Restaurationsbericht: Graupner SuperStar Reparatur und Umrüstung auf E-Antrieb

rabbit13

User
Hallo zusammen,

ich habe vor einiger Zeit einen Graupner SuperStar mit diversen Schäden geerbt und versuche mich mal an der Restauration des Vogels.

Abschnittsweise folgen weitere Bilder und Teilberichte 🙃

Viel Spaß!

Gruß,
Sabrina

--


Los geht's also mit dem Ausgangsamterial:

- Graupner SuperStar, leer
- diverse Macken von Abstürzen, teilweise notdürftig repariert
- Rumpf massiv geschädigt
- Kabinenhaube (unvollständig), quasi nicht mehr vorhanden
- Motorhaube nicht mehr vorhanden
- Steckungsrohr (Alu) vorhanden, aber nicht mehr passend --> müsste man mit einem Hammer in die Flächen hauen


Startgewicht des Rumpfes vor dem "Abriss": 1420 gr
(mit Fahrwerksbeinen, ohne Räder und Haube und Motorhaube - also nur "fest verbaute" Komponenten)



Rumpfzustand in der Folie:

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Runter mit der Folie - erste notwendige Reparaturstellen zeigen sich:

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Gewicht nach Abriss der Folie, Entfernen aller Beschläge und Abspannungen sowie Fahrwerksbeine: 1045 gr




Weiterer Rausschmiss von Teilen, die notdürftige Reparaturen hatten, nicht mehr benötigt werden oder wo von mir neue Löcher geschnitzt worden sind...

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Ergebnis:
Ein repräsentativer Haufen Zeug was keiner braucht :D:D

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Reparatur der defekten Bordwand.



Vorher:

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20241127_201559.jpg





In Arbeit:

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Ergebnis:

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... gespachtelt wird später, lohnt noch nicht...
 
Schaut so aus,als ob es dir über die Osterfeiertage nicht langweilig werden wird👍😢.Ich wünsche frohes Schaffen mit weiterhin hohem Wirkungsgrad!!!😇😂Gruß Manfred
Nope - langweilig wird's nicht, insbesondere da ich jetzt Ulraub habe und hier für die ganze nächste Woche nur Regen angesagt ist :cry:

Gruß,
Sabrina
 
Schönes Projekt. Habe es ähnliches mit einem alten supra Star 2500 gemacht. Wie machst du das mit den Hauben wenn die nicht mehr da sind?

Torsten
 
Schönes Projekt. Habe es ähnliches mit einem alten supra Star 2500 gemacht. Wie machst du das mit den Hauben wenn die nicht mehr da sind?

Torsten
Moin Torsten,

werde die Grundform mit Styrodur modellieren und aus einem Block schnitzen, dann schleifen bis es passt.

Die Kabinenhaube dann entweder tiefziehen (wenn die Box vom Kollegen groß genug ist) oder einfach als GFK Formteil selbst laminieren, schleifen und lackieren.

Die Motorhaube werde ich auch als GFK Formteil selbst bauen.
Sehe ich auch als gute Chance, da ich vermutlich ohnehin den Motor dann auf "Stelzen" am Spant montieren muss. Der E-Motor samt Akkus dürfte um einiges leichter sein, als die Verbrenner-Empfehlung von damals.
Da die Nase sehr kurz ist, kommt mir das zu gute, dann kann ich die Haube "so lang machen" wie ich die benötige.


Bilder folgen heute noch welche - mit der Haube habe ich schon grob angefangen, kam aber heute Nacht nicht mehr dazu noch mehr zu schreiben (... irgendwie doof mit dem Schlaf vor der Arbeit :D )

Gruß,
Sabrina
 
Hi. Auch wenn du den Motor auf Stelzen setzen willst musst du Evtl mit dem Akku durch den Brandspant. Das berücksichtigen und die Stelzen weit genug nach außen setzen.
Gruß
Stefan
 
Hi. Auch wenn du den Motor auf Stelzen setzen willst musst du Evtl mit dem Akku durch den Brandspant. Das berücksichtigen und die Stelzen weit genug nach außen setzen.
Gruß
Stefan


Hallo Stefan,

... ja so was vermute ich auch.
Daher wollte ich den Antrieb auch ganz zum Schluss machen, wenn die Servos alle Platz genommen haben.

