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Samurai - ein ambitioniertes Eigenbauprojekt

Hallo zusammen,

sehr informativer Bericht soweit - Kompliment!

Drei Fragen zu Eurem Vergussmaterial:
- was sind die Kosten für das verwendete CC6507 - Ich gehe davon aus dass man pro dm³ bezahlt?
- da es sich um einen PU Verguss (rel. hoher Schrumpf/Eigenspannungen im Vgl. zu Epoxy) handelt und kein Stahlunterbau verwendet
wurde, die Frage ob Ihr nach dem Fräsen einen Verzug feststellen konntet? (hat sich die platte zur Banane gebogen?)
- habt Ihr Lufteinschlüsse bemerkt?

Gruss und weiter so!

Alex
 
Hallo Alex,

bei den relativ kleinen Leitwerksformen war nach dem Fräsen keinerlei Verzug feststellbar. Wir sind aber bei den großen Formen (insbesondere bei den Flächenformen) darauf vorbereitet (evtl. zwei Arbeitsgänge Schruppen/Schlichten, Gegenkontur fräsen und Gegenzüge auf der Rückseite).

Wir hatten bisher zwei winzige Bläschen (Nadelspitzengröße) feststellen können. Diese sind aber so klein dass sie fast nicht sichtbar sind.

Die Preise berechnen sich nach Gewicht und liegen umgerechnet auf das Volumen bei ca. 10,-- Euro pro Liter.
 

Segelflieger

Vereinsmitglied
Schleifen macht glücklich!

Schleifen macht glücklich!

Zwischendurch mal wieder ein paar Neuigkeiten:

Mit unseren Fräsergebnissen sind wir mittlerweile hochzufrieden. Zwar spielt uns die Frässoftware ab und zu noch einen Streich, aber auch diese "Kinderkrankheiten" bekommen wir zusehends in den Griff.

Da wir ja beim Fräsen keine Eile haben, liefern uns die gewählten Fräsparameter bereits recht genaue Ergebnisse.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist jedoch das Thema Schleifen. Bei den ersten Frästeilen haben wir die Schleifarbeiten im Übereifer zunächst noch etwas unkoordiniert vollzogen, d.h. jeder hat sich ein Teil geschnappt und geschliffen. Dabei hat sich sozusagen eine Art Wettbewerb der Teammitglieder ergeben.....wer liefert das beste Resultat ab. Schnell haben wir jedoch realisiert, daß wir so niemals zu einheitlichen (=perfekten) Ergebnissen kommen.

Kurzerhand haben wir daher die bereits geschliffenen Formen noch einmal unter die Fräse gelegt und komplett neu gefräst. Dann haben Christian und ich einen "Schleif- und Polierplan" entwickelt und konsequent umgesetzt.

Gestern abend haben wir die ersten Teile streng nach Schleifplan bearbeitet (in mehreren Stufen bis zum 2000er Naßschliff) und siehe da, das Ergebnis ist reproduzierbar und durchweg begeisternd. Jetzt noch polieren, dann ist die Speckglanzoberfläche perfekt.....:)

Da ja noch viele weitere Frästeile folgen werden, haben wir den Schleifplan in einer Arbeitsanweisung niedergeschrieben. Hört sich vielleicht bürokratisch an, erscheint uns aber nach den gemachten Erfahrungen unerlässlich um zu gleichbleibend hochwertigen Ergebnissen zu kommen.

Ein regelrechtes Hochgefühl stellt sich ein, wenn man nach langer Schleifarbeit (ca. 5 Stunden für eine Höhenleitwerksform) das makellose Teil in Händen hält.

Kaum zu glauben, aber Schleifen macht glücklich.... :)
 
An dem Schleifplan hätte ich großes Interesse!
Ich werde in ein paar Wochen ebenfalls eine Leitwerksform aus PUR fräsen und würde mich freuen von euren Erfahrungen zu lernen.
 

Segelflieger

Vereinsmitglied
Schleifen

Schleifen

Angesichts der überraschend vielen Fragen die zum Thema Schleifen per PN oder Mail bei mir eingehen:

Beim nächsten Formteil werden wir eine Bilderdokumentation unserer Vorgehensweise erstellen und dann hier einstellen. Habt bitte noch etwas Geduld.
 
Tolles projekt

Tolles projekt

Hi Rudi

tolles Projekt und es heisst ja nicht umsonst: "Gut Ding will Weile haben", also last euch nicht entmutigen;)

Die Miesmachsprueche einiger wenige hier beweisen doch nur das diejenigen wenig (bzw keine) Ahnung haben.

Gruss
Thomas
 

Arne

User
Hi Rudi,

sehr schön geschrieben. Manchmal kommt man doch ins Grübeln, mal die ignore-Funktion zu nutzen ;)
Weiter viel Erfolg mit eurem tollen Projekt

******* vorsichtig mit deinem Ton Arne. Gregor

Gruß Arne
 
Segelflieger schrieb:
....

