Reproduzierbar "Mumpe" herstellen

Dagobert

User
Naja, ich glaub ich geb auf. Die Meinungen sind da, ähnlich wie in der aktuellen Politik, bei bestimmten Leuten festgefahren. Da helfen auch Beweise dann nichts mehr.
In meiner Klasse haben wir einfach ein Mindestgewicht das man immer bestrebt ist einzuhalten und nicht zu überschreiten. Die motorische und elektronische Seite ist vorgegeben, da lässt sich nichts sparen an Gewicht. Die Flieger sollen möglichst bunt mit allen möglichen Schriften und sonstigem Gogolores in der Form lackiert werden, Leuchtfarben sind der neueste Trend. Steckflügel, also in der Mitte geteilt, auch noch, HLW auch steckbar. Damit man sie im Flugzeuggepäck mitnehmen kann und die Versandkosten nach USA und den Rest der nicht EU Welt bezahlbar bleiben. Die ganzen Zwänge hab ich. Da kann ich mir kein Mehrgewicht mit microballoonloser Mumpe erlauben. Es muss so gehen und für mich geht es so. Die Flieger werden nicht weich und platzen nicht auseinander.
Ich hab über den Tellerrand geschaut, hab gesagt das eine Mumpe nur mit Microballoons nicht gut ist, hab dem Strukturkleber seine sinnvolle Verwendung nie abgesprochen.
Wenigstens hast du ja mal in Erwägung gezogen das man unter Umständen auch mal drüber nachdenken kann Microballoons in homöopatischer Dosis beizumengen.
Macht keinen Sinn mehr. Ihr habt gewonnen, Microballoons haben in einer Klebemumpe nichts verloren. Amen.
Ich geh wieder weiterpfuschen.
ciao
 

Steffen

User
Naja, ich glaub ich geb auf. Die Meinungen sind da, ähnlich wie in der aktuellen Politik, bei bestimmten Leuten festgefahren. Da helfen auch Beweise dann nichts mehr.
Genau, es gibt jede Menge Beweise aus der Strukturmechanik, dass Microballons in festigkeitsrelevanten Verklebungen nicht dauerhaft funktionieren.

Aber vielleicht brauchst Du ja einfach keine DAUERHAFTE Verklebung, weil Du die Flugzeuge nicht lang genug benutzt um in den Festigkeitsverlust zu laufen.

Aber das ändert nicht daran, das es hinreichend und mannigfaltig bewiesen ist, dass die Betriebsfestigkeit eine Verklebung mit Microballons dramatisch sinkt.
kann Dir jeder Strukturentwickler in Flugzeugbau und Windkraftanlagenbau bestätigen.

Die Flieger werden nicht weich und platzen nicht auseinander.
Dann sind Deine Verklebungen nicht ausgenutzt.



Ihr habt gewonnen, Microballoons haben in einer Klebemumpe nichts verloren
Das haben wir nicht gesagt, wie Dir vielleicht entgangen ist.
 

Dagobert

User
Scheissegal ob die Verklebung ausgenutzt ist oder nicht. Hauptsache schnell - laut und geil. Wir haben auch ohne Strukturkleber Spaß. Hab keinen Bock mehr auf die Haarspalterei.

Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn!
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.
 

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Hi,

Microballons haben in der Verklebemumpe nichts zu suchen, jeder der sich mit der Materie beschäftigt wird das bestätigen. Warum soll ich mir mit Absicht eine Sollbruchstelle einbauen?
wenn DU jetzt zum Beispiel eine GFK Flex Schale im Vakuum absaugst kannst Du damit die Holme und Stege so einkleben das Sie sich beim Einschlag lösen was die Fläche rettet. (zb. Virus und Focus von Becker).
Eine Flex Schale ist ja deutlich leichter und empfindlicher als eine normale Schale.
Auch bei einem normalen CFK oder reinrassigem GFK Hartschalenflieger, selbst an einem Vakuum Sandwich an der Endleiste/ End Stegen durchaus von Vorteil, wenn crash zu heftig wird Energie vernichtet, der Schaden ist geringer und einfach reparierbar.
Hab damals mein FMT Testmodell Virus von Becker mal gecrasht bei einer verpatzten Speed Wende am Hang, der Rumpf is in 4 Teile zerbröselt, die Stege haben sich einwandfrei gelöst von der Schale -wieder unterspritzt und zusammengeheftet und fertig.
Bei einer nicht lösenden Verklebung wäre die Fläche mit Sicherheit Kernschrott gewesen.
In der Luft hat der Flieger auch alles gehalten -und EIgenbauten auch ^^
Also bei einem Hangflugmodell oder F3F kann es durchaus ein Vorteil sein alles nach der Nasenleiste so auszulegen das bei einem Heftigen Crash sich die Schale von Holm und Stegen löst anstatt zu zerbröseln.
Mir persönlich lieber als hinterher eine zerstörte Schale zu haben. weil einfach ausrichten und unterspritzen ist leichter und sieht schöner aus bei der Reperatur(mann sieht nämlich nix davon !) und neu lacken brauchst auch nicht ;)

