Satis 2 von KHK

Hallo Zusammen,

kennt einer das oben erwähnte Modell oder hat es ggf. sogar schon gebaut und geflogen ?

Wenn ja, würde mich die Motorisierung, die Ihr gewählt habt, interessieren, ebenso wie die Flugeigenschaften.

Das Modell wird mit einem Gewicht ab 3,6 kg angegeben, und der ZG 20 mit oder ohne Reso wird als Motorisierung favorisiert.

Welche Gewichte habt Ihr so realisiert ?

Sollte jemand das gute Stück schon länger im Gebrauch haben, so würde mich natürlich auch der jetzige Zustand / bisherige Nachbesserungen interessieren.

So jetzt aber genug - velen Dank an Alle, die etwas schreiben

Gruss
Frank
 
Hallo,

ich habe ihn zwar noch nicht, möchte mir den Flieger als Kunstflugtrainer zulegen. Geplant ist ein 20ccm Webra mit Pumpe und Stükerjürgen-Dämpfer.

Das Flugzeug ist solide konstruiert und man muss selber bauen, d. h. etwaigen Murks kann man nicht auf die armen Arbeiter in China schieben.

Zu Deiner Frage: Ich vermute mit ZG 20 und ggf. Resorohr 4,3 - 4,5 kg.
Schick Fa. KHK eine E-Mail, die dürften Dir konkrete Angaben dazu machen.

Gruß

Peter
 
Hallo Little Janni,


danke für Deine Antwort, die ich leider jetzt erst beantworte - war ein paar Tage in der Rhön zum Fliegen !

Habe KHK schon angeschrieben, die haben aber leider Ferien, so muss ich auf die Antwort noch warten.

Lass Du mich doch bitte wissen, wie Du auf den Flieger gekommen bist (Empfehlung, selber erlebt, etc.), und welches Training Du damit absolvieren willst.

Frage deshalb so explizit, weil KHK in den Einstelltabellen auch Werte für das 3D Fliegen angibt.
Der Flieger schaut aber irgendwie nicht danach aus - weisst Du da mehr...?




Danke und Gruss
Frank
 
KHK

KHK

Hallo Jan,
off Topik on "also wir in Deutschland bauen unsere Modelle ohne Frühstüksgouda" off Topik off

Spass beiseite, wenn der Kalli ( KHK ) 3,8kg angibt ist mit sicherheit davon auszugehen, dass das Modell mit dem empfohlenem Zubehör dieses Gewicht auch zu realisieren ist, der Kali weiß schon was er da baut......und hat dieses auch vor Serienreife mehr als ausgibig getestet.

Das macht der bei jedem seiner angebotenen Baukästen so, zu den Baukästen kann ich nur sagen: absolut perfekte CNC-verarbeitung mit top Zubehör und zu absolut fairen Preisen.

P.S.: auch am telefon immer zu jeder Frage sehr behilflich, kenn ich aus eigener Erfahrung )

Gruß arnd
 
Baubericht

Baubericht

Hallo allerseits,
auf der Suche nach einem Bausatz für ein mittelgroßes Kunstflugmodell bin ich auf den Satis 2 gestossen. Die Idee war, ein Modell mit überschaubarem Aufwand selbst zu bauen. Da weiß man wenigstens, wer die Verklebungen verpfuscht hat und kann individuelle Anpassungen vornehmen.

Am Satis gefiel mir auch, dass der ZG 20 mit Resorohr vorgesehen ist und Motorhalterung etc. vorbereitet sind. Gegenüber Elektro- oder Methanolantrieb (bei einem Modell dieser Größe von 1,8m Spannweite) garantiert das niedrige Betriebskosten und einfaches Handling. Das komplette Set mit RC_ Einbau, Motor, Zündung, Resorohr kostet (Stand 2010) 720,00 €. Es fehlen Tank, Zündakku, Luftschraube und Elektronik.

Was sich fräsen lässt, ist als Frästeil in guter Holzqualität und Passung beigefügt. Leisten, Beplankung und Hellingteile für Flügel und Herstellung der Leitwerksrandbögen in Mehrschichttechnik (2mm Balsastreifen lammelliert) sind ebenfalls dabei. Eine komplette Zeichnung fehlt, dafür ist eine ausführliche Bauanleitung mit sehr guter Stückliste dabei. Nur die Bilder waren sehr schlecht gedruckt. Die Pdf der Homepage von KHK sind etwas besser.

