Ruderanlenkungen am Jet

Hallo,
Ich beschäftige mich erst seit kurzer Zeit mit den Jet's; früher habe ich
mehr an größeren Kunstfliegern und Schleppflugzeugen sowie Doppeldecker
der 3m Klasse gewerkelt.
In den Jet ARF Bausätzen liegen oft Gabelköpfe zur Ruderanlenkung dabei,
die, wie in einigen Bauberichten hier zu sehen, auch eingesetzt werden.
Da die Anlenkung mit den Metallgabelköpfen einfach auszuführen ist,
(mittig, keine doppelten Ruderhörner erforderlich, ..) wollte ich diese gern verwenden.
Die "goldenen", die meinem Dragon Bausatz beilagen habe ich zwar nicht verwandt,
aber ich habe mir welche von Karvan besorgt und mal einen Test durchgeführt.
Belastet habe ich die Kabelköpfe mit einer Zugkraft von 40 kp;
mehr konnte ich mit meiner Zugwaage (Kofferwaage) nicht anzeigen lassen.
Nachdem ich die Verbindung mehrfach mit 40 kp belastet hatte, konnte ich lediglich feststellen,
dass die Bohrung im Ruderkreuz um ca. 0,2 - 0,3 mm oval geworden ist.
(Wenn man mit 40 kp an diesem "Plastikteichen" zieht, wundert man sich, dass es nicht
zerrissen wird.)
Die Kraftrichtung muss aber unbedingt gerade zum Servohebel/Ruderhorn verlaufen;
ein "Schiefzug" führt natürlich dazu, dass sich der Kabelkopf aufbiegt und schon bei viel geringerer Kraft herausgerissen wird.
Erstaunlich war, dass der Gabelkopf auch nach den Versuchen
mit Schiefzug nicht beschädigt wurde. Wieder eingesetzt und gerade belastet konnten
immer wieder die 40 kp aufgebracht werden.

Haben die erfahrenen Jet-Piloten hier eventuell auch Lanzeiterfahrungen zu den Gabelköpfen ?

Gabelkop-Test -1 .JPG

Hat schon jemand ermittelt, bei welcher Kraft, ein in einen Kunststoffkugelkopf eingeschraubtes Gewindestück hrausgerissen wird ?

Gruß
Klaus
 
Hallo Klaus,

ich verwende seit 10 Jahren in allen meinen Jets, außer der SR-71
Deine besagten 3,0mm Metallgabelköpfe. Ich halte die Anlenkgestänge
recht kurz und schiebe über den Gabelkopf ein 5,0mm breites Stück
Tygonschlauch (3,2mm Innendurchmesser) oder ein Stück Schrumpfschlauch
als zusätzliche Sicherung damit sie nicht auseinander gehen können.
Ich habe in all den Jahren noch nie ein Problem mit diesen Gabelköpfen gehabt.

Gruß Friedhelm
 
@ Ron
Kontermuttern, Gabelsicherungen usw. habe ich beim Test
bewusst weggelassen. Wollte auch sehen, wie sich die
Gewindeaufnahme verhält, wenn sie nicht verklebt oder mit
Kontermutter verspannt ist.

@ Dirk
so wie auf Deinen Bildern, so sehen auch meine Anlenkungen aus,
die ich bei meinen Kunstfliegern erstellt habe.
Bei meinem Versuch mit den Gabelköpfen ging es darum,
was eine "einfache" Anlenkung aushalten kann.

@ Friedhelm
Deine Modelle sind ja wiklich nicht klein.
Schön zu hören, das sich bei Dir die einfachen Gabelköpfe
bewährt haben.
Selbstverständlich sichere ich die Köpfe.
Den von Dir genannten Tygonschlauch nehme ich auch.
Die Gestänge halte ich so kurz wie möglich; wenn es mal länger
erforderlich ist, dann werden sie gegen Knickung verstärkt.
. wir sehen uns dann spätestens Do. auf der JP; bin schon ganz
in der Nähe (Altenahr) für ein paar Urlaubstage.

Gruß
Klaus
 
Hallo Klaus ,ich benutze auch seit Jahren servoseitig normale Gabelköpfe und bin mir sicher
das diese alle im Flugbetrieb auftretenden Kräfte im 25kg Jetbereich aushalten!

Interessant wäre nochmal die Belastung mit Druck ,da hier die Sache anders aussieht.


Du kannst ja Spaßeshalber mal die Kraft ermitteln ,wann der Gabelkopf ,bzw die Gabeln "knicken"!

Gruß Frank
 
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