C-J-S

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Es gibt was Neues von Arthobby (siehe hier) - und nach vier Wochen Lieferzeit (Hr. Zeller hat 4-6 Wochen versprochenen) liegt seit wenigen Tagen der Bausatz bei mir im Bastelzimmer:

Scalar_001.jpg


Mit meinen 100% positiven Erfahrungen mit Arthobby-Modellen - nach Bau der Silent-E vor 2 Jahren und der Odyssey letztes Jahr - kommt mir dieses Modell genau recht!
Ich will eh lieber etwas größeres Spielzeug mit 3-4m als was mit 1,5-2,5m ... also Wunsch war so etwas wie die Silent-E, aber halt noch größer...


Viele bewährte Arthobby Konstruktionsanteile wurden beibehalten:
  • Fläche in Styro mit 0,6mm Schwarzpappel-Furnier beplankt - dazwischen etwas Gewebe
  • stehender Holz/CFK-Holm und dreiteilige Fläche (kaum Gewicht durch Steckungssysteme o.ä)
  • GFK/CFK Rumpfvorderteil
  • CFK Ausleger für den Rumpf hinten
Entgegen den bekannten anderen Arthobby Seglern gibt es m.E. sechs gravierende Änderungen:
  • Höhenleitwerk mit deutlich größerer Spannweite und aus CFK
  • Seitenleitwerk aus CFK mit voll uneleganter Geometrie (das hätte mich fast vom Kauf abgehalten!)
  • in Relation zur Spannweite deutlich kürzerer Rumpf (deswegen auch die größeren Leitwerke)
  • Anlenkung von Seite/Höhe optional mit Seil/Gegenfeder möglich (Teile liegen bei)
  • geringere Streckung und weniger Spitz zulaufende Flächen - was verglichen zu Silent & Odyssey auch weniger elegant wirkt, leider...
  • neues - angeblich für dieses Modell entwickeltes - Profil und damit einhergehend auch Anschlag der Querruder UNTEN, damit die für dieses Profil benötigte "Verwirbelung" oben erzeugt wird

Gegenüber der Präsentation in Friedrichshafen hat man nun auch optional den ART-1700 bzw. ART-1900 Motor vorgesehen und nicht nur den ART-1300.
Ist verständlich, da der eine oder andere gerne senkrecht nach oben beschleunigt, und da sind die 1300g Schub des ART-1300 bei ca. 1600g Abfluggewicht nicht ausreichend.
Ich hab mich trotzdem für den bewährten ART-1300 entschieden, weil ich bei solch einem Thermikflieger einerseits eh nur ganz selten den Motor verwenden will und andereseits mit ein Steigwinkel von 45° auch reicht. Die Antriebskombination mit dem Arthobby-Spinner und der 12x6,5 Aeronaut kenn ich ja nur zu gut aus der Odyssey.
Der Rumpfvorderteil ist übrigens noch länger/schmäler als die 35mm, die für den ART-1300 nötig sind: Ganz vorne sind es 32mm Innendurchmesser / 33mm Außendurchmesser.
D.h. für den 35mm Arthobby Motorträger muss ich den Rumpf voraussichtlich 1,2-1,5cm kürzen, für die ART-1700 und ART-1900 Motoren wären es noch mehr.

Hier noch ein paar Bilder nach dem "un-boxing":
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Hat sonst schon jemand den Scalar im Bau/im Einsatz?

Bin gespannt, ob die 1550g (und auch der Schwerpunkt) erreichbar sind, oder ob das wieder das optimistische Wunschdenken der Hersteller ist - aber 1600 - 1650g wären für meinen Zweck ja auch okay, weil bei 0-5km/h Wind flieg ich eh mit der Quiet Confidence...

LG
Christian
 
Jurek - Vielen Dank!
Mit Google Translate kann ich gut mitlesen.

Ich hab hier inzwischen alle Teile frisch aus der Box gewogen. Hier die Gewichtstabelle:
Scalar_Gewichtstabelle_Rohbau.png


Und wie fast erwartet, kann man die 1550g gar nicht erreichen - schon gar nicht mit einem 1300er Akku. Selbst mit dem 850er ist man bereits 20g drüber - und das ohne Lack, Gewebeverstärkungen & Harz. D.h. 1650-1700 sind realistischer.
Macht mir in diesem Fall aber nicht so viel aus, da der Unterschied zwischen Flächenbelastung von 18g/dm² oder 19 oder 20... nicht so groß ist.

Mehr Sorgen mach ich mir um den Schwerpunkt. Um diesen auch mit dem kleinen Motor zu erreichen, überlege ich die Variante mit Seilanlenkungen zu bauen. Auch wenn das Höhenruder dann nur mit der Feder betätigt wird.
LG
Christian
 
Ach ja, zur Bemalung und zur V-Form hab ich mir auch schon Überlegungen gemacht und mit CorelDraw skizziert:
Scalar_Farbschema001.png


Ich hoffe, mit dem Design die "undynamische" Form des Seitenleitwerks etwas zu kaschieren.

