Ruderschwingung mit Servozappeln, Dämpfung

Hi Alle, :)

auch bei Servos der oberen Preisklasse wie JR4421 kommt es manchmal (öfter?) zu schwingenden Rudern am Boden :( . Ob dieses Ereignis auch in der Luft stattfindet, kann nicht ausgeschlossen werden.

Förderlich dafür - und das ist eigentlich ärgerlich - sind reibungsarme Ruderscharniere, eine reibungsarme Ruderanlenkung und (Höhenruder) ein guter Gewichtsausgleich (Für unsere Jungen: das Höhenruder bleibt auch ohne Anschluss an ein Servo in beliebiger Lage stehen).

Der Hauptgrund:
Das :o Spiel im Servohebel, verursacht durch Zahnradspiel, Lagerspiel, Abtriebsachsenverformung, Potentiometer-Hysterese und ähnliche lästige - und fertigungstechn. vermeidbare! - "Feinheiten" sogar bei Servos der 100.- Euro Klasse. :mad:

Und natürlich auch Spiel im Gestänge, aber das kann man ja eliminieren.

Der Nebengrund:
Das für eine genaue Nachführung und geringe Hysterese wünschenswert enge Totfenster ist für das leider mögliche Servospiel zu eng, sodass das Servo unter bestimmten Bedingungen zu schwingen beginnen kann. UND AUCH KAUM MEHR AUFHÖRT, wenn man es nicht händisch bremst.

Die Bedingungen:
1) Die Schwingungsfrequenz des Servos bei Spiel ist etwa gleich groß als die mechanische Schwingungsfrequenz des Systems Servo-Kraftübertragung-Ruder. Ungewollt durchaus öfter gegeben!

2)Anregung von außen durch eine sehr schnelle Knüppelbewegung oder per Senderschalter, auch besonders bei Phasenumschaltung ohne Verzögerungszeiteinstellung, oder mechanische Anregung durch laufenden Motor, Stoß aufs Ruder und manchmal sogar ganz spontan am ruhig stehenden Modell.

Hier geht es übrigens nur um einen 4-zelligen Akku!!!

Idee der Abhilfe:
Man muss dem System sein Spiel durch eine gerade ausreichend große, zusätzliche Kraft derart dämpfen, dass kein Aufschaukeln nach Anregung mehr stattfinden kann. Ohne das Servo besonders zu behindern.

Die hier gezeigte Lösung ist erprobt, durch Lagerung der Feder am Servohebel sind die Federwege klein und der Kraftverlust am Servo minimal.

Durch das Dreieck Feder-Gestänge-Servohebel wird der Servohebel an einen der beiden Endpunkt des Servospiels angepresst und somit das freie Schwingen in die andere Spiel-Endlage behindert.



Die Feder:
Eine ca. 2-5cm lange nicht zu weiche Feder mit ca. 5-7 mm Durchmesser, leicht auseinandergezogen. Mann auf Mann sollte auch nicht in der kürzeren Endlage auftreten, um ein Aushängen zu vermeiden.

Erfahrungsberichte von 4 Zellen-Verwendern erwünscht! Das 5-Zellenproblem hat noch eine zusätzliche Ursache (Motor: Rotormasse, Drehzahl, "Anbiss") die bei vielen Servos Überschwingen verursacht. Und gegen diese Ursache ist diese Federdämpfung eher machtlos, vermutlich.
 
Hallo alle, :)

nach der gleichen Methode können auch schwere Querruder mit dauernd feuernden Servos etwas federkompensiert werden. :cool:

Servos auf Flügeloberseite:
Feder wie gezeigt zum Servohebel

Servos auf der Unterseite:
Feder von Gestänge zum RUDERHEBEL

Dass die Federkraft nicht zu groß sein darf um eine Servobehinderung bei der Ruderauslenkung zu verhindern, ist ja wohl klar. Hier hilft nur ausprobieren, aber das geht ja einfach, da ja alles zugänglich ist und im Servo- oder Ruderhebel sind ohnedies schon diverse Löcher weiter innen.

Grüße, R.
 
