorstellen? Ein Rennflugzeug bewegt diese Leistungswerte nicht nur sekundenweise wie eine Kunstflug-Kiste, sondern soll sich eine Weile mit dieser Geschwindigkeit bewegen. Heißt es werden min. 8-10Ah Kapazität werden. Wenn man da mal Mist baut, ist der Flieger Asche...

Gruß,
Rene
 

steve

User
Hallo Frank,
geh mal gleich auf 16s - da ist der Strom nicht ganz so groß. Solche Steller gibt es bei YGE. Dann die kw Angabe: E-Props müssen und sollten nicht so dicke Blattprofile haben und benötigen meist weniger Eingangsleistung für die gleiche Flugleistung. Ich möchte einfach mal behaupten, dass mit 15kw am Eingang eine vergleichbare Leistung möglich sein sollte.

Evtl. solltest Du mal mit dj nafets Kontakt aufnehmen und Dir einen speziellen Prop bzw. Formensatz gönnen.

Dann wäre es evtl. sinvoll, den Prop noch Mal rechnen zu lassen. 10.000rpm und 22er Steigung - also da kann man noch mehr rausholen. 28 sollten es schon sein. Aber gerade über die optimale Anpassung des Props an rpm, Leistung und Flugaufgabe kann man beim E-Antrieb enorm viel Potential erschließen.

Bei Hans Lehner bist Du bestimmt an einer sehr guten Adresse. Besonders die Möglichkeit die Drehzahl sehr fein abstimmen zu lassen, bringt sehr viel.

Und unbedingt weiter berichten: Das hört sich sehr interessant an.

Grüsse
 
Hi Rene, hi Steve,

also ehrlich gesagt bin ich irritiert, geschockt.

So schwer hätte ich es mir das Vorhaben nicht vorgestellt. Um es aber nochmals klarer zu machen. Die Nemesis wurde/wird mit 160er Benziner geflogen. Die schnellste wurde gemessen mit 395. Das mit einer Latte, was das Fliegen gewöhnungsbedürftig macht. Sie fliegt mit der Latte nicht(!) horizontal. Man muss beim Start aufpassen mit dem Gas geben, sonst dreht sie sich direkt weg, beim Fliegen ist Gegensteuern angesagt.

Ob ich überhaupt die dicken Motore brauche, keine Ahnung. Sie werden ja für Flieger bis 25 Kilo eingesetzt. Diese werde ich ja um ca. 12 kilo(!) unterbieten.

Meine Idee war der dickste Motor hat die meiste Power, also rein damit. Auf die hohen Drehzahlen zu gehen, war alleine nur dem Drehmomentproblem geschuldet.

Aber mit 16s zu fliegen, na ja. Ungutes Bauchgefühl. 14s ist schon mehr ordentlich. Also aufgeben werde ich noch nicht!

V
Frank
 

Nice

User
Das Projekt gefällt mir auch.

Wurde schon die Überlegung gemacht ein Getriebe zu verwenden 1:6 oder so?
Da die großen Motoren meist nur wenig U/V machen und eine geringe max U/min aufweisen, kann man so an der LS mehr Drehzahl raus holen.
Drehmoment haben die BL ja mehr als genug.

12S würde ich hier auch als Minimum ansehen.
Habe zwar schon solche Motoren gebaut, aber hohe Drehzahlen aus große Motoren sind immer etwas schwer zu realisieren, grade wenn die mit Lastwechseln zu tun haben.

PS: es würden auch 2 Motoren über ein Koppelgetriebe machbar sein.
 
Hi Nice,


ja mit Getriebe wurde schon als Vorschlag gemacht. Ich werde am Montag mit Herrn Schambeck telefonieren. Laut Herrn Lehner ist der Richtige. Ich hoffe die ersten wahren Zahlen zu bekommen. Vielleicht auch mal bei Herrn Reisenauer.

Aber mit dicken Motoren noch ein Getriebe? Wir reden hier nicht von einem Scorpion 4035. Wenn dann nur mit kleineren Motoren. Sagt mir mein Gefühl....
 

Nice

User
Es gibt die übliche Getriebe Methode Motor dreht hoch und das Getriebe übersetzt runter oder
der Motor dreht langsam und das Getriebe übersetzt dann hoch.