Ja und zu den Flächenknicks:
Anstelle von 3° + 4,6° Doppelknickflügel möchte ich 3° + 1,6° + 25° Dreifachknickflügel machen - aber den letzten Knick nur ganz weit außen, rund 12cm vor dem Flächenende. Damit ist dann das Ende gleich hoch wie bei der Originalauslegung, aber sie "streckt" sich dann ein wenig mehr - was meiner Meinung nach auch eleganter aussieht. Solche Ohren hab ich auch bei meiner Silent-E und Odyssey und die fliegen perfekt.
LG
Christian
 
Toll, dass du über den Scalar berichtest. Lese interessiert mit 👍
Mach ich gerne!
Man verzeihe mir halt ein paar Eigenwilligkeiten (V-Form und weiße Farbe... aber das muss sein - das Modell soll nicht wie eine "Baustelle im Rohbau" aussehen)...

Zuvor aber noch ein Wort zum Bausatz:
Die Bauanleitung beschränk sich auf das Übersichtsbild von der Homepage (hier der Link auf die Zeichnung) und zwei Seiten Fotos von den Seilanlenkungen.
Eine durchgängige Anleitung mit allen Bauschritten gibt es für den Scalar offenbar noch nicht - es liegt daher die Bauanleitung für den Silent-E bei... die hab ich aber eh schon. Für mich stellt das kein Problem dar - ich kann damit leben und sehe es auch nicht als Nachteil. Für Modellflieger, die bisher nur RTF oder ARTF gemacht haben, ist das dann aber nicht ausreichend. Man sollte zuvor ggf. schon mal ein anderes Arthobby-Modell gebaut haben. Auch gut, wenn man sich dazu Bauvideos oder z.B. die Bilder von Silvio zum Vector anguckt. Oder vielleicht hilft es in Zukunft jemanden, die Bauschritte, die ich hier poste, nachzuvollziehen.

Jetzt aber ernsthaft zum Start:

Ich hab alle Flächenteile zuerst mit 240er und dann 320er Schelifpapier behandelt und dabei auch den Randbogen - so wie es bei der Odyssey empfohlen wird - verschliffen. Links so wie er aus dem Baukasten kommt, rechts verschliffen.
Die Unterseite bleibt "scharf", es wird nur die Oberseite rund zugeschliffen:
Scalar_014.jpg
Das in diesem Fall etwas zu dünne Ende werde ich ggf. mit etwas Harz/Gewebe bei einer der kommenden Arbeiten verstärken.
Hier aus anderer Perspektive:
Scalar_016.jpg

Die Hinterkante der Fläche ist aus der Box zw. 1,0 und 1,2 mm stark. Eben aus 2 x 0,6mm Schwarzpappelfurnier zusammengeleimt.
Damit ich einen schön dünnen Profilabschluss bekomme, schleife ich da noch was ab.
Ich nehme auf der Unterseite ca. 0,2mm flach ab, dann ganz leicht schräg (auf 10cm Länge den Schleifklotz nur ca. 1cm anheben) auf der Oberseite, solange bis die obere Furnier beinahe weg ist (also ca. 0,4mm wegnehmen) und dann flach die Oberseite behandeln, damit die Linienführung wieder passt. Wenn man die Struktur des darunterliegenden Styropors sehen kann, dann ist es eigentlich schon fast zuviel...

Hier der Versuch, die Hinterkante zu Fotografieren: Links die unbehandelte Fläche, rechts nach dem Schleifen.
Scalar_017.jpg
Fertig verschliffen wird nun zuerst mit etwas Gewebe das Styro verschlossen - nämlich an den Stellen, wo die Steckung reinkommt.
Ich hab 1 x 49g/m² + 2 Lagen 19g/m² Gewebe verwendet. Für alle vier Elemente haben in Summe 2g Harz +0,8g Härter aus den beiliegenden Fläschchen gereicht:
Scalar_018.jpg
Und weil ich mir ein - zumindest auf der Oberseite - weißes Flugzeug in den Kopf gesetzt habe, habe ich das Höhenleitwerk auch zuerst entfettet, mit 1500er angeschliffen und weiß lackiert:
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LG
Christian
 
So sehen die abgedichteten Enden mit der Steckung nach dem Abheben vom Backpapier aus - und daneben nach dem Zuschnitt mit der gebogenen Schere (genau für so einen Anwendunsgfall ist das Werkzeug einfach genial ... Glückshormone ... voll im FLOW) - aber dennoch darf ein wenig Schleifpapier noch drüber:
Scalar_020.jpgScalar_021.jpg

Hier noch als Nachtrag mein Endleistenschliff: Im linken Bild. m.E. etwas zu viel schon abgenommen - da kann es sein, dass trotz der GFK-Schicht zwischen Holz und Styroporkern der Nitrolack das Styro anlöst und Falten/Sprünge wirft. Da sollte ich bei der nächsten Harzarbeit ggf. einmal fein drübergehen. Im rechten Bild ist der aus meiner Sicht ideale Schliff:
Scalar_022.jpgScalar_023.jpg

Die Öffnungen für die 6mm CFK Stäbe hab ich ausgeschnitten und nach einem ersten Zusammenstecken zum Probieren die CFK-Stäbe dann in den kleinen Teilen mit UHU Por eingeklebt. Das hält zwar nicht bombenfest, aber gut genug. Und im Fall der Fälle kann man die CFK Stäbe mit etwas Geduld und mäßig viel Kraft auch wieder rausziehen. Sind die Teile mal zusammengestekct, kann man den Feinschliff für die Kante herstellen:
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Das HLW hab ich übrigens nach dem Abtrocknen des etwas rauen Lacks vorsichtig mit 1500er Sandpapier nass angeschliffen - jetzt fühlt es sich samtig an - genauso, wie sich die lackierten Flächen einmal anfühlen sollen. Gewichtszuwachs leider 3g - aber da muss ich durch...