Hinten auf das HR wird auch nur ein 15 mm HV Servo drauf kommen und das SR wird per Seilzug abgelekt werden.
Daher habe ich auch vorne das Servobrett rausgerissen - hatte ohnehin schon Schäden.

So jedenfalls der Plan.
Aber jeder Plan kann ja bekanntermaßen umgeschmissen werden :cool: :cool:


Gruß,
Sabrina
 
Hier ein paar Fotos von der erfolgreichen Reparatur / Ausbesserung des Seitenleitwerks.


Oben das Horn war massiv verzogen ("rund"), daher habe ich das neu gemacht.
Unten an der Anlekung des ehemaligen Spornrades hatte es unverkennbar Karies...



Ausgangslage:

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"Kariesausbesserung":

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Reparatur Horn:

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Ergebnis: Kein Karies und kein krummes Horn mehr - und wie immer: Gespachtelt wird später, lohnt noch nicht :D

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Topic "Haubenbau"


Sooooo - bisschen zum Kapitel "Haubenbau" und die Antwort auf die Frage von Torsten, wie ich die nicht vorhandene Haube modelliere :D


Ich habe mir zuerst den "Haubenträger" aus Sperrholz gebaut und halbwegs eingepasst:

20250331_211248.jpg





Den "Haubenkern" habe ich mir aus Styrodur im wahrsten Sinne des Wortes "geschnitzt und geschliffen".
Dazu habe ich das Ding immer schön auf den "Haubenträger" gelegt, die Bögen dann abgezeichnet und vorne am Übergang zu der Motorhaube am Rumpf dann auch abgezeichnet.
An die gewünschte Kabinenform habe ich mich dann vorsichtig rangearbeitet.

Hier ein paar Fotos der Sauerei (... die verdammten Krümel fliegen überall rum und halten sich elektrostatisch so richtig festan Stellen, wo man noch nicht mal wusste, dass es da Stellen gibt :eek::rolleyes:

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Den "Kern" habe ich dann bewusst etwas kleiner dimensioniert, da ich mich dazu entschieden habe eine lakierte GFK Haube zu bauen (keine Lust noch eine so große Tiefziehkiste zu bauen und das GFK Gedöhne "lag grade passend in Griffweite").
Hier ist der "Trägerrahmen" schon eingepasst, die beiden "Verlängerungs-Spante" für die Haube auch schon passend mit eigesetzt. Hier habe ich einfach mit einem dünnen Karton die Flucht von vorne verlängert und dann den vorderen Bogen auf den Kern übertragen - siehe auf den Bildern oben.

20250424_013415.jpg





Danach habe ich den Kern in Frischhaltefolie eingewickelt und mit GFK belegt.
Ränder: 160er Kohle
GFK Aufbau: 2 x 160er Matte, 2 x 80er Matte, 2 x 50er Matte



20250425_202715.jpg


Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, bekommt man auch locker die Lagen als ganze Matte drauf, wenn man die schön von "oben innen" nach "unten außen in die Ecken" ausstreicht.

Hier ein Bild von der ersten 50er Matte:

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Hier sind alle Lagen "frisch auflaminiert":

20250425_221752.jpg






Nach einigen Tagen Trockungszeit lässt sich das Ding schön runterpellen und die Ränder dann passend an den Klotz anschleifen.
Ergebnis: 79 Gramm

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Heute dann schleifen - spachteln - grundieren - schleifen - spachteln - grundieren ...

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Nach zwei Durchgängen bin ich dann bei folgendem Ergebnis rausgekommen, die Grundierung darf jetzt richtig trocknen und dann entscheide ich morgen mal, wie viele Durchgänge das Teil noch bekommt. Aber die Oberfläche ist jetzt schon echt gut - besser gelungen als gedacht.


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Inzwischen habe ich mir auch schon eine nette Farbgebung überlegt: Irgendwas in perlmutt Lackierung, damit sind dann auch die kleinen letzten Verwerfungen nicht mehr sichtbar (so die Hoffnung).






Die Motorhaube werde ich so ähnlich machen, da die auch nicht mehr vorhanden ist.
Dafür habe ich auch schon ein "Schlachtgerät" als Kern - eine Absturz-Schaum-Edge, die in den gelben Sack wandern soll...