Das ist genau der Grund warum machmal das was mann eigentlich nicht machen sollte das bessere ist ;)
Wie schon gesagt, kommt auf den Einsatzzweck an. Bei einem DS Flieger natürlich ein No GO ......

MFg,

Chris
http://www.xtreme-sailplanes.de
 

alois1

User
Hallo !
Das Thema des Starters war eigentlich „reproduzierbare Mumpe herstellen“ also
ein Löffelchen von dem,zwei Löffelchen von dem anderen auf x g Epoxy :)und nicht
wo man sie denn am vorteilhaftesten einsetzt !
Klar ist doch ,das man Mumpe ohne Faseranteil an Hochlaststellen nicht einsetzt,
dafür kann man die Klebeharze einsetzen.
Der Starter wollte seine Nasenleiste der Styrofläche damit verkleben,
dafür reicht micromumpe mit etwas Baumwollflocken auf jeden Fall.
Das Anmischen mit der „erhofften Konsistenz und Eigenschaft“ war die
Ausgangsfrage und die ist eher vom „Gefühl und Erfahrung“ abhängig.:)
da hat sicher jeder sein „Rezept“.

Fliegergruss. Gerhard
 

Gideon

Vereinsmitglied
Die Flieger sollen möglichst bunt mit allen möglichen Schriften und sonstigem Gogolores in der Form lackiert werden, Leuchtfarben sind der neueste Trend. Steckflügel, also in der Mitte geteilt, auch noch, HLW auch steckbar. Damit man sie im Flugzeuggepäck mitnehmen kann und die Versandkosten nach USA und den Rest der nicht EU Welt bezahlbar bleiben. Die ganzen Zwänge hab ich. Da kann ich mir kein Mehrgewicht mit microballoonloser Mumpe erlauben.
Ohne hier gleich die nächste Lawine lostreten zu wollen, aber gerade im Bereich der Oberflächengestaltung ist mit einem hochpigmentierten 2K-Lack aka In-Mould Coating noch einiges an Gewicht herauszuholen. Speziell Leuchtfarben decken in Verbindung mit T 30 & Farbpasten ausgesprochen schlecht, sodass mit Weiß hinterlegt werden muss. Das ist zusätzliches Gewicht, das eingespart werden kann.
 
Hallo,

ich habe bisher Kohlefasermehl statt Microballoons verwendet, werde aber beim nächsten Flügel mal den Elan-tech ADH 891.892 testen

