Saito FG 60 Sternmotor

Puko

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Guru hin oder her (du bist keiner;)) in der Anleitung steht ausdrücklich, dass man für den ersten Start einen Starter verwenden soll - was verschiedene Leute hier bestätigen. Die Rede ist von 10 Sekunden!

Nun, wir werden morgen (mit noch mehr Plan!) an die Sache rangehen. Ich denke, wir schaffen das.
 

Puko

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Also, Motor läuft wie ein Uhrwerk - von Hand gestartet.

Gestern war er offenbar einfach versoffen und wir hatten zu wenig Zeit. Jetzt lässt er sich mühelos starten; bei Hauptnadel 1 3/4, Kücken 1/4 offen, Leerlaufnadel auf Werkseinstellung (unbekannt, bisher nicht angerührt), kein spezielles Ansaugen mit geschlossenem Kücken. Zylinder 3 kommt erst bei magerer Einstellung - aber das ist ja bekannt. Zwei Tanks bei bis max. 4000U/min. mit wechselndem Gas laufen lassen. Bin sehr zufrieden und freue mich auf den Einsatz in einem Ultra Stick.

Mit einem herzlichen Dank an meinen "Chef-Mechaniker";)

Gruss
Andreas
 
Hallo Saitofreunde,

@Andreas, wo hast du denn das in der Anleitung gelesen ? Da steht nur: "using a starter is recommended for safety"
Nirgendwo gab es jemals ein Problem diesen Motor von Hand zu starten, auch nicht beim erstenmal :D ,auch bei meinem undichten nicht :p

@Jürgen, wo hast du denn die 2 Fälle her mit Zylinderschäden bei den neuen schwarzen mit den starken Zylindern ? (vielleicht haste nen Link ?)
Bisher liest man nur von den roten und auch etliche von den schwarzen mit den schwächeren Zylindern, auch siehe hier im Thread.

seid gegrüßt,
Hans
 
@Olaf
Einfach bei Aeronaut anrufen und Herr Schneider fragen!! Der ist sehr nett und hilfsbereit, ein Versuch wäre es wert.;)
Hallo Jürgen,

habe deinen Rat befolgt und mit Herr Schneider telefoniert. Die Kupferringe sind bei Saito bestellt, dauert halt 6 - 8 Wochen. Da ich den Motor dieses Jahr eh nicht mehr einsetzen werde kann ich damit Leben.
 

Puko

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@Andreas, wo hast du denn das in der Anleitung gelesen ? Da steht nur: "using a starter is recommended for safety"
Nirgendwo gab es jemals ein Problem diesen Motor von Hand zu starten, auch nicht beim erstenmal :D ,auch bei meinem undichten nicht :p
Hallo Hans,
in der mir vorliegenden Anleitung steht unter "8. Break-in", bei dem achten Punkt: "Apply the electric starter to the prop and activate for about 5-10 seconds to start the engine."

Das ist zwar keine direkte oder ausdrückliche Empfehlung quasi als "muss", indirekt aber schon. Denn weder vor noch nachher wird das Starten von Hand erwähnt.
Auch wird nicht erwähnt, dass genügendes Ansaugen von Sprit bei mit der Hand verschlossenem Ansaugkücken Voraussetzung für einen guten, zügigen Start ist.

Ob es, wie du erwähnst "nirgendwo" Probleme beim Erststart gab, mag ich doch stark bezweifeln! ;)

Nun gut, inzwischen starte auch ich den Motor ohne Probleme per Hand. Voraussetzung oben erwähnt.

Gruss
Andreas
 
Hallo Andreas,

möchte dir nicht zu nahe treten, aber gemeint ist hier natürlich ein berichtetes Problem den Motor von Hand zu starten (bin ja kein Hellseher)
und "genügendes Ansaugen von Sprit" ist für jeden Motor auf der Welt immer eine Voraussetzung wenn er laufen soll. ;)
(dafür gibt es mehrere Methoden, manche haben sogar einen Choke, nicht verwechseln mit Joke ;) )

Was machst du denn wenn dein Motor eingebaut ist ?


@Bert: Obwohl ja nicht verifiziert ist, ob tatsächlich auch schwarze FG60-R3 mit starken Zylindern bereits einen Zylinderschaden hatten gefällt mir der ungleichmässige Lauf der Zylinder generell überhaupt nicht.
Für mich ist dein Kunststoffeinsatz sehr interessant, endlich jemand der das Problem angeht. Wie hast du das gemacht ?

