Riemenantrieb versus Spindel

STErwin

User
Hallo Gemeinschaft,

seit langem lese und studiere ich hier und anderweitig vieles über Portalfräsen.

Eine Sache die mich dabei beschäftigt: Wie kann eine Zahnriemantrieb die Genauigkeiten sagen wir einmal besser als 0,1 mm erreichen?

Ich Zitiere hier einen Eintrag aus einem andern Thread:

Vergleich doch mal die Bauweise der Shapeoko mit der Bauweise der CNC14. Gut, die Shapeoko ist aus ALU. Wenn man als Modellbauer selbst bauen möchte ist doch eine Holzbauweise erst einmal recht sympatisch...
Mit dieser Bauweise ist eine Genauigkeit im Hundertstel-Bereich möglich. Für Holz mehr als Ausreichend
Wenn von Schrittmotoren mit 200 Schritten per Umdrehung ausgehe dann habe ich bei

KUS 10mm Steigung pro Schritt 0,05 mm Vorschub
Bei vielen Riemenantrieben wir ein Riemenscheibe mit 20 Zähnen a 2mm verwendet entspricht einer Steigung von 40mm
also 0,2 mm pro Schritt

Bekommt man durch die Verwendung der Microschritte das soweit hin dass die von Uwe erwähnten Genauigkeiten erreicht werden können sofern der Rest der Mechanik mitspielt?

Muss man bei Riementrieben stärkere Motoren verwenden wegen der mechanisch schlechteren Untersetzung?

Erwin
 
Zuletzt bearbeitet:
Die meisten Maschinen laufen im Viertel oder Achtel Schritt, einige noch feiner. Also ja, das passt von der Präzision.
Die Dimensionierung der Stepper kann man berechnen, wenn man unbedingt Zeit verbraten will.
 
Bekommt man durch die Verwendung der Microschritte das soweit hin dass die von Uwe erwähnten Genauigkeiten erreicht werden können sofern der Rest der Mechanik mitspielt?
Hallo Erwin
teoretisch ,klar bekommt man und auch nach entsprechene Einstellungen und Berechnungen auch,
ber in Wirklichkeit merkt man bestimmt nicht, wenn man Sperrholz mit 1/8(40 Schritte/mm) oder 1/16(80 Schritte/mm) fräsen wird

Bei mir ist Laser CNC so gebaut mit NEMA17 und GT2 10mm breit Zahnriemen



Gruß
Waldemar
 

Volker Cseke

Moderator
Teammitglied
Hallo,

Wenn von Schrittmotoren mit 200 Schritten per Umdrehung ausgehe dann habe ich bei

KUS 10mm Steigung pro Schritt 0,05 mm Vorschub
Bei vielen Riemenantrieben wir ein Riemenscheibe mit 20 Zähnen a 2mm verwendet entspricht einer Steigung von 40mm
also 0,2 mm pro Schritt
bei einem Riementrieb geht in die Berechnung nicht die Teilung des Riemens ein, sondern der Durchmesser des Riemenrades bzw. des Wirkdurchmessers. Machst du die Riemenscheibe groß, ist der Vortrieb pro Umdrehung groß, machst du ihn klein, ist er entsprechend gering. Bei einem kleinen Rad ist die Auflösung hoch, da ein Winkelschritt nur wenig Weg bedeutet. Leider haben Zahnriemen einen Mindestbiegeradius, den man beachten muss.

VG

Volker
 
bei einem Riementrieb geht in die Berechnung nicht die Teilung des Riemens ein, sondern der Durchmesser des Riemenrades

Warum denn ?
Zahnrad GT2 mit 20 Zähnen, haben wir 40mm Verfahrweg pro Motorumdrehung und wenn wir weniger, oder mehr als 40mm Verfahrweg haben, dann liegt es am Zahnriemen und nicht am Zahnrad

Gruß
Waldemar
 
Zuletzt bearbeitet:

Volker Cseke

Moderator
Teammitglied
Hallo Waldemar,

hast recht, kann man in diesem Fall gleichsetzen. Zu schnell mit dem Schreiben, hatte die Keilrippenriemen im Kopf.

VG

Volker
 

STErwin

User
Der nächste Gedanke im Zusammenhang mit solch riemengetriebenen Konstruktionen: wie lange halten das die Schrittmotore aus?
Die Achsen werden durch den Zug ja Radial belastet wofür sie sicherlich nicht von Haus aus gedacht sind.

Erwin
 

Rolf-k

User
Hallo

also meine MPCNC läuft seit knapp 2 Jahren ohne das ich was dran ersetzen musste.
Verschleiß bei den Lager von den Stepper hab ich nicht bemerkt, sonst müsste ich ständig die
Riemen nachspannen.
Wie immer beim Fräsen sollte man sich Gedanken darüber machen was man damit machen will.
Ich Bau ja meist kleine Modelle also kommt selten das dickeres wie 4 bis 10mm Sperrholz
unter den Fräser.
Von der Genauigkeit her kann so eine Eigenbaufräsen nie mit einer gekauften
Maschine mithalten, sie ist aber genau genug für Balsa und Sperrholz.

Gruß Rolf
 
Hallo Rolf,

schau Dir doch mal die Bilder vom Schrauber-men oben mal genau an. Auf der Langen Achse hat er den Stepper von Hauptriemen entkoppelt und gleichzeitig eine Untersetzung eingebaut, Man sollte stahlverstärkte Riemen verwendet, die dehnen sich kaum. Außerdem muss man auf den Riemen nicht Gitarre spielen können.
 

STErwin

User
Servus Uwe,
ich denke Du wolltest eher mich ansprechen.
Nachdem ich mit meinem Funtionsmodell doch einige Weihnachts und Osterdekorsachen fräsen konnte will ich etwas stabileres und genaueres.
Mir schwebt eine Mischung aus CNC 14 und Ralles Alu Portal vor. In diesen Fällen werden die Motoren wie von mir erwähnt eben durch den Riemenzug belastet. Offbar ist das aber kein Problem wenn man auf den Riemen nicht Gitarre spielen will.

Ich suche eine Konstruktion wie die Stellfläche im Relation zum Verfahrensweg günstig ist. Max. Stellfläche 700x 1100 mm da dürfen aber auch keine Motoren oder Schleppkette überstehen speziell in Portalrichtung nicht.
Idealerweise hätte ich einen Verfahresweg der mind. A2 Papierformat 420x594 mm entspricht.

Erwin
 
Hallo Erwin,

soetwas wollen wir (mein Schwiegersohn und ich ) auch jeweils bauen. Eimal mit einer Bearbeitungsfläche von etwa 160 x 80 cm und einmal etwa 120 x 60 cm.

Aktuell hab ich eine Stepcraft 600. Da dachte ich auch erst das wäre riesig... Man stellt dann aber recht schnell fest, das Balsbrettchen teilen Mist ist.
Also entstehen neue Wünsche und diemal istSelbstbau angesagt.

Recht informativ ist dazu auch dieses Forum https://www.cnc-aus-holz.at/index.php?board-list/

Mit den überstehenden Motoren meinst Du sicher soetwas
 
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