Gruß,
Sabrina
 
Topic "Verstärkungen und Restauration"


Wie oben schon in meinem "Rausschmiss" Post zu sehen, gibt es einige Flick- und Bruchstellen zum Ausbessern.
Die Stellen habe ich nun auch alle ausgebessert und mit CFK verstärkt.






Verstärkte Fahrwerksaufnahme innen und Verstärkung der Spanten (die waren teilweise angerissen)

Vorher:

20241123_225352.jpg


In Arbeit:

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Nachher:

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Motorspantstütze geändert

Vorher:

20241123_142537.jpg


In Arbeit:
Ich habe mir gedacht, da das nun ein E-Antrieb wird, können da in die massiven Bordwände auch Löcher rein...


20241203_193850.jpg


... und die komischen Dreiecke als Stützen weg ...

20241205_181615.jpg




Nacher:
... durfte dann alles mit Kohle ersetzt werden. Schön zusammen in einem "durchlaminiert", damit wieder genügend Festigkeit entsteht.
Gleichzeitig habe ich dann auch die Fahrwerksaufnahme von außen mit Kohle "durchgängig" belegt - so schnell dürfte die dann nicht mehr aufgeben.

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Gruß,
Sabrina
 
Topic "Steckung die nicht passt"


Da ich die Flächen nicht neu bespannen möchte (die sind noch tippitoppi und bekommen nur neue Anlekungen und "Kaschierdekor" verpasst), musste ich gucken, dass die Steckung wieder passend wird.

Leider hat das originale Alu-Steckungsrohr gar nicht mehr in die Flächen und den Rumpf rein gepasst. Ich vermute, dass die Kartonhülse über die "Jahre der Lagerung" Feuchtigkeit gezogen hat und ein wenig gequollen ist.


Lösungsmöglichkeit 1:
Kohle Steckungsrohr kaufen (man bekommt natürlich kein passendes :rolleyes:) und runterschleifen.
Habe ich schon bei einem Kollegen gesehen. Mache ich nicht - hatte keine Lust auf das Schleifen und wusste nicht, ob die Kartonhülse "gleichmäßig dick" geworden ist.

Lösungsmöglichkeit 2:
Kohle Steckungsrohr 1,5 mm kleiner kaufen, als rein passt.
Hauchdünne GFK Hülse selbst wickeln und in das Kartonrohr einsetzen.
Resultat: Eine absolut passgenaue, spielfreie Steckung die sich nie wieder aus dem Maß bewegt.
Die besten Ideen kommen halt nachts ;)


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Zur Umsetzung von Lösung 2:


Schritt 1:
Kohlerohr im Außendurchmesser 1,5 mm kleiner als der Innendurchmesser des Kartonrohrs beim Lieferanten der Wahl bestellen und auf Lieferung warten.
Noch nicht auf Länge kürzen, der Überstand gibt einen schönen "Griff" für die Tülle zu basteln.


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Schritt 2:
Rohr mit Trennmittel für Harz behandeln.
Da ich kein Trennwachs habe, habe ich eine ganz dünne Schicht Melkfett mit der Hand aufgetragen und dann eine Folie drum gewickelt.
Vaseline geht an der Stelle auch - hatte aber keine da, also musste der "Auto-Türgummi-Fett-Fundus" (= Melkfett) herhalten.

Prinzipiell geht das mit Frischhaltefolie, aber da bekommt man dann "Knitter" in die Hülle rein und muss die Hülle ein wenig dicker wickeln (nicht schlimm, wenn dann lediglich ein optischer "Mangel").
Bei langen Wicklungen wird's auch etwas ungemütlich das wieder runterzuziehen, da die Frischhaltefolie "saumäßig" knittert beim Runterstreifen der Tülle vom Rohr und das ganze blockiert / "verkantet".

Ich habe als Folie einfach die Vakuumfolie für Laminierharz genommen, einen Streifen runtergeschnitten und dann drumgewickelt. Durch das Melkfett haftet das Ding auch von selbst. Ich habe rechts noch einen "Angstkringel" Tape drum gemacht - nicht zuletzt auch für mir mein "Rohrende" von der Steckung zu markieren (= wie lang muss die Tülle werden inkl. 3 cm Verschnitt).