Hei mal wieder, Rudy.
Ich stimme Dir ja sehr oft zu, aber hier hab' ich doch 'ne andere Meinung:

Bei wechselnder Lastrichtung ist die Elimination von Gelenk- oder Führungsspiel mittels Federkraft nicht sinnvoll.

Warum? Nun, die Federkraft müßte größer sein als die maximal auftretende äußere Kraft. Und dann hat Dein System die Hauptarbeit mit der Bewältigung der zusätzlichen inneren Reibung ...
 
Hallo Rudy,

die gezeigte Schwingungsdämpfung über eine Feder bringt aber nur bei Spiel in der Anlenkung selbst was (also zwischen Servohebel, Gestänge und Ruderhorn). Bei Spiel im Servo selber, verursacht durch Getriebespiel, ausgeschlagenes Gehäuse u.ä. bringt die Feder meiner Meinung nach nichts.
Bei mir entsteht aber Spiel derzeit ausschließlich im Servo selbst, da ich bei der Anlenkung immer auf Spielfreiheit achte (klappt auch immer, wenn man präzise bohrt und im schlimmsten Falle Kevlarfäden durch das Loch im Ruderhorn bzw. Servohebel fädelt).

Gruß, Karl Hinsch
 

Dix

User
1. Kugelköpfe benutzen. Wenn die Spiel bekommen, müssen sie ersetzt werden.

2. Gegen das Servogetriebe ankämpfen bringt nichts, muß ma akzeptieren!

3. Die Resonanzfrequenz des Systems ändern! Ist m.E. der einzig sinnvolle Weg!

--> Hab Michaels dicke Extra am SBF gesehen. Im Leerlauf hat der Benziner die beiden HR-Blätter hin und hergeschmissen, sodaß auch bei stehendem Motor die Servos weitergeschwungen haben! Da hilft nur die Massenträgheit (Gewicht) des Ruders zu erhöhen, weil dadurch die Eigenfrequenz sinkt.
 
Hallo Ihr Beide, Und gerade nach Posting gesehen, Dix auch.

ich eliminiere mit dieser ausprobierten Methode nicht mittels großer Federkraft das Spiel, sondern BEDÄMPFE nur die frei aufschaukelnde FLATTERNE SYMMETRISCHE Schwingungsmöglichkeit des Ruders durch Zahnradspiels mittels LEICHTEM "Anlehnen". Ich mache es sozusagen der Luft schwer, nicht gar so "hemmungslos luftig" zu sein. :cool: ;) :D

Bitte, bitte: AUSPROBIEREN, wenn bei Euch Ruderflattern am Boden auftritt. UND DANN BITTE BERICHTEN.

Ich konnte mir anfänglich auch nicht vorstellen, dass das so gut, auch bei kleiner Federkraft in Relation zur Servokraft, funktioniert. Habe zuerst vermutet, dass das wieder mal der sprichwörtliche Griff in den Dreck, feiner gesprochen, Versuchsabbruch wird! Wegen irrtümlich vorerst vermuteter zu großen Servokraftverluste.
WURDE ER ABER NICHT, UND BEIM FLUGPLATZTEST WAR RUHE AM VORHER MANCHMAL UNERWARTET SCHWINGENDEM SERVO. Eh nur ein 100 Euro-Klasse Servo mit seiner "handelsüblichen" Servoluft!

Sollte einer der Leser an digitalen dauerbrummenden Querruderservos leiden, bitte entsprechenden Vorschlag ausprobieren (Gewichtskompensation durch Federvorspannung).
Erzählt mir bitte nicht, dass das im Fluge ohnedies alles anders ist. Oder sein KANN, bestreite ich gar nicht.

Hallo Karl:

Lt. meinem Erstposting geht es AUSSCHLIEßLICH um Servo-Luft. Eine andere haben wir alle ja wohl nicht, oder? :D

Du hättest recht, wenn die Feder im Verbindungspunkt (Gabelkopfbolzen) angreifen würde.
Der Witz ist aber, dass die Feder weiter innen angreift und versucht das Gestänge zum Servohebel hinzuziehen. Wenn Du jetzt das Gestänge am anderen Ende in Richtung des Ruderhebels quer ohne Zug (wie bei einem ungehemmt beweglichen Ruderhorn gegeben) anhebst, hindrehst - wie auch immer - dann zieht die sich jetzt spannende (oder vorgespannte)Feder das Gestänge nach zB links, SOLANGE ES DIE LUFT IM ZAHNRAD ERLAUBT! Dann steht der Servohebel angepresst und die Feder wird mit Deiner Manipulation mehr oder weniger gespannt.

