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Rumpf aufblasen, Tipps und Tricks.

Laminatorikus

Vereinsmitglied
Hi!

Da hier viel gefragt wird wie das wirklich geht ohne Ausschuss zu bauen möchte ich hier meine Methode vorstellen. Ich hatte auch das Problem das es mir keiner so wirklich sagen wollte, nicht mal die Art des Ballons wollte man verraten, sei großes Geheimniss. Da ich jetzt zwei Jahre in meinem stillen Kämmerchen fröhlich Rümpfe ohne einen einzigen Platzer gebaut habe möchte ich es hier präsentieren.

Egal wie auch immer, ich verwende die 660er Zepellin von Sempettex.

Die Ballons werden aneinander geklebt, die Klebefläche wird mit Aceton leicht gereinigt, zum Verkleben nimmt man ein Rundstab aus Kunststoff, der Kleber ist ein Reifenklebstoff. So kann man sich ein Ballon in etsprechender Länge herstellen und es muss nichts gedehnt werden.

Bilder sagen mehr als tausend Worte, viel Erfolg (auch an die früheren Geheimnisskrämer) ;)

Gruß,
Memo


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Laminatorikus

Vereinsmitglied
Hi!

Du meins den Dummy zum Verkleben?

Die Ballons werden natürlich zum Verkleben am zylindrischen Teil abgeschnitten. Es wird geklebt und der Dummy wir zur nächsten Klebestelle im Ballon geschoben. Am Ende einfach rausholen, das gibt das Ballonmundstück her.

Zum Verkleben, beide Seiten dünn mit Klebstoff bestreichen, 1min ablüften, gut zusammendrücken und weiter geht es. So ein Ballon ist in 15min fertig.

Gruß,
Memo
 
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jonasm

User
Ballons vorher komplett aufpumpen und zwei Ballons übereinander nehmen hilft extrem. Wenn der äußere reißt, dichtet der innere die Stelle wieder ab. Beim Aufpumpen den Druck seeehr langsam erhöhen, dami die Luft in der Form und im Gewebe den Weg nach draußen finden kann.
 

Laminatorikus

Vereinsmitglied
Hi!

Bei dieser Methode ist es nicht nötig den Ballon vorher auf zu blasen, das ist sogar kontraproduktiv da der Ballon dadurch dünner wird und leichter vom Harz angelöst wird. Das kommt von früher als der Ballon nicht lang genug war, das Aufblasen und darausfolgene dünner machen war meistens der Grund für das frühzeitige Versagen.

Gruß,
Memo
 

jonasm

User
Welches Harz löst denn bitte Ballons an? Unsere sind immer einwandfrei rausgegangen. Wir pumpen auf, damit der Ballon sich gleichmäßiger aufbläht, wenn die Form zu ist, so wird verhindert, dass das Gewebe verschoben wird.
 

Eisvogel

User
Welches Harz löst denn bitte Ballons an? Unsere sind immer einwandfrei rausgegangen. Wir pumpen auf, damit der Ballon sich gleichmäßiger aufbläht, wenn die Form zu ist, so wird verhindert, dass das Gewebe verschoben wird.
Daß das Harz den Ballon anfrisst glaub ich auch nicht.
Trotzdem find ich die Methode von Memo super. Vermutlich platzen die Ballons nicht mehr, weil sie nicht so extrem überdehnt werden. Verschieben wird hierbei verhindert, weil der Ballon sich nicht mehr längs, sondern nur noch in die Breite ausdehnen muß, bzw. kann.
 

Laminatorikus

Vereinsmitglied
Hi!

Anlösen ist vielleicht der falsche Begriff, aber es könnte sein das er chemisch beeinflusst wird. Ist natürlich nur eine Vermutung.

Z.B. wenn eine Folie länger mit UV Strahlen bestrahlt wird zerfällt sie in einzelne Stücke, wird sozusagen spröde.

Gruß
Memo
 
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wolfen

User
Hi Memo,
wie bekommst du es hin dass die Oberfläche lunkerfrei ist? Mal werden die Rümpfe bei mir besser mal schlechter, aber Lunker sind immer drin.

Gruß
Wolfen
 

GC

User
Tolle Initiative von Dir Memo!:) Ich bekomme richtig Lust, selber es auch einmal mit so einen Rumpf zu versuchen.

Geheimniskrämerei sollte in unseren Hobby nichts zu suchen haben. Das behindert nur den Fortschritt.

Genauso eine Geheimnis-Krämerei gab es früher beim Akku pushen, bis ich es irgendwann mir selbst erarbeitet und in der FMT veröffentlich habe. Ein anderer Autor hatte vorher Andeutungen übers Pushen unkonkrete Andeutungen gemacht und als ich ihn angeschrieben habe verlangte er von mir (und wohl nicht nur von mir) 35DM für 2 Blatt Papier, auf denen nichts wesentliches stand. Mit Geheimniskrämerei wollen manche recht unsolide Geschäfte machen.
Auf einer Messe habe ich dann noch von einem namhaften Akku-Pusher gehört, wie er zu seinen Kunden sagte, dass die von mir veröffentlichte Methode schön und gut seien, aber anschließend müssen im Nixx-Akku noch die Ionen auf die Elektroden "aufgedampft" werden und dies beherrsche nur er! Das ist aktive Volksverarschung.:D Sorry für dieses Wort.