Den "Griff" (rechts vom roten Klebekringel) habe ich sicherheitshalber auch umwickelt - mit Harz(fingern) wäre das ansonsten ein garantierter Treffer gewesen.
An der Rohrspitze (links) habe ich mir einen Überstand gelassen, für die Tülle samt Folie am Ende besser runterziehen zu können - einen "Anpack" eben.

20250126_171200.jpg



Zur Länge des "Wicklungsvorhabens":
Man hätte die Wicklung für die Hüllen auch in drei Teile aufteilen können (linke Fläche, rechte Fläche, Rumpf + jeweils einwenig Überstand). Das muss man auch zwingend machen, wenn man als "Trennmittel" Fett + Frischhaltefolie nutzt, da man das auf der oben gezeigten Länge (78 cm) nicht mehr gescheit runterziehen kann.
Da ich aber die Vakuumfolie hatte, die ganz glatt liegt, habe ich die Wicklung in einem Arbeitsgang gemacht und eine lange Tülle gewickelt, die ich danach in drei Teile geschnitten habe.
Meine gesamte Steckung ist in etwa 75 cm lang (2 x Fläche + Rumpf), also habe ich eine 78 cm lange Tülle gewickelt.


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Schritt 3:
Tülle wickeln.
Eingepacktes Rohr mit Laminierharz bestreichen, Glasmatte drauf.
Ich habe 49er Matte genommen und bin nur zwei Umdrehungen rum - wird aber dann auch so dünn, dass keine Toleranz mehr zum Schleifen da ist.

Dazu einfach den Glasstreifen auf Maß schneiden und dann mit dem Pinsel umlaufend festtupfen.

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... bis alles "festgetupft" ist.

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Aber sparsam mit dem Harz umgehen - sonst gibt es Nasen beim Trocknen, die sich mies ausschleifen lassen und die drücken dann später die eingesetzten Tüllen so, dass sie ggf. nicht mehr passen oder das Steckungsrohr nicht mehr steckbar wird.


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Schritt 4:
GUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUT trocknen lassen.
Da das Ding ohnehin schon hauchdünn ist, geht's sonst beim Abziehen kaputt / verformt sich.
Ich hab meins einfach eine Woche in die Ecke geschmissen und was anderes gemacht.


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Schritt 5:
Folie packen und Hülle samt Folie abziehen.
Kohlerohr entfetten (= Seife + warmes Wasser für's Fett los zu werden).

Ergebnis: Perfekt sitzende Tülle um das Kohlerohr, lässt sich schön flutschig schieben.
Kann nun mit ein paar mm Überstand in drei Teile zerteilt werden: Fläche links, Fläche rechts und Rumpfstück.
Wobei die Flächentüllen wenigstens einen Überstand von 5 mm haben sollten. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, kann man die auch mit jeweils bspw. 3 cm Überstand bauen - ist in den Schritten für's Einsetzen dann zusätzliche Sicherheit "gegen versehentliches Verkleben und einfachere Ausrichtung".


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Schritt 6:
Enden der Hüllen für die Flächen "veschließen".

Da die Tüllen mit dem Steckungsrohr "drinnen" zusammen eingesetzt werden müssen und dann die Flächen optimalerweise am Rumpf schon befestigt werden zum Aushärten, muss danach geschaut werden, dass kein Harz "von hinten" in die Tülle reinläuft und das Steckungsrohr in der Tülle verklebt.

Ich habe mir einfach ein bisschen 5-Minuten Epoxy mit Glasfasermehl angerührt und die jeweiligen "Enden" für in die Tragflächen hinein da reingestellt und aushärten gelassen. Danach die Ränder "plan" geschliffen und ein Entlüftungsloch reingemacht (kann aber definitiv kleiner sein, als hier auf dem Bild), da die Kartonhülse "dicht" mit der Balsarippe verklebt war.

