Saito FG 60 Sternmotor

Naja wenn was raus gekommen wäre, wie geschrieben, normal am Stand montiert und durchgedreht mit der Hand. Raus gekommen. Ist nichts.
 
Dann hat sich das Öl vermutlich in den unteren Zylindern gesammelt..... 30cc ist schon ne gewaltige Menge!!!
So viel Öl ist nicht gesund. Es sollte eigentlich die Teile nur benetzen und dann das meiste wieder auslaufen!!! Es ist klar, dass es an die tiefsten Stellen läuft.
Du hättest den Motor drehen und wenden sollen, dass es sich nicht sammelt und raus kann.....
Hoffe für dich es gab kein Hydroblock oder ähnliches und hat den Motor beschädigt....
 
Also ich habs echt mit Gefühl durchgedreht, es gab keine Blockade oder so. Also keine merkliche und soweit läuft er ja echt gut bis auf das Schwanken der Standgasdrehzahl und das Geräusch beim hin und her Wackeln am Totpunkt eines Zylinders (genaues im Video) . Der wi link ist einfach zum downloaden. Damit landest du meine Handyvideo runter.
 
Das hört sich nicht gut an!!!
Beim drehen von Hand ist vermutlich nix passiert, aber wenn der Motor mit so viel Öl im Kurbelgehäuse lief.....?!?
 
Hab gerade den Zettel nochmal gelesen. Da steht nur Öl da rein, prop drehen und dann Stoppel rauf. Sollte unten bei der Entlüftung was raus kommen, einen Schlauch drauf. Von Motor wenden usw. Steht da nix. Aber mir viel ein, bei der Montage des Motors am Stand wurde er sicher des öfteren gewendet. Das sich das Öl dann wieder gesammelt hat kann ich natürlich nicht ausschließen.

Und das nächste ist, die schreiben, das soll man auch machen wenn der Motor länger stand. Soll man dann das Modell rum wirbeln bevor man den Motor startet?!
Irreführende Beschreibung 😡
 
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Malmedy

User
Ich hatte 2010 einen der ersten FG 60 R3, noch aus Frankreich bezogen, weil's den in D noch gar nicht gab. Da war die originale SAITO-Betriebsanleitung in Englisch dabei. Dort stand das von Dir beschriebene "Ölfluten" nicht drin, auch dieses von Dir hier angehängte Blatt sehe ich heute zum ersten Mal.
Nach Motorschaden (der typische FG 60 Schaden aus der Anfangsserie) habe ich den Motor bei SAITO in Japan instandsetzen lassen und hernach verkauft und 2014 durch den FG 61TS ersetzt, bezogen von Aeronaut. Auch dort war das von Dir abgebildete Blatt zur "letzten Ölung" nicht beigelegt, obwohl das Bild sowohl den FG 60 als auch FG 84/90 und FG 61 beispielhaft zeigt.
Mich würde wirklich die Herkunft dieses Blättchens interessieren! Unpräzise oder irreführend scheint es mir es auf jeden Fall.
 
Naja..... wenn du ehrlich bist, 20 oder gar 30cc Öl ist schon ne Hausnummer!!!
Da ist dann das komplette Gehäuse voll. Das das zu viel ist, sollte klar sein.
Auch wenn da nicht explizit steht es müssen 99% wieder raus, ein mit Öl gefülltes Kurbelgehäuse ist "nicht gesund" :D auch wenn der Zettel doof geschrieben is......
 
Hallo Jürgen,

danke für die Info. Werde ich mal ausprobieren.
Hast Du mit den beiden Erfahrungen, welche für den FG 60 besser geeignet ist?