Es ist prinzipiell genau so, als wenn die Feder am Modell oder an der Servohebelschraube (hier beliebiger stillstehender"MAXIMALPUNKT" genannt) befestigt wäre. Da müsste sie aber viel längere Federwege haben, nämlich 2mal den vollen möglichen Gestängeweg.
Durch Einhängen zwischen dem "Maximalpunkt"
und dem von Dir richtig erkanntem "Null-Wirkungspunkt" (betreffend die Getriebeluft-Elimination) am Gabelkopfbolzen tritt je nach Einhängepunkt der Feder am Servohebel eine entsprechende Hebelgesetz-bedingte Kraft- und Wegänderung auf. :cool:

Ausprobieren empfohlen, die Wirkung BEI RUDERFLATTERN DURCH SERVOLUFT ist tatsächlich frappant! und auch der geringe Servokraftverlust.

Weder durch Auge noch Gehör war es mir möglich bei der ziemlich schwachen aber ausreichend starken Feder einen Laufunterschied der beiden Höhenruder - eines mit Feder, das andere ohne - an meinem Diablo 2000 mit insgesamt ca. 110° Ruderwinkel festzustellen.

So, jetzt kommt ein Gewitter bei mir, werde das mal schnell posten
Grüße R.

Nachtrag:

Möglicherweise könnte man auch kleine Öldruckstoßdämpfer verwenden. Ähnlich Hydromount.

Vermute aber, dass sie schnelle Servos zu stark bremsen würden, samt der daraus entstehenden Probleme, zB Stromverbrauch und Servobeanspruchung.
Und wozu teuer, wenn es billigst auch geht. Theoretisch wäre es mit echten Dämpfern natürlich viiiiiel besser. Wenn sie ihre Konstanten genau dem Problem entsprechend hätten.

Dem Erstposting gemäß ist das Gestängespiel OFF TOPIC, es geht ausschließlich um die Servoluft. Gestängespielproblemem und Threadverwässerungen werde ich nicht beantworten .
Das soll natürlich nicht heißen, dass sie nicht einen eigenen thread für unsere absoluten Anfänger wert wären. Wieder ein mal, denn da gibt es schon einiges dazu.

Unter anderem:
- Ruderschüttelbegünstigende Materialeigenschaften und Baudetails
http://www.prop.at/kurzber/fiala6.html

[ 23. April 2003, 15:01: Beitrag editiert von: Rudy F. ]
 

Yeti

User
Original erstellt von Dix:

3. Die Resonanzfrequenz des Systems ändern! Ist m.E. der einzig sinnvolle Weg!
Hi Dix,

das sehe ich genauso.


Da hilft nur die Massenträgheit (Gewicht) des Ruders zu erhöhen, weil dadurch die Eigenfrequenz sinkt.
Das sehe ich ganz anders! Der bessere Weg wäre, die Eigenfrequenz zu erhöhen (wenn möglich z.B. durch einen Massenausgleich, so dass der SP des Ruders dicht an die Scharnierachse kommt). Das Ziel muss sein, dass die Eigenfrequenz des Ruders inkl. der Anlenkung über der Anregungsfrequenz des Servos liegt.

Oder was haltet ihr davon: Erhöhung der Dämpfung (Reibung), z.B. durch einen kurzen Streifen Tesamoll zwischen Flosse und Ruder? Natürlich nicht übertreiben!