Die zweite Variante meinte ich.
Kleiner Motor mit viel U/V würde auch gehen, aber ob das Getriebe 15KW und mehr mit hohem Drehmoment das ab kann?
103mm Ø Stator hätte ich noch liegen:D
 

steve

User
Hallo Frank,
um es mal gleich zu sagen: Das ist Neuland

Nicht mehr aber auch nicht weniger. Es ist deshalb unwahrscheinlich beim ersten Anlauf einen Treffer zu landen. Also genau soviel Motor wie man braucht einzubauchen - aber auch nicht mehr.

Wenn Du mit 15k drehst, sollte ein Antrieb mit 1kg für 15kw ausreichen. Bei 10k wirst Du deutlich mehr Gewicht in den Antrieb wiederfinden.

Aber mal der Reihe nach.

Zuerst mal das wegdrehen - Grundsätzlich haben die Antriebe mit überquadratischer Steigung und breiten V-Bereich schon diese Neigung einem mit dem Drehmoment zu beschäftigen
Evtl. hat der Antrieb aber zuviel Steigung und zuwenig Durchmesser. Evtl. ist auch das Leistungsgewicht nicht so doll. Dann dauert es einfach immer endlos, bis der Antrieb ausbeschleunigt hat. Sobald der Arbeitspunkt erreicht ist, sollte das Herausdrehen aber spürbar nachlassen. Zellen mit E-Antrieb können sehr leicht aufgebaut werden. Die massive Bauweise der V-Zellen ist nicht erforderlich und eine leichte E-Zelle würde dieses Problem entschärfen.
Zellenzahl - je mehr Zellen, desto geringer kann der Strom bei gleicher Leistung sein. Alles wird einfacher. Du wirst mehr Erfahrungswerte zu 10-12s finden. Das hat aber andere Gründe. Technich betrachtet ist 16s der sinnvollere Weg.

Kompliziert - na klar. Du baust da ein echtes Sportgerät. Andere heben mit der Leistung schon manntragend ab und eure 4Zylinder sind ja auch nicht gerade einfach. Es ist eben Neuland

Grüsse
 
Hi Steve,

Ich habe mich mal auf deiner Seite umgeschaut, Kompliment. Du setzt dich mit der Materie auseinander. Ich denke in der Tat hier nicht beim ersten Wurf den richtigen Motor zu finden. Aber ehrlich gesagt bin ich nicht daran interessiert unendlich Geld für Experimente auszugeben.

Ich denke mit den Latten wurde genügend experimentiert. Der Durchmesser ist ja leider begrenzt durch den niedrigen Rumpf. Man muss ja auch noch landen können.

Ja es ist Neuland, ich kenne keinen der mit 16s fliegt. Da bewegen wir uns wirklich am Limit.

Was ich aber nicht verstehe deine Aussage mit 15k und 1kg für 15kw und wie so ich für 10k mehr Gewicht einplanen muss. Hilf mir bitte mal für die Sprünge. Wie schafft denn ein Motor, der nur die Hälfte wiegt die kW-Zahl des schwersten Motors. Oder anders, der dickste von lehner schafft 15kw bei 1,9 kg. Wie kommt denn der kleinste Bruder der Serie auf dieselbe kW-Zahl. Dann würde sich niemand den großen, weitaus schwereren und teureren kaufen.
 
Hi Bison_Control,
da hast Du dir was vorgenommen.
Ein kleinerer Motor kann die Leistung nur durchsetzen wenn er höher drehen darf,wie zb.bei einer Turbine,braucht aber dann ein Getriebe.In der Leistungsregion würde ich aber auf einen Direktantrieb gehen und da wird der Lehner 750 wohl der Leichteste der in Frage kommenden Motoren sein.Vertraue da dem Florian Schambeck wie auch den Aussagen vom Steve.
Ein Elektroantrieb braucht nicht so eine Rüttelfeste Zelle wie ein VB und je höher die Spannung desto besser .Es flösst einen schon einen gehöhrigen Respekt ein aber auch daran gewöhnt man sich .Wir bauen ja auch in Fahrzeuge Akkus mit 400-800 Volt ein -Wenn man die geeigneten Sicherheitsvorkehrungen vorsieht .In der Powerbootszene sind diverse Offshore Cats mit 15-19 KW Leistung unterwegs die ihre Boote mit bis zu 200 km/h übers Wasser prügeln und es geht nicht andauernd das Boot in Flammen auf .Ich würde mir einen Propeller rechnen lassen als Klappluftschraubenblatt,das nicht Klappen muss sondern nur die oder ähnliche Aufnahme hat ,da kannst Du dir dann einen Form bei DJ-Nafets herstellen lassen .Damit hast du dann die Option entweder mit verschiedenen Blatthaltern die Steigung anzupassen oder dir gar eine Nabe zu Konstruieren bei der die Aufnahmen ,statisch oder gar im Flug einstellbar ,die Steigung an den Motor und Flieger anpassbar ist.Von einem Getrieb würde ich absehen ,da es in der leistungsklasse nur noch Getriebe von Ultraleicht Fliegern gibt die aber für Verbrennungsmotoren ausgelegt sind.Für Dein Vorhaben müste man ein neues Getriebe Konstruieren ,das im Ölbad läuft und das sollte es bei dem Leistungsdurchsatz und einem möglichst geringen Gewicht.
 

