RES-Modelle

UweH

User
Aber wie Du schon schreibst, auch wenn er für den Wettbewerb zu schwer ist, es ist und bleibt eine gelungene Konstruktion, die Dir viel Freude macht.
Hallo Leute, da es ungerecht wäre wenn so ein gelungener Flieger nur Michael, Christof und mir viel Freude machen würde hat sich Michael entschlossen seine Konstruktion meiner aerodynamischen Auslegung für Nachbauer öffentlich zugänglich zu machen.
Die Daten als pdf und dxf stehen im Nachbarforum Thermik-Board zum Download bereit, in dem Thread sind auch genug Bauinfos mit Fotos enthalten um den X-RES Nurflügel nachzubauen: http://www.thermik-board.de/viewtop...8bef27268421a698bb0d7d9ff1d7&start=200#p54518

Allerdings bitte ich ein paar Kleinigkeiten zu beachten: die Konstruktion ist von vorn herein für den Aufbau aus Frästeilen gedacht! Wer die Teile von Hand schnitzen möchte kann das tun, aber ich bezweifle dass die Konstruktion dann ausreichend genau gebaut werden kann um die guten Flugeigenschaften der Frästeilvariante erreichen zu können.


Kleingedrucktes:
Das Herstellen der Frästeile ist nur für privaten Gebrauch gestattet, gewerbliche oder Nebenerwerbs-Fräser die das Modell als Serienbausatz gegen Geld anbieten bekommen wahlweise von mir oder von meinem Anwalt Backpfeifen :p:rolleyes:


Gruß,

Uwe.
 
Hallo,

kann mir jemand sagen, was das für ein roter Segler ist, der da rechts neben dem Fliegerkollegen mit Hut herauslugt (ich meine den Segler mit V-Leitwerk, nicht den ebenfalls roten weiter hinten). Gibt es Infos zu dem Modell? Das was ich sehe gefällt mir sehr gut.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Uli

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Hallo Uli,

das ist ein Eigenbaumodell meines Teamkollegen Gerhard Demengi.

Eines der Modelle hat eine Freiflugprofiliereung, das andere hat ein Profil vom Xplorer.

Die Modelle haben auch einen Flachrumpf in Sperrholz-Balsa.

Beide Modelle fliegen ausgezeichnet und Gerhard ist damit stets bei Wettbewerben auf den vorderen Plätzen unterwegs.

Die Angaben sind natürlich ohne Gewähr. Wäre schön, wenn Gerhard selber was dazu schreiben würde, es sind sehr interessante Modelle

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Viele Grüße
Dietmar
 
Hallo Dietmar,

danke für die Informationen (und schade, dass aus unserem Team nicht mehr geworden ist, als die zwei wunderschönen gemeinsamen DMs - aber an dir hat es nicht gelegen).

Das Modell war mir schon in Wetzlar aufgefallen. Mir gefällt die schlichte Machart sehr. Überlege schon lange mal ein RES-Modell komplett selbst zu konstruieren und zu bauen und dann immer weiter zu verbessern. Seit einer Woche bin ich konkret damit beschäftigt. Ich habe keine Fräse und würde es deshalb komplett in Handarbeit - wie früher, Rippenblock, Laubsäge ... erstellen. Die Leitwerke sind bereits gezeichnet, die Rumpfkeule auch. Letztere werde ich aber nochmal neu konstruieren - mir sind eure flachen Sperrholzrümpfe zu sehr positiv aufgefallen :-).