Wenn es irgendwie geht, sollte man versuchen in die Balsarippe IN DER FLÄCHE das Loch zu machen und die Tülle geschlossen zu halten - verhintert versehentliches "Festkleben des Steckungsrohrs an der Tülle, weil eine Harzwurst da rein fällt".
[Ein Schelm, wer denkt, dass genau das bei mit passiert wäre und ich hier aus Erfahrung berichte... :D:D:D]

20250212_210652.jpg

Nach dem Schritt hatte ich eine Tülle für die linke und die rechte Fläche, die ca. 5 mm aus der Fläche "rausgeguckt" hat, weil ich sie etwas länger gelassen habe, damit bei der ersten Klebung der Tüllen in den Flächen und der Verschraubung an den Rumpf nicht versehentlich Rumpf + Flächen an den Stirnseiten zusamenkleben, weil das Harz wieder retoure läuft und sich zwischen Tülle + Steckungsrohr "verirrt".
Der Überstand wird später weggeschliffen.


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Schritt 7:
Steckungsrohr passend abschneiden.
Mehrfach "trocken" zusammensetzen: Fläche links inkl. vorbereiteter Tülle, Rumpf, Fläche rechts inkl. vorbereiteter Tülle
So dass nichts "auf Druck" zusammengesetzt wird.

An der Stelle sind die Tüllen immer noch "zu lang" und die mittlere Tülle im Rumpf ist noch nicht eingesetzt.
Bedingt dadurch, dass die "Flächentüllen" lang genug sind, werden die auch das Steckungsrohr im Rumpf beim Kleben passend zentrieren und können nach der Klebung erst passend abgeschliffen (gekürzt) werden.


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Schritt 8:
Tüllen in die Fläche einkleben.
Beide Flächen müssen hier in einem Arbeitsgang gemacht werden, damit sich die Tüllen auf die ganze Länge der Steckung "korrekt" ausrichten.
Die von mir gebauten GFK Tüllen haben ca. 0,7 mm umlaufend "Luft" in dem Karton gehabt. Wenn auf ca. 75 cm Länge der Steckung nur eine Fläche nach der anderen geklebt wird, kann sich die Tülle beim kleben "falsch" ausrichten und man bekommt den Flieger dann nicht mehr zusammen, weil das Steckungsrohr dann "schief in der Tülle im Karton" sitzt.

Leider habe ich hiervon keine Bilder, da ich ausreichend mit Harzhänden, kleben, drehen, drücken und Harz nicht hart werden lassen beschäftigt war - daher hier nun "Radio-Fußball" der Klebung :D

Kartonrohr der ersten Fläche habe ich von innen mit dünnflüssigem Harz eingestrichen - das saugt sonst wie hulle alles direkt trocken.
Erst als ein "glänzender Film" geblieben ist, habe ich das restliche Harz mit Baumwollflocken leicht eingedickt. Das muss man machen, sonst läuft einem das Harz beim Verkleben gleich entgegen und sudelt am Rumpf runter (= läuft retoure).

Dann das Steckungsrohr in die erste Tülle schieben. Unbedingt sicherheitshalber das eingeschobene Ende des Kohlerohrs von innen und außen mit ein wenig Fett versehen (Angstfett).

Nun habe ich immer schön mit ein Holzstäbchen die Tülle (mit dem Steckungsrohr) Zentimeter für Zentimeter mit dem leicht eingedicktem Harz bestrichen und drehend ganz langsam in die Fläche eingesetzt, sodass sich die Harz-Pampe schön rundherum zwischen Tülle und Karton verteilt.

Steckungsrohr mit Fläche vorsichtig "durch den Rumpf" schieben und Schrauben befestigen, noch nicht "viel auf Zug" bringen.

Zweite Fläche nehmen, inneliegenden Karton auch wieder mit dünnflüssigem Harz bestreichen, danach die "leere Tülle" (ohne Steckungsrohr) auch dort mit der angedickten Mumpe "drehend" einsetzen.
Sobald das Ding drin ist, vorsichtig über das Steckungsrohr (im Rumpf und in der anderen Fläche steckend) einsetzen - Ende des Steckungsrohrs auch hier sicherheitshalber innen und außen Angstfett aufbringen!
Darauf achten, dass man nicht zu viel Druck in eine Richtung durch das Kippmoment erzeugt und die Mumpe wieder rausdrückt.

Zweite Fläche auch festschrauben und Schrauben der ersten Fläche nun auch anziehen.

