Roto 35 VPi neu saugt nicht an

Alby

User
Hallo, habe den o.g. Motor vor 3 Jahren gekauft (neu), im Modell eingebaut und noch nie ist der gelaufen.
Heute wollte ich den Erststart machen, Choke zu, Zündung aus, versucht den Sprit anzusaugen,
ging nicht, die Leitung vom Tank zum Vergaser blieb leer, keine Chance dass der Sprit durch kommt.

Muß ich was beachten wenn der Motor neu ist und nie gelaufen, habe versucht auch direkt den Sprit in der Vergaser durch den Trichter einzuspritzen, hat sich auch nichts getan.
Möchte erst ungern den ganzen Motor ausbauen und den Vergaser öffnen und gucken was los ist,
wenns nicht sein muß.
 
Hallo Alby,

bei einem neuen Motor sind die Membranen des Vergasers noch trocken, die Pumpe funktioniert so nicht. Ein paar Tröpfchen direkt in den Kraftstoffnippel geben (ohne Druck!), Motor durchdrehen. Das sollte es gewesen sein.

Gruß,

Robby
 
Ja, klar, am Schlauchanschluss. Zur Not mit ein paar cm Schlauch dran, falls Du schlecht ran kommst zum Befüllen. Nicht nötig, aber auch möglich: Vergaserdeckel schnell mal runter (ist ja nur 1 Schraube) und Membranen-Bereich mit den ersten paar Tröpfchen versorgen.

Gruß,

Robby
 

Alby

User
Hab den Motor ausgebaut, versucht durch den Nippel Sprit einzuführen, geht nicht da alles unter Druck steht.
Den Deckel mit der einer Schraube abgemacht, die Membrane feucht gemacht und wieder zugeschraubt, auf der anderen Seite den 2 Deckel mit 4 Schrauben auch abgemacht und auch feucht mit Sprit gemacht,
Tank wieder am Nippel angeschlossen und Choke zu, Propeller gedreht, saugt kein Tropfen :cry:
 
Kontrolliere doch mal ,ob durch den Nippel überhaupt Sprit kommt.
Dann kontrolliere die Druckbohrung zum Motorgehäuse,ob die frei ist.
Versuch auch mal die Ansaugöffnung zu verschließen und dann anzusaugen.
Dann schau ob das Siebchen in der Pumpenkammer frei ist.
Schließlich kannst du bei geschlossener Pumpenkammer noch den
Hebel der Umgebungsluftmembran in der Regelkammer vorsichtig betätigen,dann sollte
Sprit aus der Ventilöffnung kommen!
Berichte mal!

Raymund
 

CPStrick

User gesperrt
- Zieh den Benzinschlauch am Vergaser ab
- Sauge mit einer Einwegspritze, das Benzin bis zum Schlauchende an und stecke den Benzinschlauch wieder auf den Nippel am Vergaser. Das Benzin steht nun am Vergaser an. Das ist übrigens gleichzeitig die Kontrolle, ob mit deinem Tank alles ok ist.
- Spritze nun mit der Spritze ca. 1 -2 cm³ Benzin über die geöffnete Drossel- und Regelklappe (Vollgas) in den Motor
- Schließe die Drosselklappe und gehe in den Leerlauf
- Stelle die Zündung an und werfe den Motor an

Der Motor wird nun zumindest kurz anlaufen. Durch den Unterdruck im Kurbelgehäuse werden jetzt auch die Pumpen und Regelmembran des Vergasers betätigt und der Vergaser arbeitet.
Manchmal muss man dann 2-3 mal Sprit über die Drosselklappe einspritzen bis der Vergaser arbeitet und der Motor läuft, aber aus- oder umbauen muss man selbst nach 3 Jahren nichts.

P.S. alternativ kann man den Vergaser abbauen und ein paar Stunden in Benzin baden.....(ist aber nicht so wirksam..)

Claus
 

Alby

User
Hallo Claus, hab alles verstanden, werde genau so vorgehen, wusste nicht dass ein neuer Motor probleme dieser Art mit sich bringt,
ist ja mein erster Benziner. Es heißt also, der Weg vom Nippel ins Gehäuse steht unter Druck, spricht ich kann mit der Spritze kein Sprit
einfach so reinspritzen.

Das nächste Problem sehe ich beim anwerfen, geht sehr schwer und kriege den Propeller nicht mal über den Zündungspunkt mit Schwung
dass er normal schmatzt wie gewohnt und die ganze Umdrehung macht, sondern bleibt stehen kurz vor oder nach OT.
Weiß nicht ob dass zu verstehen ist ???

@Raymund
danke dir für deine Mühe mit der Anleitung,
möchte nicht unbedingt den Vergaser zerlegen und ehrlich zu sein,
weiß nicht welches Siebchen gemeint ist und wo sich die Pumpenkammer befindet,
das Gleiche gilt auch für
"Hebel der Umgebungsluftmembran in der Regelkammer vorsichtig betätigen,dann sollte
Sprit aus der Ventilöffnung kommen!"