Vielleicht hat hier jemand einen Tip (vielleicht Gerhard wenn er mitliest), wie ich die Holme in etwa dimensionieren muss, wenn ich (ähnlich dem Modell von Gerhard) einen Flügel ohne D-Box und ohne Rohrholm bauen möchte. Ich hatte an Verkastung vor und hinter dem Holm gedacht, damit ich (hoffentlich) ausreichende Torsionssteife in den Flügel bekomme. Der Flügel soll aus einem Mittelteil mit V-Form und mit zwei steckbaren Außenteilen (ebenfalls mit V-Form zum Mittelteil) bestehen. Ich hätte gerne eine Holmbreite von 5mm, damit ich die Außenteile mit 4rer Kohlestäben (in 5er Messingrohr) anstecken kann. Die Holme könnten aus Kiefer oder einer Kohle-Holzkombination bestehen.

Ach so, welches Sperrholz verwendet ihr für eure Rümpfe (dann muss ich nicht alles nocheinmal lesen)?

Vielen Dank und beste Grüße aus Köln

Uli
 
.....Ach so, welches Sperrholz verwendet ihr für eure Rümpfe (dann muss ich nicht alles nocheinmal lesen)?

Vielen Dank und beste Grüße aus Köln

Uli
Hallo Uli,

für die Seiten verwende ich Birkensperrholz 0,8 bis 1 mm.

Bei der Flügelbauweise kannst du dich am Holmaufbau von den gängigen Modellen orientieren, da bei einem Carbonholm die restliche Balsastruktur keinerlei Biegekräfte mehr aufnehmen kann, Balsa ist viel zu elastisch im Vergleich zu Carbon.
Ganz wichtig ist eine perfekte Verbindung von Ober- und Untergurt, das ist bei nur verklebten Carbonholmen die Schwachstelle.
Also im Innenteil oben 6 x 1 mm und unten 6 x 0,5 mm, im Mittelbereich 25 breit mit 0,5 aufdoppeln ist ok, Holm an der Oberseite des Profils 1 mm versenkt, um keinen Knick in der Folie zu bekommen und bei einem so versenkten Holm kann man Ober- und Untergurt alle 2 cm mit einer Kevlarumwicklung gegen Ausbeulen sichern. Holmsteg innen zwischen den Gurten 6 - 4 - 2 mm gut verkleben, dh Carbon vorher anschleifen wegen Trennmittel auf der Carbonoberfläche.
Torsionssteifigkeit mit Diagonalrippen vom Holm zur Endleiste nach Bedarf verbessern.

Durch die fehlende Beplankung sollte so ein Flügelgewicht mit Steckung von 180 - 200 g mühelos realisierbar sein.

mfg
Carsten, der Nichtflügler
 
Hallo Carsten,

danke für die ausführlich Tips zur Carbonbauweise. Vielleicht mache ich es so; tendiere aber aktuell noch eher zur reinen Balsa-Kieferbauweise - ist einfach weniger fummelig / Verklebungen sind einfacher zu machen.
Guter Tip, den Holm 1mm zu versenken; die Querkante im Profil wollte ich als bauartbedingten Nachteil schon bedauernd hinnehmen.

Viele Grüße

Uli
 
Mit ist gerade meine alte Höllein(ur-) Libelle (178 cm Spannweite) eingefallen, die ich immer noch ab und zu fliege. Ist einer der ersten Baukästen gewesen, die von Höllein 1993 ausgeliefert wurden. Irgendwann habe ich die mal überholt (alte Bespannung runter - Rumpf dünner geschliffen, leichte Bespannung drauf, alle Elektronik inklusive Servos ganz nach vorne). Das Modell wiegt jetzt 421 Gramm und davon sind noch geschätzt 20 Gramm Blei in der Nase. Bei einem Flächeninhalt von 29,6, dem relativ dicken Rumpf und der extrem simplen Bauweise ein super Gewicht. Das Profil hat natürlich wenig Laufleistung und der ganze Flieger odentlich Stirnwiderstand. Ich habe viele hundert Thermikflüge damit gemacht und der leichte und einfach aufgebaute Flügel (201 Gramm) hat alles klaglos mitgemacht. Vielleicht baue ich zuerst mal eine Fläche in dieser einfachen Bauweise mit einem AG Profil und einem schlanken und leichten Rumpf.

