Schwerpunkt Nurflügel?

Modellflieger0

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Hallo,

brauche Hilfe bzgl. SP Bestimmung.

Baue einen eigen gebauten Nuri aus Balsa, einfache Rechteckfläche mit Balsarumpf und einem
Heckantrieb von einem Sloflyer. Ist ein Versuch aus Spass.

Er hat 65 cm Spw., der Rumpf ist 45 cm lang. Die Länge von der Nase bis zur Fläche beträgt 25 cm, Flächentiefe ist 15,7 cm und bis zum
Heck sind es dann noch mal 10 cm. Durchgehende Endleistenruder mit einer Tiefe von 20 mm sind gebaut und mit 2 Servos angelenckt. Also eine simple Konstuktion.

Lt. SP Berechnungsprogramm ist der Schwerpunkt bei 4 % Stabilitätsmass bei 33 mm hinter der Nasenleiste, kann das stimmen?
Es kommt mir arg weit vor. Wie viel mm soll ich die Endleistenruder anstellen?

Danke für Eure Hilfe!

Modellflieger3
 
Bei einer Rechteckfläche ist der Neutralpunkt beim Nurflügel bei 25% der Flächentiefe. (Variiert etwas mit dem Profil, aber höchstens um 1%.) Das wären bei Dir dann ca. 39 mm. Das ist die hinterst mögliche SP-Lage.
Passt also. Der SP beim Brett IST weit vorn.

Etwas Bauchweh machen mir die Dimensionen. Das wird ein extrem nervöses Teil. Wie sind denn so Deine bisher angesammelten Flugkünste?
 
Hallo Markus,

erst mal vielen Dank für Deine Ausführungen.;)

Meine Flugkünste sind sehr umfangreich, fliege seit nun mehr 50 Jahren und habe vom einfachen 2-Achssegler über Hotliner und Club Pylon bis zur Kunstflugmaschine schon alles geflogen. Auch habe ich schon den einen oder anderen Eigenbau bisher erfolgreich in die Luft gebracht.
Bei dem Nuri werd ich die Ruderausschläge erst mal gering halten, Denke so bei Quer auf 10 mm und Höhe 15 mm +/-. 40 % Expo dazu und dann probier ichs mal. Was meinst Du zu den Ausschlägen?

Gruß

Roland
 
50 Jahre klingt gut! ;-)
Bei dem Nuri werd ich die Ruderausschläge erst mal gering halten, Denke so bei Quer auf 10 mm und Höhe 15 mm +/-. 40 % Expo dazu und dann probier ichs mal. Was meinst Du zu den Ausschlägen?
Bin der Falsche, das zu fragen, da heute keine Praxis mehr. Aus dem Bauch heraus hätte ich aber gesagt eher weniger Höhenausschlag als Quer für ein Brett. Da die Trägheit des Rumpfes fehlt und alle Hebelarme kurz sind, sind Bretter SEHR wendig auf Höhe.
Such mal die Beiträge von Peter Wick hier im Forum, sind wenige aber dafür umso gehaltvoller. Dann ist UweH eine gute Adresse, aber er konstruiert und baut meist (Horten) Pfeile.
 