Zusammengebaut trocknen lassen, sieht dann so aus:

20250301_144049.jpg



Nach dem Trocknen (mindestens 2 Tage!) kann man den Flieger nun auseinanderbauen.
Nun kann man von innen in die eingesetzten Tüllen mit einer starken Lampe reinleuchten und kontrollieren, ob die Klebung genügend "Klebefläche" von GFK zu Karton hat.
Sind noch Stellen dabei, die man ausbessern / auffüllen möchte, kann man vorsichtig mit einer Spritze + Nadel dünnes Harz einfließen lassen.

Meine Klebung war aber so "deckend", dass ich darauf verzichtet habe.
An der Stelle habe ich mir auch gedacht, ist es nicht so wichtig, dass die Klebefläche 100% bis in die letzte kleine Blase belegt ist, da die Kartonhülle auch die "Umverteilung" des Drucks aufnimmt und ohnehin an den Klebeflächen in den Flächenrippen "punktuell" abgibt.
Wenn es hier mal einen Zentimeter keinen "durchgängigen Harzkontakt" zwischen GFK Tülle und Kartonrohr gibt, ist das nicht so schlimm.

Ich war schlicht zu geizig für noch mehr Gewicht da rein zu spritzen, da ich nicht gesehen habe, dass das einen signifikanten Vorteil bringen sollte... :p:p:p


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Schritt 9:
Überstehende Enden von den GFK Tüllen an den Wurzelrippen der Flächen "plan" schleifen.


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Schritt 10:
Es folgt die zweite Klebung der "mittleren" Tülle im Rumpf.
Man benötigt in diesem Schritt zur "Ausrichtung der Mittleren Tülle" auch nur eine Fläche.
Bedingt dadurch, dass das Steckungsrohr schon über die gesamte Steckungstiefe einer Fläche "geführt" ist, kann sich die Tülle im Rumpf nicht mehr falsch ausrichten.

Ich habe mit der linken Fläche gearbeitet.
Bedeutet, dass ich die Tülle "von rechts" in den Flieger eingeschoben habe, um sicherzustellen, dass ich kein Harz am Übergang von Rumpf zu Flächenwurzel durch die Kapillarwirkung zwischen Steckungsrohr und Tülle "saugt".
Das gibt eine "unvergessbare Steckung", die dann fest im Rumpf ist.

Hierzu habe ich auch den Übergang von dem Kohlesteckungsrohr zwischen linker Tragfläche und dem Rumpf gefettet (Angstfett).
"Von rechts" am Flieger habe ich dann ca. 3/4 des Papprohrs im Rumpf mit dünnflüssigem Harz bestrichen. Von dem "Ende an der linken Fläche" habe ich einen Sicherheitsabstand von 1/4 des Kartonrohrs gelassen.
Dann habe ich "von rechts" die GFK Tülle mit angedicktem Harz (Baumwollflocken) wieder drehend eingesetzt - gleiches Vorgehen wie oben bei den Tüllen für die Fläche beschrieben, aber hier gut aufpassen, dass kein Harz in das Innere der GFK Tülle läuft.

Nun habe ich den Rumpf auf die rechte Seite gedreht und das Steckungsrohr samt linker Fläche aufgesteckt und verschraubt.
Wenn das Harz laufen will, kann es nach unten raus laufen und klebt keinesfalls die Tragfläche am Rumpf fest - tat es bei mir aber nicht.
Auch hier kann man an dem "restlichen rausguckenden Steckungsrohr" wieder Angstfett aufbringen.

So trockenen lassen:

20250302_123937.jpg


--


Schritt 11:
Wenn alles trocken ist, linke Fläche abziehen.
Man wird nun sehen, dass die Tülle "rechts" im Rumpf schön fest ist, aber "links" im Rumpf, wo die Fläche mit "Sicherheitsabstand" war noch relativ frei schlackert und per Hand in eine Richtung gedrückt werden kann, da dort keine Klebemasse ist.

Auf der ehemaligen "rechten Unterseite" habe ich den Schlitz zwischen Karton und GFK Hülle sicherheitshalber mit einer Wurst dickflüssigem Sekundenkleber von außen "abgedichtet".
Kann man einfach lieblos da drauf machen und nachher wieder abschleifen. Es geht nur darum, dass beim Verfüllen der "Sicherheitsabstandfläche" das Harz nicht "durchläuft".