mfg Rene
 

Dagobert

User
Ohne hier gleich die nächste Lawine lostreten zu wollen, aber gerade im Bereich der Oberflächengestaltung ist mit einem hochpigmentierten 2K-Lack aka In-Mould Coating noch einiges an Gewicht herauszuholen. Speziell Leuchtfarben decken in Verbindung mit T 30 & Farbpasten ausgesprochen schlecht, sodass mit Weiß hinterlegt werden muss. Das ist zusätzliches Gewicht, das eingespart werden kann.
Meine Erfahrung mit imc sind verschiedene. Ich hatte immer wieder Fettaugen Probleme, meisstens wo z.b Anritzungen in der Form sind. Aber auch irgendwo und immer nicht nachvollziehbar. Kann natürlich am Wachs liegen oder an der Kompressorluft. Hab es nicht in den Griff bekommen, bei Polyester tritt das nicht auf.
Dann zieht der imc sehr schnell an. Manchmal abartig schnell. Wenn ich komplizierte Lackierungen mache, wie unten, für mich nicht brauchbar, würde viel zu lange dauern und der Lack am Abklebeband-Folie hängen bleiben beim herausziehen.
Was mich auch genervt hat, wenn ich vor dem zusammenmachen vom Rumpf den Gewebeüberstand abschneide zerbröselt der noch auf dem Formenrand vorhandene Lack in ultrakleine Fizzel. Wenn das dann auf das noch klebrige Harz in der Form fällt wird man verrückt.
Wenn ich den Formenrand vor dem laminieren säubere ist es nicht viel besser. Die kleinen Brösel sind überall und nerven einfach nur.
Die Deckkraft ist super, man kann ihn wirklich sehr dünn lackieren. Mit Polyester komme ich aber besser zurecht. Es funktioniert einfach immer absolut zuverlässig. Das ist wichtig wenn es klappen muss.
Polyester mit Farbpasten deckt wirklich bescheiden, gerade Rot, Gelb, orange z.b. müssen immer mit weis hinterlegt werden. Floureszierende sowieso. Das ist schon lästig und bringt auch schnell einiges an Gewicht.
Ich habe aber noch keine bessere absolut zuverlässige Alternative gefunden.
Bei Autolack habe ich festgestellt das wenn man, bei dünnen Streifen z.b, mehrere Farbschichten übereinander lackiert, die untenliegenden nicht mehr aushärten können, bleiben weich, die Lösemittel können nicht raus und greifen die Wachsschicht an. Die Folge sind Hänger. Und zwar da wo nicht abgeklebt wurde, weil das meißtens die unterste Schicht ist.
Wie das bei imc ist weis ich nicht, soweit bin ich noch nicht gekommen. Habe aber von genau solchen Hängern gehört.
Bei polyester hat man das Problem eben nicht. Das kann man in 25 Schichten einen cm dick lackieren (Übertrieben), es wird immer hart. Ist der Härter einmal drin läuft da ein chemischer Prozess ab der keine Luft braucht oder Luftfeuchtigkeit. Es härtet einfach durch bis zum Anschlag. Auch bestens geeignet um Urmodelle dick zu lackieren. Da gast nix mehr, auch wenn die Schicht 2mm dick ist stellenweise.
Das sind meine Erfahrungen. Ich würde es gerne nehmen, auch wenn teurer, komme aber mit dem anderen besser zurecht.
Bischen OT, aber was solls, kommt vor.
 

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Dagobert,

IMC + Aceton = Wunder ;)
Aber trotzdem dünn nebeln in mehreren Schichten bis deckend, nicht wie beim Auto lackieren und alles in einem Gang reinrotzen...

Formenrand klebt mann mit Tesa Krepp vor dem lackieren ab.
Das Saubermachen nach dem Lackieren hab ich genau einmal gemacht, danach Schnautze voll und abgeklebt = Ruhe ist.
Besäumen mit Schere oder Cutter geht 1A.

MFg,

Chris
http://www.xtreme-sailplanes.de
 

steve

User
Wau...das sind richtig interessante Beiträge von Rene und Dagobert. Auch die Erklärung, weshalb der 2K bisweilen in der Form hängen bleibt.

Zum Lack am Formrand und überhaupt zum Beseitigen von solchen Angelegenheit. Z.B. am Formrand wo ohne Abkleben lackiert wurde: Klebeband auf den Bereich wo der Lack runter soll - am besten großflächig. Der Lack bleibt größtenteils am Klebeband hängen. Allerdings mache ich das erst nach dem Enformen da ich die Rümpfe nass in nass baue.

Evtl. wäre es an der Zeit einen neunen Thread aufzumachen. Titel: Tipps beim Kunststoffbau oder so ähnlich

VG
 
Hallo Chris,
Hast du ein Mischungsverhältnis? Oder Pi mal Daumen?
Bestgruss
René
Kommt auf Deine Pistole , Druck an etc. zu flüssig darfs auch nicht werden. musst einfach mal Versuche machen.
Kannst ja bei zb. 50ml Farbe + 10ml Aceton starten und schauen wie es mit Deiner Pistole geht. Es sollte auch nur Aceton rein, auf den HP IMC Zusatz Verdünner getrost verzichten, das Zeugs ist grässlich -einmal und nie wieder..
Ich lackiere mit einer mini LVLP und 1.5 bis 2 Bar.

ps. wenn der Rand vor dem Lackieren abgeklebt wird mit Tesa Krepp, hat mann hinterher nix was mann Lacktechnisch säubern muss, find ich mittlerweile einfacher.

MFG,

Chris
http://www.xtreme-sailplanes.de
 

attack

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Noch ein kleines OT

Werde zu Weihnachten meine erste bedruckte Fläche bauen-
die ersten Test sind super!!!
Nur mehr Klarlack und nichts mehr mit Farben "herum sprühen"

LG Hannes
 

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bedruckte Flächen

bedruckte Flächen

Servus Hannes,

wie funktioniert das mit den bedruckten Flächen? Das interessiert mich brennend!! Werde mir auch über Weihnachten einen Satz Flügel bauen.
Bitte um Aufklärung!!

LG Thomas
 
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