LG
Christian
 
Großes Arbeitspaket:
entgegen dem Plan will ich meinem Scalar ja "Ohren" machen. 12cm vom Ende entfernt hab ich in Flugrichtung (das ist gar nicht so einfach bei der Geometrie) angezeichnet und dann darf die dünne Japansäge Dōzuki mal endlich ran:
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Ich hab aber nur die Oberseite ganz aufgetrennt und auf der Unterseite rund die Hälfte des Furniers stehen gelassen - hinten exakt die 4cm, die dann mal das Querruder bekommt:
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Jetzt muss das Holz auf der Oberseite noch weiter zurückgeschnitten werden - in der Mitte mehr als vorne/hinten, damit sich das Ohr ohne Spalt die 25-30° nach oben biegen lässt:
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Zuerst mal mit 5 (15?) - Minuten-Epoy fixiert; Harz & Gewebe sollen später folgen.
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In der Zwischenzeit hab ich mich der Rumpfspitze gewidmet. Damit der 35mm Adapter passt, musste ich exakt 11mm kürzen. Der 676mm Originalrumpfvorderteil wird somit 665mm lang - was auch genau dem entspricht, was im Plan steht.
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Nach etwas Nacharbeit lässt sich der Motorträger ohne Gewalt bis zur aufgerauhten Stelle aufschieben. Das reicht erst mal.
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Weil ich die Fräse schon in der Hand habe, wird auch gleich das Loch in den Rumpf für die Servosteckung hergestellt. Da ich den 8-poligen MPX-Stecker verwenden will, muss das Loch ca. 23mm groß werden. 91mm ab NAsenleiste verläuft der Kabelkanal; da geh ich noch ein paar mm weiter nach vorne:
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Das Servobrett hat für die KSTX08 fast 1mm zu viel Spiel; das hab ich aufgefüttert, noch ein 0,4mm Sperrholz drauf und es darf schon mal Probesitzen:
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Und ja, die nächste Vorbereitungsarbeit: die Klötzchen für die Flächenverschraubung. Nachdem angezeichnet wurde dann mit der Laubsäge zugeschnitten. Da der Scalar das bisher "dickste" Profil von Arthobby hat, ist das vordere Klötzchen - wenn man es nicht hochgestellt nimmt - am hinteren Ende ca. 1,5mm zu klein. Das kann man aber mit Teilen des hinteren Klötzchens kompensieren, da dieses ja weniger als die Hälfte des Materials benötigt:
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So, und jetzt müsste das Epoxy bei den Ohren doch schon halten, oder?
LG
Christian
 
Ich hatte dem 5-min Epoxy ein paar Glasschnippselchen dazugemischt, damit es nicht so davonrinnt - aber offenbar war das ein schwerer Fehler, denn das Epoxy wollte nicht und wollte nicht aushärten. Schließlich hab ich noch etwas Wärme mit dem Fön hinzugefügt und es konnte weitergehen.
Hier im Bild auch die Unterseite achdem ich die verbliebenen Spalten vorerst mit Balsaresten aufgefüttert habe, damit kein Nitrolack ggf. freiliegendes Styro zerfressen kann. Ich werde zwar an der selben Stelle die Querruder ausschneiden, aber das kommt frühestens in einer Woche, nachdem lackiert wurde.
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Für die Verklebung der Außenflächen mit dem kurzen Zwischenteil - welches ich hier schon bei den Innenflächen augesteckt habe - verwende ich auch die Styroporhüllen aus der Lieferung als Unterlage, damit ich das alles gut ausrichten kann. Hier mal beim Probeliegen:
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Für die (in meinem Fall) ca. 1,6° Knick zwischen Außenfläche und Innenfläche habe ich ein 3cm hohes Hölzchen untergelegt: (laut Plan sollten es 4,5° sein, das wäre 3x so hoch)
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Jetzt erfolgt noch das Abkleben im Sicherheitsabstand, damit das Harz nicht ziellos herumrinnt:
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Und bei der Steckung erkennt man auch das eingedepschte Styro, damit sich dort am Rand auch das Harz etwas sammeln kann:
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Ich hab die dem Bausatz beiliegenden Glasfasermatten verwendet; bei den Ohren 30mm breite Streifen, bei der Steckung sind es dann 45mm gewesen, je eine Lage. Laminieren tu ich diese Dinge gerne in einem Durchgang; Klarsichtfolienhülle als Unterlage am Styro; die Oberseite dann auch mit Folie gut ausgestrichen und mit der Styrohülle von oben beschwert. Erst wenn dieser Arbeitsvorgang fertig ist, dann kann ich die zwei Flächenmittelteile miteinander verkleben.
LG
Christian
 
