Ruderflattern: HS 5125 MG

guten abend

möcht hier keinesfalls die HS 5125 MG schlecht machen, sonder nur meine gestrige erfahrung und deren folgen mitteilen:
also gestern am hang mit dem blade xl on x-models. 2,5 m spannweite, 2.5kg abfluggewicht. super bedingungen also rauf auf 500 meter, senkrecht und nach ca. 350 - 400 meter sturzflug ein stumpfes "brrrrrr", sofort abgefangen und plötzlich keine querruderwirkung mehr. also landen!! ca. 30 min gebraucht um den flieger heil runter zu bekommen. gar nicht so einfach wenn man bei einem vlw flieger nur höhe und seite hat. landung ok, also kein schaden außer den 4 flächenservos. die querruderservos haben ordentlichen karies und die der wölbklappen ein paar lücken.

hier die bilder.

servo 1 (quer)


servo 2 (quer)


servo 3 (wölb)


servo 4: kein bild

ich glaub, die bilder sind gut erkennbar, oder?

jetzt stell ich mir die frage, ob es sich lohnt ersatzgetriebe zu bestellen und dann halt nicht mehr übertreiben zu müssen. sturzlüge von 200 - 300 metern wären immer noch drin, oder servo wechseln?
wo gibts passendes servogetriebe und die schmiere dazu?

was haltet ihr davon?

grüße, florian
 
Hallo,
jetzt würden mich zur Meinungsbildung noch genau so tolle Bilder von der Anlenkung den Scharnieren den Klappen und der Hebellänge intressieren.
Dann kann ich was Konstruktives zu sagen, sonst net.

Gruß
Eberhard
 

speed

Vereinsmitglied
Hallo Florian, Hallo Eberhard,
das Thema Ruderflattern wurde schon 100 mal diskutiert, deshalb fasse ich mich kurz. Du musst das Problem an der Wurzel packen! Leichte, steife (auch Anlenkung und Servo), ausbalancierte Ruder flattern erst bei höheren Geschwindigkeiten. Du musst die Flattergrenze auf 300 km/h bringen und dann nur 250 fliegen. Ich sehe ein, dass das bei einem fertigen Flieger nicht so leicht ist. Aber das Ausbalancieren mit kleinem Ausgleichsgewicht kann auch noch nachträglich gemacht werden.
Die Kräfte beim Ruderflattern sind so hoch, dass man das Getriebe dafür nicht dimensionieren kann.

Otto
 
Original erstellt von Eberhard Mauk:
Hallo,
jetzt würden mich zur Meinungsbildung noch genau so tolle Bilder von der Anlenkung den Scharnieren den Klappen und der Hebellänge intressieren.
Dann kann ich was Konstruktives zu sagen, sonst net.

Gruß
Eberhard
kannste haben. hier die anlenkung eines querruders. beim servo ganz innen eingehängt und ruderhorn auf die passende länge angepasst, sodass der ganze servoweg ausgenutzt werden kann. anlenkung besteht aus 2 m3 gabelköpfen, die auf ein m3 gewinde geschraubt sind und festgelötet sind.
total spielfrei war die anlenkung nicht, denn am servospiel hab ich keinen einfluss. das war aber das einzige spiel...
scharnier ist elastic-flap, das auch bis auf 1cm an einem querruder gehalten hat.



grüße, flo

[ 31. Mai 2004, 10:46: Beitrag editiert von: swift ]
 
Hallo,
also die Getriebesätze dürftest Du bei jedem Multiplex Händler kriegen, UVP von Multiplex: 32€ ! (je Stück !) :(
Wenn Du 2 Wochen Zeit hast, kann ich Dir die Getriebe (gibts nur als Komplettsatz, mußt also schauen wieviele du benötigst) bei Hitec direkt bestellen, Kostenpunkt 16,95€ je Stück

Ich würde aber empfehlen, entweder die Servos zu tauschen oder aber solche Sturzflüge zu unterlassen. Da die 5125, meiner Meinung nach, aber mit die stabilsten in Ihrer Größe sind, wirst du beim Tausch nicht um größere Servos und neue Halterungen vorbei kommen.

Marco
 

Rolf-k

User
Hallo Zusammen

Das Ruderhorn sieht extrem Kurz aus, ich schätze
keine 5mm vom Ruder bis zum Loch.
Das sieht man bei den Seglern leider sehr oft, das so etwas ins flattern kommt wundert mich nicht. Es gibt Hebelgesetze und je Kürzer ein Ruderhorn um so leichter kommt das Ruder ins Flattern.
Also da kann das Servo nichts dafür, wahrscheinlich hätte es jedes Servogetriebe zerstört.