Die Baugeschwindigkeit hängt von der eigenen Bauerfahrung ab. Wer noch nicht so oft mit Holz gebaut hat, wird einfach länger überlegen müssen. Die Anleitung könnte etwas ausführlicher sein.

Die Konstruktion ist sehr gut durchdacht und narrensicher. Der Rumpf wird auf dem Rücken auf einer Gerüstplatte mit gefrästen Spanten und Seitenteilen aufgebaut. Das kann nicht schief gehen (wörtlich gemeint). Für den Flügel sind Hellingbretter beigefügt, in deren Schlitze die Rippen mit Füßen eingesteckt werden. Auch kein Akt. Unseren jetzigen Baustand dokumentieren die Fotos. Bisher haben wir keine Fehler in der Konstruktion gefunden und hatten weder Anlass etwas zu verstärken oder weg zu lassen. Mir macht der Bau richtig Spaß, viel mehr als ARF,
Stefan
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Hallo,

ich fliege auch den Satis, allerdings elektrisch.
Motor Turnigy 5065
8S 5000er
100Ah Regler
Luftschraube 16x8

geht etwas besser als mit einem ZG 20.

Wir haben damals 6 Stück gebaut und wie schon geschrieben, null Probleme beim Bau.
Ich kann allerdings über die 3D Qualitäten persönlich nichts sagen, da ich diesen Flugstil nicht mag, kenne aber welche, die den Satis im 3D Modus betreiben:D
Zur Bespannung habe ich Folienreste genommen, daher die bunte Farbgebung.

DSC06771.JPG

Christian
 
Flügelbau

Flügelbau

Hallo,
bis zum Bespannen sind wir noch nicht gekommen. Hier noch zwei Bilder vom Flügelbau. Zwischen den Fotos liegen ca. 20 Minuten. Man kann das, ich nenne es Rasterbrett, sehen, in das die Rippen gesteckt werden.

Zum Beplanken sind übrigens Styroporhalbschalen bzw. Negative dabei, die für eine verzugsfreie Anpressung sorgen,
Stefan
 

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Rumpf und Motordom

Rumpf und Motordom

Hallo allerseits
hier zwei Bilder von Rumpf und Motordom. Für den ZG 20 mit Resorohr wird ein angepasster Motorspant geliefert, der auch die Zündung und das Drosselservo berücksichtigt. Die Frästeile für den Motordom sind so verzapft, dass man sie nur richtig zusammenbauen kann. Das gilt übrigens auch für alle anderen Frästeile. So etwas nenne ich gutes CAD. Den Motordom habe ich gleich mit Laminierharz verklebt und von innen mit 108er Glas Köpergewebe ausgeschlagen. Das bedraf etwas Geduld, bis alle Ecken blasenfrei angetupft sind. Eine Kehle aus angedicktem Harz hilft.
Der Flügel ist inzwischen auch fast rohbaufertig. Bei moderatem Basteleinsatz dauert es drei Wochenenden.
IMG_1710web.jpgIMG_1711web.jpg
Stefan
 
Flügel

Flügel

Hallo allerseits,
auch am Flügel geht es weiter. Wenn man etwas Platz in der Werkstatt hat, kann man parallel arbeiten. Die Trocknungszeiten des, von mir bevorzugten Weißleim sind dann kein Problem.

Die Beplankung ist dank der Styroporflügelschalen schnell und einfach erledigt. Zwei Dinge habe ich am Flügel geändert.

- Der Holmgurt ist eine 5*10mm Balsaleiste. Der Holmsteg aus Balsa wird als "Doppel-T" stumpf dazwischen geklebt. Die Teile sind passgenau vorbereitet und senkrecht gemasert. Wahrscheinlich hält das alles aus. Ich habe trotzdem vier Rippenfelder zusätzlich von der Seite mit 2mm Balsa senkrecht verkastet, an der Wurzelrippe und am Ende der Steckung beidseitig. Die Arbeit habe ich nach der Beplankung der Unterseite erledigt Das Mehrgewicht dürfte sich in Grenzen halten und ich fühle mich wohler.
- Den Randbogen habe ich mit der Dekupiersäge entlang der Konturen der Sperrholz- Mittellage ausgesägt. Das spart ca. 2 * 10g Gewicht, was ich am Flügelende schon für relevant halte. Massenträgheit ist eben alles.
Eine Flügelhälfte wiegt rohbaufertig 285g. Mit Servo, Anlenkung, Ruderhorn, Scharnieren und Bügelfolie erwarte ich ein Gewicht / Flügelhälfte unter 400g.

