Schwerpunkt beim Speedfire 2

Hallo F5Bler,
ich habe mir vor zwei Jahren von Petr einen SF2 bauen lassen, konnte das Modell aber erst jetzt fertigstellen.
Das Modell wurde erstmals so eingestellt wie Petr auf der Hompage empfiehlt.
Bei 62mm Sp. hängt das Modell wie ein welkes Blatt in der Luft, beim nächsten Flug auf 58mm vorverlegt ging es zwar besser aber immer noch weit entfernt wie ich mir das Vorstelle und wenn die Landeklappen gesetzt werden bäumt sich das Modell stark auf obwohl Tiefenruder wie angegeben eingestellt wurde.
Ich möchte das Modell ohne Wettbewerbsambitionen nur just for fun fliegen aber es sollte in der Neutralposition einen vernünftigen Zug nach vorn haben und sich nicht von selbst abfangen.
Kann es denn sein das die Angaben von Petr soweit abweichen und wo fliegt Ihr Euren Sp.

Für Eure hoffentlich hilfreichen Infos schonmal vorab vielen Dank

LG Udo
 
Hallo Udo,

ich bin in dem Fall echt gespannt was für Kommentare hier kommen, mich beschäftigt die gleiche Frage, jedoch in die andere Richtung: wie weit nach hinten soll ich :D
Meine Speedfire fängt sich ab sobald ich mit dem Akku versehentlich zu weit vorn gelandet bin. Mit den Angaben für Butterfly bin ich sehr zufrieden, bremst wirkungsvoll und hat keinerlei Tendenzen sich aufzubäumen, anders wenn ich auf Thermik schalte, da gehts auch mit Verzögerung massiv hoch. Ich überlege noch das so zu lassen, weil es im Prinzip kein Problem darstellt. Entweder man macht sie vorher langsam, dann passiert nix. Oder man lässt sie eben die Fahrt in Höhe umsetzen und dann fängt sie sich von allein. In der Thermikphase sieht es allerding sehr nach Hängearsch aus.

Deine Beschreibung "welkes Blatt" kann ich noch nicht ganz zuordnen.

Ich freue mich mindestens genauso über rege Beiträge wie du :)

schöne Grüße
Dennis
 
Hallo, bin selbst kein "Pro", hab ihn glaub ich auf 62mm, wie von Petr im Bereich von 60-62mm angegeben, das passt auch für mich, auch beim Landen. Ab etwas Geschwindigkeit wird das Verhalten sowieso von den aerodynamischen Kräften vor allen am HLW bestimmt und die SWP-Position wird immer unwichtiger behaupte ich jetzt mal.
Für mich soll der Flieger bei hohen Geschwindigkeiten (z.B. nach Rauffliegen, dann gleich Abschwung aus paar 100 m) gerade aus fliegen, von mir aus auch ballistisch fallen, also gar keinen Auftrieb haben. Dazu habe ich geringfügig die EWD verkleinern, also am HLW vorne etwas untergelegt, nur ein paar Streifen Klebeband um dazu das HR im Strak haben zu können.
Dass man das Verhalten bei F5B-typischen Geschwindigkeiten (Streckenflug, nicht Thermikphase) mit dem SWP wirklich beeinflussen kann, halte ich für nicht machbar und/oder sinnvoll. Klar wird er immer träger auf HR reagieren, je weiter der SWP vorne ist, aber so richtig nach unten ziehen wird er bei Geschw. nicht.
Die TR-Zumischung zu den LK passt schon, nur nicht wenn man die bei noch hoher Landegeschw. (>100kmh vielleicht) voll ausfährt. Für den wichtigen, langsamen Teil der Landung passt das.
Gruß,
Franz
 
Da kann man dem Post vom Franz nicht viel hinzufügen. Wenn die meisten Modelle in dieser Art mit hängendem Leitwerk,
nicht auf Zug gehen bei langsamer Geschwindigkeit gegen den Wind, dann ist die EWD zu hoch und mit dem Unterlegen von ein paar Klebestreifen auf der Vorderseite des T Leitwerkes kann dies
behoben werden.

MFG Harald
 
Sp. beim Speedfire 2

Sp. beim Speedfire 2

Da kann man dem Post vom Franz nicht viel hinzufügen. Wenn die meisten Modelle in dieser Art mit hängendem Leitwerk,
nicht auf Zug gehen bei langsamer Geschwindigkeit gegen den Wind, dann ist die EWD zu hoch und mit dem Unterlegen von ein paar Klebestreifen auf der Vorderseite des T Leitwerkes kann dies
behoben werden.

MFG Harald

Hallo Harald,
an das Unterlegen zwecks Änderung der EWD habe ich auch schon gedacht wollte halt nur nochmal sichergehen.
Ich war halt der Meinung da das Modell ja in gefrästen Formen gebaut wird und Petr sein Handwerk versteht das alles passt.
Nochmals Dank für Eure Anregung, werde das bei nächster Gelegenheit testen.

LG Udo
 
Die verstehen schon ihr Handwerk nur, der der solche Modelle optimal einstellen will, der muss diese auch tunen können.
Mit den ein bis drei Klebestreifen reden wir von ~ 0,1-0.3 Grad EWD Änderung. Diese Modelle haben ~ 0 bis 0,5 EWD, es gibt
auch welche mit negativem!! Bei chinesischen Modellen musst du auch an der Hinterseite der Tragfläche unterlegen um den Verzug
des Rumpfes auszugleichen.

Mfg Harald
 
Petr und Co wissen sicher was Sie tun und sind Profis.
Genau, dass sind nur kleine Änderungen und für den F5B Streckenflug ist die originale Einstellung vielleicht auch passend, allerdings kann man das alles nicht verallgemeinern, wenn einer 44 Strecken fliegt, dann ist die Durchschnittsgeschw. schon mal mehr als 10% kleiner als ein Champion mit >50 und der Auftrieb unterscheidet sich dann schon mal nur durch die Geschw. (zum Quadrat) um mehr als 20%! Deswegen muss/soll/kann man den Flieger eben für sein "übliches" Einsatzszenario fein-einstellen, damit dass dann wirklich - für einen selbst und seinen Flugstil! - befriedigend fliegt (das ist tatsächlich ein ganz eigenes, tolles Gefühl, wenn er so fliegt wie man sich das vorstellt anstatt mit Unarten kämpfen zu müssen)
Gruß,
Franz

PS und Edit nur falls nicht eh klar: neg. EWD ist ja nichts problematisches, nur weil ein "-" vor der Zahl steht. Entscheidend ist, bei welchem Anstellwinkel ein Profil Nullauftrieb hat (wenn man den in etwa wie z.B. bei einem Hotliner haben will). Ein "Clark Y" - ein Profil aus den Anfängen der Fliegerei und immer noch beliebt für langsame Schleppmaschinen, glaube ich - würde z.B. einen Anstellwinkel von etwa -4° benötigen um keine Auftrieb zu produzieren, also mit symetrischem HLW auch eine EWD von -4°.
 
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