Resorohr aus GfK/CfK

Hallo,

ich möchte ein Resorohr wickeln und bin auf der Suche nach einem temperaturbeständigem Harzsystem.

Wer hat schon Erfahrung und kann auch aus dem alltäglichen Betrieb berichten?

Gruß
Rolf
 
Hi Dr. Topspeed

Ich habe mein Rohr folgendermaßen hergestellt:

Ein graues HT Kunstoff Abflussrohr DN 70 mm aus dem Baumarkt besorgt. Die gibt es nämlich auch in 1 Meter Längen.
Das ganze habe ich dann eingewachst.
Ich habe eine Lage Kohlegewebe verwendet, normales GFK geht aber auch.
Allerdings habe ich je eine Hälfte nur lameniert (mit je 2 cm Übermaß). Die zwei Hälften habe ich dann später ohne Rohr mit Harz verbunden.
Als Harz verwende ich Standard Langzeitharz.

Mein erster Versuch das Rohr in einem Stück zu lamenieren ist leider gescheitert, da ich das ausgehärtete Laminat nicht vom Rohr schieben konnte.

Mann kann natürlich in einem Stück lamenieren, muss aber dann einen Längsschnitt machen, um das Laminat vom Rohr zu bekommen. Dann einfach den Schlitz mit einem Laminatstreifen und Harz zukleben.


Bis jetzt hält das Rohr alle mechanischen und Temperatur Belastungen aus.

Viel Spass

Thermik_sepp
 
Zuletzt bearbeitet:
Für welchen Motor soll das Reso denn sein?
Normales Harz macht zwischen 60 und 80 Grad schlapp!
Bei RG gibt es ein Hochtemperaturharz, das muss aber getempert werden....

www.r-g.de

Gruß
Rolf
 
Hallo lieber Dr. Topspeed,

es gibt bei der fa. R&G das 3 Komponeneten Mertens Harzsystem, das bis zu 200 C funktioniert und kurzzeitig bis 250 C..
Für den Rennmotor viel zu wenig, da dort bis zu 350 C anliegen.
Es gibt auch noch Prepreg Teile bei der Fa. Krempel in Stuttgart die etwa das gleiche aushalten.
Alle diese Harze müssen über lange Zeit teilweise sehr hoch 200 C getempert werden.
Ich habe noch ca. 10 kg im Keller stehen. Der Aufwand lohnt nicht.

Im Rennsport Formel 1 und DTM gibt es mittlerweile Prepregs , die bis zu 600 C aushalten sind aber teuer und schwer zu bekommen.

Bau besser ein Resorohr aus ALU !!! Bessere Wärmeableitung ...

Hallo Thermik-Sepp,

ein GFK-Rohr über ein Plastikrohr zu wickelen an einem Stück geht ganz einfach, wenn man an der Überlappung eine Plastikfolie einlegt und nach dem aushärten kann man an dieser Stelle ganz leicht das Rohr trennen und von dem Plastikrohr abziehen. Später kann man das fertige Rohr mit wenig Harz oder Sekundenkleber wieder zusammenkleben.
So wie ich deine Ausführungen verstehen ist es besser Du bleibst bei der Thermik, da Du von der GFK Verarbeitung keine Ahnung hast.

Nix für ungut.

MFG Mr. f3d
 
wieso schneiden?
geht doch gaaanz einfach..
wenn das Rohr fertig ausgetrocknet ist ab damit in den Tiefkühler,
etwas warten bis es knackt und dann abziehen..
Wir machen unsere Reso Tunnel schon immer so...

Bruno
 
Sorry,
wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Wie ich jetzt sehe geht es um Resorohr aus Laminat, ich meinte natürlich einen Resotunnel.
Es gibt viele Wege die nach Rom führen. Mein Vorschlag ist vieleicht umständlich, aber er funktioniert und als Resotunnel reicht Standardharz allemal. Aber der Tip mit der Tiefkühltruhe ist super und beim nächsten Rohr werden ich das ausprobieren.


f3d schrieb:
So wie ich deine Ausführungen verstehen ist es besser Du bleibst bei der Thermik, da Du von der GFK Verarbeitung keine Ahnung hast.
So nun zu f3d.

Das Du der Held der Nation bist, konnte ich dieses Jahr während der Alpin Flugwoche auf dem Hahnenmoos erleben. Die Antwort, welche ich oben von Dir zitiere, zeigt mal wieder, dass Du wesendlich mehr Freunde hättest, wenn Du etwas dezenter mit Deiner Wortwahl umgehen würdest. Aber es passt zu Deinem Verhalten auf dem Hahnenmoos. Ich sag nur Deine Aktion mit Erstflug der 6,3 m DG 500.

Thermik_sepp
alias Ulf (HH-Connection)
um dir auf die Sprünge zu helfen, der mit dem Thermik XL und der Foka 4
 
Danke für die Tipps,

ich denke f3d meinte das MARTENS Harzsystem.

Hat denn jemand schonmal eine Resotüte gewickelt und auch getestet?

Gruß
Rolf

PS: f3d, wolltest du mir nicht noch ein Rohr für den 15ccm Rossi anbieten?
 
Hallo Rolf,
es gab mehrere Versuche (Voets aus Belgien, ich, ...) F3D Rohre mit dem Martens Harz zu machen. Das zylindrische Anfangsteil war teilweise aus Alu. Die Rohre haben in F3D nur eine gewisse Zeit gehalten (1 Rennen mit 10 Starts). Das größere Problem ist die schlechte Wärmeleitung von Kunststoff.
Das gilt auch für PEEK (Faserverst. Thermoplast) oder für Kunsstoffe die höhere Temperaturen aushalten. Bei "normalen" Motoren (F3A) funktioniert das Kunststoffrohr einwandfrei!
Einfach herzustellen sind Stahlrohre aus 0.2mm Blech. Die Form abwickeln und punktweise verschweißen und dann komplett hart verlöten. Aber auch hier ist die Wärmeleitung schlechter als bei Alu.

Otto
 
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