Auf den Bildern verklebt die Nasenleiste mit dem Flügel und das Querruder mit der vorderen Abschlussleiste.
Stefan
 

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Satis 2 und Schleppkupplung

Satis 2 und Schleppkupplung

Hallo allerseits,

über Sinn und ZWeck einer Schleppkupplung an einem Kunstflugzeug kann man sich streiten. Wir haben uns dafür entschieden. Da der Rumpfrücken ein Sandwich aus Styropor und Balsa ist (als superleichtes Fertigteil im Baukasten), in den ich keine Kraft einleiten möchte, habe ich eine selbsttragende Konstruktion gewählt. Leider habe ich bei der Positionierung die Überlappung der Haube nicht bedacht, mal sehen, wie ich das Problem löse. Das Mehrgewicht liegt bisher bei 27g. Servo und Gestänge kommen noch dazu, insgesamt ca. 70- 80g.

Mal sehen, wie viel der ZG 20 ziehen kann.

Stefan
 

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Motoreinbau und Leitwerk

Motoreinbau und Leitwerk

Hallo allerseits,
Urlaub in den Osterferien und das bessere Wetter haben uns etwas ausgebremst. Aber es geht weiter. Wir haben den Motor eingebaut und sind den KHK Vorgaben gefolgt. Dann muss der Ansaugtrichter durch ein Loch in der Motorhaube geführt werden. Das ist optisch nicht so schön und vielleicht wird der Antrieb dadurch laut(er), wir werden sehen. Wenn wir es noch einmal machen würden, käme ein Einbau mit Vergaserumlenkung (-krümmer) und TC Motorträger, wie auf der homepage von Toni Clark beschrieben in Betracht. Dann müßte der Motordom geändert werden, was sicher kein Problem ist.

Wir lassen es erst einmal so. Praktisch daran ist, dass man zum Choken nur den Trichter zuhalten muss. Der Gaszug ist aus 2mm GFK Stab (nicht im Baukasten enthalten) und verläuft gradlinig zum Gasservo, welches im Rumpf vor der Steckung eingebaut ist. Das Zündkabel wird noch gekürzt.

Den Leitwerksübergang haben wir nicht mit einem Balsaklotz sondern mit Rohacell 71 geformt. Ist leichter und schneller zu bearbeiten. Ob das Gewicht eine Rolle spielt? Wir bauen zwei Höhenruderservos am Heck ein, da ist etwas Gewichtsersparnis vielleicht nicht schlecht. Man soll auch bei größeren Fliegern kleine Ersparnisse nicht unterschätzen.

Den Resorohrtunnel haben wir mit 54er Glasgewebe auslaminiert.

StefanLeitwerksübergang.JPGMotoreinbau1.JPG
 
Querruder Verstärkung

Querruder Verstärkung

Hallo,
wir haben etwas weiter gebaut. Die Querruder erschienen unbespannt etwas weich, also zu wenig verdrehsteif. Obwohl eine gute Bespannfolie, in unserem Fall Oracover (R) Einiges an Festigkeit bringt, wollte wir es nicht darauf ankommen lassen. Wir haben in die ersten offenen Rippenfelder diagonale Rippen eingefügt. Das wäre vor der Beplankung viel einfacher gewesen, geht aber auch nachträglich. So sind die Qerruder sehr verdrehsteif, was durch die Bespannung noch besser geworden ist. Das Mehrgewicht liegt bei wenigen Gramm, ist also zu verschmerzen. Besser als unpräzises Fliegen oder Flattern. Herr Klotzbach dazu auf der ProWing: Kann man, ist auch nicht schlecht, muss man aber nicht.

Ein schönes Desigen zu bügeln dauert lange, aber die Sache nähert sich ihrem Ende. Wir berichten,
Stefan und Paul
 

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Schwerpunkt

Schwerpunkt

Hallo allerseits,
inzwischen sind wir so weit, dass der Satis 2 ausgewogen werden kann. Er ist mit dem ZG 20 und Resorohr vollkommen kopflastig. Trotz Empfängerakku hinter der Kabinenhaube und zurück verlegtem Gasservo hätten wir ca. 110g Trimmballast an das Heck schrauben müssen. Das war uns zu viel. Eine Überprüfung des Schwerpunktes mit WinLaengs4 ergab, dass die Angaben von KHK (185 -195mm hinter der Nasenleiste) genau passen. Nichts für ungut. Die Überprüfung war kein Mißtrauen gegenüber dem Hersteller sondern bei mir Routine. Wir haben daher kurzerhand den Flügel 35mm nach vorn verlegt. Neue Bohrungen für die Flügelstifte und eine neue Hülse für das Verbinderrohr aus Glasgewebeschlauch waren schnell gemacht. Die Proportionen sind noch stimmig. Mehr Leitwerkshebelarm hat noch nie geschadet. Wie sich das im Kunstflug auswirkt, werden wir sehen.