Gruß Rolf-K.
 

Oli_L

Vereinsmitglied
Nana, da kommt aber mindestens noch die Ruder-Dicke bis zum Elastik-Flap-Scharnier an der Flächenoberseite dazu.
Außerdem hat ein M3-Gabelkopf einen Durchmesser von 5,5mm an der dicksten Stelle, so dass das Loch im Ruderhorn mindestens 8-9mm von der Flächenunterseite weg sein muss, was man so sieht.
Macht also in der Summe mindestens 13-15mm effektive Hebellänge, und das ist sicher völlig ok.
Steifer kann man meiner Meinung nach ne Anlenkung kaum machen.
Klar reduziert ein längeres Horn am Ruder die Belastung des Servos, wenn das Servohorn nicht auch länger wird. Aber es reduziert den möglichen Ausschlag.

Steife Anlenkungen dämpfen aber auch entstehende Schwingungen nicht...

Gruß,
Oliver

[ 31. Mai 2004, 12:43: Beitrag editiert von: Oli_L ]
 
also die ruderhörner sind 17mm lang gemessen vom loch bis zum elastic flap. ich brauch diese länge, denn so nutz ich den ganzen servoweg für den ausschlag aus, was ja sinnvoll ist um die kraft der servos zu nutzen. ich glaub ich besorg mir ersatzgetriebe, neue servos beim nächsten modell. dickere servos haben halt nicht platz ohne rauszuschauen.

Steife Anlenkungen dämpfen aber auch entstehende Schwingungen nicht...
aber mit einer weichen anlenkung treten leichter schwingungen auf, oder?

grüße, flo
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hi Flo,

irgendetwas schwingt sich auf, soviel ist sicher.
Wie hart sind denn die Servos gelagert?

Wenn z.B Servos in GfK-Flächen direkt mit der Innenschale verklebt sind (mit Silikon oder Epoxi), kann man schön sehen wie sich die Oberschale mit dem Servo bewegt. Zum Test muss man nur das Ruder festhalten und das Servo laufen lassen. Bei Sperrholzrahmen die ebenso verklebt sind, kann es diesen Effekt auch geben. Abhilfe schafft eine großflächige Krafteinleitung z.B. CFK oder Sperrholzbrett einlaminieren, möglichst bis zum Holm und eine Abstützung zur Flächenunterseite herstellen.
Auch bei der Verwendung der beliebten Gummi-Tüllen bewegt sich manches Servo.

Sehe ich das richtig, Du hast auf eine Dichtlippe verzichtet?
 
Original erstellt von Claus Eckert:
Hi Flo,

irgendetwas schwingt sich auf, soviel ist sicher.
Wie hart sind denn die Servos gelagert?
da dürfts kein problem geben. ne lage kevlar war da schon drin und ein paar lagen glas (großflächig) hab ich noch reingemacht, weil in bischen höhe noch zur verfügung stand.

Sehe ich das richtig, Du hast auf eine Dichtlippe verzichtet?
dichtlippe is keine, stimmt. war keine. gebaut hab die flächen ja nicht ich ;)

grüße, flo
 
Hi Flo,

die Fläche hat doch schon ne Vertiefung in die Du ein Spaltabdeckband einkleben kannst.

Hierfür kannste wahrscheinlich auch einfaches Tesaband nehmen. Flattern wird dieses wohl nicht, da es ja bis vorne unter die Schale der Fläche geführt wird...

Eigentlich müsste dieses Band aber schon im Bausatz enthalten sein, bzw. normalerweise ist dieses schon angebracht (siehe FS 14 und Elita)....
 

Vogesi

User
Hallo Swift,

fliege meine F3B auch ohne Dichtlippe, aber nur weil sie sich dann echt gut anhört.
Bauen unsere Kisten alle selber und die sind wirklich hart und für Hang gebaut. Aber leider fängt meine nach 300 meter auch das flattern an. Dichtlippe ran und es war weg.
Aber das jaulen war mir wichtiger, und nu is das Tesa wieder wech ;)

Gruß
MICHA
 
Hallo,
mach den Ruderhebel am Ruder und am Servo länger, und das Proplem ist weg.
Beim Motorflieger und Jet ist und war das die einzige Möglichkeit Flattern zu verhindern.
Hier ist das nicht anders.
Mit den anderen Hebellängen verlagerst du das Schwingungsverhalten des Gesamtsystems und eliminierst das Gesamtpiel und alles was auch nur im geringsten weich ist.
Du wirst bei längeren Hebeln (Am Servo ganz außen) und ebenfalls für den gesamten Servoweg ausgelegter Ruderhebel feststellen, das sich das ganze System schon beim manuellen Betätigen wesentlich besser anfühlt.