Das wäre ja ein zwingender Grund sich einen 3D-Drucker zuzulegen :cool:

Seid gegrüßt,
Hans
 
Hallo Leute,

@ Olaf,
wegen der Kupferringe müsstest du nicht warten. Neben meinem Eigenbau-Vorschlag (ich war in meinem früheren Berufsleben Feinmechaniker) könntest du für die Abdichtung unter den Schraubenköpfen einfach solange ein Stückchen Papierdichtung nehmen, das bekommst du überall. Das muß dort weder thermisch noch mechanisch etwas aushalten.

@ Hans und MigFritz,
ein 3D-Drucker ist für einen Menschen mit Bezug zur Technik immer gut ! Und für Modellbauer sowieso, ich weis nicht mehr wie ich früher ohne ausgekommen bin :D (also nicht nur im Modellbau, auch in Haus und Hof, Beruf und auch in der Mann tragenden Fliegerei)

Die Konstruktion des Einsatzes mit z.B. 123D von Autodesk (kostenlos) ist einfach: eine flache Scheibe die in die Verteilertrommel passt. Von außen führen drei 'Bohrungen' (mit demselben Innendurchmesser wie die Frischgasrohre an den Zylindern) ins Zentrum. Dort taucht von hinten das Rohr vom Vergaser ein, dieser Durchmesser wird bis 1mm vor die vordere Wandung mit der Ausbuchtung geführt und fertig. (nun kann man noch die Gaswege optimieren etc., macht aber in der Praxis nicht viel aus)

Andererseits: Polyamid sauber und maßhaltig zu drucken ist nicht einfach, es wird aufgeschmolzen sehr 'dünnflüssig'. Ich empfehle einen Drucker mit zwei E3D-Hotends und 0,2mm Düsen (zum wechseln, normal 0,3 oder 0,4), deren thermische Schirmung, Z-Achse mit echter 0,05mm Auflösung, geschlossenem möglichst beheizbarem Druckraum und mit leicht wechselbaren beheizten Druckbetten (ich drucke z.B. PA auf geätztem Sicherheitsglas mit PVA, Anderes auf glattem Glas ohne Haftvermittler, oder Aluplatte oder Captonband ...)

Als 3D-Druck Anfänger bist du erstmal mit dem einfach zu druckenden PLA ausgiebig beschäftigt ... und für vieles ist das gut, aber nicht für einen Verbrennungsmotor (PLA fängt bereits bei ca. 50°C an bei Belastung nachzugeben)

Grüße, Bert
 
Oh ja, möge die Macht der starken Zylinder immer mit uns sein ! :D:D

Darauf will ich mich aber nicht allein verlassen,
was hast du für einen 3D-Drucker, Bert ?
 

Puko

User
Hallo Andreas,

möchte dir nicht zu nahe treten, aber gemeint ist hier natürlich ein berichtetes Problem den Motor von Hand zu starten (bin ja kein Hellseher)
und "genügendes Ansaugen von Sprit" ist für jeden Motor auf der Welt immer eine Voraussetzung wenn er laufen soll. ;)
(dafür gibt es mehrere Methoden, manche haben sogar einen Choke, nicht verwechseln mit Joke ;) )

Was machst du denn wenn dein Motor eingebaut ist ?

Hallo Hans,

"Priming" wahrscheinlich - bin sicher, du hast eine Lösung;)

Aber das ist für mich kein Thema. Ich kauf doch keinen Stern, um ihn dann unter einer Haube zu verstecken!;) Er kommt offen an einen Ultra Stick. So ein gutes Stück will nicht bloss gehört, sondern auch gesehen werden.

Gruss
Andreas
 

Malmedy

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Auch wird nicht erwähnt, dass genügendes Ansaugen von Sprit bei mit der Hand verschlossenem Ansaugkücken Voraussetzung für einen guten, zügigen Start ist.
In der Tat werden die FG's offenbar für E-Starter Anwender entworfen. Es gibt aber andere Möglichkeiten, als das Venturi am Vergaser zuzuhalten, um anzusaugen. Beim FG 60 R3 einfach eine Einwegspritze ohne Kanüle an den Tankentlüftungschlauch ansetzen und den Tank mit etwas (!) Luft beaufschlagen. Das treibt den Sprit zum Vergaser und schon springt auch der kalte Motor spätestens nach dem dritten Anwurversuch von Hand an.
Aber Achtung: Gilt nicht für alle FG's, je nach verwendetem Vergaser muss man unterschidliche Techniken anwenden.

Gruß
Michael
 
Der FG57 und mein FG90 haben einen eingebauten Choke... Juhuuu, muss das Hirn nicht anstrengen:D
Und wenn man ein Vergaser hat, der so etwas nicht hat, muss man sich halt noch genauer und intensiver mit dem Motor beschäftigen!!!
Sorry mich regt das tierisch auf, wenn man als Modellbauer nicht selbst mal nachdenkt....
Aber liegt wohl an mir.... wenn ich so ein "Problem" habe, denk ich drüber nach... sorry mein Fehler...