Schlechtwetter + Urlaub zu Hause = Baufortschritt

In diesem Sinne, hier die Bilder nach dem Abnehmen der Klarsichthüllenfolie an den Randbögen und bei der Flächensteckung. Noch ist das Malerkrepp drauf:
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Jetzt kann ich endlich die beiden Flächeninnenteile abziehen und für das Verkleben in Position bringen. Aus dem Bausatz heraus sind die Flächen für ca. 2° V-Form je Seite bereits angeschrägt; laut Plan sollten es aber umgerechnet 3° je Seite sein (was m.E. eh recht viel ist), und um das schmerzlos zu erreichen, musste in der Mitte oben etwa zwischen einem halben und einem Millimeter Furnier zurückgeschliffen werden. Dann passt das schön:
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Wie auch schon bei den anderen Verklebungen verwende ich die Styroschnitte aus der Box als Unterlage, links sieht man das ca. 110 mm hohe Holzstück als Unterlage. So wurde das mit 5 min-Epoxy zusammengeklebt. Diesesmal hat der Kleber gut reagiert (ich hab von Anfang an etwas Motivation mit einem Haarfön hinzugefügt), sodas nun auch die Harzarbeit mit dem Kevlar-Gewebe folgen kann. Da ich das V nicht mit den Styroplatten nachbauen wollte, hab ich die Fläche mittig aufs Styro gelegt aber einnen 5mm starken Schaumgummi dazwischen:
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Hier sieht man das besser. Darauf liegt wieder die Klarsichthülle. Dann wurden rund 10g Harz gemischt, die Unterseiten eingestrichen, Kevlar drauf, ein 100mm breites Glasgewebe (welches dem Baukasten beilag), das ganze auf die Unterlage gelegt, selbe Prozedur oben und dann die Styroteile drauf und beschwert. Darf nun gut austrocknen.
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Es war genug Harz da, sodass ich auch gleich den Motorspant im Rumpf und das Servobrettchen einharzen konnte.

In der Zwischenzeit hab ich die Außenteile der Flächen entpackt, das Krepp 3mm weiter draussen wieder angebracht, mit 320er Schleifpapier gründlich behandelt, zwei kleine Lunker mit Superkleber gefüllt und das Krepp wieder entfernt. Das Ergebnis sieht nun so aus und ist schon recht "glatt" (im zweiten Bild die Flächenspitzen mit den Ohren, einmal von oben, einmal von unten):
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Weiteres Schleifen spar ich mir nun. Da ich vorhabe, den ArtHobby Lack weiß einzufärben, macht es Sinn, zuerst die erste Lackschicht aufzubringen und dann zu schleifen und dann erst ggf. vorhandene Problemchen zu behandeln. Man sieht es einfach besser, wenn Farbe im Spiel ist.
LG
Christian
 
Ich weiß, es gibt wahrscheinlich schon hunderte solcher Fotos, aber wenn so ein schöner Alu-Motorspant fein sauber mit der Rumpfnase abschließt, dann ist das einfach darstellungswürdig:
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Hier der Blick ins Innere:
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Ich hab auch inzwischen das Seitenleitwerk und die Propeller mit 1500er Sandpapier vorbereitet, damit sie bereit für die Lackierung sind:
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Die Maske für das Aufmalen der Buchstaben stelle ich aus Malerkrepp her. Ein paar Streifen werden parallel, überlappend auf eine Glasscheibe geklebt und dann wird die Grafik mit dem Laser herausgeschnitten. Bei meinem Eleksmaker A3 mit 2500mW reichen dafür 30% Laserstärke bei 300mm/min Schnittgeschwindigkeit. Es sind dann nur kleine Teile - dort wo sich das Krepp überlappt - nachzuschneiden:
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Hier ist die Maske schon am Seitenleitwerk aufgebracht:
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Tja, und auch die Flächenverbindung ist ausgehärtet; So sieht sie nach dem Auspacken und Zuschneiden - noch vor dem Schleifen - aus.
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Ist eigentlich so gut und glatt geworden, sodass Schleifen fast nicht nötig ist...
LG
Christian
 
Die Lackierung am Rumpfausleger (nur Oberseite), der Propeller und am Seitenleitwerk ist erfolgreich gewesen - zumindest einmal für die weiße Farbe:

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Flächenmittelteil hab ich fertig verschliffen und nun mal alle Flächenteile mit dem ArtHobby-Lack + 30% Nitroverdünnung + einen guten Schuss weiße Tönung (auch auf Nitro-Basis) gestrichen. Ich hab mal 2 Dosen angerührt; noch hab ich mit dem ersten Anstrich nicht alles verbraucht. Fotos gibt es dann morgen, vom Schleifen.
LG
Christian
 
Wie versprochen hier die Bilder vom Bepinseln der Flächen.
Einmal gestrichen und mit 400er nass geschliffen. Leider hab ich an der Hinterkante zu viele Tröpchen stehen lassen, sodass diese nun hier wieder fast blank sind:
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Hier in der Mitte, bei der kevlarverstärkten Klebung und dann noch Bilder von der Oberseite:
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Nach dem Schleifen fühlt sich die Fläche schon richtig gut an: samtig glatt. So soll es sein; also nicht spiegelglatt, sondern eben samtig.
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Heute Nachmittag hab ich dann auch den zweiten (und hoffentlich letzten) Anstrich gemacht; links bereits gestrichen, rechts noch nicht.
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Die Farbe trocknet ja trotz 30-50% zusätzlicher Nitroverdünnung recht schnell ab und man kann nur 3-4 Mal hin- und herstreichen; danach reist man wieder zu viel auf. Gut ist aber, dass in den 5 Minuten, in denen man eine Flächenseite eines Teils streicht, dieses bereits schon so gut abgetrocknet ist, dass man die ggf. restlichen Stellen, die entweder noch Pinselstriche zeigen oder noch durchscheinend sind, nachsteichen kann. Das macht man aber eher mit wenig Farbe im Pinsel, da sonst der Farbpatzen den Asntrich darunter wieder ganz auflöst.

Jetzt hab ich die Teile erst mal zum Serverschrank zum Trocknen gestellt. Dort hat es 30°...