Gruß
Eberhard
 

jwl

User †
Mit den anderen Hebellängen verlagerst du das Schwingungsverhalten des Gesamtsystems und eliminierst das Gesamtpiel und alles was auch nur im geringsten weich ist.
ich glaube, damit ist das problem nicht zu beheben.

die ruder sind das problem.

gruss jwl
 

airtech-factory

User gesperrt
Also ich glaube schon das Eberhard da auf dem richtigen Weg ist. ICh habe eine Santorin, wo früher im Propellerstrahl eines 60 cc Benziners(Druckmotor) ein Höhenruder lag und dort war auch das Ruderhorn sehr kurz(ähnlich Deinem) und ich hatte ständig kaputte Servogetriebe. Nach Verlängerung des Rudehorns war das Problem weg.

Jörg
 

jwl

User †
das servo müsste die belastung leicht aushalten.
bei einem kleinen pylonflieger kommen kleine servos mit kunststoffgetriebe rein. die gehen bein 320 klamotten auch nicht kaputt. wenn ein schwingung entsteht macht die alles auch alles kaputt. nimm mal ein lange dachlatte in die hand und lass sie schwingen. versuch sie so festzuhalten dass sie nicht mehr schwingt und gelingt das.
jeder bauteil hat eine eigenfrequenz wenn die genau getroffen wird ist dass das ende jenen.

wie schon gesagt muss man so fliegen dass man in diesem bereich nicht kommt oder man baut die klappe so um den bereich zu verschieben.

gruss jwl
 
@Eberhard und Jörg:

Warum soll man den Servohebel und das Ruderhorn verlängern? Wenn beides um den gleichen Betrag verlängert wird, hat man nichts gewonnen. Das Spiel und die Belastung aufs Servo bleibt ja gleich.
Wenn, dann müsste man nur das Ruderhorn vergrößern.....aber das scheitert in Flo´s Fall ja an den benötigten Ausschlägen.

Wenn man, wie Flo, seine Anlenkung auf den maximalen Servoweg auslegt, hat man IMHO schon sein möglichstes getan, um dem Flattern entgegenzuwirken (steife Anlenkung usw. vorausgesetzt.)

Wenn´s mal flattert ist meist eh alles zu spät, und wenn das Servogetriebe hält, dann demontiert es einem wahrscheinlich entweder das Ruder oder die ganze Fläche ab....irgendwo muss die Energie ja hin....

[ 01. Juni 2004, 16:36: Beitrag editiert von: Dr.Kimble ]
 

MTT

User
Mal zurueck zu den HS-5125MG's :
Wie sind im allgemeinen die Erfahrungen mit diesen Servos ?

Mir ist naemlich folganeds passiert :
Habe in meinem Thermik XL 4 Stueck davon verbaut.
Einer hat noch in der Werkstatt beim Programmieren den Geist aufgegeben. Wenn man den Empfaenger einschaltet, funktioniert das Servo fuer ungefaehr eine Minute, und dann ist Schluss.

Also auf der position (QR) fuer den erstflug eine normales, nicht digitales 125 MG eingebaut.
Erstflug OK, alles bestens.
Beim dritten Flug dann zur Landung angesetzt, Butterfly gesetzt, Flieger kommt schoen runter, Butterfly wieder raus, rechtes Klappenservo bleibt auf vollem Ausschlag stehen, Flieger schmiert ab, zum Glueck in hohes Gras, nichts weiter passiert, aber noch ein 5125MG tot...

Fuer denselben Flieger hatte ich auch ein 225MG fuer das Seitenruder bestellt, das servo kam mit defektem Getriebe aus der Schachtel.

Hab in meiner gesamten Modellbaulaufbahn noch nie soviel Servo-probleme gehabt wie in den letzten 3 Tagen.... :mad:

[ 05. Juni 2004, 23:25: Beitrag editiert von: MTT ]
 
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