Hallo,
interessantes Projekt, habe mir auch schon so etwas überlegt, mit ca. 1-1,3m SPW und Frontmotor.
Gibt auch einen Bauplan "Little Plank" man sollte nur ein modereres Profil nehmen.
Ich sehe es genauso wie MarkusN, die Ausschläge sollten mit QR. 10mm und HR. 8mm mit min. 50% Expo erstmal passen, Schwerpunkt 33-35mm. (oft lege ich auch mit Dual Rate kleinere Ausschläge an, im Notfall wenn zu zappelig einfach umschalten)
Wichtig ist ein leichter S-Schlag, also HR leicht hoch zur Profilsehne (erstmal 3mm).
Welches Profil verwendest du? Der Nuri hat doch aber ein Seitenleitwerk, oder 2? Wie hast du das gelöst? Beim Brett wird auf jeden Fall ein recht großes möglichst weit hinten liegendes SLW gebraucht.
Ist der Motor genau mittig zur Profilsehne eingebaut? Wichtig ist erstmal ein sauberer Gleitflug ohne Motor (den Motor vielleicht ausbauen, kleinerer Akku für Empfänger nur als Segler, leichter, daher weniger Aufschlagenergie:D)
Erst wenn der Gleitflug später mit Motor/ Akku stimmt, würde ich den Motor einschalten. Der Motorsturz wird sehr viel ausmachen und ist bei Heckanordnug "hinten hoch"
Auf jeden Fall den Erstflug jemand anderen werfen lassen. Am besten über einer Wiese mit langen Gras.
Warum nimmst du einen Druckantrieb? Den Rumpf vorn etwas Kürzer und den Akku weiter nach hinten sollte auch gehen. Ist nicht so laut und ist auch "Fingerfreundlicher" zu starten. :)
Die Flächenbelastung sollte bei deiner Modellgröße unter 25g/ dm² sein, das bedeutet bei der Fläche von ca. 10dm² nicht mehr wie 250g flugfertig. Das sollte aber leicht machbar sein.

Wünsche dir viel Erfolg.

Fliegergrüße Thorsten
 
Hallo Holger,

ich habe deinen Bau- und Flugbericht von der Gans mit hoher Aufmerksamkeit gelesen. Die davon
gewonnen Informationen und Kenntnisse werde ich auf meinen X-Fun größtenteils übernehmen.:D

Den Hinweiß von Thorsten den Rumpf mit Frontmotor zu bauen und zu fliegen ist auch eine Überlegung wert. Warum ich ihn
eigentlich mit Heckmotor bauen will, ist der, das bei einem Aufprall auf die Erde sich die Motorwelle nicht verbiegen kann.
Den Nachteil mit Verletzbarkeit will ich dadurch verhindern, das ich ein Slw. in Form eines Dreieckes unten und oben auf den
Rumpf baue und das untere Holzteil so hoch ist, wie der halbe Durchmesser der LS. Das verhindert Verblutung. Übrigens, hatte
ich auch schon mal eine nicht unerhebliche Verletzung auf einer Flugveranstaltung in München mit einem Hecktrieblermodell erlitten.
Dort habe ich einens schnell fliegenden Nuri mit hoch drehender LS und Vollgas bei Start geworfen und bin in die LS bei Abwurf
gekommen. Das hat so stark geblutet, das ich selber an dem Tag nicht mehr fliegen konnte. Tja, immer das gleiche, man muss
selbst die Erfahrung schmerzlich machen bevor man schlauer wird.

Nun, ich werde nach Fertigstellung des Rohbaus ein, zwei Bilder hier einstellen und ein paar Infos zum Modell posten.

Grüße

Roland
 
...Dimensionen. Das wird ein extrem nervöses Teil...

Gerade erst richtig gelesen.
Also mein Gustav ist die Ruhe selbst. Klar ist der wendig, fliegt aber völlig stabil und bleibt immer berechenbar. Wenig Stabilitätsmaß ist dabei natürlich keine gute Idee, aber einen motorisierten Nuri mit gut 60cm Spannweite baut man eh nur, wenn einem die (Gleit-)Flugleistungen wurscht sind.

Gustav fliegt übrigens ohne Expo und ohne Gyro.
Wollt' ich nur mal gesagt haben;)

H.
 
Meinen Hotwing 1200 von Hacker schmeiße ich ohne Motoreinsatz und gebe erst danach Gas. Der gleitet gut genug um mir diese paar Sekunden Zeit zu lassen.
 
Erste Bilder der Fläche vom X-FUN

Erste Bilder der Fläche vom X-FUN

Hallo,

habe nun die Fläche fertig und bebügelt incl. 2 TGY 113 MG Servos.
Sie wiegt genau 100 g.

Tja, ganz leicht wird er nicht, dafür ist er stabil. Als nächstes geht es mit dem
Rumpf weiter. Berichte und poste dann auch Bilder.

Bin gespannt was er als Gesamtgewicht haben wird. BL-Motor mit Regler, LS und kleinen 6-K. Orange Receiver
wird wohl so um die 45 g. wiegen. Mein Ziel die 200 g. Gesamtgewicht zu erreichen wird schwierig. Aber schau ma
mal, sagt Beckenbauer.