Jetzt hab ich auch noch die Ruderhebel für Seite/Höhe angebracht:
Dem Bausatz liegen 1mm starke GFK-Teile für beide Varianten - Seilanlenkung oder Drahtanlenkung - bei.
Ich hatte mich ja schon auf die Seilanlenkung festgelegt, darum hier nur noch die Ausführung. Zuerst hab ich die Ruderhörner noch etwas angeschliffen und die Kanten gebrochen; dann das Höhenruder aufgeschlitzt:
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Probesitzen:
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Im Seitenleitwerk steckt noch jede Menge Stützmaterial, welches im Weg ist. Zuerst dachte ich, ein Sägeblatt zum Heraustrennen wäre eine gute Idee. Ist es aber nicht. Der 16mm Holzbohrer ist die gute Idee:
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Hier nun Seitenruder geschlitzt und wieder beim Probesitzen:
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Danach die Teile in Mattschwarz lackiert und mit UHU Endfest eingeklebt. Damit der Kleber nicht alles versaut, hab ich 0,5mm neben dem Schlitz Malerkrepp angebracht. Danach geklebt, überschüssigen Kleber entfernt, Krepp entfernt.
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Und so sehen die Teile eingeklebt (aber noch nicht ausgehärtet) aus:
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Letzter Schritt für heute: Am Rumpfende den 19mm langen Schlitz für das Ruderhorn des Höhenruders ausgefräst.
Genau für diesen Schlitz liegen dem Bausatz Fotos bei. Ob es passt, sehen wir morgen...
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Eigentlich so weit so gut.

Naja.

Bis auf eine Kleinigkeit.

Ich war vor dem Flächenlackieren schon mal neugierig, und wollte sehen, wo denn ca. der Schwerpunkt liegt. Nur mal grob. Die Leitwerksteile sind ja schon recht groß und sooo superleicht wie bei den anderen Arthobby-Modellen sind sie eben NICHT (dafür aber eben viel größer).

Also: Motor eingebaut, Spinner & Propeller rauf, Regler angeschlossen, den größeren Akku mit 1300mAh ganz nach vorne geschoben, die 2 Servos rein und 10g Blei statt des Empfängers. Dann Rumpfausleger angesteckt, Höhenleitwerk verschraubt und Seitenleitwerk aufgesteckt.
Und Überrachung: der Schwerpunkt des Rumpfes liegt 80mm zu weit hinten 😒😞🙁
Hm. Das gibt schon ein wenig zu denken. Aber ich will nun keine voreiligen Schlüsse ziehen... jetzt sollte ich erst mal die Fläche fertig machen und dann aufsetzen und dann das gesamte Modell grob auswiegen. Dann sehen wir, ob ich 100g Blei oder einen größeren Akku oder einen anderen Motor brauchen werde ... Abwarten.

LG
Christian
 
Nach dem Aushärten des UHU Endfest hier nun das Höhenleitwerk am Rumpfausleger fixiert. Die Anlenkungsschnur wird wie geplant im Rumpf verlaufen:
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Die Rumpfanformung am Seitenleitwerk bekommt auch noch einen 20mm langen Schlitz und dann auch noch das Loch für das Seil zur Seitenruderanlenkung:
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Hier nun mal zusammengesteckt: Passt alles!
Scalar_094.jpgScalar_095.jpg

Einzelne Stellen der Bemalung der Flächen hab ich gestern noch nachgebessert und heute dann nachgeschliffen. Im Hintergrund die verbrauchten 400er Blätter. Hier ein paar Detailfotos.
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In der Anleitung steht ja, dass man alle "shiny spots" abschleifen soll. Guckt man sich die Spiegelung gegen eine Lampe an, dann kann man bei meiner Fläche noch einzelne Glanzlinien - dem Pinselstrich folgend - entdecken, aber glänzende Flecken selber gibt es nicht mehr.
So gesehen hätte ich den Nitroverdünnungsanteil von 30% wahrscheinlich asogar auf 50 oder 60% erhöhen können, damit dei Farbe noch weiter verrinnt und dann echt keine Pinselstriche merh zu sehen sind. Andererseits ist dann die Tendenz zur Tropfen bzw. Seenbildung noch höher und benötigt dann erst wieder ANcharbeit.
In Summe hab ich nun mehr als Tage mit Pinseln & Schleifen verbracht. Das ist schon eine ordentliche Investition an Zeit, aber die Flächen fühlen sich halt am Ende schon richtig gut an...

Next Step: Flächenbefestigung!
31mm hinter der Vorderkante kommt das erste Loch, 150mm dahinter dann das zweite.
Hab aber zuerst die Mitte genau ausgemessen; 93cm jeweils vom linken und rechten Flächenende angezeichnet und zwischen den Markierungen dann mit der 2mm Fräse den Ansatz gebohrt. Danach mit 1,5mm Handbohrer durchgebohrt und dann mit dem 4mm Bohrer von beiden Seiten an- und dann durchgebohrt, damit nix ausfranst. Hab im rechten Winkel zur Flächenuntersiet gebohrt - dann passt die Richtung. Bei anderen Arthobby-Modellen muss man da aufpassen, da sind die Muttern im Rumpf schräg angeordnet.