Kaum zu glauben, aber Schleifen macht glücklich.... :)
Also DAS halte ich für ein Gerücht!!! :eek:

Der wahre und bereits schleifstaubgeplagte Schleifer weiß:
das Ergebnis macht glücklich! :D

;)

Haut rein Jungs, ihr macht das echt klasse! :)

Oh! Fast vergessen: ich würd gern wissen, was ihr als "Schleifklotz" benutzt, da es sich ja um eine "organisch-komplexe" und überdies auch noch konkave Oberfläche handelt. Speziell, wenn man sich den teilweise engen "Ecken" nähert, hat man - nein, hätte ich! - Probleme, dieselbe Qualität bez. Auflage, Schleifdruck und damit gleichmäßigem Materialabtrag aufrecht zu halten.
Denn so wie es einen Unterschied macht, wer da schleift, ist es auch ein Unterschied, wo man grad schleift, bzw. wie die Geometrie beschaffen ist, die man gerade zu glätten versucht. Als alter Metaller weiß ich, wie schnell man die allertollsten Fantasien in eine gerade Fläche eingearbeitet hat, obwohl man hätte schwören können, dass man doch absolut gerade gearbeitet hatte! Janeeissklaaa... :D
Janu, und nun soll man mit derselben Präzision eine organische und nicht zu kontrollierende Form perfekt glätten?

Bitte erleuchtet mich! Wie macht ihr das? :confused:
 

Ticmic

User
Guido kann sich voll in unsere Arbeit hineinfühlen - klasse zum Ausdruck gebracht - thanx!

An diesem Teil habe ich schleifen geübt - 2qm Fläche in Kohle - gnadenlos.


IMGP0263 [800x600].JPG


Wie es effektiv, kontrollierbar und damit recht schnell geht werden wir noch berichten wenn wir Rumpf und Flächen schleifen.
Wir haben beim HLW zu wenig Bilder gemacht.
 

Ticmic

User
Hallo Zusammen,

nun in den trüben Jahreszeiten ein Highlight:

Unsere erste Form ist fertig - seht selbst:

Form2 [1024x768].jpg

Jetzt wollen wir zügig durchziehen damit nächstes Jahr schon die ersten Samurai's in die Lüfte kommen ..
 
:eek:

Seeeehr sauber, meine Herren, Respekt! :)
 
Hallo Christian,

die Formen sehen schon auf dem Foto toll aus!!!

Ich habe einige Erfahrung mit Finisharbeiten
vor allem bei Original-Segelflugzeugen und dabei
bereits zwei Flugzeuge komplett allein grundüberholt
- da lernt man das Schleifen erst so richtig schätzen.....

Bei gekrümmten Flächen verwende ich zum Schleifen
gerne Conticell-Platten,
wie sie als Stützstoff im Segelflugzeugbau verwendet werden.
Die Platten gibt es in verschiedenen Stärken 3mm, 5mm, 8mm ...
und können mit dem Cuttermesser leicht geschnitten werden.
Man legt das Naßschleifpapier um den ´Klotz´ aus Conticell und kann
damit sehr gut gewölbte Flächen schleifen, da das Material
elastisch, nicht wasserausaugend und vor allem sehr schön plan
ist.
Probiert´s mal aus!

Gruß Hansjörg
 

Ticmic

User
Hallo Hansjörg,

danke für den Tipp - klasse :cool: Wir probieren das gerne mal aus.

Wo bekommst Du das Conticell ?

Zum Naßschleifpapier:
Gibt es da nur das Papier oder auch Leinen in 1000er - 2000er ? Wenn ja woher das Leinen ?

Papier ist meines Erachtens nicht so geschmeidig wie ein Leinen.
 
Hallo Christian,

Conticell bekommst du wahrscheinlich am einfachsten bei Schempp-Hirth
in Kirchheim-Teck oder bei einem LTB. (Storz, Sebald, Streifeneder...)
Leinenschleifmittel gibt es auch in den unterschiedlichsten Körnungen
....bis 12000 - dann müßt ihr aber euren Jahresurlaub einplanen ;-)
Körnung 2000 reicht eigentlich gut aus, um eine entsprechende Oberfläche
zu bekommen. Ins Wasser ein paar Tropfen Spüli beimischen hilft auch.
Ich habe einmal ziemlich verkratzte Haube einer DG 400 komplett mit
Micromesh bis Körnung 4000 geschliffen und poliert. Ist zwar eine ziemliche
Geduldsarbeit, geht aber und sieht danach aus wie neu.
Zum Schleifleinen im google micromesh eingeben, dann bekommst du
die entsprechenden Infos z.B. bei
http://www.feinewerkzeuge.de/schleifen.htm

Gruß Hansjörg
 
Noch als Ergänzung:
Zu den Micromesh-Produkten gibt es einen speziellen
Schleifklotz aus Kautschuk, mit dem man auch sehr gut
an gewölbten Flächen arbeiten kann.

Gruß Hansjörg
 
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