steve

User
Hallo Frank,
Deine Verwirriung kenne ich. Es ist wie bei den Verbrennern - mit zunehmender Drehzahl kann mehr Leistung abgerufen werden, ohne das das Magnetsystem überlastet wird.

Ein 30k-Setup kann (bei mir) 4kw aus 200g Motorgewicht abziehen, für die gleiche Leistung brauche ich bei 15k schon 600g. Bei 8k sind es dann schon 900g.

Wenn ein Lehner-AL dann 15kw bei 5k mit gerade mal 2kg schaft, ist das schon sensationell. Aber frag doch einfach bei Hans Lehner an, wie groß so ein Al sein muss für 15kw bei 5.000rpm und dann für 10.000rpm oder eben 15.000rpm. Du wirst Dich wundern.

Was den Durchmesser angeht - da würde ich mal über 3-Blatt Props nachdenken. Die machen auch nicht so viel Lärm und Du hast mehr Trainingsmöglichkeiten. Bei den höheren Drehzahlen kannst Du natürlich auch Prop mit weniger Durchmesser einsetzen - auch so ein Gedanke.

Und was das endlose Geldausgeben angeht - keine Sorge, das ist meist schneller zu Ende als man denkt. :D

Grüsse

P.S. gerade gesehen - Christian war schneller - das Rennen geht schon los ;) Der Tipp mit den Blatthaltern ist übrigens top. So passe ich meine Antriebe im oberen Leistungsbereich auch an.
 

Kailee

User
Das mit dem Leistungsgewicht (mehr Masse nötig bei kleinerer Drehzahl bei gleicher Leistung) kommt einfach daher dass die abgegebene Leistung gleich Drehmoment x Drehzahl ist. Wenn die Drehzahl gesenkt wird, muss das Drehmoment hoch um die Leistung zu halten. Bei konstanter Spannung geht das eigentlich nur über die Geometrie des Motors (entweder länger oder eben grösserer Durchmesser), oder über höhere Ströme. Beides fordert direkt (Geometrie) oder indirekt (Strom - wg. grösseren thermischen Verlusten die verarbeitet werden wollen) mehr Gewicht.

Andersrum ist die Eingangsleistung gleich Spannung x Strom. Daher auch die wiederholt geäusserte Empfehlung mit der Spannung hoch zu gehen, da dann die Verluste minimiert werden, die mit dem Quadrat des Stroms ansteigen.

Kein Hexenwerk im Spiel!


Gruss,


Kai.
 
Also wenn man in der Powerbootszene mit 18,19kw unterwegs ist und ich mir die kleinen Schrauben anschaue, dann haben die es doch geschafft mit sehr sehr hohen Drehzahlen unterwegs zu sein, oder? Oder teilen sich die kw's auf 2 Motoren auf?

Aber so langsam komme ich dank der Kommentare dahinter. Aber einen Motor zu finden, der auf 16s ausgelegt ist kenne ich keinen.

Es ist also ratsam einen Motor zu wählen, der von Hause aus dafür ausgelegt ist, seine beste Leistung bei hohen Drehzahlen abzugeben. Ein sogenannter Drehzahljunkie.

Alles Spekultion und nur Halbwissen meinerseits, die torqstar Serie ist ein großvolumiger Motor, der seine Heimat in den dicken 2.6, 3 Meter Flugzeugen findet, die mit geringen Drehzahlen dicke Latten durchziehen. Leider sind die Leistungsangaben auf der Lehnerseite, außer ein paar in einer Drehzahltabelle, nicht vorhanden. Da hilft nur telefonieren, was ich morgen auch direkt machen werde.

Was ABER nicht passieren darf, dass bei diesem Projekt nach 1 Minute 10ah Akkus leer sind. Die oben erwähnten Flugzeuge kommen auf ca. 5-8 Minuten bei 15kw-Leistung. 5 würden mir ja schon reichen.