Gruß Patrick
Hi Patrick,
entschuldige bitte meine verspätete Antwort, also mit der XOAR Scimitar 23x8 drehte mein FG60 5980, aber bei einem Oldtimer ist Vollgas nur beim Start nötig sonst langen doch 1/2 bis 3/4 Gas um seine Runden zu drehen.😉
 
Naja 20ml füllt mit Sicherheit nicht das ganze Kurbelgehäuse, außerdem ist im Motor nichts wirklich dicht, erst das Öl selbst dichtet erst mehr oder weniger.
Ich muss dazu sagen, ich habe anscheinend wieder eine neue Serie bekommen, da ich auf keinem Bild im Internet diesen Ölnippel finden kann, welchen meiner definitiv hat.
 

Malmedy

User
Hallo Dieter,

wenn Du wenig Erfahrung mit Benzinern hast, vielleicht noch ein Tipp, wie man die Motore einstellt: Es wird zuerst ein stabiler und angemessen niedriger Leerlauf mit der L-Schraube eingestellt. Sodann wird, immer noch nur mit der L-Schraube, der Übergang von Leerlauf zu Teillast, also auf ca. 2 - 3 T UpM geprüft, Dabei die Drossel zügig öffnen. Kommt der Übergang stotternd und zögerlich, ist L zu fett, bleibt der Motor stehen oder "röchelt" nach Luft, ist L zu mager. Dabei immer mit der Leerlaufanschlagschraube nachregulieren, damit die gewünschte Leerlaufdrehzahl erhalten bleibt. Erst dann reguliert man mit der H-Schraube die Maximaldrehzahl. Bei evtl. späterem Nachregulieren der L-Schraube ist zu berücksichtigen ist, dass sich L- und H-Einstellung zum Teil gegenseitig beeinflussen, weil die L-Düse bis weit in den Vollastbereich hinein wesentlich zur Gemischbildung beiträgt. Jede Änderung an der L-Düse hat also auch Auswirkungen auf den Volllastbereicht. Wird später die L fetter gedreht, kann man u.U. die H etwas magerer drehen und umgekehrt. Und alles immer in ganz kleinen Schritten und nie an beiden Schrauben gleichzeitig drehen, sonst weiß man hinterher nicht mehr, welche Änderung was bewirkt hat.

Grüße
Michael

P.S.: Wenn ich damit Eulen nach Athen getragen habe - sorry, war nicht so gemeint!
 
Zuletzt bearbeitet:

Malmedy

User
Naja 20ml füllt mit Sicherheit nicht das ganze Kurbelgehäuse, außerdem ist im Motor nichts wirklich dicht, erst das Öl selbst dichtet erst mehr oder weniger.
Ich muss dazu sagen, ich habe anscheinend wieder eine neue Serie bekommen, da ich auf keinem Bild im Internet diesen Ölnippel finden kann, welchen meiner definitiv hat.
Dieser Nippel ist tatsächlich neu und offensichtlich nur zum Zweck der Ölinjektion vorgesehen. Mein FG 61 von 2014 hat den auch nicht, der FG 60 von 2010 sowieso nicht.
 

Peng

User
Hi Patrick,
entschuldige bitte meine verspätete Antwort, also mit der XOAR Scimitar 23x8 drehte mein FG60 5980, aber bei einem Oldtimer ist Vollgas nur beim Start nötig sonst langen doch 1/2 bis 3/4 Gas um seine Runden zu drehen.😉
Hallo Jürgen,

danke, das war genau die Info, welche ich benötigt habe. Ich wollte eh eine maximale Drehzahl von 6000 U/min haben.