Viele Grüße

Uli

DSCN0932.JPG
 

Piet72

User
Suche RES-Modell oder Flügel

Suche RES-Modell oder Flügel

Hallo,

ich schreib es hier auch noch einmal rein: Ich suche einen X-Res oder einen Flügel davon
 
Spoila

Spoila

Moin Moin zusammen,

Kennt einer das Model Spoiler??
Hab’s noch nie vorher gesehen oder von gehört.
Gefällt mir geometrisch schon ziemlich gut die Fläche.
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/711909-RES-Spoila

Gruß
Lukas
Hallo,
das Modell heißt Spoila. Ich habe auch einen Spoila V3 Anfang des Jahres gebraucht
erworben. Bei mir war die Fläche 3-teilig und das Modell mit 380g sehr leicht.
Ich dachte es wäre eine gute Ergänzung zu meinem shcwereren Samba RES 2.0.
Leider haben die Carbon-Flächenverbinder mit 1,2 mm Stärke dem Hochstart
nicht standgehalten. Beim Absturz ist dann auch noch der Rumpf gebrochen.
Ich habe dann aus der 3-teiligen Fläche eine 1-teilige gemacht und den Rumpf
repariert. Das Modell gleitet gut aber der Leichtbau hat natürlich auch seinen Preis.

Gruß
Karlheinz
 
Mini Segler

Mini Segler

Hallo,

ich habe schon lange vor gehabt, mal einen RES-Segler komplett selbst zu entwerfen und zu bauen. Nachdem ich eine Skizze gezeichnet hatte, musste ich für längere Zeit ins Krankenhaus. Um die Zeit dort rumzukriegen habe ich das Modell dort gebaut. Da ich nur ganz wenig Platz hatte und zudem noch viel Material von einem älteren HLG-Projekt hatte, habe ich das Modell vorerst mit nur 150cm Spannweite gebaut. Abfluggewicht 253 Gramm, Flächenbelastung 11,5 Gramm, Profil AG 36. Ich habe den Segler heute eingeflogen. Die Flugeigenschaften sind so gut (er schwebt herrlich langsam daher), dass ich ihn wohl jetzt auch noch in zwei Metern bauen werde.

20190909_183347.jpg

Viele Grüße

Uli
 
Hallo,
da unsere RES-Modelle so ein schönes Standardmaß haben, bietet sich eine Kombination verschiedener Rümpfe und Flächen an. Hier zwei Beispiele. Eigenentwurf Rumpf, einst für nen Picares-Flügel gebaut und ein X-RES-Flügel mit Aussenflügeln nach dem System Schloiderding. Und ein FRESH-Rumpf (der Flügel wurde an der Wasserkuppe geopfert) mit X-RES-Flügel. Letzterer in dieser Kombi das beste RES-Modell, dass ich je hatte. Da der Flügel von Carstens Schweb-RES stammt (mit dem V-Leitwerk war ich nicht glücklich) kommt der Flieger auf 380g. Den längeren Flügel-Höhenleitwerksabstand werde ich auch weiterhin planen. Mit der längeren Nase des Modells hab ich mich ausgesöhnt, besser kann das Modell mit kurzer Nase auch nicht fliegen.
Gruß Hans 20191023_160852-1_resized.jpg
 
Hallo Hans,

sehen gut aus, deine Hybrid-Modelle.

Optisch gefällt mir der elliptische Flieger super.

Der FRESH-Rumpf mit dem X-RES-Flügel scheint aber sehr gut zu funktionieren, wie du berichtest.
Das mit der langen Rumpfnase habe ich auch schon so gemerkt. Theoretisch ist es nicht gut, praktisch konnte ich noch keine Nachteile erkennen und man spart sich viel Trimmgewicht in der Rumpfspitze.

Schade finde ich, dass hier kaum noch jemand von seinen Eigenbauten bzw. Umbauten berichtet.