"Kontrolliere doch mal ,ob durch den Nippel überhaupt Sprit kommt"
wie kann ich das machen?

Bitte jetzt gleich nicht prügeln, verstehe aber die Arbeitsweise des Vergasers nicht.
 

CPStrick

User gesperrt
Das nächste Problem sehe ich beim anwerfen, geht sehr schwer und kriege den Propeller nicht mal über den Zündungspunkt mit Schwung
dass er normal schmatzt wie gewohnt und die ganze Umdrehung macht, sondern bleibt stehen kurz vor oder nach OT.
Weiß nicht ob dass zu verstehen ist ???
Schraub die Zündkerze raus und spritze dem Motor (wieder mit der Einwegspritze) 2 cm³ Motorenöl ein, schraub die Kerze wieder rein und dreh ihn ein paar mal durch. Der neue Motor ist einfach nicht geschmiert, ist zu trocken und hat zuviel Reibung.

Claus
 

Alby

User
danke Claus, mit Motorenöl meinst du nur Öl (habe ich keines zur Hand) oder soll ich auch mit Sprit versuchen (Motormix von Stihl)?
 

CPStrick

User gesperrt
danke Claus, mit Motorenöl meinst du nur Öl (habe ich keines zur Hand) oder soll ich auch mit Sprit versuchen (Motormix von Stihl)?
Nein, ich meine kein Gemisch! Man benötigt sowieso ein gutes mineralisches 2 Takt Motorenöl für die Einlaufphase des Motors. Denn da sollte man ein Gemisch von 1 :30 und nicht 1:50 wie im Normalbetrieb einsetzen.

Mit dem reinen 2-Takt Motoröl, das Du über die Kerzenöffnung einspritzt, werden erst einmal Pleul, Nadelventile, Zylinder, Kolben und Kolbenring und Kugellager mit Öl versorgt und die Reibung wird entscheidend verringert. Du wirst sehen, dass nun das Anwerfen viel leichter geht und dass du mit wesentlich mehr Schwung über den Totpunkt kommst. Zur Not kannst du hierfür auch ein bißchen Motorenöl für das Auto nehmen....

Claus
 

Alby

User
so, es geht weiter.
Habe alles wie Claus es geschrieben hat getan, jetzt saugt der Motor den Sprit aus dem Tank :).
Mein nächstes Problem ist, kein Murks, habe einen Tennisarm bekommen, tut sich nichts, null, zero :cry:.
Hab natürlich die Kerze kontroliert, Zündung OK, Choke zu und Standgas, will einfach kein Leben von sich geben.

Muß ich evtl. an die L+H Nadel was ändern, L (1 und 1/2), H (2 und 1/2) offen.
 
Alby,

Choke zu und VOLLGAS, sonst kriegst ja nichts rein. Kann natürlich sein, dass Dir der Motor gleich abgesoffen ist. Wie sieht die Kerze aus, noch trocken oder schon nass?
Kenne Deinen Vergaser nicht, aber üblicherweise ist L ca. 1 Umdrehung auf, H 1,3 bis 1,5.

Gruß,

Robby
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo

Ich würde die Nadeln erst mal so stehen lassen wie im Werk eingestellt warum sollte das verkehrt sein.

BNoXTC1@
Vollgas geben ist ja der grösste Schwachsinn!!!!!
würde ich nicht so sehen aber etwas anders schreiben und zwar erhöhtes Standgas.

BNoXTC1@
ansaugen bei standgas!
und wenn das zu niedrig steht springt der Motor nicht an und es kommt kein Gemisch in den Zylinder
deshalb der Vorschlag Vollgas wo ich aber sagen würde erhöhtes Standgas mehr nicht.

Aber beim Startprozedere gibt es verschiedene Auffassungen und Vorgehensweisen.
Sicher ist aber das der Motor mit erhöhtem Standgas zuverlässiger anspringt. Zum Beispiel bei den Vergasern von den MVVS Motoren wird, wenn der Choke arretiert ist, die Leerlaufstellung mechanisch angehoben.


Gruß Bernd
 

Alby

User
Hallo,
mit Vollgas werde ich es nicht versuchen, erhöhtes Standgas klingt gut.
Vollgas und Choke zu geht nicht da die kleine Feder automatisch arretiert beim Choke zu.
Sobald ich mehr Gas gebe, springt die Feder raus und der Choke ist auf.

Wie merke ich dass der Motor abgesoffen ist,
die Kerze ist nicht nass.
 
Alby,

auf Deinem Vergaser ist noch das System verbaut, das in Motorsägen Verwendung findet. Im Modellbau legt man diese "Halbautomatik" still und lenkt Gas und Choke separat an.
Hab Dich doch schon nach der Kerze gefragt: nasse Kerze = Motor i. d. R. abgesoffen.

@ BNoXTC1: Wie viele Benziner hast Du denn schon gestartet?

Gruß,

Robby
 
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