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Robbe Mars Problem

Hab heute meinen bei eBay ersteigerten Robbe Mars Sender in Betrieb nehmen wollen. Der Sender funktioniert so lange ich das HF-Modul ausgebaut habe. Sobald ich das Modul einbaue fällt die Batterieanzeige auf Null.
Da ich den Sender an einem Regelbaren Netzteil betreibe sehe ich auch das der Strom auf null geht. Also scheint es kein Kurzschluss zu sein. Serh seltsamer Fehler ist das.
Hat jemand einen Stromlaufplan für das Altertümchen?
Gruß
patric
 

S_a_S

User
Hallo Patric,
kann auch am Netzteil liegen, manche vertragen keine HF-Belastung. Strom selbst sollte nicht so das Problem sein, aber wenn die Regelung mitschwingt...

Hast Du noch einen Akku - oder ein paar dickere Elkos parallel zu den Akku-Anschlüssen?

Grüße Stefan
 

PeGru

User
Hallo Patric;
kann sei, dass dein Netzteil aufgrund eines Kurzschlusses im Sendemodul die Strombegrenzung aktiviert und die Spannung auf Null regelt?
Der Strom wird dann logischerweise auch Null.
Ich würde einmal das Sendemodul ziehen und am Sendemodul mit dem Ohmmeter an den Pins 2 und 5 den Widerstand messen. Evtl. liegt dort ein Kurzschluß vor - abgegammelter Elko wäre denkbar? Dass wegen HF-Einstrahlung ein Netzteil komplett zurückregelt, habe ich noch nicht erlebt... Instabilität ja, aber komplett spannungslos nein.


Unter der Blick auf den geöffneten Sender mit der Bucht für das Sendemodul und die Kontaktbuchsenleiste. PIN2 sollte +U und PIN5 sollte Masse sein.
Prüfen, ob dort bei eingeschaltetem Sender die Spannung anliegt. Dann am gezogenen Sendemodul die korrespondierenden Kontakte ohmisch prüfen. Wenn Du das Sendemodul offen hast, dann erkennst Du möglicherweise schon einen verdächtigen Kandidaten (Tantal oder Elko)


Gruß Peter


mars.jpg
 
Hab eben noch mal ein bisschen probiert. Ein zusätzlicher Elko hat nicht geholfen, hab einen 4700yF parallel zum Netzteil geschaltet. Das hat keinen Unterschied gemacht.
Einstellung am Netzteil: Spannung 10,8V, Strombegrenzung 300mA (Mehr macht auch keinen Unterschied)
Bei abgezogenem Modul liegen an den Versorgungspins ca. 9V an, das Netzteil liefert knapp 40mA bei 10.8V Ausgangsspannung. Die batterieanzeige am Sender funktioniert.
Stecke ich das Modul an geht der Stromverbrauch auf ca. 90mA hoch, die Versorgungsspannung des Moduls geht zurück auf ca. 5.5V und die Batterieanzeige geht auf null. Nach einer Weile geht der Strom zurück auf 10mA und es ist keine Versorgungsspannung zum Modul mehr vorhanden.

Hab auch mal die Antenne dran gehängt. Dann geht der Stromverbrauch vom Modul auf ca. 100mA hoch, dann bricht er kurz danach zusammen.
Das Modul hat auf der Versorgungsseite einen Widerstand von ca. 12KOhm.

Ein Schaltplan wäre hilfreich um zu verstehen wie das Modul versorgt wird. Ich denke da liegt der Hund begraben.
 

PeGru

User
Nach meiner Information wird die Versorgungsspannung über eine Drossel direkt an das HF-Modul durchgereicht. Das kann leicht geprüft werden.
Du könntest auch bei gezogenem Modul die Stromversorgungspins (Fehler in meiner Skizze! Mod, Ub, Status, GND, Ant) mit einem Widerstand brücken (URI/ 100mA bei 10,8V), damit wäre eine Zuordnung des Fehlers (Modul oder Logikboard) möglich. Wenn Board, dann rückwärts den Ort des Spannungsabfalls mit der Multimeter suchen
Futaba ist recht zurückhaltend, was Unterlagen angeht. Vielleicht hilft dies:

 

VOBO

User
Könntest du genauere Angaben machen um welchen Mars-Sender es sich handelt (Foto?)?
Ich habe noch ein HF-Modul und vermutlich auch die Pläne auf irgendeinem Backup-Archiv

Gruß Volker
 

S_a_S

User
hallo Patric,

das könnte auch an den Akkukabeln liegen. Elektrolyt zieht unter der Isolation ein richtig gutes Stück, teilweise bis zur Platine durch und erhöht den Widerstand.

Wenn ich die Beschreibung lese, fallen vom Netzteil bis zur internen Versorgung des Moduls (10,8V-9V) = 1,8V bei gemessenen 40mA ab. Das ist dann ein 45Ohm Widerstand. Bei 100mA fallen an demselben Widerstand 4,5V ab, wären dann also nur noch 6.3V zu erwarten. Passt zwar von der Größenordnung, bei Deiner Messung liegt aber weniger an.

Im Modul selbst scheint ja keine weitere Stabilisierung drin zu sein. Die 9,6V dürften ungepufferter Akku sein - eventuell ist auf der Senderelektronik noch eine Stabilisierschaltung (zumindest für den Impulsteil), die das nichtlineare Verhalten erklären könnte.