Mal überlegen, was da überhaupt zum Ruderflattern am Boden führt: Das Ruder wird zum Schwingen angeregt (z.B. durch Motorvibrationen) und bewegt sich innerhalb des vorhandenen Spiels (bzw. Elastizität der Anlenkung) an einen Anschlag. Das Servo regelt dagegen und bewegt das Ruder in die andere Richtung. Aufgrund seiner Massenträgheit bewegt es sich über die Nulllage hinaus an den entgegengesetzten Anschlag (gemeint ist hier nicht der Endausschlag des Ruders, sondern nur der Anschlag innerhalb des vorhandenen Spiels), so dass das Servo wieder in die entgegengesetzte Richtung gegensteuert. Erhöht man die Massenträgheit des Ruders, nehmen nur die Kräfte zu gegen die das Servo ankämpfen muss. Die Folge ist, dass die Lagerungen noch schneller ausschlagen und sich das Spiel vergrößert.

Das Problem bei einer Verringerung der Ruder-Eigenfrequenz sehe ich auch darin, dass dadurch aerodynamisch angeregtes Ruderflattern im Flug bei geringeren Geschwindigkeiten auftreten kann.

Problematisch sind auch immer (wenn auch nicht in jedem Fall zu vermeiden) abgewinkelte Anlenkungen, da die Anlenkung dann nicht nur auf Zug und Druck belastet wird, sondern auch auf Biegung (kürzlich entdeckt auf einem Foto in einer Modellzeitschrift bei einem F5B-Modell). Da die Biegesteifigkeit eines Stahldrahtes relativ klein ist im Vergleich zur Dehnsteifigkeit, wurde hier eine zusätzliche elastische Nachgiebigkeit in die Anlenkung eingebaut (Eigenfrequenz geht runter).

Gruß Yeti
 

Dix

User
Original erstellt von Yeti:
Original erstellt von Dix:

3. Die Resonanzfrequenz des Systems ändern! Ist m.E. der einzig sinnvolle Weg!
Hi Dix,

das sehe ich genauso.


Da hilft nur die Massenträgheit (Gewicht) des Ruders zu erhöhen, weil dadurch die Eigenfrequenz sinkt.
Das sehe ich ganz anders! Der bessere Weg wäre, die Eigenfrequenz zu erhöhen (wenn möglich z.B. durch einen Massenausgleich, so dass der SP des Ruders dicht an die Scharnierachse kommt). Das Ziel muss sein, dass die Eigenfrequenz des Ruders inkl. der Anlenkung über der Anregungsfrequenz des Servos liegt...
Genau das hat der Michael mit seiner Extra gemacht. --Zumindest nach eigener Aussage.-- Ein Schwingen ist aber weiterhin möglich gewesen, wie gesehen.

Ziel muß es in jedem Fall sein, die Eigenfrequenz in einen Bereich außerhalb der am Modell auftretenden Frequenzen festzulegen. Erst dann kann nichts mehr passieren. In diesem Fall würde ich die Eigenfrequenz absenken, indem ich die trägeMasse erhöhe --> Ein Anregen ist schwerer möglich, da das Ruder mehr Energie absorbieren kann.

So, jetzt könnte man das auf die Spitze treiben und das Ruder sowweit aufbleien, daß es ihm egal ist, wieviel Spiel im Servos und Gestänge sind.... :D :D :D
Erhöhe ich die Frequenz, dann
 

Dix

User
Ähem Rudi...

Mit Deiner Feder hast Du übrigens keine Dämpfung, sondern wieder was Neues in Deinen Zirkus gebracht, das auch wieder schwingen kann. Und das tun Federn nun mal gerne.

Auch dieses modifizierte Servospielsystem (= --> das Gestänge soll immer "Druck" haben?) Wird flattern, fragt sich nur wann...

NACHTRAG: Das einzige wirklich spielfreie Getriebe, das ich kenne, ist ein Zahnriemengetriebe. Aber wer baut schon sowas in Servos ein? :confused:

[ 23. April 2003, 16:19: Beitrag editiert von: Dix ]
 
Hi alle

Je mehr Gewicht, umso größer der "Bums", bei einer härteren Landung, oder?
Und wollt Ihr vorne noch mehr Blei hineinpacken, 3mal so viel als jetzt noch hinten dazu ins Ruder zwecks Herabsetzung der Resonanzfrequenz?

Warum balanziere ich Höhenruder überhaupt aus?