Roland
 

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Das untere Bild ist die Oberseite von der Fläche und man sieht das Balsaholz mittig. Hier kommt der
Rumpf drüber, so das man zum Schluß davon nichts mehr sieht. Sonst hätte ich es auch foliert.
 
Gustav fliegt mit 2° Sturz, die Motorachse ist knapp unterhalb der Nasenleiste. Damit hat er beim Übergang vom Gleit- zum Kraftflug keine Lastwechselreaktionen.
H.
 
Das untere Bild ist die Oberseite von der Fläche

Oben und unten das gleiche Design. Das ist aber für einen Nurflügel mutig. Bei meinem Hotwind habe ich extra mit dem Edding unten zwei dicke schwarzen Streifen angemalt, damit die Lage besser zu erkennen ist. So ein kleiner Nurflügel ist schon recht wendig und wenn man will, dann ändert sich halt unten und oben in wenigen Sekunden mehrfach.
 
...ich möchte diesen Thread mal aufwärmen:

Ich bin gerade eben dabei einen Brettnuri als DLG zu bauen. Spannweite 1500, Abfluggewicht 240g, PWRES + Tipprofil. Das Brett fliegt grundsätzlich schon super, reagiert wie gewünscht und hat eine gute Gleitleistung.

Ein Problem habe ich beim Discuswurf: Ist der Schwerpunkt so eingestellt, dass der Geradeausflug ohne viel Höhentrimmung klappt (was auch dem errechneten SP entspricht - habe diesen geometrisch ermittelt) so nimmt das Modell während der Wurfphase die Nase hoch - es muss sehr stark nachgedrückt werden (mehr als mir lieb ist). Verlagere ich den SP nach vorne so wird dieses Verhalten abgeschwächt, aber dafür benötige ich im Geradeausflug zu viel Höhentrimmung und die Effizienz geht flöten.

Laut Berechnung befindet sich der SP zwischen 42 und 44mm - ich habe inzwischen von 38 - 46mm alles mögliche ausprobiert, komme aber zu keinem zufrieden stellenden Ergebnis. Hat jemand eine Idee oder ähnliche Erfahrungen gemacht? Auf eine saubere Wurftechnik habe ich bestmöglich geachtet.

LG
Patrick

PS.: Mir ist bewusst, dass das ein kontroverses Thema sein kann. Ich frage hier auch nicht "ins Blaue" - habe schon tagelang im Netz recherchiert, bin aber in der Praxis noch zu keinem zufriedenstellendem Ergebnis gekommen. Die geläufigen Anleitungen zur Schwerpunkteinstellung kenne ich, sowohl bei Nuris als auch bei Leitwerklern, Abfangbogen, Rodeoritt, geometrische Methode, Erfliegen etc. ist mir alles klar, leider bei diesem Gerät bisher erfolglos, darum frage ich hier so unverblümt um Rat ;)
 

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Hallo Patrick
habs nur kurz überflogen, aber ist das eigentlich nicht ein normales Verhalten ?

ich habe deshalb bei der Alula auch 3 verschiedene Trimm-Stellungen auf einem Schalter. Für den Wurf ist sie dann sozusagen auf "Speed" getrimmt.

Gruss
Christian
 
Warum sollte das denn funktionieren? Zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten mit gleichem Trim?

Ist doch bei den DLGs grundsätzlich so, dass sie für die Startphase eine eigene Trimmung haben!
 
Hallo Patrick,

das Problem kommt vom nicht linearen Momentenverhalten der Profile und lässt sich nicht über eine geänderte Schwerpunktlage lösen.
Manche Brettprofile sind dafür empfindlicher, andere weniger empfindlich. Weniger gewölbte Profile verhalten sich neutraler, sind aber nicht so gut fürs Thermikfliegen.

Abhilfe schaffen verschiedene Flugphasentrimmungen wie Chrima das für die Alula macht...und auch ich bei fast allen meiner Bretter.

Gruß,

Uwe.
 
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