Retro-Reparaturen

guckux

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Guckux

Ich habe heute wegen einer Dingo-Haube mit Herrn Beineke telefoniert. Hat mir sehr gut gefallen, das Gespräch mit ihm, er hat mich auch auf Techniken für alte Flugmodelle hingewiesen:

Bei einigen "Modellserien" seiner älteren Modelle kam es vor, daß die Flügel nicht seinen Wünschen entsprechend gefertigt wurden. Normalerweise sollte eine GFK-Lage eingeharzt sein zwischen dem Styro-Füllstoff und der Beplankung... Holmlos sind einige seiner Flächen...
Eine Art "Ersatzholmfunktionalität" oder besser Stabilitätsverbesserung wären zB 1mm Löchlein in der Fläche und diese mit Harz gefüllt.
Auch bei einem nachträglichen Umbau zu Flächenservos gab er mir den Tip, neben einer Verkastung des Servos ggfs auch bei Kreisrunden ebenfalls 1mm Löchlein drumherum zu machen.

Was haltet ihr davon?
Ja - er hat mich darauf hingewiesen, daß es "nur" eine Verbesserung wäre...
 
Moinsen Stefan!

[..] Stabilitätsverbesserung wären zB 1mm Löchlein in der Fläche und diese mit Harz gefüllt.
Wo sind die Löcher? In der Beplankung, auf daß diese mit EP-Harz durchtränkt/versteift wird? So wie die Bohrungen zur Grenzschichtabsaugung? Das klingt ja ganz nett, aber ob das soo sehr wirkungsvoll ist ...

Da fielen mir auf Anhieb zwei Methoden mit mehreren Untervarianten ein, die verbindlich ein gutes Ergebnis bringen.

- Falls Du irgendwie in das Innere des Flügels kommen kannst, z.B. über die Wurzelrippe, bohrst Du mit einem Kanonenbohrer ("Ungefähr 11.100 Ergebnisse (0,09 Sekunden)") jeweils ein Loch in die Position des nicht vorhandenen Holmober- bzw. -untergurts in den Styrokern (Hatte Beineke jemals andere Flügel hergestellt?) und schiebst dort eine Polystalstange mit langsamem PU-Leim hinterher. Die werden dann der neue, zusätzliche Holm.

Variante: mit einem Kreissägeblatt einen Schlitz in die Beplankung sägen, den Polystal direkt dort einkleben. Der Vorteil ist die garantiert bessere Verklebung, der Nachteil die kaputte Bebügelung, und man muß es natürlich verspachteln. Dafür funktioniert der Kanonenbohrer zwar erschreckend gut, aber die Traute dafür fehlt einem beim ersten Mal garantiert.

Und es fehlt grundsätzlich die Verkastung zwischen Ober- und Untergurten. Im Moment fehlen sogar die ...

- die Löchelchen sparen und das EP mit Glasseide auf dem Flügel anbringen. Nachteil: noch mehr Schleif- und Spachtelarbeit.

servus,
Patrick, der die Löchelchen allerdings noch nie probiert hat. Besser als okenal isses sicher ...
 

guckux

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Guckux Patrick

Wo sind die Löcher? In der Beplankung, auf daß diese mit EP-Harz durchtränkt/versteift wird?

Und es fehlt grundsätzlich die Verkastung zwischen Ober- und Untergurten. Im Moment fehlen sogar die ...

- die Löchelchen sparen und das EP mit Glasseide auf dem Flügel anbringen. Nachteil: noch mehr Schleif- und Spachtelarbeit.
Die Loecher auf der Linie eines Holmes ziehen. Durchbohren bis zur unteren Beplankungen - so dass das EP eine Art von Steg ergibt.

Mit der Glasseide habe ich auch schon ueberlegt, da sollte sogar 25er fuer reichen - ggfs auch nur Seide oder sogar Papier...

Normalerweise haben die Fluegel von Beineke einen Styrokern, GFK-Schicht und dann die Beplankung obendrauf. Er erwaehnte aber auch einen (kurzzeitigen) Lieferanten, der das nicht seinen Anspruechen gemaess machte... :(
 
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