Roxxy 950-6 Regler gegrillt

Ich habe heute aus Dummheit meinen Regler gekillt! Man sollte bei einem achtpoligen Innenläufer das Timing nicht auf 20° stehen lassen und hoffen, dass der vorrausberechnete Strom ungefähr passt (wie sonst immer)!:(
Der Regler war gut und hat (wie ich mittlerweile weiß) an die 80A für 2 Flüge lang klaglos im Hotlinerbetrieb ausgehalten, bis es dann noch mehr wurde.:rolleyes:
Da ich kein Elektronikbastler (mehr) bin und er ein intaktes Power- BEC hat will ich das weiter benutzen. Zum Wegwerfen ist er mir zu schade.
Wer kennt den Regler und weiß welche Teile ich aus Gewichtgründen entfernen kann? Ich vermute eine ganze Menge dessen, was unter der Aluplatte ist (und selbige gleich mit)?! Das BEC scheint durch die 3 ICs mit Drossel auf der anderen Seite gebildet zu werden.

Danke für Eure Infos!

Gruß Bernhard
 
Außenläufer

Außenläufer

Danke für den Hinweis Gerhard, es muß natürlich (in diesem Fall) Außenläufer heißen, es ist ein Hacker A40-12S 8P Heli 4:1 (Reisenauer Super Chief).:o
Sorry, auf Neudeutsch: "finger trouble"....

Gruß Bernhard

PS: bei Interesse, es hat auch 8 polige Innenläufer, z.B.:
http://www.plettenberg-motoren.com/german/Motoren/Brushless/300_30/Motor.htm
 
was soll denn grundsätzlich gegen 20° beim 8-poler sprechen?

das ist doch wieder so eine uralte unzulässige verallgemeinerung, die sich aber wohl noch ewig halten wird.

zumal ja inzwischen bekannt sein sollte, das 20° yge nicht das gleiche bedeuten wie 20° bei jeti oder cc oder anderen herstellern.

das problem ist nicht das timing an sich, sondern der verzicht auf das messen der resultierenden daten.
und das ist und bleibt eine todsünde, wenn man im elektroflug dicht an irgendwelche grenzen herankommt.

vg
ralph
 
@Ralph, korrekt, grundsätzlich messe ich immer den Standstrom vor jeder Erstinbetriebnahme und nach jeder Änderung des Setups. Den Motor hatte ich zuvor mit 15° Timing (gleicher Reglertyp) vermessen und daraus die Abstimmung errechnet.
Dieses Wochenende war aus Zeitmangel "alles mit der heißen Nadel gestrickt", die Strafe erfolgte prompt!
Der fatale Fehler war der Irrglaube, dass beim schnellen Wechsel auf dem Flugplatz von RFM 15x15 auf Aeronaut 15x13 der Strom eher sinkt als steigt! Leider war das krasse Gegenteil der Fall!

Gruß Bernhard
 
bernhard,

wobei der steller bei einfachem überstrom ja dann schon abschalten sollte, BEVOR er endgültig das handtuch wirft.

wahrscheinlich ist er bei deinem setup mit dem (nur am oszi messbaren) stromripple, die die höherdrehenden 3N/2P er systeme oft erzeugen oft nicht klargekommen.

diese spikes können den gemessenen strom um ein mehrfaches übersteigen und sind oft schneller, als schutzschaltungen reagieren können. das betrifft eigentlich alle hersteller. der jive z.b. versucht sich per induktivitätsmessung davor zu schützen, andere steller arbeiten bis zur selbstaufopferung.

mit dem timing kann man btw. so sehr an drehzahl und leistungsdurchsatz schrauben, dass daten sogar vom gleichen steller aber mit anderem timing nahezu wertlos sind, um die daten eines geänderten setups vorauszubestimmen.

ich habe das mal mit einem 12N10P von timing 0° bis timing 30° durchgemessen - die veränderungen waren eklatant.
irgendwann werd ich mal ne seite dazu machen.

das ist btw. auch noch ein problem an dc, dass das timing des stellers oft nicht mit angegeben wird und der normaluser aufgrund "falscher" voraussetzungen sein setup rechnet und sich dann über größere abweichungen wundert.



vg
ralph
 
"3N/2P er systeme" heißt bei mir dann 12 Nuten und 8 Pole nehme ich an, ich bin da nicht so im Stoff. Gruß Bernhard
 
ja 3N/2P; 6N4P; 9N6P; 12N8P ....usw.


vg
ralph
 
"...aufgrund "falscher" Voraussetzungen sein Setup rechnet und sich dann über größere Abweichungen wundert." Das ist ein Punkt von mehreren.
Der DC ist ohne Frage ein sehr gut gemachtes Tool um sich vorab eine grobe Vorstellung zu machen, wo ein unbekanntes Setup ungefähr liegen wird, aber wenn es konkret wird, dann benutze ich lieber mein primitives selbst gestricktes Excel- Tool. Mangels Motorprüfstand gebe ich dort 3 Leerlaufstrom- Messungen meines Motors mit meinem Regler (hör weg: und meinem Getriebe) ein und mache daraus eine Hochrechnung für den Lastfall. Hierbei fehlen mir natürlich trotz Io=f(n) und nspez=f(n) echte Lasteffekte, aber die Streubreiten von Motor, Regler und Getriebe fallen immerhin weg, so dass ich bei bekanntem (!!das ist, s.o.!, der "Jucke"- Punkt!!:rolleyes:) n100 der Luftschraube recht gute Vorhersagen treffen kann.
Natürlich muss man (!!:o!!) zur Sicherheit wenigstens den Standstrom mit der Zange... !

Gruß Bernhard
 
Heh! Das Thema driftet ab (Ralph, bekenne Dich schuldig!;))! Sagt mir jetzt endlich mal einer, was ich noch sinnvoll mit meinem halbtoten Regler anstelle!? Auf geht's, Buam!
Gruß Bernhard
 
um auf die drehzahl zu kommen, reicht grob der leerlauf und eine lastdrehzahl.
denn diese fällt mit wachsender last linear ab, sodass man ganz gut sieht, wo man rauskommen kann.
für mich nutze ich noch einen "eigenen" wert: den drehzahlabfall von 20 auf 80A. ein richtig steifer motor gibt da weniger als 5%(!) nach, sodaß schon das wetter einfluss auf den motorstrom hat.
bei lastströmen jenseits der 150A merkt man schon einflüsse wie umgebungstemperatur und luftdruck deutlich am laststrom bei identischem prop und akku.
wenn man dann noch die akkutemperatur einbezieht, wirds trotz identischer latte, motor steller+settings und akku verdammt unübersichtlich.
aber für die meisten ist das alles wirklich eher uninteressant :).

bei den preisen kannst du den steller wegwerfen.
wenn da was abgefackelt ist, kannst du nie sicher sein, ob nicht irgendwelche wichtigen bauelemente oder auch nur leiterbahnen irgendwas mit abbekommen haben.
und der schmauch aus einem geplatzten elko z.b. zerfrisst dir das dingens langfristig un der vogel fällt evtl. irgendwann runter.
 
Ja klar, zumindest der Schmauch muß mit Alkohol und Bürste (natürlich ideal: Freondusche) runter, die Kondensatoren muß man ehedem vor Inbetriebnahme alle auf ihre Kapazität prüfen, sonst hat man eine tickende Zeitbombe!
 
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