Freundliche Grüße

Patrick
 
Hallo Dieter,

wenn Du wenig Erfahrung mit Benzinern hast, vielleicht noch ein Tipp, wie man die Motore einstellt: Es wird zuerst ein stabiler und angemessen niedriger Leerlauf mit der L-Schraube eingestellt. Sodann wird, immer noch nur mit der L-Schraube, der Übergang von Leerlauf zu Teillast, also auf ca. 2 - 3 T UpM geprüft, Dabei die Drossel zügig öffnen. Kommt der Übergang stotternd und zögerlich, ist L zu fett, bleibt der Motor stehen oder "röchelt" nach Luft, ist L zu mager. Dabei immer mit der Leerlaufanschlagschraube nachregulieren, damit die gewünschte Leerlaufdrehzahl erhalten bleibt. Erst dann reguliert man mit der H-Schraube die Maximaldrehzahl. Bei evtl. späterem Nachregulieren der L-Schraube ist zu berücksichtigen ist, dass sich L- und H-Einstellung zum Teil gegenseitig beeinflussen, weil die L-Düse bis weit in den Vollastbereich hinein wesentlich zur Gemischbildung beiträgt. Jede Änderung an der L-Düse hat also auch Auswirkungen auf den Volllastbereicht. Wird später die L fetter gedreht, kann man u.U. die H etwas magerer drehen und umgekehrt. Und alles immer in ganz kleinen Schritten und nie an beiden Schrauben gleichzeitig drehen, sonst weiß man hinterher nicht mehr, welche Änderung was bewirkt hat.

Grüße
Michael

P.S.: Wenn ich damit Eulen nach Athen getragen habe - sorry, war nicht so gemeint!
Hallo Michael,

Danke für die ausführliche Anleitung, soweit alles bekannt.
Mein eigentliches Problem ist nicht die Einstellung, vielmehr das seltsame Geräusch.
Der Motor ist nun wieder am Rückweg zur Überprüfung, mal sehen was dabei raus kommt.

Grüße
Dieter
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo

Aus der Anleitung von Aeronaut. Man muss sich vor Augen führen das der Motor im Versand trocken
von Saito kommt. Deshalb diese Ölmenge zum einfüllen und den Motor wenden damit an jede Schmierstelle
auch genug Öl gelangt. Wenn dann der Motor in Betriebslage verharrt läuft das überschüssige Öl unten am Nippel wieder aus
dem Motor bzw wird bei Durchdrehen ausgeworfen. Das Lager im Mutterpleuel ist halt eine Buchse und wenn da nicht genügend
Öl ist frist das Lager umgehen bzw schleichend bei den ersten Umdrehungen.
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hier weitere Tipps zum ersten Start

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Wir haben einen FG90R3 am Wocheende einlaufen lassen klappte hervorragend ist jetzt kein FG60 aber ebenso aufgebaut.
Auch die zwei Nippel sind am Motor. Wir haben zusätzlich mit einem Infrarottempmessgerät die Zylinder überwacht.
Was auch tötlich sein kann in den ersten Minuten den Motor hochdrehen lassen oder den Tank leerfahren da dreht der
Motor bestimmt hoch und magert ab.
Ich denke wenn bei Aeronaut festgestellt wird das die Buchse gefressen hat gibt es Probleme wegen Kulanz/Garantie.

Gruß Bernd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Bernd,
Gemacht genau wie beschrieben.. er hat auch bei den ersten zwei Tanks nicht mehr als 2500 RPM gesehen und das mit fetter Einstellung.
Ebenso haben wir mit einer Thermokamera die Zylinder durchgehend überwacht.

Grüße
Dieter
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Dieter
Dann alles richtig gemacht ist der Motor über Aeronaut gekommen oder aus Österreich?
Übrigens der 90er hat auch diesen Ölnippel älter Motoren hatten den nicht.

Gruß Bernd
 
Hallo Dieter
Dann alles richtig gemacht ist der Motor über Aeronaut gekommen oder aus Österreich?
Übrigens der 90er hat auch diesen Ölnippel älter Motoren hatten den nicht.

Gruß Bernd
Also der Motor wurde bei DMT in Ö gekauft allerdings kam er ursprünglich von Aeronaut, es war auch am Karton der Produkt und Firmenaufkleber von Aeronaut. Grüße
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hi
Dann könnte er ja schnell wieder da sein Lindinger importiert glaube ich direkt aus Japan
und schickt die Retouren da auch hin.

Gruß Bernd
 
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