Ich hoffe, das Beispiel von Memo macht Schule und wir lesen immer mehr über vermeintliche Geheimnisse, die unser Hobby ungemein bereichern!:)
 

Sirow

User
Morgen zusammen,

wieviele Schraubzwingen, und von welcher Größe verwendest du denn bei 5-6 bar, Jan-Henning?!
Und wie ist deine Rumpfform auf der Rückseite verstärkt, dass sich die Schraubzwingen dort nicht direkt ins Material "fressen"?

Ich pumpe meine Rümpfe (X1 und X2) mit 2-2.5 bar auf und nutze ca. 10-12 Schraubzingen (300x120 mm).
2 bar ist glaube ich auch der Druck, den die meisten hier verwenden.
Ich meine mich auch daran erinnern zu können, dass man gar nicht soo viel mehr Druck nehmen soll, da sonst der Harzanteil im Gewebe zu gering wird?!

Wenn ich mehr Druck drauf gebe, dann brauche ich wohl noch deutlich mehr Schraubzwingen und müsste die Rückseite der Rumpfform noch deutlich verstärken.
Entweder müsste ich mir dafür ein Holzbrett anfertigen (z.B. MDF) oder bei der nächsten Form anstatt der 2x 600er Biax mehr Material dort platzieren.
Wobei die Hinterfüllung mit Poraver da vllt auch irgendwann schlapp macht?!

Das Problem mit den Lunkern habe ich übrigens auch immer mal wieder.
Ich habe schon ein paar Rümpfe mit SpreadTow in der Außenlage hinbekommen. In letzter Zeit traten aber immer wieder vermehrt Lunker auf.
Deshalb lege ich als Außenlage nun ein 160er CfK Gewebe rein. Danach dann UD und innen von mir aus auch nen SpreadTow.

Auch beim Harz habe ich schon ein wenig probiert.
Ich dachte, dass ein Harz mit längerer Topfzeit (in meinem Fall 300 Minuten!!) mehr Zeit hat um durch das Gewebe gedrückt zu werden und alle Lunker zu schließen. Leider ergab das auch nicht den gewünschten Erfolg.
Zu viel Harz nehme ich auch immer. Wenn ich das Rausgedrückte Harz auf die Waage lege, kommen meistens 50-80 gr. dabei heraus.

Gruß,
Mirko
 
Ich weiß von einer sehr vertrauten Quelle das sich lunker verhindern lassen,indem man die äußerste Schicht erst leicht angelieren lassen soll. Also erst dünn Harz drauf,dann die vorgetränkte Sicht Schicht und dann erstmal warten. Später dann wie gewohnt alles rein und zu machen.


Sebastian
 
Moin
In meiner F3k Form ist der Hinterbau aus Polymerbeton.habe 7 Flacheisen 15mm oben unten mit M12HV Schrauben,Druck würde auch mehr gehen nur macht mein Schlauch das im Moment nicht mit.
Bei meiner F3J Rumpfform nehm ich auch nur 2 bar
Gruß Jan Henning
 

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Eisvogel

User
Mit was pumpt ihr eigentlich auf? Vakuumpumpe? Kompressor?

Muß die Pumpe durchlaufen oder habt ihr da ein Ventil oder eine Schaltung um den Druck konstant zu halten.
 
Ich nutze eine modifizierte Vakuumpumpe mit Drucktank. Dadurch muss die Pumpe nicht kontinuierlich laufen (springt alle 20min an und läuft 1min höchstens). Druck ist auch über ein Ventil regelbar.


Sebastian
 

GC

User
Ich verstehe von dem Geschäft sehr wenig. Was liegt denn ungefähr solch ein hightech Leichtgewicht?

Bevor ihr einen missglückten entsorgt: Einen zweite Wahl mit Lunkern würde ich für einen Test nehmen.
 

wolfen

User
Ich brauche bis ich die Form (F3b Rumpf) geschlossen habe ca. 3 Stunden. Die äußerste Harzmischung (L285/H285) ist dann schon ziemlich zäh. Beim Druck von 1 - 1,5 Bar kommt dann nicht mehr soviel Pampe raus. Wie macht ihr das? Bin ich einfach zu langsam, aber während der Topfzeit der ersten Mischung schaffe ich keinen ganzen Rumpf zu laminieren. Vielleicht bleiben dadurch auch die Lunker.

Zur Info, ich lackiere nicht in die Form und habe Versuche mit uneingedickten Harz und eingedickten Harz als Deckschicht gemacht. Als erste cfk Lage verwende ich das im Bauvideo vom Simon gezeigte UD134g.

Gruß
Wolfen
 
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