So sieht das dann in etwa auf der rechten Seite aus (die im oberen Bild nach unten zeigte und nicht die aufgesteckte Fläche hatte):

1746567939491.png



Jetzt kann man den Rumpf auf die rechte Seite legen ("geschlossene Klebeseite nach unten") und von oben mit einer kleinen Einwegspritze inkl. Nadel ganz dünnflüssiges Harz in den Spalt zwischen Karton und GFK Tülle einfließen lassen.
Hierbei schön langsam vorgehen, dann sieht man, wie sich das Harz setzt und in alle Ritzen reinläuft.

Sobald man "fast oben angekommen ist" - man sollte noch ca. 5 mm bis zur oberen Füllkante "Luft" lassen, schiebt man einfach das Steckungsrohr durch die Hülle und lässt das so trocknen.
Achtung: Bloß nicht überschwappen lassen!

Am nächsten Tag hat man dann eine saubere Führung und kann das Steckungsrohr wieder rausnehmen und die letzten 5 mm auch noch "plan auffüllen" mit Harz, ohne Gefahr zu laufen, dass das Steckungsrohr wieder festklebt.
Sollte ein Verfüllen bei den Flächen auch noch nötig sein, kann man das auf gleiche Weise machen.


--

Schritt 12:
Angstfestt entfernen.

Die "Angstfett-Reste" aus den eingeklebten Tüllen bekommt man ganz am Ende einfach wieder raus, indem man die Kohlesteckung oft genug reinsteckt, dreht, rauszieht und sauber macht.

An der Stelle kommt dann auch das Rückfetten der gewaschenen und verschliffenen Hände ganz automatisch mit :p:D
 
Haubenbau - Update


Soooooo...
Die Haube ist soweit fertig, dass ich nur noch das Balsa am Übergang zum Rumpf "hübsch schleifen muss".

Hier ein paar Bilder, viel Spaß damit!

--


Der vorbereitete Rahmen - inklusive restilicher Holzarbeiten; soll heißen die Spante sauber eingepasst und verklebt:

20250512_191209.jpg


Dort habe ich die Haube ordentlich mit Harz-Mumpe aus 24-h Harz und Microballons aufgeklebt:

20250507_180308.jpg


... anschließend dann alle Ränder schön verspachtelt... Primer, Spachte, Primer, Spachtel ... usw... bis die Konturen eben gefallen.

20250516_225659.jpg




Ergebnis:

20250520_212749.jpg



Dann Farbe + Klarlack, hier noch nass:

20250523_003252.jpg




Anschließend den Haubenverschluss / die haubehalterung vorne angeglichen und mit Leim verklebt:

20250525_153843.jpg

20250525_152258.jpg

20250525_152328.jpg

20250525_152336.jpg



... anschließend die Stützstreben für die Beplankung drauf:

20250525_155822.jpg



Danach kam die Beplankung drauf:

20250525_191405.jpg







Ergebnis:

20250601_194012.jpg





... als Nächstes steht die Verbidnung von den beiden HR-Hälften an...
 
Bauabschnitt "Höhenruderhälften verbinden"



Da ich keine Lust hatte hinten zwei HR Servos einzubauen (wie ursprünglich bei dem Modell vorgesehen), habe ich beschlossen die beiden Höhenruderhälften zu verbinden.

Hierzu also einfach ein Loch fräsen und ein Edelstahlrohr schön in Harzpampe einlassen - man muss halt etwas vorsichtig mit dem Fräskopf sein und den Edelstahlstab schön "griffig" für's Harz vorbereiten...

20250601_140630.jpg

20250601_141434.jpg 20250601_143113.jpg

20250601_143950.jpg





Wer übrigens mit aller Gewalt leicht bauen will und vorher Kohle nehmen möchte, baut das Ding wieder aus, leidet mit seinem Fräser und ist genervt und beschäftigt... :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:

Kohle verzieht sich viel zu viel und wird nicht stabil, verdreht sich alles ziemlich mies gegeneinander...
Hier der Beweis, dass es vorher drin war :eek::eek::eek:

20250525_182831.jpg


Was geht: 5 mm durchmessende Edelstahlstange, ca. 1 mm Wandstärke
Was nicht geht: 4 mm durchmessende Kohlestange



In diesem Sinne: Happy Fräs-Sauerei beim Ausbau & Gruß von der Werkbank!
 
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