Wie man am zweiten Bild sieht, hab ich die beiliegenden 30 bzw. 20mm langen Schrauben mit Kreuzschlitz erst mal durch Linsenkopfschrauben für Imbus ersetzt. Für den Einsatz in der Realität überlege ich mir, zumindest die hintere Schraube durch eine Kunststoffschraube zu ersetzen, damit im Fall der Fälle die Schraube bricht und nicht der Rumpf oder die Fläche... Ich bräcuhte dann aber vorne eine Aluschraube, damit das Konzept aufgeht...
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So, und jetzt wird es spannend: Im letzten Post hatte ich ja schlimmstenfalls befürchtet, dass der Schwerpunkt 80mm daneben liegt.
Nun wollen wir uns der Wahrheit etwas mehr nähern.

Alle Teile zusammengesteckt...
Scalar_101.jpg
... und vorsichtig den Schwerpunkt eruiert.
Und ich kann teilweise "ENTWARNUNG" vermelden - der SP liegt nicht 80mm, sondern "nur" eine Daumenbreite daneben!
Uff! Erleichterung! Das Konzept geht auf; es kann funktionieren. Ein größere/anderer Motor ist nicht MUSS - bleibt aber eine Option.

Grob ausgewogen erreiche ich den Schwerpunkt bei 130mm mit 45g Blei, siehe Bild:
Scalar_102.jpg
Im Plan ist ja 125-135mm angegeben und ich fliege meine Segler bei wenig Wind eh lieber mit SP hinten.

So wie es aussieht könnte ich statt der 1300mAh SLS Quantum Akkus mit 121g auch die 1800mAh mit 170g verwenden, dann müsste der SP fast passen. Im Plan ist ja auch 1300mAh-1800mAh angegeben. Exremer Leichtbau war mit der Bauweise eh nie zu realisieren - es wäre aber schon gut, wenn das Gesamtgewicht in Summe nicht zu schwer für den Antrieb wird...
Aber mit der aktuellen Situation kann man schon leben. Mal sehen, jezt kommt ja noch jede Menge Arbeit mit Klappen und IDS-Anlenkung auf mich zu, bevor es in die Luft gehen kann.
LG
Christian
 
Die im Auslieferzustand bereits angezeichneten Positionen für QR- und Klappenservos und die Position der Ruderausschnitte hab ich in den Plan übertragen, da ja vom Bleistiftstrich nach dem Schleifen und Lackieren mit weißer Farbe nix mehr zu sehen ist.
Jetzt hab ich die Maße wieder auf die Fläche zurück übertragen:
Scalar_103.jpg
Nicht vergessen: die Servoauschnitte komme auf die UNTERSEITE!
Am Plan sind die Servoschächte 34x35mm groß; das IDS für Styroflächen hat 40x40mm:
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Servodeckel mach ich mir auch selber, indem ich den Ausschnitt verwende. Der darf dann natürlich beim Abheben nicht beschädigt werden.
Darum zuerst mal die Kontour durchgeschnitten: Die Geraden mit dem normalen Messer, die Kurven dann mit dem spitzen Messer mit der schmalen Klinge. Es wird auch gleich das Styro bis zur anderen Seite vorsichtig durchtrennt.
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Dann erfolgt der Trick: rundherum ein Schnitt im ca. 45° Winkel - und plötzlich wird der Deckel beweglich:
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Jetzt kann man dann mit einer frischen gaaanz langen Klinge unterhalb reinfahren und den Deckel absägen:
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Hier das Ergebnis des Abhebens:
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Der restliche Schacht wird mit einem großen Schraubenzieher gereinigt und der Deckel auch gleich beschriftet.
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Einen Kaffee später hier dann alle Servoschächte fertig ausgeschnitten, inkl. aller Deckel wohlbehalten.
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Die Ruderschlitze schneide ich zuerst mit dem Cuttermesser nur auf der Oberseite an - muss nicht ganz durch sein - und schneide sie dann mit der Laubsäge durch. Dadurch bekommt man auch mit der Laubsäge einen geraden Schnitt. Nachbehandelt wird der Spalt mit 320er Schmiergelpapier:
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So, nun heißt es Luft anhalten. Jetzt kommt die gefährlichste Szene: Das Ausschneiden der Ruder - ohne dabei das Scharnierband zu durchtrennen und idealerweise sollten Schnitte auf Ober/Unterseite zusammenpassen... ale genug Raum für schwere Baufehler.

Zur Vorbereitung - neben dem Metalllineal - hab ich das scharfe Cuttermesser (rot) und ein stumpf zugeschliffenes zweites Messer (schwarzer Griff) vorbereitet.
Nicht vergessen: bei der Scalar werden Klappen und Querruder unten angeschlagen, d.h. die tiegen Schnitte erfolgen auf der OBERSEITE!

Der erste Schnitt erfolgt mit dem roten Messer, in mehreren Schnitten wird zuerst vorsichtig das Furnier aufgetrennt und dann arbeite ich mich auch 70-90% der gewünschten Schnitttiefe vor:
Scalar_112.jpg
Den restlichen Schnitt bis zum Scharnierband mache ich dann mit dem frisch geschliffenem schwarzen Messer mit der stumpfen Spitze.
Man "spürt" wunderbar, wie der Spitz auf dem Scharnbierband gleitet und dieses NICHT beschädigt - die Klinge aber gleichzeitig den restlichen Balsaholm auftrennt. Mit dem richtigen Werkzeug ist das eigentlich total easy. Im Nachhinein versteht man auch die Aufregung nicht...
Scalar_113.jpg