Gruß
Dietmar
 
Dann stell ich mal mein Nachfolgemodell nach meinem jetzt schon 11 Jahre alten Miles vor!

Da ich eine Fräse besitze und auch 3D fräse, kam der Wunsch auf, einen neuen RES-Flieger aus Vollbalsa zu fräsen. Ich wollte damit mal sehen was mit der heutigen Technik so möglich ist.

RHEN2003.jpeg

Der Leitwerksträger, ein CFK-Rohr mit Alufolie aus dem Freiflugbereich lag schon ein paar Jahre herum und wurde verwendet. Der Rumpf sollte aus 4mm Birken- und Pappelsperrholz in 2D gefräst werden und mit kleinsten Querschnitten auskommen. Der Leitwerksträger steckt daher nicht im Rumpf sondern wird auf die rund gefrästen Sperrholzteile des Rumpfvorderteils geschoben und verklebt. Die Haube konnte bei dieser Bauweise mit einem 2mm Rundholz als Scharnier direkt integriert werden. Servos habe ich von KST genommen mit 8mm Dicke. Alle drei Servos sind im Rumpfvorderteil. Der Spoiler wird über winzige GFK-Teile angelenkt.
Die Flächen und Leitwerke habe ich aus Vollbalsa gefräst. Dazu wurde ausgesucht leichtes Quartergrain Balsa verwendet. Nachdem die Oberseiten der drei Flächenteile gefräst war, kamen sie in Negative die aus MDF ebenfalls gefräst wurden und mit einem Unterbau versehen wurden um die oberseitig fertigen Balsateile durch Vakuum in diesen Negativen zu fixieren. Jetzt konnten auch die Unterseiten gefräst werden.
Das Höhen- und Seitenleitwerk sind genau so entstanden.
Das Gewicht dieses ersten Modells ist mit 530g noch etwas zu hoch, aber durch das notieren jedes einzelnen Arbeitsschrittes und der damit verbundenen Gewichtszunahme, sehe ich die Einsparmöglichkeiten. Der zweite Rumpf wiegt zum Beispiel schon 30g weniger als der des ersten und auch bei den Flächen ist eine leichtere Version in Arbeit.
Die Flächen und Leitwerke wurden nicht mit Folie bespannt sondern mit 12g/m2 Japanpapier. Alle Holzteile wurden daher vorher mit Schleifgrundierung von Clou gestrichen und dann erst das Papier mit Spannlack aufgebracht. Die erste Fläche hat dabei etwas zu viel Lack aufgesaugt und ist dadurch schwerer geworden als gedacht.
Direkt nach der Fertigstellung wurde mein CREST genannter Flieger zum Wettbewerb nach Lünen mitgenommen. Da dies ein Abendwettbewerb ist und ich mein Modell noch nicht richtig programmiert hatte, flog ich natürlich nur hinterher. Ich bin trotzdem zufrieden nach Hause gefahren. Jetzt ist das Modell schon viel geflogen worden und auch die Programmierung der Spoilerzumischung des Höhenruders und die Lage des Hochstarthakens sind jetzt zufriedenstellend. Ich freue mich auf die nächsten Wettbewerbe im neuen Jahr.

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Phantastisch

Phantastisch

Hallo Christian,
da hast du aber einen tollen RES Flieger konstruiert und gebaut:)
Halt uns auf jeden Fall auf dem Laufenden wie es weitergeht.
Kannst du dir vorstellen, daß so ein Modell mit Vollbalsaflächen zu einem bezahlbaren Preis
kommerziell hergestellt werden kann?.

Gruß
Michael
 
Hallo Christian,

sehr schönes und interessantes RES-Modell.

Verrätst du uns noch ein paar Daten?

Flächeninhalt?
Profil: Tiefe – Wölbung – Dicke?
Einteiliger Flügel?
Holm?

Gruß
Dietmar
 
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