Damit bei einem harten Heckaufsetzen nicht die Zahnräder sterben! Lasst es weg, dann habt Ihr automatisch die höhere Resonanzfrequenz und die VORSPANNUNG DURCH DAS RUDERGEWICHT. Dann tritt der Effekt eh nicht auf. Am BODEN :D :D

Alles von euch noch Theorie? Oder hat es jetzt einer von Euch schon mit einem Gummiringerl, Stopperstek und einem bei einem seiner Flugzeuge zufällig schwingendem Ruder ausprobiert? Das mit dem "Anlehnen"?

Da gibt es doch das Paradoxon mit der Schildkröte, die nie ihr Ziel erreicht. Theoretisch, aber wirklich nur theoretisch.....

Leute, glaubt es oder nicht. Ist mir eigentlich egal. Probiert es aus, oder nicht; auch egal.

Dass das wirklich nur bei MEINEM Diablo 2000 Höhenruder mit 20g Blei im aerodynam. Ruderausgleich funktioniert, muss dann wohl ein ganz besonderer Zufall sein. Ikarus liebt mich eben. Oder irgend ein anderer mystischer Flatterer über den Wolken. ;)

Euer thread, macht damit was Ihr wollt.

Friede allen Menschen auf Erden, R.
 
Nabend, Rudy
Hast Du irgendwo ein Foto von Deiner Anordnung?

[ 23. April 2003, 20:17: Beitrag editiert von: W. Holzwarth ]
 

Heinz-Werner Eickhoff

Vereinsmitglied
Original erstellt von Yeti:
.....................
Oder was haltet ihr davon: Erhöhung der Dämpfung (Reibung), z.B. durch einen kurzen Streifen Tesamoll zwischen Flosse und Ruder? Natürlich nicht übertreiben!.................

Gruß Yeti
Es existiert ein Interesse an der generellen Rezension der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen. :D
 

Yeti

User
Original erstellt von Rudy F.:

Oder hat es jetzt einer von Euch schon mit einem Gummiringerl, Stopperstek und einem bei einem seiner Flugzeuge zufällig schwingendem Ruder ausprobiert? Das mit dem "Anlehnen"?
Serv(o)us Rudy,

habe es in der Tat ausprobiert, allerdings ohne Erfolg. Das Problem scheint mir jedoch im Servo direkt zu suchen (linkes QR zappelt, rechtes nicht. Beides HS-81, genügend Reibung durch stramm sitzende Gabelköpfe, vernachlässigbares Trägheitsmoment wegen kleiner QR). Und noch eine kleine Bitte: nicht immer gleich pampig werden (umgangssprachlich für: gereizt oder unfreundlich reagieren), wenn mal einer eine andere Meinung vertritt ;) Zum Besipiel würde mich jetzt tatsächlich mal interessieren, ob schon mal jemand den Versuch gemacht hat, einen Dämpfer anstelle einer Feder parallel zur Anlenkung einzubauen oder auf irgend eine Art und Weise die Reibung im Ruderscharnier zu erhöhen und damit Erfolg hatte.

@Dix: Ich nehme alles zurück, behaupte das Gegenteil und widerrufe auch dieses! Massenausgleich der Ruder führt nicht unbedingt zu einem geringeren Trägheitsmoment und senkt dadurch die Eigenfrequenz des Ruders. Im übrigen denke ich, dass das Problem vor allem bei kräftigen, schnellen und stellgenauen Servos auftritt. Mit einem leichten Ruder machen diese Servos, was sie wollen und ein schweres Ruder macht auf Dauer das Getriebe kaputt.

Den Vorschlag, das Ruder so schwer wie möglich zu bauen, muss ich allerdings schon aus Prinzip ablehnen. Und überhaupt: wie schwer willst du denn die Ruder bauen, damit sich kräftige Servos an ihrem Trägheitsmoment die "Zähne ausbeißen" (bildlich gesprochen ;) )?

Gruß Yeti

[ 24. April 2003, 10:52: Beitrag editiert von: Yeti ]
 
Original erstellt von Yeti:
... Massenausgleich der Ruder führt nicht unbedingt zu einem geringeren Trägheitsmoment und senkt dadurch die Eigenfrequenz des Ruders.
Massenausgleich führt wohl eher zu einem höheren Massenträgheitsmoment um den Drehpunkt der ganzen Angelegenheit.