Wir haben nach Vorgabe gebaut, nur die Füllklötze am Seitenleitwerk sind durch Rohacell ersetzt. Das macht allenfalls 15g aus. Das Höhenruder ist mit zwei 16mm Servos angelenkt. Die Schleppkupplung (s.o) sitzt natürlich auch hinter dem Schwerpunkt.

Uns würde Eure Meinung bzw. Erfahrung interessieren,
Stefan

Steckung1.jpgSteckung 2.jpg
 
Erste Flugerfahrungen

Erste Flugerfahrungen

Hallo allerseits,

unser Satis 2 fliegt! Mit Schleppkupplung und halb vollem Tank, einem 2100er Lipo als Empfängerstromversorgung und einem 1S/1400 Lipo für die Zündung, ohne jedes Trimmblei wiegt das Flugzeug genau 5 kg. Ca. 4.750 g leer sind mit dem ZG20 zu erreichen, weniger erscheint unrealistisch. Das macht aber auch nichts, denn für normalen Kunstflug bietet der ZG20 mehr als genug Leistung, auch wenn er noch nicht eingelaufen ist. Anspringen und Lauf des ZG 20 ist sehr gut. Nur in den Aufwärtsfiguren bleibt der Motor gelegentlich noch stehen, mit der Menz 18*8 Zoll noch eher als mit der 17*6 (die 18*8 war eine Verlegenheitslösung, weil ich bei der zweiten Landung dank eines losgerappelten Rades Bruch gemacht habe (siehe Bild, bei der Landung fiel das Rad dann ganz ab und ohne Rad rollt es sich und wir keine Ersatzlatte hatten). Vermutlich läuft der Motor zu mager. Ansonsten sind wir mit der Motorisierung sehr zufrieden! Aufgrund der Proportionen dürfte ein E-Antrieb mit leichterem Motor ebenfalls gut gehen. Wir finden einen Benziner in dieser Größenklasse jedoch nach wie vor einfacher. Der Klang des Resorohrs ist übrigens durchaus angenehm. Lärmmessungen stehen noch aus, sollten aber kein Problem machen.

Der Schwerpunkt passt dank vorverlegtem Flügel (s.o.) ohne Blei. Bezogen auf die Flügelwurzel sind 180mm 185mm ein guter Wert. Das Modell geht sehr sauber durch die Figuren und fliegt sehr ausgewogen und sicher. Es vermittelt dem Piloten ein gutes Gefühl. Damit ist der Satis 2 ein guter Einstieg in den Kunstflug mit größeren Modellen. Mehr können wir nicht sagen, da die Kunstflugerprobung noch aussteht. Dazu könnten Leute, die mehr vom Kunstflug verstehen, eine Bewertung abgeben.

Wir sind rundum zufrieden. Wer anstatt ARF ein eigenes Modell, "mit seiner Hände Arbeit" bauen will, ist bei KHK bestens aufgehoben. Uns vermittelt das ein Gefühl der Zufriedenheit, welches ein gekauftes Fertigmodell nicht bieten kann. Zugegeben, einen Winter sollte man bei normaler Baugeschwindigkeit schon einplanen.

Euer Stefan und Paul
 

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Weitere Erfahrungen

Weitere Erfahrungen

Hallo allerseits,
unsere Erfahrungen sind weiter gut. Ca. 4 Liter sind durch den Vergaser des ZG 20 geflossen. Der Verzicht auf den Ansaugtrichter und die Ansaugung der Luft aus der Motorhaube haben sich nicht negativ ausgewirkt. Ebenso passen Schwerpunkt und der vorverlegte Flügel. Der Antrieb hat mehr als genug Leistung für normalen Kunstflug. Noch ist der ZG nicht ganz eingelaufen und wird mit 1/4o betrieben. Da ist sicher noch mehr Leistung vorhanden. Für 3D müsste es auch reichen, wobei der Satis II optisch dafür nicht gemacht ist.
Euer Paul und Stefan

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