Und ich muss einen Regler finden, der es mir ich auch erlaubt mal mit Teilgas zu fliegen. Dann sind wohl besondere Kühlvorrichtungen zu treffen.
 

steve

User
Hallo Frank,
die Idee sich über vorhandene Prop-Abmessungen, deren Drehzahl etc. an ein Setup heran zu arbeiten ist völlig ok. Da Du aber wohl nicht unter 18Zoll Durchmesser gehen wirst (was wäre denn optimal?) machen Drehzahlen von mehr als 10-15k kaum Sinn. Blattspitze sollte max. 800-900km/h haben. Deshalb bist Du bei den Außenläufern schon mal richtig. Die Inneläufer benötigen höhere Drehzahlen.

Wenn Du etwas flotter als mit V-Antrieb unterwegs sein willst, kannst Du ja für 14s mit so einem üblichen Standart 20x2x Prop rechnen lassen und dann bei Bedarf eben noch eine oder zwei Zellen mehr dran hängen. Gibt da noch eine ganze Menge Möglichkeiten die Drehahl etwas feiner einzustellen. Kann man späer mal besprechen.

In der nächsten Runde dann diesen V-Prop gegen einen E-Prop auswechesln.

Zur Motorlaufzeit mal eine einfache Rechnung: Bei 100A Strom und einem 10Ah Lipo hast Du 5 Minuten Laufzeit. Es befinden sich dann noch 20% Restkapazität im Akku. Bei z.B. 200A dann 2,5 Minuten Laufzeit. Mit dieser einfachen Formel kannst Du Dir die Laufzeiten für alle möglichen Ströme und Kapazitäten ausrechnen.

Noch eine einfache Rechnung: Bei einem E-Modell sollte das Lipogewicht bei mindestens 25% des Gesamtgewichts liegen. Bei einem 12kg-Modell sind das schon mal 3kg. Wenn man sich dann Deinen Bedarf anschaut (10Ah kann man aus z.B. 15s2p5000mh=4200g) wird schnell klar, dass auch bei Dir Leichtbau und Gewichtsersparnis immer von Vorteil ist. Bei 4,2kg für den Akkus sind 1,5-2kg für den Motor im Verhältnis auch bei Wettbewerbsmodellen ok.

Noch ein anderer Aspekt: 5 Minuten Vollgas bedeuten eine Belastung von 10C. Die auf den Lipos angegeben C-Raten geben an, wie schnell entladen werden kann. 1C bedeutet, das der Lipo in 60 Minuten auf Null entladen ist, 10C dann 6 Minuten. Da immer nur max. 80% der Kapazität entnommen werden sollten, als 5 Minuten. Nun sind Liops mit 10C nicht sehr teuer, es sollten aber schon mindestens 30C-Zellen sein. Da sind dann genügend Reserven vorhanden.

Leistungspotential: 100A ergeben bei 16sx3,6V dann 5760 Watt Eingangsleistung. Abzüglich 10% Verlust (Wirkungsgrad sei mal 90%) = 5184 Watt an der Welle.

So - um 5 Miunten mit 15kw zu turnen brauchst Du also 30Ah im Lipo - also 12,6kg Lipo-Gewicht

Nun würde ich ganz pragmatisch so vorgehen, dass der Lipo aus mehreren 15s-Strangen mit jeweils 5Ah Kapazität besteht. Beim Prop würde ich wie von Christian angeregt einen modules Prop-System einsetzen, wo Du dann je nach Einstellung eben 5kw bis 15kw abrufen kannst.
So kannst Du am Anfang mit 10Ah (15s2p5000mAh) an den Start gehen und dann stufenweise die Leistung erhöhen.
Damit hast Du die Möglichkeit, Dich allmählich an die Leistung und das damit verbundene Gewicht heran zu tasten.

Evtl. kann Dir auch Christian Kontakte zu den Power-Boots vermitteln - meine ersten Lipos waren auch die eines Wettbewerbspiloten. Wenn dort die Zellen nicht mehr den optimalen Druck haben, werden sie für kleines Geld weitergegeben. Zum Üben oder für Dein Projekt völlig ok.