Nun fehlt noch das Ablösen des Furniers unterhalb des Scharniers auf der UNTERSEITE.
Dazu mache ich drei vorsichtige Schnitte mit dem scharfen Cutter.
Der erste Schnitt senkrecht- aber max. 0,5mm tief.
Der zweite Schnitt einen schwachen Millimeter daneben Richtung Endleiste im Winkel von 45° zum ersten Schnitt.
Der dritte Schnitt (siehe Bild) einen schwachen Millimeter neben dem ersten Richtung Nasenleiste im Winkel von 45° zum ersten Schnitt (und somit im rechten Winkel zum zweiten Schnitt).
D.h. es wird V-förmig zugeschnitten:
Scalar_114.jpg
Das Heraustrennen der Furnierrestchen und den Schnitt bis zum Scharnierband mach ich dann lieber mit dem schwarzen Messer mit der stumpfen Spitze.
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Wie in der Anleitung empfohlen, kann man die meisten Holzrestchen schön mit einer Dreiecksfeile rausholen, ohne das Scharnierband zu beschädigen.
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Daraufhin - ohne Nacharbeit - lässt sich die Klappe bereits 90° nach unten auslenken:
Scalar_117.jpgScalar_118.jpg

Da jedoch ans Furnier noch etwas Farbe ran muss, damit das Holz nicht nass werden kann, macht es Sinn, die Stelle noch etwas nachzuarbeiten, nämlich mit einem frischen Sägeblatt einer einfachen Metallsäge. Das kann man gut vorsichtig in den Spalt auf der Unterseite setzen und damit noch etwas Holz entfernen. Die Flaps sind dann so leichtgängig, dass sie bereits nur durch die Gravitation 60-70° ausschlagen.
Scalar_119.jpgScalar_120.jpg


Auf der Oberseite hab ich den Schlitz im Balsa noch mit 320er Schmiergelpapier nachbehandelt; das ist einfacher, wenn man es jetzt macht und nicht erst nach dem Anmalen...

LG
Christian
 
Toller Bericht, tolles Modell!
Aber für den Preis würde ich mir nicht soviel Arbeit erkaufen!
Für 200,- mehr bekomme ich einen Nan Shadow in voll Carbon!
Gut, man muß den Spaß am Bauen haben, dann relativiert sich das Ganze.
Aber ich schätze z. B am Shadow die Flugleistung, die Robustheit und vor allem die problemlose Ersatzteilversorgung durch Cumulus Modell, mit der Sicherheit der 100% passenden Teile bei einem Nachkauf.
Aber ich habe ja auch schon einige Arthobby Modelle gebaut, aber eben keines , das als Bausatz 900,- kostet.
Trotzdem, schön wird der Scalar schon, und fliegen wird er auch gut, obwohl ich mit einigen Odyssee die Erfahrung gemacht habe, das Modelle mit leicht rauer, lackierter Oberfläche ( nach Arthobby Anleitung) deutlich besser fliegen, wie folierte oder Hochglanz lackierte!
Der Baubericht ist wirklich super, und der Scalar wird auch toll fliegen, aber das oben geschriebene ist eben meine Meinung
gruß peter!
 
...soviel Arbeit erkaufen!
Peter, was für ein Glück, dass ich gerne baue. 😀
Und ich mach auch gerne die eine oder andere Modifikation, die vielleicht nicht immer Vorteile bringt, die dem Modell aber dann eine persönliche Note geben. Das ist halt mit Fertigteilmodellen nicht immer möglich.
Zur Positionierung des Modells schreibt Patrick, der Konstrukteur, ja auch, dass der Scalar ein Modell der F5J "Mittelklasse" sein soll - und somit muss auch der Verkaufspreis nach oben gedeckelt sein. In der Arthobby-Modellpalette ist der Scalar halt nun das Topmodell.
Und ggf. sind in anderen Märkten die EUR 200 Differenz zu einem günstigen Schalentier schon relevant... das sind aber nicht meine Sorgen ... da dürfen sich andere Gedanken machen.
LG
Christian
 
Apropos Modifikationen: Auf den Außenflügeln ist aufgrund der Konstruktion der Steckung eigentlich ein 70mm breites Stückchen kein Ruder vorgesehen; ich hab mir aber überlegt, dass ich dieses Teil mit den Klappen des Flächenmittelteils einfach kopple und deshalb will ich sie auch beweglich gestalten.
Von außen gesehen waren auch alle Voraussetzungen da: der Balsaholm ist links und rechts zu sehen...
In der Realität und nach dem Schnitt aber sieht man, dass dem nicht so ist:
Scalar_121.jpg
Ist aber nicht schlimm; kann ich mit 0,6mm Sperrholz schnell auch schließen.

Jetzt hab ich die Querruder auch schön V-förmig auf der Oberseite ausgeschnitten. Am Flächenende musste ich vom senkrechten Schnitt +/-1,5 mm zusätzlich ausschneiden; am Ruderanfang sind es +/-3mm. Damit kann ich sogar bis -45mm nach oben ausschlagen - auch wenn in der Anleitung bereits -30mm reichen sollten (siehe zweites Bild):
Scalar_122.jpgScalar_123.jpg
Ausschlag nach unten ist auch viel mehr als man je für Querruder benötigt; laut Anleitung sollten +15mm reichen. Daneben auch gleich die vorbereiteten Verkastungen für das kleine Klappenstückchen:
Scalar_124.jpgScalar_125.jpg