;) So mein' ich mal, aber ich hab so'n Zeux nun bestimmt schon 20 Jahre lang nicht mehr berechnet ...

[ 23. April 2003, 22:22: Beitrag editiert von: W. Holzwarth ]
 

Yeti

User
Hi Walter,

"führt nicht unbedingt zu einem geringeren Trägheitsmoment..." = "führt zu einem höheren Trägheitsmoment". Sag ich ja, dass das Quatsch war von mir ;)

Gruß Yeti
 
Hallo Walter (Dein Tiger hat sich temporal überschnitten, muss erst schauen warum er da steht):

Du kannst die Zeichnung als idealisiertes Foto auffassen. Es ist kein prinzipieller Unterschied!
Habe bei dem Alt-PC keinen Scanner.

Der Überhammer:
Das gibt es zuhauf in der Natur, bei jedem von uns. Nämlich die Extremitätengelenke!

Beispiel Ellbogengelenk:
Gestänge: Oberarm
Feder: Bizeps
Servoarm: Unterarm mit Gabelkopf und Bizeps-Einhängepunkt knapp daneben.


-Dämpfervorschlag: von mir schon erwähnt.

-Bremsen: verlieren die Wirkung, wie zB die Gabelkopfbolzen-Servohebel und -Ruderhebel Bremse bei knappem Sitz. Detto Filzscheiben etc.

@Yeti:
-"Pampig werden":
1) Die Ankündigung zu Off-Topics-Meinungen keine Stellungnahmen abgeben zu wollen, ist nicht pampig - was immer das im Himalaya heißt - sondern ökonomisch und realitätsbezogen, besonders wenn der Bitte, nicht andere Gestängespiele hier hereinzubringen, nicht entsprochen wird.

2) jede Beschimpfung, auch die freundlichst formulierte, ist eine Beschimpfung. Da helfen auch keine Smileys oder verbaler Schnickschnack. Keinem von uns steht die Kategorisierung eines Anderen zu. Somit enthalte ich mich der Bitte, dass Du jetzt nicht auch pampig wirst, weil ich nicht Deiner Meinung bin, dass ich pampig sei.

3) Solltest Du, Yeti, das diskriminierende OFF TOPIC in Deinem Posting editieren, ändere ichs natürlich auch hier.

On TOPIC: Dass Du das bei kleinen Querrudern nicht reproduzieren konntest ist logisch. Es geht, wie erwähnt, um starke, schnelle Servos und indifferent gewichtsausgegliche Höhenruderflossen!

4)@Alle: Falls es jemandes Aufmerksamkeit entgangen ist: Das Erstposting ist ein BERICHT meiner Erfahrungen und von den starken 3Stk JR 4421 macht das eh nur eines (Fertigungstoleranz?) nach mind 20 Betriebsstunden UNABHÄNGIG von ZAHNRADVERDREHUNGEN, somit Gebrauchsspiel- unabhängig, und mit der dargestellten Methode gelang es MIR bei MEINEM Servo eine einfache Abhilfe zu schaffen, nachdem es mich schon ein paar Wochen geärgert hat. Von wegen Stromverbrauch, Motor- und Getriebeverschleiß.
(Stromspitzen bei Drehrichtungsänderung!)

Ich nehme an, was mir gelingt, gelingt auch anderen.
Es ist nichts anderes als die Bedämpfung, Behinderung - was auch immer - einer ansonsten völlig freien gewichtsausgeglichenen!!! Pendelbewegung und ungebremsten Prallbeschleunigung und-anregung am Abtriebszahnrad (mit Ausnahme von minimalster Restreibung in der Kraftübertragung und gegen das Pendeln wirkenden Luftwiderstand am Ruder).

Gute Nacht, R.

[ 25. April 2003, 15:04: Beitrag editiert von: Rudy F. ]
 

Yeti

User
Original erstellt von Rudy F.:

Da der thread von mir eröffnet wurde, muss ich hier für die Mitarbeitenden zur Verfügung stehen und finde dann halt leider beleidigende Worte. Solltest Du das diskriminierend OFF TOPIC in Deinem Posting editieren, ändere ichs natürlich auch hier.
Ähem Rudy,

würdest du mich bitte aufklären, an welcher Stelle du dich in diesem Thread von mir beleidigt gefühlt hast? Ich kann's beim besten Willen nicht finden.