Grüsse
 
nemesis elektrisch

nemesis elektrisch

hallo frank,dein projekt finde ich sehr anspruchsvoll und hochinteressant.ich gebe zu,daß es nicht mein kaliber ist und ich demzufolge keine konkreten erfahrungen mit sowas habe.jedoch ein paar randinfos und vlt.anregungen.die angesprochenen rennboote in der obersten leistungklasse werden überwiegend mit innenläufern (z.b. lehner 3060 ) meist zweimotorig betrieben.drehzahl deutlich oberhalb 30000,also nicht in dem von dir angestrebten bereich.belesen kannst du dich bei bedarf bei rc-raceboats,oder hydroworld und ähnlichen foren.jedoch würde ich mal rennbootregler(z.b. von schulze) auf ihre tauglichkeit abchecken und diese auch konsequent wasserkühlen.läßt sich ,gut durchdacht,sicher mit etwa 150gramm mehrgewicht realisieren(also im verhältnis zur flugmasse unwesentlich).auch denkbar als kühlung ein leichter elektroimpeller,wenn du eben mehr so der luftkühl-typ bist.eine anfrage bei firma strecker könnte dich auch weiterbringen,die bauen auch recht große motoren.und geben vlt auch reglerempfehlung.dein vorhaben ist ja bei erfolg recht prestigeträchtig,möglicherweise verstärkt sowas ja die hilfsbereitschaft ein wenig.bei scorpion systems wäre da noch der hk7050,der annähernd in die leistungsklasse paßt und vom preis her überlegenswrt wäre.evtl holger lambertus wg.wicklungstuning konsultieren.thema propeller: da ich nicht weiß,was du alles weist und kannst,kann ich dir mal ein einfaches grundlagenwerk empfehlen."luftschrauben für modellantriebe"von horst schulze.gibts manchmal bei ihbäh oder amazon günstig zu schießen.möglicherweise gibt dir das impulse für selbstversuche ohne aufwändige computersimulationen und formen fräserei.hier im forum hat wohl aloys(famzim)einen hohen erfahrungsschatz mit propellerselbstbau.sicher der geeignete ansprechpartner.das alles nur als anregung meinerseits. viel erfolg.gruß holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Steve,

Ja in der Tat mit den variablen Props zu arbeiten ist mit Sicherheit die beste Idee. Ich werde mal Kontakt zu dj nafets aufnehmen.

Was die 15 kW angeht ist ja letztendlich alles nicht verifiziert. Ob der Benziner die Leistung wirklich hatte, keine Ahnung. Und welche Drehzahl am prop gedreht wurde auch keine Ahnung. Das einzige was bekannt ist, die Werte die der Hersteller angibt, die gemessene Geschwindigkeit (395) that's all. Ich denke nur das die Elektromotoren in vielen Bereichen die Verbrenner abgehangen haben.

Von daher hatte ich nicht vor mit 12 Kilo Akkus rumzufliegen. Ich wollte ja eigentlich auch das Gewicht unterbieten. Für den Verbrenner kann man mit allen Komponenten, Motor, Tank, Resorohr, etc. von ca. 6,5 Kilo ausgehen.
 
Hi argebat,

Willkommen im Club, auch nicht mein bisheriges Kaliber. Ich habe halt nur (leider?) eine der schönsten, wenn nicht schönste Rennmaschine im Keller stehen, welche in dieser Form auch nicht mehr gebaut werden wird.

Ich bin aber dankbar für die vielen konstruktiven Beiträge, Anregungen und Hilfen. Ich glaube dass das hier aber auch mal was Neues, nicht Übliches ist. Von daher bin ich weiter für jeden Beitrag dankbar. Und bis jetzt ist das ein sehr konstruktiver Thread.

Ich werde auf jeden Fall morgen wieder nach den Telefonaten mit Herrn Schambeck berichten. Ich glaube mir keine Sorgen um die Props machen zu müssen, da gibt es den einen oder anderen Spezi. Man halt leider Null Erfahrungswerte, noch.

VG
Frank
 
Hi Steve,

habe dein Vorschlag nicht richtig gelesen. Ja genau mit 14s10ah (oder 15,16s) anfangen und schauen was so geht. Bei der Kombi bleibe ich bei ca. 12 bis 12,5 Kilo. Und dann mal die Steigung langsam hochdrehen, fliegen, messen.

Ich bin mehr als gespannt, mit den Verbrennen war es alles einfacher, oder es gab erst gar keine Gelegenheit sich die Gedanken zu machen. Ich weiß nur das größte Problem war die Größe des Motors unter die Haube zu bekommen (Kühlrippen abschleifen, etc.) und die Kühlung der Komponenten. Und zum guten Schluss die Lautstärke.

VG
Frank
 
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