Eine Vorbereitung ist noch wichtig: Ich hab die Servorahmen vom IDS zwar fürs KST X08H gekauft - jedoch die KST X08H PLUS Servos bestellt. Und der längere Motor ist zu groß für diesen Rahmen. Das wußte ich eh vorab schon - habs aber trotzdem gemacht, weil in Summe das System richtig gut ist.
D.h. ich hab nun an der Stelle, wo der Motor zu liegen kommt mit dem 8mm Bohrer ein weiteres Loch hinzugefügt. Das Einsetzen der Servos geschieht nun folgendermaßen: zuerst werden Kugellager und Servohebel in den Rahmen gesteckt, dann das Servo mit dem Motor auf der Gegenseite "eingefädelt" - noch mal 3mm nach hinten geschoben (d.h. mann muss hinter dem Rahmen auch das Styro etwas entfernen) und dann wird das Servo mit dem Abtriebsrad in den Hebel reingeschoben.
Im Bild rechts auch die vorbereiteten Abdeckungen für die Kugellager, damit hier kein Harz eindringen kann. Die Kugellager hab ich sicherheitshalber noch mal mit Vaseline eingeschmiert, bevor sie eingesetzt wurden.
Scalar_126.jpgScalar_127.jpg
Tja, und hier schließlich die letzten Vorbereitungen für das Einharzen der Servorahmen. Gewebestreifen (40x100mm) werden eimal längs und einmal quer vorbereitet; der Schacht wird mit Malerkrepp rundum abgeklebt, damit kein Harz an die falsche Stelle kommt. Die Ruderenden - an denen aktuell wieder etwas Styro zu sehen ist - sollen auch mit Harz eingestrichen werden. Da hab ich auch etwas Backpapier und zur Erreichung der Distanz 1-2 lagen dünnen Karton vorbereitet:
Scalar_128.jpg
Laut Anleitung zum IDS sollte man dieses unbedingt mit verschraubtem Servo inkl. Hebel und Kugellager einkleben, damit man keinen Verzug reinbekommt. Das ist mit dem X08H PLUS etwas doof, da ja der Motor rausragt und man zur Demontage den Motor zur Seite schieben muss. Den Spaß hatte ich einst schon bei der Silent-E.
In diesem Fall hab ich dafür gesorgt, dass die Servohalterung "spannungsfrei" im Schacht liegen kann und habs ohne Servo, dafür aber mit Kugellager - eingeklebt. Man muss halt fürchterlich darauf achten, dass das Gewebe in der Mitte am Boden nicht aufsteigt, weil das würde mit dem Servo kollidieren. Zum Aushärten hab ich dann den Rahmen vorsichtig an mehreren Stellen "belastet", sprich mit leichten Gewichten an den Boden gedrückt.
LG
Christian
 
So sieht das nach dem Einkleben mit noch überstehendem Gewebe aus; im Hintergrund die Deckel, die die doppelte Gewebelage abbekommen haben. Die Öffnung für das überragende Ende des Motors kann nun wieder freigelegt werden:
Scalar_129.jpgScalar_130.jpg

Bevor es weitergeht die Probe für die Servos. Hat alles geklappt, sie lassen sich sauber einsetzen, es ist auch nirgendwo Kleber oder Gewebe im Weg und ein Verzug ist auch nicht festzustellen:
Scalar_131.jpg
Die Ruderenden, an denen noch Styro zu sehen war, hab ich ja auch mit Harz überstrichen; sieht dann so aus:
Scalar_132.jpg
Ich hab dann auch gleich wieder mit Malerkrepp die Schnittfugen rundum abgeklebt, damit ich sie nun auch gleich streichen kann. Abkleben war mir wichtig, da der Lack ja mit seinem hohen Nitroanteil den alten Lack gerne anlöst - was beim Streichen selber sogar ein Vorteil ist, aber wenn man einen Tropfen versehentlich wo anbringt oder die Farbe mal unentdeckt zusammenrinnt, dann wird das schnell häßlich. Darum lieber abkleben.
Scalar_133.jpg

Da der Lack ja in wenigen Minuten antrocknet, hab ich nach dem Streichen auch schon mal begonnen, die Ruderanlenkung vorzubereiten.
Die richtige Position für die Anlenkung ist wichtig, darum mit Geo-Dreieck und doppeltem Nachmessen alles sorgfältig einzeichnen, bevor das Messer angesetzt wird.
Hier der Ausschnitt für die Flaps auf der Oberseite. Damit ich die richtigen Hebelarme habe, lasse ich das Anlenkungsteil ca. 3-4 Millimeter vorstehen. da muss ich zwar dann die Fläche auf der Oberseite auch um diesen Bereich ausschneiden - dafür wird aber der Balsasteg nicht vollkommen durchtrennt werden, sondern nur bis zur Hälfte, um dem Hebel Platz zu machen:
Scalar_134.jpg
Hier mit eingesetztem (aber noch nicht verklebtem) Anlenkungsteil, einmal Flaps ausgefahren, einmal eingefahren:
Scalar_135.jpgScalar_136.jpg
Damit das Anlenkungsteil das Ruder bei Belastung nicht einfach aufreisst, braucht es noch eine zusätzliche Verstärkung, die die Kraft in den Balsasteg einleitet und nicht nur auf der äußeren Furnierbeplankung wirkt. Kleber alleine reicht hier nicht (aus Erfahrung mit der Silent-E). Da muss ich mir noch was einfallen lassen. Eine erste Idee hab ich schon...
LG
Christian
 
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