Wir sind uns doch über folgendes einig:
- Servozappeln am Boden gibt's nur, wenn "Spiel im Spiel" ist (oder elastische Nachgiebigkeit). Du bestehst allerdings darauf, dass über Spiel in der Anlenkung hier nicht gesprochen werden darf.
- Deine Konstruktion hilft gegen das Spiel im Servogetriebe, sowie gegen das (in diesem Thread nicht vorhandene) Spiel zwischen Servoarm und Anlenkung. Dass das bei dir funktioniert, stelle ich nicht in Frage.
- Ich bin in die Sackgasse gerannt, dass ein Rudermassenausgleich dieses Problem ebenfalls beheben könnte und habe es später selbst als "Quatsch" bezeichnet.

Ach ja: pampig = gereizt, unfreundlich

Nochmal: Wodurch fühlst du dich beleidigt?

Gruß Yeti

Wer im Glashaus sitzt, sollte sich besser im Dunkeln ausziehen!

[ 24. April 2003, 15:21: Beitrag editiert von: Yeti ]
 
Hallo Yeti,
Deine Worte, die Du nicht mehr findest:
Serv(o)us Rudy,

habe es in der Tat ausprobiert, allerdings ohne Erfolg. Das Problem scheint mir jedoch im Servo direkt zu suchen (linkes QR zappelt, rechtes nicht. Beides HS-81, genügend Reibung durch stramm sitzende Gabelköpfe, vernachlässigbares Trägheitsmoment wegen kleiner QR). Und noch eine kleine Bitte: nicht immer gleich pampig werden, wenn mal einer eine andere Meinung vertritt
Ich nehme zur Kenntnis, dass jemanden als "pampig" zu bezeichnen für Dich zum normalen, nicht beleidigenden und nicht diskriminierenden Umgangston gehört. Und wie die Kontrolle gerade ergab,es nicht editiert hast.
Was die Basis für meine ebenfalls folgende Editierung der Antwort auf Deine mich "pampig"-Nennung gewesen wäre.

Deine zum Topic gehörenden fachlichen Postings haben mit der erwähnten Diskriminierung nichts zu tun. Hier "darf" alles geschrieben werden, auch über Gestängespiel.

Ich bringe aus dem Eröffnungsposting in Erinnerung:

Der Hauptgrund:
Das Spiel im Servohebel, verursacht durch Zahnradspiel, Lagerspiel, Abtriebsachsenverformung, Potentiometer-Hysterese und ähnliche lästige - und fertigungstechn. vermeidbare! - "Feinheiten" sogar bei Servos der 100.- Euro Klasse.

Und natürlich auch Spiel im Gestänge, aber das kann man ja eliminieren.

Der Nebengrund:
Das für eine genaue Nachführung und geringe Hysterese wünschenswert enge Totfenster ist für das leider mögliche Servospiel zu eng, sodass das Servo unter bestimmten Bedingungen zu schwingen beginnen kann. UND AUCH KAUM MEHR AUFHÖRT, wenn man es nicht händisch bremst.
Und natürlich auch Spiel im Gestänge, aber das kann man ja eliminieren. Daher glaubte ich Gestängespiel als OFF TOPIC, und das bleibt es auch für mich.

Gruß, R.

[ 25. April 2003, 14:59: Beitrag editiert von: Rudy F. ]
 

Arno Wetzel

Moderator
Teammitglied
So, ihr beiden. Die gegenseitigen Komplimente sind nun hinreichend ausgetauscht und nun will ich nix weiter darüber lesen. :o

Das Thema ist viel zu interessant und ich erwarte, dass der Meinungs-Erfahrungsaustausch in dem Tenor fortgeführt wird, wie er begonnen wurde. :cool:

Wenn ihr euch darüber hinaus etwas persönlich zu sagen habt, dann macht das bitte per Mail und nicht hier.
 
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