PS bei meinem FT300 hab ich selbst eine Chokeklappe an den Vergaser gebastelt.... ist leider heutzutage wohl zu viel verlangt?
 

Puko

User
...........Juhuuu, muss das Hirn nicht anstrengen:D
Und wenn man ein Vergaser hat, der so etwas nicht hat, muss man sich halt noch genauer und intensiver mit dem Motor beschäftigen!!!
Sorry mich regt das tierisch auf, wenn man als Modellbauer nicht selbst mal nachdenkt....
Aber liegt wohl an mir.... wenn ich so ein "Problem" habe, denk ich drüber nach... sorry mein Fehler...
PS bei meinem FT300 hab ich selbst eine Chokeklappe an den Vergaser gebastelt.... ist leider heutzutage wohl zu viel verlangt?

Tja, was sagt man denn dazu? Es soll angeblich Modellbauer geben, die noch nicht alles so genau wissen, so wie ich. Und es gibt diejenigen, die alles wissen, oder wenigstens zu wissen glauben. Für einen Austausch dieser Beiden gibt es u.a. dieses tolle Forum.
Solch Sprüche wie oben tragen eigentlich rein gar nichts bei, sind weder sachlich, konstruktiv noch hilfreich und deshalb m.E. sinnlos. Zum Frust ablassen gibt es doch andere Möglichkeiten.

Gruss
Andreas
 
Du hast es nicht verstanden!! Selbst überlegen, probieren, testen, ERFAHRUNG sammeln... Mir egal, lass dir alles vorkauen... :rolleyes: ich bin hier raus!!
 
Hallo Hans,

ich bin übrigens nicht der Erste der die Ansaugung bei diesem Motor geändert hat.
Mit einem Kunsstoffeinsatz geht es eben schnell und günstig.

3D-Drucker wäre hier aber "off-topic".
Bitte schick mir eine PN,

Grüße, Bert
 

MIGFritz

User
Moin zusammen
Das ganze hat mir keine Ruhe gelassen...
Hatte auch immer wieder das Problem, das einer der unteren Zylinder meines FA90R3 sich aus dem Kreis meldet. Und das trotz Glühung. Er kam dann nach Gasgeben zwar wieder, aber schön ist das ja nicht. Das scheint ja bei allen Saitos, Benziner oder Methanoler der Fall zu sein.
Hatte versucht die Saito Ansaugkammer mal auseinander zu nehmen. Ist aber dermaßen fest zusammen, das ich davon abstand genommen hab. Wozu auch, sollte ja ein neues entstehen. Bin dann mal etliche Stunden im Keller verschwunden und hab mir meine eigene Ansaugkammer gefertigt. Bin ehrlich gespannt obs nun wirklich soviel bringt. Der Probelauf steht noch aus.
Rechts ist die alte, danach die neue im offenen Zustand und dann eingebaut.
Gruß
Andreas
 

Anhänge

Hallo zusammen,

wir haben im Verein zwei Saito FG60 Stern und mein Kollege und ich haben null Problem mit starten, auch ohne Chokeklappe.
Wir geben einfach mit einer kleinen Spritze etwa viertel aufgezogen über die Entlüftung etwas Druck auf den Tank.
Vergaser halb auf und Luftschraube ein paarmal durchdrehen, bis man merkt das der Motor Sprit hat.
Man kann das wirklich hören und spüren!
Dann Zündung an und meistens läuft der Motor mit einmal andrehen.
Alles andere ist unnötiger Aufwand.

Gruß Theo
 

Puko

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Hallo Andreas,

bin gespannt auf deinen Probelauf resp. deine Beurteilung/Erfahrung. Ansonsten teile ich die Ansicht von Theo.

Gruss
Andreas
 
Hallo Andreas (MigFritz),

sehr schöne Aluteile ! :)

nur sehe ich auch beim neuen Teil noch eine 'große' Kammer. Die stark unterschiedlichen Durchmesser sind das Problem für das Frischgas auf ihrem Weg zum Zylinder. (laut Rheologie ergibt das Druckunterschiede ...) Und es kann sich immer noch flüssiger Sprit (wenn auch weniger) in der Kammer ansammeln.
Warum machst du die nicht kleiner ?

Deine Flächen sehen sehr gut aus, aber sie müssen auch dicht sein. Eventuell extra abdichten, könnte auch der Grund sein warum deine alte Kammer schwer aufgeht: Dichtmittel (dann möglichst gleichmässig etwas erhitzen ...)

Grüße, Bert
 
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