Grüße Stefan
 
Die Akkus sind ausgelaufen und haben die Platine erheblich beschädigt. Ich hab die Leiterbahnen aber nachgemessen und soweit war alles OK. Darum findet sich auch der neuerliche Batteriestecker im Sender. Den hab ich weit hinter den Anschlüssen an einer unbeschädigten Stelle angelötet.
Ein super freundlicher Forenkollege hat mir heute KOSTENLOS! einen passenden Senderquarz in die Post gelegt. Neue Akkus sind auch unterwegs. Ich werde mal alles zusammen bauen und in Betrieb nehmen. Mal schauen was passiert.
Dennoch wäre ein Schaltplan wirklich hilfreich. Es gibt ein paar Z-Dioden auf der Platine. Es könnte also schon irgendwo eine Spannungsregelung sein. Der Schaltplan könnte da schon helfen.
Durchgemessen hab ich bis jetzt alle Tantals und Transistoren. Bis jetzt alles unauffällig.
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Patric
Da die Anlage gebraucht ist weiß man nicht ob die vorher funktoniert hat.
Ich denke das HF-Modul ist defekt da bei nicht gestecktem Modul der Sender ja
läuft bzw die Stromaufnahme ok ist.
Was kann an diesem Modukl defekt sein?
Mir fällt dazu als erstes der Endstufentransistor ein ist der defekt (ohne Antenne betrieben) zieht
das Modul sofort Kurzschlußstrom. Der Endstufentransistor liegt direkt an der vollen Betriebsspannung
ohne iregndwelche Strombegrenzenden Widerstände.
Zweitens durchgeschlagende Elkos/Tantalelkos auch hier Kurzschluss die liegen meistens zwischen Betriebsspannung und Minus.

Also ich würde das Modul öffnen und vom Pin der Versorgungsspannung aussgehend die Leiterbahn verfolgen und messen.
Ja da muß man schon etwas Kentnisse haben aber ohne die geht es nicht (und Messgerät).

Schaltunterlagen wird schwierig meine Literatur von Miel usw zeigt meistens nur Sender von Becker, Graupner , Brand und Multiplex
Robbe / Futaba eher nicht. Aber Sendeendstufen für 27, 35 , 40 Mhz sind meistens sehr ähnlich aufgebaut.

FP_TP_FM Fehler.jpg
Ob das Schaltbild nun passt weiß ich nicht aber ich habe mal die Stellen beschrieben wo ich den Kurzschluss vermute.

Gruß Bernd
 
Zuletzt bearbeitet:

S_a_S

User
Patric,
bevor Du das HF-Modul "schlachtest", prüfe mal mit Last-Widerständen, ob die Versorgungspins am Modulstecker stabil sind.
Typischerweise liefen die Sender mit 500mAh-Akkus so um die 2-3 Stunden, also würde ich da mit ~100mA am Sendetransistor rechnen (passt auch ungefähr mit 1W Gleichstrom-Eingangsleistung zusammen, die man in Katalogen so fand).

Also mal Leerlauf (das waren schon 1,8V Verlust...), mit 220 Ohm (rot rot braun) und dann 100 Ohm (braun schwarz braun) zwischen P und G klemmen und die Spannung am Widerstand messen. Wenn es da schon massive Spannungsänderungen gibt, ist der Fehler definitiv nicht im HF-Modul.

Grüße Stefan
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo

Scheinbar ist Patric überfordert oder hat die Lust verloren.
War schon ein paarmal wieder online hat sich aber hier nicht gemeldet.
Damit werde ich dann hier nicht weitermachen

Gruß Bernd
 
Bernd, ich lese zwar öfter mal hier mit, aber ich hab ich nicht immer Zeit mich sofort um alles zu kümmern. Das Thema ist immernoch aktuell und sobald ich wieder Zeit und Lust dazu habe gehe ich da wieder ran.
Inzwischen sind Akkuzellen und Quarz eingetroffen. Die Akkus löte ich als nächstes mal zusammen und dann baue ich den Quarz ein und schau mal was passiert.
 
Hab auch gerade 2 Robbe Terra Baustellen, die ich immer wieder mal angehe (zuwenig Zeit).

Mir ist noch ne Idee gekommen: könnte man das HF Modul nicht ausserhalb des Senders testen? Wenn ich das recht sehe, wäre doch das Hauptproblem das Erzeugen und Einspeisen eines ppm Signals? Das könnte man z. B. mit einem Arduino erzeugen. Ansonsten bräuchte man noch die Versorgungsspannung und wieder den Ausgang zur Antenne?

Oder ist das nur ne Schnapsidee?
 
Das PPM Signal aus dem Sender hab ich mit dem Scope geprüft, das scheint OK zu sein. Aber grundsätzlich ginge das denke ich schon.
Im Moment baue ich gerade ne MPCNC, und die belegt meinen kompletten Bastelraum. Sobald die fertig ist geht die zu meinem Kollegen in den großen Bastelkeller und ich hab wieder Platz und Lust am Sender weiter zu machen.
Einfach zu viele Baustellen...
 
Meine Überlegung war halt, dass man den Stromverbrauch dann auch genauer untersuchen kann.
Wenn Du Hilfe beim Arduino Coden brauchst, sag Bescheid.
 
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